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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > Im Studio/Aufnahmeorte
Aufnahme im Studio - Wieviele Mikrophone wurden verwendet?
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania
Autor Eintrag
snookerbee
Mi Mai 21 2014, 22:55
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1641
Insgesamt sehr beeindruckend wie erstaunlich modern die Aufnahmetechnik schon ab den frühen 30er Jahren war - leider ist anscheinend vieles davon heute in Vergessenheit geraten.


Das kann man nur ganz dick unterstreichen, vor allem den letzten Teil.

Noch zu erwähnen wäre der Name des EMI-Offiziellen: Keith Hardwick.

Danke für die Einbindung des Audiozitats.

[ Bearbeitet Do Mai 22 2014, 09:46 ]
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Arto
Do Mai 22 2014, 01:39
Dabei seit: Di Jan 07 2014, 01:33
Wohnort: z.Z. Dänemark
Einträge: 178
Ich war dabei, in 1986, und kann weiteres berichten. Keith Hardwick (ohne "e", Michael J. Biel hat sich geirrt) war der Verantwortliche für historische Umschnitte auf LP und Kassette bei EMI, und meistens war ich mit ihm über den Frequenzgang gar nicht einig. Aber hier hat er völlig Recht gehabt. Damals wollte er den alten Tonmeister und später für Klassik verantwortliche nicht benennen, aber es war Edward Fowler, und er hat die Sache in 1985 zurückgewiesen.

Wie Gerald Peter Plano sagte, könnte es sehr wohl sein, dass die Aufnahmemaschinen bei RCA Victor, die dasselbe aufnahmen, etwas unterschiedlich gelaufen haben. Obwohl sie elektrisch synchron getrieben wurden, hatten sie eine flexible Kupplung als teil eines mechanischen Filter, und die Geschwindigkeit konnte immernoch 0,3% pendeln. Das is ausreichend um allerlei Phasenunterschiede zwischen zwei Monoaufnahmen hervorzurufen, und voilà, man hat Pseudostereo.

Übrigens, ganz herzlichen Dank für den Tilophan-Artikel. Prima!
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Grammophonteam
Mo Jan 26 2015, 12:54
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2235
Durch Verwendung mehrerer parallel geschalteter Mikrophone... (1932)

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Grammophonteam
Mo Feb 09 2015, 19:32
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2235
Im November 1931 eröffnet in London das neue Studio der EMI / HMV, heute besser bekannt unter dem Namen Abbey Road Studios. Quasi als Einweihung dirigiert Sir Edward Elgar in der ersten Aufnahmesitzung am 12.November 1931 das London Philharmonic Orchestra. Dieses Ereignis wird von der British Pathe im (Ton) Film festgehalten.





Deutlich zu erkennen - drei Mikrophone nehmen das Orchester auf:










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Grammophonteam
Sa Feb 21 2015, 20:51
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2235
Schon 1927...

Das bei Saalübertragungen so hervortretende, raumakustische Charakerteristikum wirkt namentlich bei einer Musik mit Großbesetzung sehr gut und läßt sich durch Platzierung mehrerer Mikrophone noch verstärken.

Die Deutsche Grammophongesellschaft veröffentlicht unter dem Firmenzeichen "Polyfar" einige Großraumaufnahmen, die schon als brauchbare Resultate gelten können.




...hat man neuerdings bekanntlich ein elektrisches Verfahren gewählt, bei welchem die Aufnahmen von einer Anzahl im Raume verteilter Mikrophone aufgenommen und durch eine besondere elektrisch-akustische Schreibvorrichtung auf die Platte eingeritzt werden.


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Grammophonteam
Fr Mär 27 2015, 09:39
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Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2235
Schallplatten - Aufnahme der Grammola - Gesellschaft von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung des Dirigenten Franz Schalk. Im Vordergrund links: Dir. Conrad, der Leiter der Grammola - Aufnahmen.


Wien, 4. oder 11. April 1928, Grammola / HMV
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Grammophonteam
Sa Jun 27 2015, 13:06
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Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
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Einträge: 2235
Aus einer technischen Schrift der Tri-Ergon, 1928:

...so daß der sog. Nachhall kontrolliert werden kann, der bei Sprache 0,7 - 0,8 sek., bei Musik 1 Sek. betragen darf. Mehrere Mikrophone zugleich vermitteln den sog. "plastischen Ton", wie ihn beide Ohren des Menschen auch auffangen.

Überhaupt ist die Wahl der Aufstellung für die Mikrophone von wesentlicher Bedeutung. Ein Orchester mit einem Sänger wird man also stets mit zwei getrennten Mikrophonen aufnehmen, damit der Sänger nicht übertönt wird.
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Grammophonteam
Sa Okt 17 2015, 22:03
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
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Einträge: 2235



HMV, Small Queen's Hall, London - 1931
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TRI-ERGON
So Okt 18 2015, 22:13
Gast
Eine orginale Mikrofonkapsel von Telefunken, wie sie im Video mit Rosita Serrano zu sehen ist.








[ Bearbeitet So Okt 18 2015, 22:34 ]
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Formiggini
So Dez 20 2015, 09:50
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1880
Schon 1926 ist die Rede von (teilweise) "...mehrere Mikrophone, die in bestimmter Entfernung angebracht sind...". Vermutlich bezieht sich dies auf große Orchester-Aufnahmen und/oder Chöre.

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Webseite
Grammophonteam
Di Mär 07 2017, 21:08
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2235
Eigentlich wurde ja die Frage wie viele Mikrophone verwenden wurden, schon ausreichend geklärt. Hier aber noch eine interessante Aussage dazu aus dem Jahr 1926 (!) vom „Marktführer“ Western Electric (dessen System u.a. Lindström mit Odeon usw., Columbia, HMV und Victor nutzen). Der Artikel stammt aus der Zeitschrift „Phonograph Monthly Review.


How the Sounds Get Into Your Record by the Electrical Process
(By Experts of the Western Electric Company)




Der Ton wird von zwei, oder mehr, (high quality) Mikrophonen aufgenommen...
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