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Arno Lewitsch

Der Violinist Arno Lewitsch ist ein weiterer, heute fast vergessener Musiker. Grund mag wohl sein: Lewitsch hinterließ nur wenige Aufnahmen unter eigenem Namen. Neben seiner langjährigen Zugehörigkeit zum Orchester von Dajos Bela wirkte er aber auch an unzähligen Plattensitzungen in den zwanziger Jahren mit.

Arno Lewitsch, 1. Geiger des Bela Orchesters & Konzertmeister



Arnola Arno Lewitsch wurde 1900 in Russland geboren.
Möglicherweise war auch sein Vater Musiker. Arno Lewitsch findet sich in den Berliner Adressbüchern nur mit zwei Einträgen. Verfolgt man jedoch den Namen Lewitsch (welcher in Berlin wohl nur selten war), lässt sich eine Verbindung zu Joseph Lewitsch, Kapellmeister vermuten.

1926


1931 und 1932 firmiert dieser Herr Lewitsch als "Lewitsch & Söhne"
1932


1933 ohne "Söhne". Dafür findet sich erstmals Arno Lewitsch
1933

Wohnort der beiden Musiker "Lewitsch" liegt im gleichen Stadtteil, c. 2km entfernt.

1934 ist Josef Lewitsch nicht mehr im Adressbuch eingetragen. Nach 1934 keine weiteren Vermerke zu Josef oder Arno Lewitsch.
1934


Josef Lewitsch findet sich erstmals 1921 in den Adressbüchern.




Nach H. Lange machte Arno Lewitsch bereits 1923 Aufnahmen in Studio-Besetzungen bei der Lindström.
Anfang 1924 folgten dann die einzigen Einspielungen unter eigenem Namen. Im Gegensatz zu vielen anderen Salon-Geigern der frühen zwanziger Jahre spielte Lewitsch die Violine in einer deutlich von der modernen Jazz-Musik beeinflussten Manier. Die (Foxtrott) Aufnahmen sind hörbar von amerikanischen Tanzorchestern auf Schallplatte beeinflusst.







Sammlung SchellackFreak



Bildquelle: Europeana/GHT Link - Hier klicken

Tonquelle: redhotjazz.com Link - Hier klicken



Lewitsch Tanzorchester

Arno Lewitsch (Violine) mit unbekanntem Personal. Nach H.Lange mit möglicherweise: E. Miendorf oder Fritz Pallmann (tp) Paul Hartmann oder Bernhard Mützelburg (tb) Charlie Vidal oder Eric Borchard (cl,as) Wolf Gradis (ts,as) Arno Lewitsch (vln,ldr), Leo Monnosson(vln) Walter Lindemann (p) Sascha Lumm (bj) E. Richter (d)
Bei einigen Aufnahmen ist ein Akkordeon oder Bandoneon zu hören.

Berlin, 25. April 1924, Lindström-Studios, Schlesische Straße 26
6834-2 Je cherche après Titine (Ich suche dich Titine) Shimmy-Foxtrot Parlophon P 1714-I
6835-2 By The Shalima Song-Foxtrott
6836 Carolina Mammy Foxtrott
6837 Love (my heart is calling you) P 1714-II

Berlin, 2. Mai 1924, Lindström-Studios, Schlesische Straße 26
6854-2 Midnight Rose Foxtrott Parlophon P 1717-II
6855-2 Linda Provincianita Tango milonga P 1715-I
6856-2 El Huérfano Tango milonga P 1715-II
6857-2 Nelly Tango milonga P 1716-I
6858-2 Entrada libre Tango P 1716-II
6859-2 Ouistiti Tango milonga P 1717-I
6860-2 Su´ l´ Boulvard Foxtrott P 1699-I
6861-2 En Caravane Foxtrott P 1699-II

Berlin, 16. Mai 1924, Lindström-Studios, Schlesische Straße 26
6914-2 Hula Lou Song Foxtrott Parlophon P 1718-I
6915-2 Linger Awhile Foxtrott P 1718-II
6916-2 I'm Goin' South Foxtrott P 1725-I
6917-2 That lullaby strain Blues P 1725-II
6918-2 I've Got A Cross-Eyed Papa Foxtrott P 1726-I
6919-2 If You Do What You Do Foxtrott P 1726-II

Die kursiv wiedergegebenen Musiker sollen zur gleichen Zeit mit Borchard gespielt haben (quasi die komplette Borchard Kapelle bei diesen Aufnahmen...).
Die fett wiedergegebenen Musiker inkl. Lewitsch spielten später (zeitweise) u.a. bei Dajos Bela.
Es scheint H. Lange hat (da er selber nicht wusste wer hier spielt) das mögliche Personal der Borchard und Bela Band herangezogen. Ehrlicherweise muss es heißen: Personal unbekannt!


Die Tangos Nelly und Entrade libre sind via Europeana/GHT unter Link - Hier klicken und Link - Hier klicken zu hören.






Sammlung Musikmeister


Leider blieben dies die einzigen Einspielungen unter eigenem Namen.
Arno Lewitsch blieb jedoch eng mit dem Lindström Konzern (auf Schallplatte) verbunden. Ab Herbst 1924 nahm er mit dem Orchester Julian Fuhs auf. Möglicherweise war er auch festes Mitglied der Fuhs Kapelle.

Ab 1925 wirkte Lewitsch bei den meisten Aufnahmen des Dajos Bela Orchesters mit. Dieses war zu der Zeit jedoch eine reine Studio-Formation. Als daraus auch ein "reales" Orchester auf Bühne und in Konzerten wurde, war Lewitsch fester Bestandteil der Bela Band.

Diese Anzeige von 1929 verdeutlicht: Arno Lewitsch an oberster Stelle der Mitgliederliste avancierte wohl zum ersten Geiger bei Dajos Bela.

1929


Weitere Aufnahmen mit:


  • 1923/24 Bohéme Orchester (Studioorchester Lindström - Leitung meistens Edith Lorand)

  • ab Herbst 1924 mit Julian Fuhs (festes Orchestermitglied?)

  • ab 1925 mit Dajos Bela (später fest in dessen Orchester)

  • Studioband Fred Bird bei Homocord

  • Mitja Nikisch - Lindström

  • wechselnd bei Aufnahmen Otto Dobrindt (Dobbri) Lindström

  • Studioorchester Theo Mackeben (1929)

(nach Horst Lange)



Nachdem Bela 1933 Deutschland verließ, folgte ihm Lewitsch in die Niederlande.

1934

Das Dajos Bela Orchester in Maastrich, Dezember 1934
Mittig hinter Bela - Konzertmeister Arno Lewitsch


Im Gegensatz zur Deutschen Tagespresse wird Lewitsch in Holland auch mit dem ehrenden Titel benannt: Konzertmeister des Bela Orchesters.

Lewitsch machte für Dajos Bela die (musikalische) Arbeit - der Meister bekam dafür die Lorbeeren...

Als Bela Holland verließ, blieb Arno Lewitsch in den Niederlanden. Leider finden sich nur wenige Spuren seiner Aktivität als Musiker nach Belas erneuter Flucht vor dem nationalsozialistischem Terror in Europa. Der letzte, bis dato belegbare Auftritt von Lewitsch in Europa fand am 17. Januar 1939 statt - am Radiosender Hilversum spielt das "Arno Lewitsch Ensemble"



Im Mai 1939 emigrierte er in die USA.
Arno Lewitsch starb dort 1970.


Autor & Recherche: Formiggini


Vielen Dank an Herrn Lotz für die grundlegenden, biographischen Angaben.
Über weitere Informationen würden wir uns natürlich freuen! Mitgliedern steht hierfür der Eintrag im Forum: Arno Lewitsch zur Verfügung.

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