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Schellackplatten Label - Zonophone



Gründung 1901 in Berlin als International Zonophone Company, galt als größter Konkurrent der Berliner Gramophone Company. Teilweise wurden auf dem Label Zon-O-Phone auch Raubpressungen der Gramophone Company vertrieben, was zu Rechtsstreitigkeiten mit Emil Berliner führte.

Schon vor dem ersten Weltkrieg, übernahm die Gramophone Company das Label.
Nachdem in Deutschland während des ersten Weltkrieges die englische Verbindung der Grammophon zerschlagen wurde, führte in Deutschland die Grammophon das Label weiter.

Sowohl englische, wie auch deutsche Zonophone trugen noch den Vermerk "International Zonophone Company", obwohl das Label jeweils der deutschen, bzw. englischen Grammophon (Gramophone) gehörte.

Erst die letzten Zonophone Platten (Ende des ersten Weltkriegs) trugen dann den Vermerk:
"Hergestellt von der Deutschen Grammophon AG"

Nach dem Auslaufen der Zonophone Platten um 1918, wurde quasi als "Nachfolge-Label" das Polyphon-Label der Grammophon als Billigmarke eingeführt.

Platten der Zonophone, die für Ö–sterreich gepresst wurden, tragen den entsprechenden Vermerk "Hergestellt von der Ö–sterr. Grammophon A.G., Aussig a. E. (Aussig an der Elbe in Böhmen; war nur bis 1918/1919 Teil der k. u. k. Monarchie)

Auch hier im Forum: Link - Hier klicken

Rückseite einseitige Zonophone Platte












Die Geschichte der Zonophone ist noch nicht zur gänze aufgearbeitet. Dazu zwei Artikel aus dem Forum:

1.
Emil Berliner wurde von dem von ihm engagierten Frank Seaman um die Ergebnisse seines Wirkens in den U.S.A. gebracht, der auf dieser Basis aufbauend, 1899 in New York die INTERNATIONAL ZONOPHONE COMPAGNY gründete. Die Deutsche Grammophon, Berlin meldete daher bereits am 7.März 1900 vorsorglich das Wort ZONOPHON für Grammophonplatten und Schallplatten zur Zeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes an, noch bevor sie von einer G.M.b.H. in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden war. Am 14.Juni 1900 wurde die Marke unter Nr. 44324 eingetragen.
Dies hinderte Seaman jedoch nicht daran, 1901 in Berlin eine Filiale seiner INTERNATIONAL ZONOPHONE COMPAGNY zu gründen,
dieunter der Leitung von F.M. Prescott die Produktion von Berliners Grammophonen ähnlichen Geräten , den ZONOPHONEN und Platten aufzubauen und in andere Länder (außer Nordamerika) zu exportieren begann.DIESE Gesellschaft meldete am 16.September 1903 ein dem bekannten Bayer-Kreuz ähnliches Bildzeichen, das ZONOPHONE-Kreuz, an, das am 30.Januar unter Nr. 66485 in die Wahrenzeichenrolle eingetragen wurde.
Nach harten Bemühungen gelang es dem Freunde Emil Berliners, Eltridge R. Jonson, Seaman in den U.S.A. aus der International Zonophon Compagny zu verdrängen und deren Anteile schließlich in den Besitz von THE GRAMMOPHONE & TIPEWRITER zu bringen. ( Jonson hatte zuvor, nämlich am 3.Oktober 1901 die VICTOR TALKING MACHINE COMPANY gegründet)
Auf diese Weise kam auch die deutsche Filiale an den englischen Konzern.
Sie wurde am 28.November 1904 als INTERNATIONAL ZONOPHONE COMPAGNY m.b.H.neu gegründet.

Die Übernahme desGroßhandelsbetriebes von der D G AG erlaubte die Umschreibung der Marke 44324 (an 16. Juli 1906) und der Marke 66485 (am 11. März 1905) auf die INTERNATIONAL ZONOPHONE COMPAGNY m. b. H.
diese wurde 1925 in ELECTROLA Ges. m. b. H. umbenannt.
Daher erfolgte die Umschreibung auf die Letztgenannte.

2.
Ich möchte hier mal eine Lanze für Frank Seaman brechen, der in verschiedenen Publikationen seit den 1950er Jahren sehr schlecht wegkam, obwohl ihm ganz wesentlich der Erfolg des Grammophons zu verdanken ist. Die neuere Forschung ist hier auch bedeutend differenzierter.

Seaman war ein hervorragender Werbestratege der zuvor die Werbeabteilung von Eastman Kodak (ja, die Kodak) geleitet hatte. Während andere Sprechmaschinenhersteller noch überhaupt nicht für sich warben oder nur Kleinanzeigen schalteten, kaufte Seaman im April 1898 schon mal eine ganze Zeitungsseite des New York Journal, siehe unten. Der mehrfarbige Druck war für seine Zeit ebenfalls absolut revolutionär.

Seaman hatte laut seinem persönlichen, mit Berliner geschlossenen, Vertrag das Recht, billigere Hersteller für die von ihm exklusiv vertriebenen Grammophone zu suchen. Leider blitzte er mehrmals bei Berliner und anderen Anteilseignern der Gramophone Co. ab, welche zumindest teilweise an der Alleinstellung von Eldridge Johnson als Lieferant mitverdienten. Ich nehme an dass Johnson in irgend einer Form Schmiergelder zahlte.

Dabei war es dringend notwendig dass das Grammophon billiger wurde, seit im Jahr 1896 das Graphophone "Eagle" für nur noch 10$ auf den Markt kam. Das Grammophon mit Federmotor kostete $25, siehe unten links auf der Anzeige, und war damit alles andere als billig.

Dass Seaman auch den Produktnamen Gramophone loswerden wollte um sich vom Konkurrenten Graphophone abzusetzen erscheint mir leicht nachvollziehbar. Er setzte deshalb seit 1898 auf ganz anders lautende Namen wie Vocophone oder Zonophone. Auch das wurde ihm "verboten", obwohl das Wort "Gramophone" damals noch weitgehend unbekannt und leicht gegen ein anderes auszutauschen war.

Man kann sich sicherlich darüber streiten ob sein Schachzug, die Anteilseigner der Gramophone Co. durch eine Anerkennung der Rechte der American Graphophone Co. loszuwerden, moralisch verwerflich war. Hätte es ihn nicht gegeben wäre das Grammophon wohl noch jahrelang technisch nicht weiterentwickelt worden, weil kein Konkurrent da war (das Zonophone war dem Gramophone technisch überlegen, z.B. die Kurbel auf der Gehäuseseite durch welche das Gerät während des Spielens aufgezogen werden konnte).

Auch die Suche der Gramophone Co. über den Atlantik nach Ausweichmärkten, und, damit verbunden, die Filialgründung in England hätte es ohne Seaman nicht gegeben. Wir sollten diesem Mann dankbar sein, auch wenn er der Berliner Gramophone Co. ganz schön eingeheizt hat. Denn, nur Konkurrenz belebt das Geschäft und fördert Innovationen.


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