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Laminierte Schallplatten

Laminierte Schellackplatten bestehen nicht aus vollem Pressmaterial, sondern haben eine besonders feine, laminierte Oberfläche. Was es damit auf sich hat, soll hier mal gezeigt werden anhand der

Columbia New Process Record

(ab 1922)




Eine laminierte Schallplatte besteht aus mehreren Schichten. Der Kern kann aus Pappe, aber auch aus einem anderen Material bestehen. Es ging jedoch nicht nur darum teures Material einzusparen, sondern auch eine "ruhigere" Schellackplatte mit weniger Grundrauschen zu produzieren. Dieser (englische) Artikel gibt schon etwas Auskunft über den Vorgang:



Das Material für die Oberfläche wird sehr fein zermahlen. Ein dünne Papierscheibe in der Größe der Schallplatte (2) wird mit Leim bestrichen. Bevor der Leim fest wird, wird das Oberflächenmaterial auf gesprüht (1). Pro Schallplatte werden zwei dieser Laminate benötigt (A)




Dazwischen befindet sich das Kernmaterial (B). Beim Pressen verschmilzt das Ganze, es bildet sich eine Rillenoberfläche mit einer sehr feinen Struktur.





Ein Stummfilm von 1928 über die Schallplattenherstellung bei Columbia zeigt auch diesen Produktionsablauf. Das Oberflächenmaterial lässt sich zunächst noch von den Papierscheiben abreiben (1). In die Schallplattenpresse wird erst das Etikett gelegt (2), darauf dann die erste beschichtete Papierscheibe (3).

In die Mitte kommt nun das erwärmte Kernmaterial (4), darauf das zweite Laminat und Etikett (5).





Columbia brachte bereits 1907 mit der Marconi Velvet Tone eine (einseitige) laminierte Schallplatte auf den Markt. Hier bestand die Oberfläche aus Zelluloid.



Diese laminierte Schallplatte konnte sich aber, auch aus technischen Gründen, nicht am Markt halten. Ähnliches gilt in Deutschland bei frühen Versuchen z.B. von der Polyphon mit laminierten Oberflächen. Einzig die sog. Bildpostkarten, im Grunde ja auch laminierte Schallplatten, fanden eine gewisse Verbreitung. Zurück zu Columbia.

Es wurde in den nächsten Jahren weiter experimentiert. Die erhofften Vorteile, wie geringeres Grundrauschen, stellten sich jedoch nicht ein. Interessant in diesem Zusammenhang ein Patent von Victor Emerson aus dem Jahr 1920 (erteilt 1923). Auch er erfand eine laminierte Schallplatte - bevor er seine eigene Firma gründete, war er technischer Leiter bei der Columbia. Möglicherweise brachte er seine dortigen Erfahrungen mit ein. Als Kernmaterial schlägt er u.a. Asbest vor...





1911 meldete die Columbia ein Patent an, bei dem das zuvor noch recht dicke Papier als Materialträger durch dünneres ersetzt wurde. Als "Beschichtungsmaterial" diente eine besonders feine und hochwertige Schellackmischung.

Der Durchbruch kam Anfang der zwanziger Jahre. 1921 meldete die englische Columbia (Graphophone Co.) Patente auf die "New Process Records" an. Neben dem Laminierungsprozess war das besondere jedoch das Material für die Oberfläche. Diese bestand nicht aus dem üblichen Pressmaterial, sondern beinhaltete auch Stoffe wie Nitrocellulose, Celluloseester und Bariumsulfat. Andere "Rezepte" (Patente) bei der Columbia gaben einen Schellackanteil von bis zu 30% an, üblich waren um die 15%. Wie hoch der tatsächliche verwendete Anteil an Schellack war (Neben Gesteinsmehl, Lampenruß usw.), ist jedoch nicht bekannt.


Patent 1.pdf

Patent 2.pdf

Im Grunde handelt es sich bei den Columbia Platten also (zumindest bei der Oberfläche) um frühe Kunststoffverbindungen mit Schellack. Das Grundrauschen reduzierte sich durch die Oberflächenstruktur tatsächlich, es konnten normale Stahlnadeln verwendet werden. Wie sich die Mischung auch genau zusammensetzte, das feinere (und wohl auch teurere) Material war durch den Laminierungsprozess nur in geringeren Mengen nötig.




Bei Columbia wurde zunächst noch ein Kern aus dem üblichen (vermutlich etwas gröberen und billigerem) Material verwendet. Teilweise basierte der Kern auch auf (billigem) Asphalt. Bei anderen Firmen wurde ein Pappkern verwendet. Insgesamt besteht die Gefahr, dass das Papiermaterial im Laufe der Jahre Feuchtigkeit aufnimmt und quillt. Dies kann dazu führen, dass sich die (laminierte) Oberfläche hebt, uneben wird oder sogar bricht.



Den mehrschichtigen, laminierten Aufbau behielt Columbia sehr lange bei. Aus Kostengründen wurde nun noch ein zusätzlicher Kern aus Pappe eingeführt.

1 ------- Hochwertiges Oberflächenmaterial
2 ------- Dünnes Papier
3 ------- Gröberes Pressmaterial
4 ------- Gepresster Zellstoff
usw.


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