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Bremshebel des Fliehkraftreglers instand setzen
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Ph0n0
Do Mär 30 2017, 22:23 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 80
Hallo miteinander!

Bei der Vorstellung meiner neuen Baustelle fragte ich nach dem Aussehen der Drehzahlregulierung, genauer dem Bremshebel des Fliehkraftreglers von dem Motor, von dem ich bisher nur weiß, dass er mit "26S" gemarkt ist.

Hier ist nun eine Detailaufnahme der Bremsscheibe des Fliehkraftreglers und die vertikale Drehachse, an dem der Bremshebel befestigt sein sollte:

Ganz oben der Einstellhebel, der unter dem Plattenteller hervorragt, dicht unter der oberen Motorplatte eine Abflachung der Drehachse.
Hat jemand ein Bild oder eine Skizze für mich, damit ich weiß, wie das Ganze aussehen sollte und wonach ich suchen, oder was ich neu anfertigen muss?

Viele Grüße
Stephan
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Vogtländer
Do Mär 30 2017, 22:46
Dabei seit: Do Dez 24 2015, 00:14
Wohnort: Vogtland
Einträge: 85
Tja, ob´s so sein muss weiß ich nicht, aber denkbar wäre es.
Oben ne Feder welche sich spannt und unten ein Winkel mit Bremsfilz???
Der Winkel soll selbstverständlich nach hinten, Richtung Scheibe zeigen.
Es ließ sich nur auf die Schnelle nicht anders zeichnen.
Kann man sehen, ob an der abgeflachten Stelle etwas angeschweißt war was eventuell abgebrochen ist?
Gruß, Mario

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Ph0n0
Fr Mär 31 2017, 00:44
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 80
Hallo Mario,

diese Achse sieht unbeschädigt aus, d.h. ich würde sagen, es war nichts angeschweißt und es ist nichts abgebrochen. Was mich auch etwas stört, ist die Tatsache, dass diese Abflachung unmittelbar unter der oberen Motorplatte ist. Ein dort angebrachter Winkel trifft nur ganz oben auf den Rand der Bremsscheibe...
Daher wäre ich ganz froh, es hätte jemand evtl. ein Grammophonmodell mit dem gleichen Motor.

Viele Grüße, Stephan
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jovel
So Apr 02 2017, 11:04
Dabei seit: Sa Mai 07 2016, 14:12
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Hallo !
Ich habe mal 2 Bilder gemacht von eibnem 26 s Wrrk
Ich habe noch einige dieser Hebel liegen . Wenn du dein Teil nicht instandsetzen knnst , schicke ich dir gerne so einen Hebel zu. Zur Kontaktaufnahme
Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder

Grüße jens



[ Bearbeitet So Apr 02 2017, 12:49 ]
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jovel
So Apr 02 2017, 11:06
Dabei seit: Sa Mai 07 2016, 14:12
Wohnort: Lüneburg
Einträge: 14
Hallo
Das eine Foto ist nichht gesendet worden ....2. Versuch
Grüße jens

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krammofoon
So Apr 02 2017, 12:47
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1108
Servus Jens,

wenn du nicht gerade auf Spamanrufe aus aller Herren Länder stehst, tauscht doch bitte private und sensible Daten per PM aus.

Nur zu deinem/eurem Schutz.

Gruss
Georg

[ Bearbeitet So Apr 02 2017, 12:47 ]
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Ph0n0
So Apr 02 2017, 23:53
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 80
Hallo Jens,

ja, lösche bitte deine Tel-Nr. Ich habe sie mir mal notiert, falls ich trotz deiner Bilder nicht weiter komme. Aber jetzt weiß ich wenigstens, wie der Hebel im Original ausgesehen hat. Der Stahlstift zum Fixieren fehlt bei mir. Daher rutscht die Achse auch immer ein Stück nach unten durch. Der Stahlstift hat auch auf der oberen Motorplatte einen Anschlag, damit man die Achse nicht komplett herumdrehen kann...
Bis jetzt habe ich eine provisorische Lösung montiert, bin aber damit nicht glücklich. Ich schrieb im Vorstellungsthread von meinem Koffergrammophon, dass der Motor eine Plattenseite locker durchzieht. Dem ist leider nicht so. Wenn ich die Drehzahl bei vollem Federaufzug und aufgelegtem Tonarm per Stroboskop auf 78 U/min eingestellt habe, sinkt sie bis zum Ende der Platte kontinuierlich. Die Feder hat aber noch Kraft genug, den Plattenteller (ohne Tonarm) weitere 3 Minuten laufen zu lassen, insgesamt (ohne Tonarm) fast siebeneinhalb Minuten. Das ist immerhin eine Minute länger als bei meinem Tischgerät. Nur nutzen kann man das nicht mehr...
Dann habe ich (entgegen meiner ursprünglichen Absicht), die Federdose doch aufgemacht, gereinigt und neu gefettet. Obwohl das eigentlich kaum nötig war, denn das Fett war nicht verhärtet. Geändert hat sich am Drehzahlverhalten nichts.
Sicherheitshalber habe ich danach nochmals geprüft, ob die einzelnen Drehachsen des Motors leicht laufen. Ja, dem ist so. Meine letzte Hoffnung ist, dass es an meiner provisorischen Reparatur liegt, denn das Provisorium hat etwas Spiel. Oder gibt es noch mehr Ansatzpunkte?

Viele Grüße, Stephan

[ Bearbeitet So Apr 02 2017, 23:58 ]
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Vogtländer
Mo Apr 03 2017, 18:38
Dabei seit: Do Dez 24 2015, 00:14
Wohnort: Vogtland
Einträge: 85
Hallo Stephan,
hatte ich doch Recht das da an der Achse was fehlt.
Aber mal zum Drehzahl- bzw. Leistungsproblem.
Ich weiß nicht, wie du in technischer Mechanik bewandert bist, aber führe dir mal die Übersetzungsverhältnisse des Getriebes vor Augen.
Da braucht man nichts rechnen, einfach mal die Kettenschaltung des Fahrrades überdenken.
Im größten Gang laufen die Pedale lansam, dein Hinterrad sehr schnell, wenn jetzt nur etwas Last am Hinterrad dazukommt, merkst du wie viel Kraft du aufbringen musst, das deine Kraft vielleicht gar nicht mehr reicht!
Jetzt würdest du schalten, das Grammo kann´s nicht!
Wenn beim Grammo alles leichtgängig ist, wird der Punkt wohl der Regler sein.
Wenn dort etwas nicht optimal läuft hast du das benannte Problem.
Reglerfilz geölt, den richtigen Filz verbaut, Regler richtig eingestellt, bremst der Filz auf der richtigen Stelle? Fragen über Fragen
Geh nur die Sache noch mal in Ruhe an, es wird funktionieren.

Gruß, Mario
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Ph0n0
Mo Apr 03 2017, 23:41
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Hallo Mario,

ich habe das Problem heute gelöst. Der Fehler lag in dem etwas labilen Provisorium des Andruckfilzes und des Bremshebels. Während des Abspielens hat sich der Hebel mit dem Filz nach oben gedrückt. Damit hat er an einer anderen Stelle die Bremsscheibe getroffen und einen anderen Bremswert erreicht.
Jetzt habe ich einen Bremshebel aus einem Nagel konstruiert, der mit Draht und Heißkleber an der Drehachse spielfrei befestigt ist. Den Filz habe ich durch einen schmalen, aufgewickelten Vlies-Spüllappen-Streifen ersetzt. Der hat ein feineres Gewebe als der Filz. Mit ein paar Tröpfchen Öl hat es auf Anhieb funktioniert. Jetzt spielt der Koffer die 25-cm-Platten komplett mit fast konstanter Drehzahl ab. Fast nur deshalb, weil man am Stroboskop sehen kann, dass sich die Drehzahl gegen Ende der Platte leicht reduziert. Das fällt aber nur einem sehr geschulten Gehör auf. Insgesamt wird die Drehzahl ca. fünfeinhalb Minuten gehalten. Das reicht für meine Zwecke. Etwas mehr fällt auf, dass das Tempo an sehr lauten Passagen in die Knie geht. Vor allem, wenn die Platte schon deutlich bessere Tage erlebt hat. Aber zunächst kann ich den Motor so belassen, auch wenn es optisch nicht so wirklich gelungen ist. Da der Motor aber eher unsichtbar bleibt, kann ich damit leben. Bilder gibt es erst, wenn ich den Motor nochmal ausbaue, weil ich mich ja jetzt an die Restaurierung der Schalldose und des Koffers begeben kann. Zudem bekommt der Tonarm eine auflagegewichtsreduzierende Hebelstange, wie sie auch am Tischgerät schon Dienst tut.

Viele Grüße, Stephan
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Vogtländer
Di Apr 04 2017, 17:25
Dabei seit: Do Dez 24 2015, 00:14
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Na bitte, hast du wieder was dazugelernt und weißt um das Prinzip und die Verhältnisse am Regler.
Wenn du von Jens mal noch den originalen Bremshebel hast wird auch das in Ordnung sein.
Mach dich nur erst mal an das Gerät, ein Schmuckstück wird´s wohl nicht mehr werden, aber zum lernen ist das ein gutes Übungsstück.
Viel Erfolg und zeig ruhig mal deine Arbeit wenn´s fertig ist.

Schöne Grüße, Mario
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Ph0n0
Di Apr 04 2017, 23:39
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Hallo Mario,

ich denke, den originalen Bremshebel brauche ich gar nicht mehr. Momentan scheint mein Ersatz gut zu funktionieren (heute nochmal getestet) und ich plane, evtl. selbst einen aus einem etwas kräftigeren Blechstreifen anzufertigen und anzulöten. Hat nur gerade keine Priorität mehr.
Was das Schmuckstück angeht: Die alte Beschichtung werde ich von dem Koffer entfernen. Es sind zu viele Löcher drin um da noch was zu retten. Dann kann ich auch besser die Fehlstellen im Holz des Koffers ausbessern, z.T. verleimen.
Heute habe ich spaßeshalber mal den Plattenteller mit Helmpolsterschaum (Motorradzubehör) eingesprüht und anschließend mit einem feuchten Tuch gereinigt. Kam da vielleicht eine Brühe heraus! Jetzt hängt der Plattenteller an der Leine zum Trocknen

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Mo Apr 17 2017, 23:47
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Hallo!

Leider bekomme ich es nicht hin, meinen nachgebauten Bremshebel, besser darzustellen. Aber immerhin sind es 2 Aufnahmen in Aktion:






Da die Drehachse des Bremshebels aus der unteren Motorplatine herausragt, darf der Motor nicht unmittelbar auf einer Tischplatte o.ä. stehen. Sonst drückt sich der Hebel wieder zu hoch.
Nach zahlreichen Versuchen kann ich sagen, dass damit die Drehzahl über eine Plattenseite recht konstant bleibt.

Viele Grüße, Stephan
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