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Tonaufzeichnung Geschichte

Die erste Tonaufnahme, Edisonwalze, Phonograph, Grammophon & Schellackplatte bis zur Vinyl - Schallplatte

Die Geschichte der frühen Tonaufzeichnung im Überblick




Fabeln, Sagen, Mythen & Legenden

1. Jahrhundert n. Chr. Der römische Historiker Tacitus berichtet von der seit der Antike bekannten sprechenden Kolossalstatue von Memnos.


1000 Papst Sylvester II soll eine sprechende Figur gebaut haben.

Hochmittelalter (1000 – 1300) Die Mönche bzw. frühen Naturwissenschaftler Gerbert von Aurillac, Albertus Magnus und Roger Bacon konstruierten sprechende Köpfe aus Metall.

1589 Der Italiener Giambattista della Porta beschreibt in "Magia Naturalis“ Röhren die gesprochene Wörter speichern. Nach öffnen des Rohres erklingen wieder die Worte.


17. Jahrhundert Marin Mersenne, Charles Sorel, Athanasius Kircher, Salomon von Caus und Robert Hooke beschreiben und konstruieren Sprechmaschinen auf der Basis von Orgelpfeifen bzw. gezähnten Metallscheiben. Diese sollen die menschliche Stimme nachbilden.



1653 Savinien de Cyrano de Bergerac berichtet von zwei (fiktiven) Büchern mit einem Uhrwerk. Setzt man eine Nadel auf ein Kapitel, ertönt der Inhalt von einer Menschenstimme gesprochen.

Anderen Berichten aus dem Mittelalter nach sollen Wörter eingefroren gewesen sein, der Wärme ausgesetzt sind diese wieder hörbar.
1786 Diese Idee greift Gottfried August Bürger in den Lügengeschichten des Baron Münchhausen wieder auf. Das eingefrorene Posthorn ertönt in der warmen Wirtsstube wieder.



Bereits seit der Antike ließ man z. B. Orakelstatuen "sprechen". Die Statue oder Büste war mit einem Rohr oder Trichtersystem ausgestattet. "Dahinter" saß ein Mensch welcher das Orakel "mystisch" sprechen ließ. Dieses Tricks bediente man sich bis in die Neuzeit bei Zaubervorführungen und "magischen Zirkeln".


Von der Edisonwalze zur Stereoplatte in Vinyl


Technisches


1787 Ernst Florens Friedrich Chladni stellt seine "Klangfiguren" vor. Eine mit Sand bestreute Metallplatte wird mit einem Geigenbogen in Schwingung versetzt - es bilden sich im Sand Muster. Erstmals können so (akustische) Schwingungen optisch dargestellt werden.


1791 Das Buch „Mechanismus der menschlichen Sprache, nebst der Beschreibung seiner sprechenden Maschine“ des österreichisch-ungarischen Hofrats Wolfgang von Kempelen beschreibt erstmals im Detail die Funktionsweise einer mechanischen Vorrichtung, mit der einzelne Worte und ganze Sätze täuschend echt nachgeahmt werden können.


1804 Thomas Young baut zur Unterstützung seiner technischen Vorlesungen den „Time Keeper“, einen Chronometer, der Vibrationen auf eine Papier- bzw. mit Wachs überzogene Walze aufzeichnete.

Der „Time Keeper“ war das Vorbild des „Kymographions,“ welches 1846 durch Carl Ludwig auch in die Physiologie Eingang fand. Es wurden jedoch noch keine Schallschwingungen aufgezeichnet!


1827 Der Göttinger Physiker Wilhelm Eduard Weber ritzte eine polierte Kupferplatte mit Hilfe eines eisernen Schabers und fuhr die entstandenen feinen Rillen anschließend mit demselben Schaber mit verschiedenen Geschwindigkeiten ab. Die dadurch hervorgerufenen Schallschwingungen beschrieb er in seiner Habilitationsschrift.


1835 Der Freiburger Mathematikprofessor Joseph Faber stellte eine sprechende Maschine vor die, basierend auf Wolfgang von Kempelens Konstruktion, den menschlichen Vokaltrakt fast perfekt imitierte. Bis zur Erfindung des Phonographen durch Edison blieb die Sprachqualität von Fabers „Euphonia“ unübertroffen.


1846 Der Franzose Jean Marie Constant Duhamel zeichnet mit seinem Vibrograph die Schwingungen einer Stimmgabel auf einem berußten Papier auf, welches um einen Zylinder gewickelt ist.


1857 Der Franzose Édouard-Léon Scott de Martinville zeichnet mit seinem Phonautograph erstmals die menschliche Stimmer auf einem rußgeschwärzten Zylinder aus Glas auf. Weitere Informationen:



3. Februar 1877 Thomas Alva Edison meldet in den USA seinen „telegraph recorder and repeater“ zum Patent an. Auf einer mit Wachs behandelten Pappscheibe zeichnet dieser Morsezeichen auf und kann diese später wiedergeben.


30. April 1877 Charles Cros übergibt der Naturwissenschaftlichen Akademie in Paris ein Papier, welches seine Ideen zu einem Gerät namens Paléophone beschreibt. Ähnlich der späteren Schallplatte und Grammophon sollen damit Töne aufgezeichnet und wiedergegeben werden können. Der Brief und seine Idee gerät aber in Vergessenheit.


18. Juli 1877 Edisons Notizen berichten von erfolgreichen Experimenten zur Tonaufzeichnung. Noch kann die Aufnahme nicht "abgespielt" werden.
12 August 1877 Die Aufzeichnungen von Edison erwähnen erstmals das Wort Phonograph.
November 1877 Edison veröffentlicht in der Zeitschrift "Scientific American" einen Beitrag über Schallaufzeichnung. Die ursprüngliche Idee geht von paraffingetränktem Papier als Tonträger aus.


29. November 1877 Edison übergibt seinem Mechaniker John Kruesi eine Skizze für einen Phonographen mit dem Auftrag diesen zu bauen.

6. Dezember 1877 - Edison gelingt mit seinem Phonographen die erste Tonaufzeichnung und Wiedergabe.


24. Dezember 1877 Edison meldet in Amerika den Phonographen, die erste "Sprechmaschine" der Welt, zum Patent an. Tonträger ist eine Zinnfolie. Die Aufnahme erfolgt in der sogenannten "Tiefenschrift" Weitere Informationen


4. Oktober 1878 Oberlin Smith meldet in den USA eine Art Vorpatent für die Idee der magnetischen Tonaufzeichnung auf Draht an.


1878 - 1885 Der Zinnfolien - Phonograph erzeugt bei Vorführungen weltweit Aufsehen, wird aber von Edison nicht weiterentwickelt.

Charles Sumner Tainter und Chichester Bell betreiben in den Jahren weitere Forschungen und Studien zur Tonaufzeichnung.


1886 Tainter und Bell entwickeln in den "Volta Laboratorys" das Graphophon; bei diesem Aufnahme und Wiedergabegerät dient eine Wachswalze als Tonträger, was die Sprachqualität deutlich verbessert. Weitere Informationen


26.9.1887 Der deutsche Auswanderer Emil Berliner meldet in Amerika sein Grammophon (Gramophone) zum Patent an. Die Aufnahme erfolgt in der sogenannten Seitenschrift. Zunächst verwendet Berliner ebenfalls eine Walze als Tonträger. Weitere Informationen


1887 Bereits im gleichen Jahr ersetzt Emil Berliner die Walze durch eine runde Metallscheibe. Das Geburtsjahr der Schallplatte. Diese ersten Platten sind zunächst Einzelstücke aus Metall, die Tonrillen eingeätzt.


17. Juni 1888 Edison beendet die Arbeiten an seinem „Improved Phonograph“ (Verbesserter Phonograph). Mit Motor und ebenfalls einer Wachswalze dient ihm dieses als Grundlage für seine kommerziellen Phonographen bis in die 1920er Jahre.


ab c. 1890 sowohl Edison als auch die Graphophone (spätere Columbia) bringen die ersten kommerziellen Phonographen, auch für den Heimgebrauch, auf den Markt. Die Walzen sind quasi noch "Einzelanfertigungen".


Herbst 1890 Die Fabrik Kämmer, Reinhardt & Co. aus Waltershausen (Thüringen) bringt das weltweit erste, kommerzielle Grammophon auf den Markt. Es besitzt noch keinen Motor. Nach kurzem, gescheitertem Versuch mit Zelluloid verwendete man Hartgummi als Pressmaterial für die nur 12 cm kleinen Schallplatten. Weitere Informationen


1896 Der Schweizer François Dussaud stellt mit seinem Microphonograph die erste, marktreife elektrische Aufnahme und Wiedergabetechnik (auf Walze) vor. Es fehlten jedoch damals noch Verstärker (Röhren, Transistoren etc.) um die schwachen elektrischen Signale zu verstärken - diese Entwicklung geriet wieder in Vergessenheit. Weitere Informationen



1896 Eldridge R. Johnson "verpasst" in den USA dem Grammophon von Emil Berliner einen Federmotor - damit startet der "Siegeszug" des Grammophon erst richtig. Aus der Firma geht die Marke "Victor" hervor.

In London wird die Firma "His Masters Voice" (HMV) gegründet.



1897 Mit dem Puck Phonograph erscheinen die ersten günstigen Walzenspieler hergestellt in Massenproduktion.
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1897 Das Hartgummi der Schallplatten wird durch eine widerstandsfähigere Mischung mit Schellack ersetzt. Die Geburtsstunde der Schellackplatte. Weitere Informationen





1898 In Hannover wird die „Deutsche Grammophon Gesellschaft“ gegründet.
Das berühmte Logo mit Nipper- Die Stimme seines Herren - wird dann später "Trademark" verschiedener Firmen wie der Victor in Amerika, HMV in England und Grammophon in Deutschland, sowie deren jeweiligen Tochter - Firmen.


1. Dezember 1898 Valdemar Poulsen meldet sein Telegraphon erstmals zum Patent an - der "Urahn" des Tonbandgerätes Weitere Information




14. August 1899 Thomas B. Lambert meldet in Chicago ein Patent auf Phonographen - Walzen aus Zelluloid an. Diese haben gegenüber der Walze aus einer wachsähnlichen Substanz eine deutlich bessere Haltbarkeit.




1901 Erstmals Papieretiketten auf Schallplatten.





1902
- Edison kann nun durch das Goldgussverfahren Walzen in großen Stückzahlen herstellen.

- Bei Schallplattenaufnahmen werden nun reine Wachsplatten bei der Aufnahme verwendet. Dies verbessert die Klangqualität.


1904
Die Firma Odeon (International Talking Machine Comany) in Deutschland verkauft erstmals beidseitig bespielte Schellackplatten.

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1904 Mit dem Hymnophon erscheinen in Deutschland die ersten Grammophone mit eingebautem Trichter. Im Laufe der Jahre lösen sie das Trichtergrammophon ab.




1908 Edison führt die Amberol Walze mit einer Spielzeit von 4 Minuten ein.


c. 1910 Die Schallplatte und das Grammophon hat in Deutschland den Phonographen und die Walze fast vollständig abgelöst. Hier "überlebt" die Walze nur in Form von Diktiermaschinen.


1912 Edison führt die unzerbrechliche Blue Amberol Walze aus Zelluloid ein.


Durch die Konkurrenz der Schallplatte bietet Edison nun auch Platten an - die Diamond Disc. Diese trägt die Toninformation ebenfalls in Tiefenschrift. Sie besteht aus "Condensite" (Bakelite) mit einem Kern aus Holz. Die Tonqualität der (akustischen) Aufnahmen ist hervorragend und vielen Schallplatten in Seitenschrift überlegen.



~ 1915 Durch die Weiterentwicklung der Elektronenröhre ist es nun möglich schwache Mikrofon Signale und Ströme zu verstärken.



ab 1918 Curt Stille nimmt in Berlin die Arbeiten am Telegraphon von Poulsen auf und entwickelt in den nächsten Jahren die magnetische Tonaufzeichnung weiter.


1918 In Berlin nimmt die Tri Ergon (Josef Engl, Hans Vogt und Joseph Massolle) die Arbeit am Tonfilm auf. Dies führt zur Entwicklung des Lichtton-Verfahren und der Tri Ergon Schallplatte.



1919 In Amerika beschäftigen sich die Western Electric Bell Laboratories mit der Verbesserung von Mikrofonen und nehmen die Forschungsarbeit an elektrischen Schallplattenaufnahmen auf.


1919 Die Deutsche Firma Electromophon entwickelt den ersten elektrisch betriebenen Grammophonmotor welcher sich auf dem Markt behaupten kann. Die eigentliche Wiedergabe erfolgt noch rein akustisch. Weitere Informationen


11. November 1920 In England entsteht durch Lionel Guest und Horace O. Merriman die erste elektrische Schallplattenaufnahme welche kommerziell veröffentlicht wird (Columbia). Das System setzt sich aber nicht durch.


1922 Auch die Deutsche Grammophon führt Laborversuche zur elektrischen Aufnahmetechnik durch.


1924 Bei der Western Electric ist das elektrische Aufnahmeverfahren ausgereift. Es entsteht der erste Prototyp eines voll elektrischen Plattenspielers.



Frühjahr 1925 Die Firmen Victor und Columbia (später auch HMV) erwerben Lizenzen der Western Electric und führen das elektrische Aufnahmeverfahren ein. Weitere Informationen

Sommer 1925 Die Deutsche Grammophon verwendet zunehmend ebenfalls ein elektrisches Aufnahmesystem; parallel entstehen aber auch noch akustische Aufnahmen. Weitere Informationen

Herbst 1925 Die amerikanische Firma Brunswick stellt mit ihrem Panatrope das erste Wiedergabegerät vor, bei welchem Abtastung der Platte sowie Verstärkung rein elektrisch erfolgen. Der erste "Plattenspieler" mit Verstärker und Lautsprecher.


Frühjahr - Sommer 1926
In Deutschland stellen nun auch die meisten Firmen auf das elektrische Aufnahmeverfahren um. Weitere Informationen


1926 Edison führt die erste "Langspielplatte" basierend auf der Diamond Disc ein. Durch Erhöhung der Rillendichte spielt die 25 cm Platte bei 80 Umdrehungen c. 20 Minuten pro Seite. Kommerziell setzte sich dieses frühe "Langspielsystem" jedoch nicht durch. Aufnahme und Wiedergabe erfolgt rein akustisch in Tiefenschrift.



1926 Die amerikanische Tonfilmfirma Vitaphone verwendet bei ihrem Nadeltonverfahren 40 cm Platten (Schellack) mit 33 1/3 Umdrehungen. Jede Seite zur Filmvertonung spielt c. 10 Minuten. Weitere Informationen



August 1927 Die Berliner Firma Tri-Ergon produziert Schallplatten unter Verwendung des von ihr, eigentlich für den Tonfilm, entwickeltem Lichtton Verfahren. Weitere Informationen



1928 Fritz Pfleumer entwickelt in Deutschland ein Tonband basierend auf Papier sowie ein Aufnahme- und Wiedergabegerät.

Andere Konstrukteure arbeiten an Geräten mit breiten Stahlbändern als Speichermedium. Die großen und teuren Geräte kommen jedoch nur im Rundfunk zum Einsatz.


Ende 1928 Die Firma Edison entwickelt eine "echte" Langspielplatte: 33 Umdrehungen, Microrille, elektrisch aufgenommen mit einer Spielzeit von fast 30 Minuten je Seite. Das System verlässt nie den Laborstatus, es wird nicht auf den Markt gebracht.


Oktober 1929 Nachdem die Firma Edison kurze Zeit ebenfalls Schallplatten in Seitenschrift produzierte, zieht sie sich vollkommen aus dem Phonogeschäft zurück.


1929/30 Weltweit stellen verschiedene Firmen flexible, unzerbrechliche Platten basierend auf frühen Kunststoffen her; 78 Umdrehungen. Diese Entwicklung kann sich jedoch (noch) nicht endgültig durchsetzen.


1931 RCA Victor bringt eine Schallplatte halb aus Schellack, halb aus Vinyl (Vitrolac) mit 33 1/3 Umdrehungen auf den Markt. Eine 25 cm Seite spielt etwa 15 Minuten. Technische und wirtschaftliche Schwierigkeiten verhindern jedoch die weitere Verbreitung dieser frühen Langspielplatte.


Dezember 1931 Alan Dower Blumlein, welcher bei der EMI in London arbeitet, meldet ein Patent auf Stereo Aufzeichnung und Wiedergabe an. Zunächst handelt es sich um reine Laborstudien.


19. Januar 1934 Blumlein gelingt in London die erste, experimentelle Stereo-Aufnahme. Von einer Marktreife ist das System aber noch weit entfernt.



~ 1935 Die elektrische Abtastung und Verstärkung hat (bei Neuerwerb) das akustische Grammophon fast vollständig abgelöst. Koffergrammophone werden jedoch noch bis in die frühen 1960er Jahre gebaut. Weitere Informationen


1935 Die AEG stellt in Zusammenarbeit mit der BASF das erste, moderne Tonbandgerät vor. Das Magnetophon K1 besitzt bereits ein Kunststoffband.



1935/36 In Amerika wird die Jukebox in Lokalen und Bars immer beliebter. Der durch die Wirtschaftskrise und die Konkurrenz durch das Radio angeschlagenen Schallplattenindustrie ermöglicht dies neue Absatzwege.



1937 Telefunken stellt mit dem TO 1000 (später auch TO 1001 & TO 1002) den ersten elektrischen Leichttonabnehmer mit einem Saphir als Dauernadel vor. Dieser erste "moderne" Tonabnehmer dient als Modell für andere Geräte bis in die frühen 1950er Jahre. Weitere Informationen


1938 Mit dem Tefifon und Teficord (zur Aufnahme) kommt in Deutschland eine "Schallplatte auf Band" auf den Markt. Die Tonrillen (in Seitenschrift) liegen auf einem Endlosband ähnlich einem Filmstreifen. Wirtschaftliche und technische Schwierigkeiten verhindern eine breitere Durchsetzung des System vor dem Krieg.


1940 Durch die Wechselstrom-Vormagnetisierung kann die Klangqualität des Tonbandgerätes deutlich verbessert werden. Die Reichsrundfunkgesellschaft setzt das Magnetophon immer häufiger im Radio ein.


28. Juni 1944 Herbert von Karajan dirigiert in Berlin die erste Stereo-Aufnahme auf Tonband.




1945/46 Außerhalb Deutschlands war die Entwicklung des Tonbandes kaum bekannt. In Amerika setzte man im Heimbereich auf Drahtton Geräte. Die ersten echten Tonbandgeräte kamen als "Kriegsbeute" in die USA. Die Firma Ampex baute 1948 ein Tonbandgerät basierend auf dem Magnetophon K4 der AEG.



Juni 1948 Die Firmen Columbia CBS (33 1/3 Umdrehungen) und RCA Victor (45 Umdrehungen) bringen in Amerika die ersten Langspielplatten mit Microrille aus Vinyl auf den Markt.


1948/49 Die Erfindung des Transistors löst in den nächsten Jahren die Elektronenröhre als Verstärkerelement ab.


1949/50 Fast alle Schallplatten werden nun im Zwischenschnittverfahren hergestellt: Die eigentliche Aufnahme erfolgt zunächst auf Tonband - danach wird auf die Matrize geschnitten.



1950 Die Firma Schaub bringt mit dem Supraphon das erste Drahttongerät (kombiniert mit einem Plattenspieler) für den Heimgebrauch auf den Markt.


1950 Das Tefifon kommt wieder auf den Markt. Das Schallband liegt nun (Benutzerfreundlich) in einer Kassette. Bald sind Spielzeiten von bis zu vier Stunden möglich. Gegen die Langspielplatte kann sich das Tefifon nicht durchsetzten, die Produktion wird 1965 eingestellt.


Juli 1950 Die Deutsche Grammophon verwendet die neue Füllschrift nach Eduard Rhein. Damit wird (auch noch bei Schellackplatten mit 78 Umdrehungen) die Spieldauer deutlich erhöht.
Weitere Informationen:


1950/51 Die Firma Loewe präsentiert mit dem "Optaphon" das erste Kassetten-System für Magnetbänder (Tonband) in Deutschland. Die 37cm x 17cm großen Kassetten haben bei 19,5cm Bandgeschwindigkeit eine Spieldauer von 2 x 30 Minuten.




1951/52 Grundig präsentiert mit dem Reporter 500L das erste Heimtonbandgerät.

In der DDR geht das Tonbandgerät RFT BG19 in Serienproduktion. Dieses kommt zunächst überwiegend bei Behörden und Schulen zum Einsatz.



Oktober 1952 Die HMV (EMI) in London stellt nun auch Langspielplatten her.


1954 Erste Stereo-Aufnahmen (London) auf Schallplatte nach den Patenten von Blumlein aus den 1930er Jahren.



~ 1955 Nachdem sich die Vinyl-LP durchsetzte, verschwinden die letzten Plattenspieler mit Direktantrieb und Fliehkraftregler vom Markt. Moderne Plattenspieler haben nun einen Antrieb per Reibrad an den Plattenteller. Durch unterschiedliche Größen der Räder, wird die Geschwindigkeit (33 ⅓, 45, 78) eingestellt.




März 1956 In Amerika verkauft die Firma Mercury Records die erste Stereo - LP.


Juli 1958 In Westdeutschland wird die Produktion von Schellackplatten mit 78Upm eingestellt; in der DDR 1961. Weltweit werden Schallplatten mit 78 Upm jedoch noch einige weitere Jahre hergestellt. Weitere Informationen



1959 Die Firmen Grundig und Trix (Trix-Werke, Nürnberg) bringen mit dem Niki und dem Phono-Trix die ersten voll transistorisierten, batteriebetriebenen und transportablen Kleintonbandgeräte auf den Markt. Die Aufnahmequalität eignet sich zunächst überwiegend für Sprache und Diktate.



1963

Der niederländische Konzern Philips präsentiert am 8. Januar 1963 seine Kompakt-Kassette (Musik-Kassette). Im August 1963 wird das System zusammen mit einem batteriebetriebenen, tragbaren Abspielgerät auch in Deutschland auf den Markt gebracht. Nachdem einige Jahre verschiedene "Kassetten-Systeme" auf dem Markt konkurrierten, setzte sich die Kompakt-Kassette durch und beherrschte im Heimbereich fast 40 Jahre lang die Tonaufnahme.



1968
Nachdem für den professionellen Bereich bereits 1965 Dolby A zum Einsatz kam, wurde das Rauschunterdrückungsverfahren für Kassetten und Tonbänder als Dolby B auch für den Heimbereich eingesetzt. Zusammen mit verbessertem Bandmaterial, erreichte die Kassette nun auch Hifi-Normen.



1971
Anfang der 1970er Jahre wird die Stereophonie zur Quadrophonie erweitert. Vier Mikrofone zeichnen vier Tonspuren auf und vermitteln einen noch räumlicheren Höreindruck als Stereo. Erst die Weiterentwicklung „Dolby Surround“ konnte sich ab den 1990er Jahren am Markt behaupten.



1979
Mit dem Walkman bringt Sony den ersten tragbaren Kassettenspieler für die „Hosentasche“ heraus.



1981
Philips und Sony stellen als Gemeinschaftsarbeit die CD, bzw. den ersten CD-Spieler Philips CD 100 vor. Diese Erfindung läutet nun, ganz offiziell, dass Ende der analogen Tonaufzeichnung ein.






Zusammengestellt von Starkton & Formiggini


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