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Albert Vossen - Biografie

Albert Vossen


Albert Vossen
22.05.1910 in Aachen
gest. 10.10.1971 in Köln


Albert Vossen


Albert Vossen ist einer der ganz wenigen im Bereich der leichten Muse, dessen Popularität über Jahrzehnte hinweg erhalten geblieben ist: seine Karriere als Instrumentalsolist begann bereits 1933.
Dabei ist er eigentlich nur durch einen Zufall zu seinem Instrument, dem Akkordeon, gekommen. Er wurde in Aachen geboren, studierte in Köln (Klavier) und ging 1929 nach Berlin. Hier begann seine Laufbahn als Musik Professional, als er eines Tages für den erkrankten Pianisten einer Neger-Band aus Paris ein sprang. Gleichsam als Verbeugung vor ihrer Wahlheimat Paris spielten die farbigen Musiker aus Musette-Walzer. Zu solcher Musik gehört nun einmal ein Akkordeon. Und wer musste es spielen ? Der Pianist natürlich ! So kam Albert Vossen zum Akkordeon, obwohl er so ein Ding vorher nie in der Hand gehabt hatte.




Bald machte er seine erste Rundfunksendung, und auch der Film wurde auf ihm aufmerksam. Von dieser Stunde an wirkte Albert Vossen als Solist in vielen Musikfilmen mit.
1936 nahm er seine erste Schallplatte auf, der bis in die letzten Kriegsjahre noch rund vierzig weitere folgten. Alle diese Platten, so „Ohne Bedenken“ „Fliegende Blätter“ und „Springende Punkte“, fanden ein begeistertes Echo: Sie brachten einen neu Sound in die Tanzmusik der damaligen Jahre. Albert Vossen setzte nämlich sein Akkordeon mal vor den Background von vier Saxophonen, mal vor Streicher oder auch einen Blechsatz. Das ergab neue, begeisternde Klangeffekte, die insbesondere seine Aufnahme „Broadway Melodie“ zu einem Bestseller werden ließen.


Der Ausbruch des Krieges setzte seine Karriere ein vorläufiges Ende, doch 1942 wurde er für das Deutsche Tanz und Unterhaltungsorchester unter Franz Grothe und Georg Gaentzschel, bei dem eine eigene Solistengruppe leitete, abgestellt. Nach dem Kriege tingelte Albert Vossen mit kleiner Besetzung durch die Lande bis ihm Adalbert Luczkowski, der Leiter des WDR-Tanz und Unterhaltungsorchester, riet, nach Köln zu kommen. 1948 unterzeichnete Albert Vossen einen Vertrag mit dem Westdeutschen Rundfunk. Seit dieser Zeit ist Ansage „Es spielen Albert Vossen und seine Solisten“ in den Tanzmusik Programm und den Bunten Abenden des Kölner Senders ein fester Bestandteil.

Auch beim Fernsehen, das ihn schon 1938 zum ersten mal vor die Kamera stellte, tritt er oft auf, und der Nachkriegsfilm hat ebenfalls nicht auf ihn verzichtet. Auf der Schallplatte erfreute Albert Vossen die Schlagerfreunde auch als Komponist. „Frage dein Herz“ „Ein Sonntag zu zweit“ und viele andere Melodien, die oft und gern gespielt wurden.


Albert Vossen Schellackplatte, mit seinem selbst Komponierten Schlager-So sind wir-



Werke von Vossen
So sind wir
Lebendfreunde
Fräulein Madeleine
Frage dein Herz
Ein Sonntag zu zweit, und viele andere Melodien.




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Zum Geleit für ganz Neue

Oft wird der Klang eines Grammophon´s heutzutage als blechern und veraltet wahrgenommen, tatsächlich beherrschte diese Erfindung von Emil Berliner viele Jahrzehnte die Alltagskultur unserer Vorfahren.

Die Geschichte der Tonaufzeichnung ist eng verbunden mit der Schellackplatte.
Gespannt lauschten die Menschen den Klängen von Nadel, Schalldose und Grammophontrichter wenn frühe Plattenstars wie Enrico Caruso oder Richard Tauber sangen.
Später in den dreißiger und vierziger Jahren erfreute man sich am Badesee mit einem Koffergrammophon
wie z.B. dem Electrolakoffer C 106 wenn UFA und Filmstars wie Zarah Leander, Lizzi Waldmüller, Marika Rökk, Rossita Serrano oder Ilse Werner sangen.
Genauso vertreten waren die Künstler von Kleinkunst, Bühne und Radio die auf Grammophon Platten einspielten: Erwin Hartung, Paul Dorn, Austin Egen oder Rudi Schuricke. Später sang sich Lale Andersen mit Lili Marlen in die Ohren und Herzen der zukünftigen Plattensammler.

Aber genauso lud ein flotter Foxtrot gespielt von der Schellackplatte zum tanzen ein. Ob nun unterwegs oder zu hause, vielleicht noch auf dem Trichtergrammophon gespielt.
Orchester wie Dajos Bela, Ben Berlin, Marek Weber, Michael Jary, Albert Vossen oder Will Glahe hatten für fast jeden Geschmack etwas parat.

Während unsere Urgroßeltern noch zu Ragtime und Cakewalk aus einem Phonographen schwoften,
bevorzugte man in den frühen 50´er Jahren entweder noch das Koffergrammophon oder frühe elektrische Plattenspieler.
Hier drehte sich dann bei 78upm ein Bully Buhlan oder eine kesse Cornelia Froboess.

Egal ob Sie gerade dabei sind Schellackplatten zu kaufen, ein Grammofon kaufen möchten oder sich einfach über diese historischen Tonträger informieren möchten, das Grammophon Portal bietet Ihnen eine Vielzahl an Informationsquellen sowie Diskussions und Austauschmöglichkeiten .

Nutzen Sie u.a. unsere Suche um sich einen tieferen Einblick in die Welt der Schellack Platten zu verschaffen, informieren Sie sich im Hauptmenü und im Diskussions Portal.

Gefundene Platten reinigen verbessert nicht nur ihren Klang, auch die Wertigkeit kann dadurch erhalten bleiben. Informieren Sie sich in unserer Schellackplatten Werkstatt wie sich verbogene Schallplatten richten lassen, dies funktioniert übrigens nicht nur bei Platten der Deutschen Grammophon oder Parlophon, sondern bei allen Labels der Schellackplatten Ära ;)
Einen Überblick zu den Firmen können Sie sich in unserer Labelkunde verschaffen.


Vielleicht konnten wir Ihnen nun nicht nur mit all diesen Informationen behilflich sein, sondern es wurde auch Ihr Interesse geweckt aktiv dazu beizutragen die Geschichte der Tonaufzeichnung virtuell zu erhalten - dann würden wir uns über eine Anmeldung und ein aktives Mitwirken sehr freuen!




Dieses Portal soll es ermöglichen sich über die vielfältigen Aspekte der Geschichte der Tonaufzeichnung auf Walze, Schellackplatte sowie deren Künstler zu informieren und auszutauschen.

Die Idee zu dieser Internetseite entstand 2009.
Das Ziel war es eine Plattform des Austausches und der Kontaktpflege unter Schellack, Grammophon und Phonographensammlern sowie Interessierten an der Unterhaltungskultur der frühen Tonaufzeichnung zu etablieren. Mit der Zeit wirkten immer mehr engagierte Sammler an der Seite und im Diskussionsportal mit.

Jeder brachte ein Stück seiner Sammelleidenschaft und Motivation auf die Seite mit, sei es in Gestaltung und Form des Internetauftrittes grammophon-platten.de, sei es durch das Abfassen von Künstlerbiographien oder durch fachlich fundierte Artikel über die Grammophon, Phonographen - und Schallplattentechnik, Künstler über die Geschichte der Tonaufzeichnung.

Mittlerweile bringen viele kundige Mitglieder ihr Wissen in diesen Informationskreis ein, sei es in den Diskussionen, durch Mitarbeit im Grammophon Wikipedia oder durch Artikel und Publikationen.

Weiterhin soll diese Plattform allen Interessierten der Geschichte der Tonaufzeichnung als Portal dienen sich miteinander auszutauschen und das teils in Jahrzehntelanger Arbeit gesammelte Wissen für die Zukunft digital zu erhalten.




grammophon-platten.de ist ein Fach Portal über historische Tonaufzeichnung.
Der Zweck dient dem Austausch über die themenverwandten Bereiche sowie dem digitalen Erhalt, Archivierung und redaktioneller Aufarbeitung der Bereiche Technik, Künstler, Historie und künstlerischer und musikalischer Darbietungen auf Tonträgern der Zeit bis c. 1950.
Die Seite wird privat und ohne Gewinnerzielungsmotiv betrieben.




Comedian Harmonists - Mein kleiner grüner Kaktus



Das Problem beim "Kaktus" ist grundsätzlich der enorme Unterschied zwischen damaliger und heutiger Beliebtheit. Die Platte wurde am 15. November 1934 aufgenommen, als die Comedian Harmonists schon gar nicht mehr in Deutschland auftraten, war ein Tagesschlager von vielen und wurde hierzulande nur bis 1938 verkauft. Eine Erkennungsmelodie der Gruppe - wie er es heute ist - war der Titel damals mitnichten, obwohl zumindest die Sänger die Qualität des Textes, der Komposition und des Arrangements erkannt haben dürften.

Spannend bei den beiden abgebildeten wie auch allen anderen Meister-Sextett-Programmen, die mir vorliegen, ist zum einen, wie die Gruppe auf unterschiedliche Art und Weise die ursprünglichen - im Sinne der NS-Ideologie jüdisch belasteten - Komponisten und Texter, Rolf Marbot und Bert Reisfeld, verschleiert: Man nennt die Autoren entweder gar nicht oder gibt ihnen ein Pseudonym. Zum anderen fällt auf, dass in allen (mir bekannten) Electrola-Werbungen dieser Jahre zwar oftmals alte Comedian-Harmonists-Platten mit Neuaufnahmen des Meister-Sextetts beworben werden, aber niemals der "Kaktus"

"Mein kleiner grüner Kaktus" wurde erst etwa 50 Jahre nach seiner Entstehung - durch einen Film mit Otto Waalkes, der das Stück parodierte - zum "Non-plus-ultra" der Comedian Harmonists, zu der Melodie schlechthin, die jeder kennt, auch wenn er mit dem Namen der Interpreten nichts anzufangen weiß. Noch in der Fechner-Dokumentation hatte das Stück keine hervorgehobene Bedeutung, wenn es auch kurz zu hören war. Auf den EMI-LPs der 1970er Jahre war das Stück zwar auf der allerersten Plattenseite nach Hits wie "Wochenend und Sonnenschein" und "Veronika, der Lenz ist da" zu hören, dies dürfte aber vielleicht auch mit dem persönlichen Geschmack Robert Bibertis zusammenhängen, der die Schellackoriginale für die Neuauflage zur Verfügung stellte.

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Jazz im "Dritten Reich"


Daß es "dem Jazz" in der Zeit von 1933 bis 1945 nicht leicht gemacht wurde und dieser eine unerwünschte Musikart darstellte, ist unbestritten.
Keinesfalls sollen Verfolgungen und Verbrechen an Kunstschaffenden durch die Nationalsozialisten relativiert werden.
Leider haben sich jedoch in der Literatur und daraus folgend in den Köpfen, einige Mythen über Jazz und Swing unter den Nationalsozialisten festgesetzt, welche jedoch nicht den Fakten entsprechen.

So gab es zum Beispiel zu keinem Zeitpunkt ein generelles "Jazzverbot"!

Jazz war im Dritten Reich verboten!

Nein!

Zwar standen die Nationalsozialisten dem Jazz sehr ablehnend gegenüber - er war eine unerwünschte Musik - jedoch gab es nie ein landesweites Jazzverbot. Das Hören von Jazz stand nicht unter Strafe.

Vor Tanzlokalen hing ein Schild "Swing tanzen verboten - Reichskulturkammer"

Dies ist falsch!

Dieses Schild hat es in den 30er Jahren nie gegeben. Es ist eine freie Erfindung eines Grafikbüros aus den 70er Jahren für eine Schallplattenfirma.
Es gab in Deutschland kein generelles Swingtanz-Verbot von der Reichskulturkammer.

Der deutsche Rundfunkhörer nach 1933 konnte nur Musik im Sinne der RMK (Reichsmusikkammer) hören.

Falsch!

Zwar gab es 1935 für den deutschen (gleichgeschalteten) Rundfunk ein Jazzverbot, bis Kriegsausbruch konnte man aber auch mit einfachen Empfängern (auch dem Volksempfänger!) viele europäischen Sender mit Jazzprogrammen hören. Erst nach 1939 stand dies unter Strafe.

"Reale" Verbote



1930
April 1930 Erlass „Wider die Negerkultur für deutsches Volkstum“(Thüringen)

1933
07.03.1933 Berliner Funkstunde verbietet den „Niggerjazz“; nur noch „melodiöser Jazz“ soll im Rundfunk erlaubt sein
August 1933 moderne Tänze und Schlager in Jugendherbergen verboten

1935
31.03.1935 Auftrittsverbot (Berufsverbot) für jüdische Musiker und Künstler
12.10.1935 Verbot des „Niggerjazz“ im gesamten Rundfunk
Prüfungsausschuss für Tanzmusik eingerichtet: Stege, Stumme, Ihlert, Stech

1937
17.12.1937 Musik jüdischer Komponisten oder Interpreten auf Schallplatte ist
verboten
18.12.1937 Anordnung über unerwünschte und schädliche Musik von der RMK
erlassen, alle ausländische Musik ist vor dem Verlag oder Vertrieb in Deutschland
der Musikprüfstelle im RMVP vorzulegen

1938
01.02.1938 Anordnung über unerwünschte und schädliche Musik tritt in Kraft
01.04.1938 "Nichtarier"-Verbot in Kunst und Musik
01.06.1938 Swingtanzverbot in Freiburg
12.11.1938: Juden ist der Besuch öffentlicher kultureller Veranstaltung verboten
November 1938: Swingverbot in Pommern (gilt ab 01.01.1939)
November 1938: Stuttgarter Vergnügungsgewerbe fordert zum Verbot des
Swingtanzes auf
Dezember 1938: Swingtanzverbote in Franken, Thüringen und Württemberg-
Hohenzollern

1939
29.03.1939 Anordnung zum Schutze musikalischen Kulturgutes: Listenregelung
für unerwünschte und schädliche Musik, tritt am 15.04.1939 in Kraft
13.05.1939 „Bekanntmachung über Entartung im Tanzwesen”
01.08.1939 Spielen „jüdischer“ Tanzmusik gibt Berufsverbot
04.09.1939 „öffentliche Tanzlustbarkeiten“ verboten
27.09.1939 Tanzverbot wieder aufgehoben
19.12.1939 Verbot der „Verschandelung der deutschen Sprache in
Schlagertexten“

1940
15.04.1940 „zweite Liste unerwünschter musikalischer Werke“
Mai 1940 erneutes Tanzverbot mit Beginn des Westfeldzuges
25.07.1940 Lockerung des Tanzverbots: Mittwoch und Samstag nach 19h darf
wieder getanzt werden
15.08.1940 erneutes Tanzverbot mit Beginn der Luftschlacht um England
Dezember 1940 Lockerung des Tanzverbots: An drei Tagen in der Woche darf
wieder getanzt werden

1941

06.04.1941 Tanzverbot mit Beginn des Balkanfeldzuges
15.05.1941 dritte „Liste unerwünschter musikalischer Werke“
Juni 1941 Lockerung des Tanzverbots: An drei Tagen pro Woche darf ab 16h
wieder getanzt werden
Juli 1941 wieder komplettes Tanzverbot mit Beginn des Ostfeldzuges


1942
17.01.1942 Tanzverbot erweitert: gilt nun auch für Tanzveranstaltungen in nichtöffentlichen
Vereinen
15.02.1942 Verbot von Platten aus Feindstaaten oder von feindlichen Musikern,
Aufführungsverbot auf die USA ausgedehnt
15.07.1942 vierte (und letzte) „Liste unerwünschter musikalischer Werke“

1943
Juni 1943 Erlass gegen Hot-Stil und „feindstaatliche Vorbilder“
Juli 1943 "Jazzverbot" in Sachsen

1944
April 1944 Tanzverbot inoffiziell stark gelockert


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Schellackplatten reinigen


Wenn man eine Schellackplatte vom Flohmarkt gekauft hat, sollte man danach sie zuerst einmal reinigen.
Es gibt zwei Arten zum reinigen einer Schellackplatte.


Erste Variante: Destilliertes Wasser, Mikrofaser Tuch, Schellackplattenständer oder ähnliches.
Also erst mal lege ich die Platte auf ein sauberes Handtuch. Dann gebe ich auf mein Mikrofaser Tuch ein bisschen
destilliertes Wasser und reibe es mit kreisenden Umdrehung in die Platten Abspielrichtung. Ich höre erst meistens dann auf wenn der meiste Dreck aus der Platte raus ist. Dann geh ich nochmal mit einem sauberen und trockenen Mikrofasertuch drüber zum abtrocknen, und fertig. Ich benutze allerdings destilliertes Wasser, deswegen weil es Kalk frei ist und man dadurch auf meinen elektrischen Plattenspieler etwas das knistern verhindert. (Beim Grammophon fällt das aber nicht so ins Gewicht).


Zweite Variante: Lauwarmes Leitungswasser,kleinen Schwamm, Spülmittel,Schellackplattenständer.
Diese Variante benutze ich eigentlich nur für stark verschmutzte Platten vom Speicher e.t.c
Als erstes mache ich den Schwamm nass und gebe etwas Spülmittel dazu. Dann leg ich die Platte auf den Boden und wische ich in kreisenden Bewegungen über die Schellackplatte, so lange bis kein Dreck mehr drin ist kann manchmal auch was länger dauern. Nach diesem Schritt spüle ich die Schellackplatte unter dem Wasserhahn ab. Nach dem Abspülen am besten in den Schellackplattenständer oder ähnliches stellen zum trocknen.


Haarrisse, Sprünge und Bisse an Schellackplatten

Risse sind häufiger an Schellackplatten anzutreffen. Nicht so schlimm ist der so genannte Haarriss,
wenn er rechtzeitig erkannt wird und die Schellackplatte dementsprechend behandelt wird, wird man beim Abspielen weiterhin viel Freude daran haben. Um den Riss Stabilität zu verleihen, geben Sie einen kleinen Tropfen des Klebers (Schnellkleber) an den Rand der Platte.
2. Befindet sich der Riss direkt am Auslaufes der Platte, kann die Platte auch da ganz einfach geklebt werden.

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Phonograph


Schallaufzeichnung, vor allem die menschliche Stimme zu konservieren war ein alter Menschheitstraum. Auch das eingefrorene Posthorn Münchhausens, das aufgetaut die hinein gesprochenen Worte wiedergibt, spielt mit diesem Wunschtraum

Der Phonograph von Thomas Edison ermöglichte erstmals Schall aufzuzeichnen und wiederzugeben. Allerdings lag die Erfindung der Tonaufzeichnung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts quasi in der Luft.
Wenden wir uns zunächst den direkten Vorläufern des Phonographen zu.

Phonautograph


Édouard-Léon Scott de Martinville konstruierte 1857 den ersten Phonautographen (wörtlich Tonselbstschreiber), Zweck dieses Gerätes war es den aufgezeichneten Ton zu analysieren.
Der Schall wurde in einem Trichter gebündelt, an dessen Ende saß eine Membran aus dünner Tierhaut, auf der wiederum eine Schweineborste angebracht wurde. Die Schallschwingungen ließen Membran und Borste vibrieren. Unter der Scheibe drehte sich auf einem Zylinder ein mit Ruß geschwärzter Papierstreifen. - in diesen wurden die Schwingungen in Seitenschrift eingezeichnet.
Eine Wiedergabe war (damals) nicht möglich. Der Erfinder des Phonautograph dachte auch nicht an diese Möglichkeit.

Der Phonograph


Thomas Edison arbeitete ab dem Frühjahr 1877 in seinem neu eingerichteten Laboratorium in West Orange/New Jersey an einem automatisch aufzeichnenden Telegraphenschreiber.

Die Morsesignale wurden mittels eines Stahlstiftes in einen darunter vorbei laufenden, feuchten Papierstreifen eingedrückt. Als Weiterentwicklung ersetzte Edison bei der "Wiedergabe" der Morsesignale den Telegraphen durch Teile des gerade erfundenen Telephons mit einer Membran sowie einem Stift auf der Membran.

Der von Edison am 26. März 1877 zum Patent angemeldete Automatische Telegraph übertrug Morsezeichen als Vertiefungen mit Hilfe eines Elektromagneten spiralförmig auf eine Papierscheibe. Beim Abtasten und Weiterleiten der gespeicherten Nachricht entstand ein schnurrendes Geräusch. Das brachte Edison auf den Gedanken der Tonaufzeichnung und -wiedergabe mittels Tiefenschrift. Er nahm ursprünglich an, dass jeder gesprochene Buchstabe charakteristische Vertiefungen bewirkt, die man wie gedruckte Lettern aneinander reihen kann um wieder Sprache zu erzeugen.

Die ursprüngliche Idee Edisons war zunächst daraus einen mechanischen Telephonverstärker zu entwickeln, doch ab dem Sommer 1877 erkannte Edison, das mit seiner Erfindung auch die Möglichkeit der Schallaufzeichung und Wiedergabe möglich sein müsse. Das Wort Phonograph taucht erstmals im August 1877 in Edisons Notizbüchern auf.
Von da an finden sich in seinen Aufzeichnungen viele Hinweise auf den zukünftigen Phonographen.

Der Papierstreifen wurde in der Entwicklung durch Zinnfolie ersetzt, das um einen Zylinder gewickelt war. Im November 1877 erhielt Edisons Feinmechaniker Kruesi von seinem Chef eine Skizze anhand der er einen Phonographen bauen sollte. Vorgabe Edisons war ein Stückpreis von 18.- Dollar.

Am 6. Dezember 1877 erhielt Edison dieses Gerät - der erste funktionierende Phonograph stand vor ihm und wartete auf Erprobung!

Edisons Sprechapparat erregte viel Aufsehen, jedoch war der frühe Zinnfolien Phonograph auch noch von erheblichen Mängeln behaftet. Aufnahmen dauerten nicht mehr als c. eine halbe Minute, nach etwa fünf Abspielungen war die Aufnahme zerstört.
Immer musste ein neues Stück Zinnfolie um den Zylinder gewickelt werden, die vorherige Aufnahme konnte nicht dauerhaft konserviert werden.

So sind auch keine frühen Aufnahmen aus den späten 1870er, frühen 1880er Jahren erhalten.

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