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Gitta Alpar

Gitta Alpar
(* 5. Februar 1903 in Budapest; † 17. Februar 1991 in Palm Springs, Kalifornien, USA)









Gitta Alpar wurde als Regina Klopfer vermutlich 1903 - über das genaue Datum gehen die Quellen auseinander - in Budapest als Tochter eines jüdischen Kantors geboren. Ihrer Gesangsausbildung durch Laura Hilgermann schloss sich ein Studium am Konservatorium ihrer Heimatstadt an.





Einem deutschen Bühnenjahrbuch sind Angaben zum Beginn ihrer Karriere zu entnehmen, die sich mit anderen Quellen decken: "Gitta Alpár, die Unvergleichliche, ist aus Budapest gebürtig. Sie gehörte [ab 1923] zuerst der Königlichen Oper ihrer Heimatstadt als Koloratur-Sopranistin an.

Gitta Alpar 1924
Budapest


Dann lockte sie die Operette: sie sang das Hannerl im 'Dreimäderlhaus'. Da hörte sie Generalmusikdirektor Kleiber und holte sie 1927 nach Berlin. Gitta Alpár wurde also Mitglied der Staatsoper und glänzte hier in ihren Erfolgspartien. Daneben fand sie noch Zeit, sich in Konzerten für die modernen, lebenden Musikautoren einzusetzen. Erste Aufnahmen 1929 für die Homocord. Tourneen trugen schon damals ihren Namen durch das Reich und ins Ausland und namentlich die Londoner bezauberte sie mit ihrem Rosenkavalier. 1930 folgte sie einem Angebote der Direktion Rotter. Sie stand nun auf den Brettern des Metropoltheaters als Partnerin von Tauber. 'Schön ist die Welt' hieß die Operette von Lehár, die die bisherige Staatsopernsängerin beispiellos populäre machte."




Mit Richard Tauber auf einem Werbefoto für die Funkstunde anlässlich der Premiere von "Schön ist die Welt"


Zu ergänzen ist, dass Gitta Alpar schon 1925 erstmals in einem Gastspiel nach Deutschland an die Münchner Staatsoper kam und 1927 in der Wiener Staatsoper auftrat. Bei den "Erfolgspartien", die der Eintrag ins Bühnenjahrbuch anspricht, dürfte es sich um die Königin der Nacht aus der "Zauberflöte" sowie die Rosine im "Barbier von Sevilla" handeln. Mit diesen Rollen begann auch die Phase als Schellack-Star:





1932 hatte erstmals ein Film mit ihr Premiere - den Anfang machte "Gitta entdeckt ihr Herz", gefolgt von zwei weiteren erfolgreichen Produktionen: "Die - oder keine" und "Ball im Savoy". Letztgenannter Film war bereits eine ungarisch-österreichische Produktion von 1934/35. Nach dem Machtantritt des NS-Regimes war die Karriere der jüdischen Künstlerin in Deutschland jäh beendet worden. Sie emigrierte zunächst nach Österreich, war als Schauspielerin noch in Frankreich und Großbritannien tätig, ehe sie 1937 in den USA eine neue Heimat fand. Hier entstand nur noch ein Film mit ihr, sie soll aber weiterhin als Sängerin aktiv gewesen sein.





Szenenfotos aus den erfolgreichen deutschen Filmen Gitta Alpars.


Privat bietet vor allem ihre 1931 (oder 1932?) geschlossene Ehe mit Gustav Fröhlich zeitgeschichtlich-gesellschaftlichen Zündstoff: Für den aufstrebenden Filmschauspieler hatte Alpar sich von ihrem ersten Mann, einem Budapester Unternehmer, getrennt. Gustav Fröhlich wird nachgesagt, dass er sich trotz der inzwischen geborenen gemeinsamen Tochter 1934 (oder nach anderen Quellen 1935) von Alpar scheiden ließ, um seine Karriere im NS-Reich nicht zu gefährden. Fröhlich bestritt diese Darstellung später vehement - gegen ihn spricht, dass Gitta Alpar sich bis zu seinem Lebensende 1987 standhaft weigerte, den Kontakt wieder aufzunehmen - geschweige denn eine Aussöhnung herbeizuführen.

Gitta Alpar in ihrem letzten Film "The Flame of New Orleans" (1941). Sie spielt - eine Opernsängerin.
Star des Filmes war Marlene Dietrich. Gitta Alpar ist etwa zwei Minuten (im Opernhaus) zu hören. Zu sehen jedoch nur knapp 20 Sekunden...

1941




In den USA heiratete sie den dänischen Tänzer Niels Wessel Bagge und lebte mit ihm in Palm Springs. Gitta Alpar starb dort am 17. Februar 1991. Nach Deutschland war sie nach ihrer Emigration wohl nur eine einziges Mal - in hohem Alter - zurückgekehrt: 1987 wurde ihr in Berlin das Filmband in Gold für ihr Lebenswerk überreicht.






1990


Auch im Forum: Gitta Alpar



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