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Die Elskamps Musikanten

The Elskamp Brothers
oder
Die Elskamps Musikanten

Lars von der Ohe Barnabás


Anfang der 40er Jahre fanden sich drei junge Männer in den Niederlande zusammen, die die Liebe zur Musik, insbesondere zur Jazz-Musik teilten. Aus dieser Leidenschaft entwickelte sich 1942 der Gedanke eine eigene Musikformation zu gründen um aus der Passivität des reinen hören von Musik in den aktiven Teil zu treten.
Das nahe Umfeld um die neu gegründete Gesangsgruppe, die sich nach dem Impulsgeber der jugendlichen Freundschaft „Carel Elskamp“ benannte und sich den Zusatz „Brothers“ gaben, wurde schnell auf das Trio aufmerksam.





Das Bild zeigt die Elskamp Brothers in einem Hamburger Radio Studio im Jahr 1944. Der Mann in der Mitte der Fotographie ist deutlich als der junge Carel zu kennen.


Da die Umstände des zweiten Weltkrieges den Alltag zu großen Teilen bestimmte, war der Wunsch nach Lebensfreude, Unterhaltung und Abwechslung unter den Menschen und besonders unter den Soldaten groß. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die deutschen Verwaltungsbehörden in den Niederlanden mit dem Trio, zwecks Genehmigungen für Auftritte in Kontakt treten mußten. Von der ersten Registrierung bis zur Einbindung in das KDF-System ( Kraft durch Freude: Eine deutsche Organisation für die "Volksgemeinschaft", die ab 1939 aber auch für für die Truppenbetreuung der Streitkräfte verantwortlich war.) war es nur ein kleiner Schritt.
An dieser Stelle ihrer frühen Karriere änderte das Trio ihren Namen in Elskamps Musikanten um, um den Vorgaben der deutschen Behörden gerecht zu werden.




Die Rückseite des Bildes. Eine Gruss mit dem Inhalt:
"Tansend Wanzen sollen Dich umtanzen, wenn Du vergissst wer Elskamp´s Musikanen ist. Für alle Fälle. Hamburg März 1944" An welche Person diese Grüße gedacht waren ist leider nicht festzustellen.


Die Beliebtheit der drei jungen Sänger bei den stationierten Soldaten baute sich zu ersten Erfolgen aus und so kam es, daß die „Brothers“ KDF-Tourneen auch auf dem Gebiet des Reiches abhalten durften. In Deutschland wurden sie auf Bühnen von Lazaretten und Radiostationen eingesetzt. Ab dem Jahren 1944/45 spielte die Gruppe immer mehr in Berlin, wo sie auch das Kriegsende erlebten. Gleich nach der Kapitulation meldeten sie sich im Berliner Haus des Rundfunks und wurden dort unter Vertrag genommen.
Hier in Berlin entstanden die ersten Schallplattenaufnahmen der drei „Jazz-Sänger“ für die hauseigene Markte des Rundfunkhauses Radiophon. Nach kurzer Zeit spielten die Elskamps wieder auf zahlreichen Bühnen Berlins, wo sie durch alle großen Berliner Nachkriegs Orchester begleitet wurden. Im Jahr 1947 nahm die west-Firma Odeon und die ost-Firma die Amiga Gruppe unter Vertrag. Mit diesen Einspielungen baute sich der Erfolg der Gruppe weiter aus. Einen großen Einbruch in der Entwicklung des Trio stelle die Berlin – Blockade von 1948 dar. In der zerrissenen ehemaligen Hauptstadt und in ihre politischen Spannungen konnte sich die Gruppe nun keine dauerhafte musikalische Heimat mehr vorstellen.




Ein Bild der Gruppe aus dem Jahr 1947. Die Aufnahme entstand für die Zeitschrift "Vier Viertel" in Berlin. Der Mann links ist Carel Elskamp.





Ein Gruß an die Stadt Ihrer Erfolge im Winter 1948.


Die Brothers verließen Berlin in Richtung Niederlande, wo sie noch einige Jahre als Trio arbeitete. Anfang der 50er Jahre löste sich die Gruppe auf und nur noch Carl Elskamp blieb als Rest der jugendlichen Jazz-Begeisterung über. Nach der Gründung der BRD /DDR kehrte Carel Elskamp für einige Auftritte nach Deutschland zurück. Bei einen Gastauftritten entstanden wieder Schallplattenaufnahmen für die Odeon und die Amiga.
Mitte der 50er Jahre verliert sich die Spur des Carel Elmskamp im Gewirr der Musikbranche.




Eine späte Autogrammkarte von Elskamp aus den 50er Jahren, als er als Solist in Deutschland unter Vertrag stand.




"Sioux City Sue" aufgenommen am 02. Juni 1947 in Berlin




"Home on the Rage" aufgenommen am 02. Juni 1947 in Berlin




"Der Herr Dings" eine Aufnahme aus dem Sommer 1947


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