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Odeon Plattenbesprechungen 1947 - 1949




Ausführliche Neuerscheinungslisten waren in der direkten Nachkriegszeit und Mangelwirtschaft teuer – und selten. Einen interessanten Einblick in die Unterhaltungsproduktion der Odeon nach 1945 bieten die beiden Zeitschriften „Vier Viertel – Zeitschrift für Musik und Tanz“ sowie „Melodie“.

Zusammengestellt von Lars von der Ohe (Barnabas) 2016


Odeon 26 632
A-Seite: Gib mir ein Kuß durch´s Telefon Matrizennummer: 13 595
B-Seite: Sieben auf einen Streich Matrizennummer: 13 599

Orchester: Lehn, Erwin
Gesang: Buhlan, Bully
Komponist: ???
Text: Schwemm, Günther
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 07. und 10. Juni 1947

A-Seite:
Der schon recht populäre Schlager des jungen Komponisten Erwin Lehn wird von Bully Buhlan gut interpretiert. Das Begleitorchester trifft in seiner musikalischen Untermalung mit Geschmack den zur Stimme passenden Ton.

B-Seite:
Diese Art von Casanova Foxtrot singt Buhlan scheinbar mit Vorliebe, denn er versteht es ausgezeichnet, seine Stimme den nötigen „Schwerenöterklang“ zu geben. Das Tanzorchester unter der Leitung von Lehn spielt straff und mit hämmernden Synkopen. Besonders bestechenden das klare Saxophon-und Klarinettensolo.
Quelle: Vier Viertel Nr. 3 / 1947 S. 18






Odeon 26 633
A-Seite: Räuberballade Mat.Nr. 13 601
B-Seite: Don Juan Mat.Nr. 13 596

Orchester: Lehn, Erwin
Gesang: Buhlan, Bully
Komponist: Buhlan, Bully / Lehn, Erwin
Text: Buhlan, Bully
Arrangeur:


Aufgenommen am 28. Juli und am 07. Juli 1947

A-Seite:
Das alte Lied vom Räuber in der bewährten Fassung Nun hat man es wenigstes schwarz auf „schwarz“.
Vier Viertel Nr.1 / 1947 S. 13



B-Seite:
Ein magerer Foxtrot, der auch durch die dicke Instrumentierung nicht gehaltvoll wurde. Statt etwas Pfeffer gibt Bully Buhlan Schlagsahne dazu.
Vier Viertel Nr. 5 /1948 S. 13




Odeon 26 634
A-Seite: Cement Mixer Mat.Nr. 13 598
B-Seite: Gisela Mat:Nr. 13 597


Orchester: Die 3 Travellers
Gesang: Die 3 Travellers
Komponist: Öldörp, Fred
Text: Skoda
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen im Juli 1947

A-Seite:
Ein Lieblingslied für viele. Sie werden aber bei dieser Aufnahme das von den Travellers ausgehende Fluidum vermissen, das zu stark vom Visuellen abhängig ist.
Vier Viertel Nr. 2 /1947 S. 15


B-Seite:
Farbig, beweglich, sehr flott, fast zu schnell. Was auf Kosten der Verständlichkeit des Gesanges geht. Trotz schöner Bandonion – Strecken ist kein Fluß in diesem Foxtrot.
Vier Viertel Nr. 1 / 1947 S. 13




Odeon O-26 635
A-Seite: Ich stell den Rundfunk ganz leise Mat.Nr. 13 589
B-Seite: Der Anfang vom Ende Mat. Nr. 13 590


Orchester: Peltzer, Fred
Gesang: Hübener, Ilse
Komponist: Paasch, Leopold /
Text: ???
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen im Juni 1947

A-Seite:
Ilse Hübener versucht zwar, Lale Andersen zu imitieren, bleibt aber mehr Flüsterchansonette als Sängerin. Das Begleitorchester unter Fred Peltzer begleitet leicht und rhythmisch.


B-Seite:
Der Gesang Illse Hübeners erweckt den Eindruck eines Gespräches. Die Untermalung des Begleitorchesters ist dezent, fast seicht.
Vier Viertel Nr. 3 / 1947 S. 18




Odeon 26 636
A-Seite: Sioux City Sue Mat.Nr. 13 577
B-Seite: Home on the Rage Mat.Nr. 13 576

Orchester: Munsonius, Heinz
Gesang: Elskamp-Brothers
Komponist:
Text:
Arrangeur:

Aufgenommen im 1947

A-Seite:
Ein wenig zu gehetzt, die rhythmischen Verschiebungen zu stark verwischt. Es verliert dabei alles an farblichem Glanz. Der Gesang tritt bescheiden zurück.
Vier Viertel Nr. 1 / 1947 S. 13


B-Seite:
Ein sehnsuchtsvoller, breit getragener Gesang. Fast schon rührselig. Heinz Munsonius ist von der gleichen Farbe.
Vier Viertel Nr. 6 / 1948 S. 17





Odeon 26 638
A-Seite: Die Liebe ist wie ein Chanson Mat.Nr. 13 579
B-Seite: Ich singe ein Lied von Liebe Mat. Nr. 13 580

Orchester: Eisbrenner, Werner
Gesang: Konsta, Nina
Komponist: Eisbrenner, Werner
Text: Schwemm, Günther
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen 1947

A-Seite:
In den aus den Film „Razzia“ bekannten Chansons stößt die griechische Sängerin
über den äußerlichen Effekt ihrer zarten Stimme in die Bereiche eines überzeugenden Ausdruckes vor. Die Begleitung des Orchesters unter Werner Eisbrenner ist dezent.


B-Seite:
Der Charme der eigenwilligen Stimme trifft sich gut mit den Klangfarben des von Werner Eisbrenner geleiteten Orchesters.
Vier Viertel Nr. 2 /1947 S. 15




Odeon 26 639
A-Seite: Wenn Du weinst Mat.Nr. 13 545
B-Seite: Der kleine Liebesvogel Mat.Nr. 13 578

Orchester: Werner Eisbrenner
Gesang: Nina Konsta
Komponist: A-Seite : Heino Ganze / B-Seite: Heino Ganze
Text: A-Seite: Heino Gaze / B-Seite: Michael Jary
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen im Dezember 1946 und Juni 1947

B-Seite:
Nina Konsta bringt uns diesen Slow mit sehr viel Charme und guter Intonation. Für die orchestrale Untermalung, die übrigens vorbildlich ist, zeichnet Werner Eisbrenner. Gekoppelt mit „Der kleine Liebesvogel“ eine langsamer Walzer von Michael Jary, den Rosita Serrano seinerzeit sehr populär machte, ist diese Aufnahme nicht so sehr für den Tänzer, als für den Hörer gedacht.
Melodie Nr. 3/1948 S. 16





Odeon 26 641
A-Seite: Was auf der Welt passiert Mat.Nr. 13 610
B-Seite: O Luise Mat.Nr. 13 609

Orchester: Erwin Lehn
Gesang: Maria Ried / B-Seite: Rudolf Platte
Komponist: Ralph Benatzky
Text: Ralph Benatzky
Arrangeur: unbekannt

Aufgenommen im November 1947


Rudolf Platte überrascht uns auf dieser Platte mit dem beliebten Lied von Ralph Benatzky
„O Luise“, das das er hier mit straffen Foxtrot Rhythmus interpretiert. Erwin Lehn begleitet ihn mit seinem Tanzorchester etwas roh und ungehobelt, so das eine gewisse Diskrepanz zwischen dem charmanten Vortrag Plattes´s und seiner Begleitung steht. Auf der Rückseite stellen wir fest, daß Maria Ried nicht singen kann.
Melodie Nr. 12/1948 S.12




Odeon 26 642
A-Seite: Was kann der Mond dafür? Mat.Nr. 13 623
B-Seite: Der Weg zu Dir zurück Mat.Nr. 13 624

Orchester: Helmut Garden
Gesang: Margot Friedländer
Komponist: Helmut Garden
Text: Helmut Garden
Arrangeur: Helmut Garden


Aufgenommen im Dezember 1947


Margot Friedländer bringt auf dieser Platte zwei bekannte Kompositionen von Helmut Garden. Dieser schrieb auch die sparsamen Arrangements, welche durch ihre Nichtüberlandenheit den dezenten Gesang Margot Friedländers voll zur Geltung kommen lassen. „Was kann der Mond dafür?“ zeigt Margot in einer besonderen liebeswürdigen Art vor allem im erzählerischen Teil der Platte. Im Orchesterpart hören wie einige improvisierte Takte des Tenorsaxophons, die dazu beitragen, die Platte abwechslungsreich zu machen. Auf der Rückseite arbeitet Gardens mit Instrumentationsmittel, wie wir sie bei Glenn Miller vorfinden und erreicht dadurch für seine wunderbare melodische Komposition „Der weg zu Dir zurück“ die passende musikalische Atmosphäre. Margot singt mit Ausdruck und Seele.
Melodie Nr. 6/1948 S. 14


Helmut Gardens durch zahlreiche Bandaufnahmen von Funk her bekannter und als Tanzschlager äußerst erfolgreicher Foxtrot bekommt hier durch die versierte Vortragskunst Margot Friedlaenders ein ganz neues, nicht minder reizvolles Gesicht. Mit melodischem Schmelz in der Stimme und trotz aller fließenden Getragenheit nie die rhythmische Beweglichkeit verschleppend, hebt sie diese Aufnahme zu einer ausgesprochenen Gesangsplatte empor. Trotz des großen Orchesters bleibt Helmut Gardens in der Begleitung bei aller dynamischen Farbigkeit sehr klar.
Vier Viertel Nr. 9 /1949 S. 17




Odeon 26 643
A-Seite: Alla en racho Grande Mat.Nr. 13 581
B-Seite: Ti Pi Tin Mat.Nr. 13 581

Orchester: Helmut Zacharias mit kleinem Ensemble
Gesang: Nina Konsta
Komponist:
Text:
Arrangeur: Helmut Zacharrias


Aufgenommen am 16. Juni 1947


Nina Konsta bringt mit dem ihr eigenen Timbre zwei bekannte mexikanische Lieder, die sie auch in mexikanischer Sprache vorträgt. Helmut Zacharias begleitet sie dezent und vornehm mit seinem kleinen Ensemble. Unter Zuhilfenahme einer Flöte gelangen seine Arrangements zu besonders schönen Wirkung. Begleitung und Gesang sind zur einer wunderbaren Einheit verschmolzen. Auch in aufnahmetechnischer Beziehung kann die Platte voll befriedigen.
Melodie Nr. 11/1949 S.12




Odeon 26 646
A-Seite: Wunschballade Mat.Nr. 13 619
B-Seite: Ja, mein Freund die Liebe Mat.Nr. 13 620

Orchester: Erwin Lehn
Gesang: Bully Buhlan
Komponist: Bully Buhlan
Text: A-Seite: Buhlan, Bully / B-Seite: Ulrich Blecher
Arrangeur:


Aufgenommen am 16. Dezember 1947

A-Seite:
Diese Platte lebt vom Gesang Buhlans. (Jedem Deutschen sein Würstel- ist auch unser Wunsch.) Bully bringt diese Ballade mit sehr viel Charme zu Vortrag. Lehn begleitet ihn dezent. Die Rückseite gefällt durch ihr modernes Arrangement, in den Lehn schöne Trompeten,- und Altimprovisationen einen Platz eingeräumt hat.
Melodie Nr. 12/1948 S. 12




Odeon 26 697
A-Seite: Da draußen im duftendem Garten Mat.Nr. 13 603

Orchester: Dobrindt, Otto
Gesang: Groh, Herbert- Ernst
Komponist: Strauß, Oscar
Text: Strauß, Oscar
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 04. August 1947

A-Seite:
Es ist wirklich nicht die schönste Melodie aus der Oscar Strauß Operette „Ein Walzertraum“, aber Groh gibt ihr den Glanz seiner Stimme den großen Atem, haucht ihr beglückendes Leben ein. Der weitschwingenden Linie seines Vortrages folgt Dobrindts willig mit dem sehr dezente spielenden Orchester.
Vier Viertel Nr. 9 / 1949 S. 17




Odeon O-26 802
B-Seite: Meine Rosa aus Böhmen Mat.Nr. 13 738


Orchester: Traverlers, Die 3
Gesang: Traverlers, Die 3
Komponist: Lang, Hans
Text: Meder, Erich
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 01. September 1949

B-Seite:
Eine lustige Note mit allen nur denkbaren musikalischen Feinheiten. Wunderbar dynamisch schattiert, trotz des durchgehenden straffen Rhythmus, wobei die Stimmen selbst fast instrumental behandelt werden. Gelungen auch die „Hilfsmittel“ der allzu vertrauten Rosamunde.
Vier Viertel Nr. 18 / 1949 S. 21




Odeon 31 722
A-Seite: Ruggedigu Mat.Nr. 13 613
B-Seite: Wenn die Geige singt Mat.Nr. 13 614


Orchester: Heinz Munsonius
Gesang: ohne
Komponist: Helmut Wernecke
Text: ohne
Arrangeur: unbekannt

Aufgenommen am 03. Dezember 1947


Von Heinz Munsonius, dem bekannten Akkordeon virtuose, hören wir Helmut Werneckes Erfolgsnummer „Ruggedegu“ in einer sehr abwechslungsreichen Interpretation. In bunten Reihenfolgen lösen sich Arrkordeon,- Klavier,- Saxophon,- bzw. Klarinette und Violinenpasagen ab. Höhepunkt dieser Platte ist der Violin-Hot-Chorus. Fridolin Maternas langsamer melodischer Foxtrot „Wenn die Geige singt“ füllt die Rückseite aus. Auch diese Komposition wird im einem mit viel Liebe ausgestatteten Arrangement zur Gehör gebracht. Die Aufnahmetechnik ist hervorragend.
Melodie Nr. 11/1948 S.12




Odeon 31 752
A-Seite: Bei mir bist du schön Mat.Nr. 13 556
B-Seite: Sentimental Journey Mat.Nr. 13 552


Orchester: Widmann, Kurt
Gesang: Friedländers, Margot / Lais, Detlev
Komponist:
Text:
Arrangeur:


A-Seite: Aufgenommen am 20. Dezember 1946
B-Seite: Aufgenommen am 13. Dezember 1946



A-Seite:
Ein ausgesprochenes Swing-Arrangement, das durch Margot Friedländers Gesang seine eigene Note erhält. Der scheinbar sehr beliebte Begleitgesang des Orchesters wirkt mehr als Rhythmusverstärkung. Da es kaum Soli gibt, schwimmt alles in etwas dicker Instrumentation. Eine ansprechende Tanzplatte.
Vier Viertel Nr. 5 /1948 S. 13


B-Seite:
Etwas zu schnell gespielt, wobei da Tempo in keinem Verhältnis zu Detlev Lais lässigem, fast monotonen Gesang steht. Hans Berry erweist sich in seinem Solo wieder als der virtuose Jazztrompeter von Format. Insgesamt ein klarer und exakter Foxtrot.
Vier Viertel Nr. 5 /1948 S. 13



Die Platte ist einer der besten der neuen Widmann –Produktionen. Nach einer kurzen rhythmischen Orchestereinleitung beginnt Margot Friedmann´s Gesang „Bei mir bist Du schön“. Der Gesang wird durch den rhythmischen Saxophonsatz und durch Blecheinwürfe wirkungsvoll untermalt. Hans Berry, Widmann´s Trompeter überrascht uns im zweiten Chorus durch ein ausgezeichnetes Trompetensolo, welches im Mittelteil des Refrains von dem Saxophon abgelöst wird, um dann später die Führung des Posaunen zu überlassen. Eine sehr abwechslungsreiche und auch technisch gut gelungene Aufnahme!
Die Rückseite „Sentimental Journey“ wird von Detlev Lais besungen. Ebenso wenig wie über Margot Friedländer´s ausgezeichneten Gesang ein Wort zu verlieren ist, ist der Gesang von Detlev Lais zu kritisieren. Leider ist diese Aufnahme gegen Schluß der Platte technisch nicht hundertprozentig einwandfrei, da der Gesang etwas vom Orchester übertönt wird.
Melodie Nr. 6 /1947 S. 22




Odeon 31 753
A-Seite: Star Dust Mat.Nr. 13 541
B-Seite: Ja, das ist mein Rhythmus Mat.Nr. 13 542


Orchester: Kurt Widmann
Gesang: ohne
Komponist: Kurt Widmann
Text: ohne
Arrangeur: Kurt Widmann





Aufgenommen am 22. November 1946

B-Seite:
Wirklich auf dieser Platte heißt der Foxtrot nicht zu Unrecht: „Ja, das ist mein Rhythmus“.
Er verrät den Komponisten Kurt Widmann, der hier seine bester Interpret ist, denn das ist seine Rhythmus, wie wir ihn von unzähligen anderen Tanznummer kennen. Dumpf pochende Trommelschläge, viele Soli, stark ausgeprägter Takt und schon ein fast gehetztes Prestissimo Tempo runden das ganze zu einer zündenden, wenn auch wenig melodischen Tanznummer.
Vier/Viertel Nr. 14/1948 S. 12


Den ersten Chorus spielt Widmann selbst mit Gefühl auf der Posaune, Hans Berry übernimmt mit einem wundervollen Trompetensolo den ersten Teil des zweitem Chorus, dann folgt ein gut arrangierter Saxophonsatz und zum Schluß das volle Orchester. Diese Widmann Aufnahme gehört auf jeden Fall zur Spitzenklasse.
Die Rückseite birgt Widmann´s Erkennungsmelodie „Thats my Rhythm“, eine eigene Komposition Widmanns. Auch hier glänzt Hans Berry. Der Titel besagt alles. Das ist nun mal sein Rhythmus.
Melodie Nr. 6 /1947 S.22




Odeon 31 754
A-Seite: Servus Baby Mat.Nr. 13 546
B-Seite: Am Waibuwamba Mat.Nr. 13 549


Orchester: Lais & Schultz-Reichel mit Solisten
Gesang: ohne
Komponist: Schultz-Reichel, Fritz /Froboess, Gerhard
Text: ohne
Arrangeur: unbekannt



Aufgenommen am 09. und 10. Dezember 1946



Diese ist eine Platte für Freunde dezenter Swingmusik. Am Waibuwabas, die bekannte Swing-Komposition von Gerhard Froebess, wird von Fritz Schultz-Reichel und Detlev Lais auf dem Tenorsaxophon mit Rhythmusgruppe abwechslungsreich dargeboten. Die nette Komposition gibt ihnen ausreichend Gelegenheit ihr ganzes Können zu zeigen. Technisch gesehen ist die Seite ohne jeden Makel. Glücklicherweise ist weder Detlel Lais noch sonst irgendein Mensch auf die Idee gekommen, den Text zu singen. Er ist zum Kreischen.
„Am Waibuwamba schreit man Caramba“ Aber nur, falls man dort zufällig einal den Text hören sollte. Im allgemeinen tut man es nicht, wenigstens nicht dort. So geht es lustig weiter. Keule reimt sich auf Beule, Darzen auf Schwarzen usw. Ein etwas verspäteter Nachfolger von „Wer hat denn den Käse zum Bahnhof gerollt“ Dem Textdichter kann man nur einen Gefallen erweisen, wenn man seinen Namen verschweigt, und es in Zukunft ängstlich vermeidet, seinen Namen in Verbindung mit „Am Waibuwamba“ zu nennen. Servus Baby oder wie es noch auf der Platte heißt, „Montmartre“ ist eine neue Komposition von Fritz Schultz-Reichel, der durch seine Komposition „Wenn ich Dich seh“ , dann fange ich ich zu träumen an, allbekannt ist. Im Gegensatz zur Vorderseite wird diese nicht nur von den Solisten Detlev Lais und Fritz Schultz-Reichel mit Rhythmus bestritten, sondern außerdem noch durch einen Vierer Saxophon-Satz interessanter gestaltet. Das Klavier ist hier leider aufnahmetechnisch etwas dünn geraten.
Melodie Nr. 6 /1947 S.22




Odeon 31 758
A-Seite: In the Mood Mat.Nr. 13 553
B-Seite: Mundharmonika Eddi Mat.Nr. 13 550


Orchester: Eddi Unger mit seine Solisten
Gesang: ohne
Komponist: Joe Garland / Eddi Unger
Text: ohne
Arrangeur: unbekannt

Aufgenommen am 18. und 12. Dezember 1946


Eddi Unger, der Virtuose auf Violine, Okarina und Mundharmonika, der nicht nur durch sein virtuoses Spiel, sondern bei öffentlichen Aufführungen auch nicht durch seine dabei zur Schau gestellte Komik beliebt wurde, bringt uns „In the Mood“. Was wäre eine neue Schallplattenserie ohne „In the Mood“? So, wie diese Nummer und allerdings von Eddi Unger gebracht wird, bekamen wir sie noch nicht zu hören. Meisterhaftes Geigenspiel, von ausgezeichneten Solisten begleitet, leitet die Platte ein. Nach einem Klaviersolo folgt Eddi Unger mit dem Spiel auf der Okarina.
Die Rückseite (Mundharmonika Eddi) sagt, daß Eddi uns mit seiner Mundharmonika erfreuen wird. Das tut er auch. Neben dem phantastischen Mundharmonikaspiel fällt besonders dar Bassist auf. Auch auf dieser Seite hören wir später Unger auf der Geige. Eine Platte die jeder besitzen sollte.
Melodie Nr. 6 /1947 S.22




Odeon 31 761
A-Seite: Ali Baba Mat.Nr. 13 543
B-Seite: Auf der grünen Wiese Mat.Nr. 13 557


Orchester: Kurt Widmann
Gesang: ohne
Komponist: Kurt Widmann
Text: ohne
Arrangeur: Kurt Widmann


Aufgenommen am 29. und 20. Dezember 1946

A-Seite:
Die Platte birgt, wie man es in Amerika bezeichnet, zwei „Comedy-Songs“. „Ali Baba“ zeichnet sich durch sauberste Instrumentation aus. An Originalität gewinnt diese Aufnahme durch Einflechten des Liedes „Denn im Wald, da sind die Räuber“. Der Gesang des Liedes wird vom Ensemble bestritten. Kein schöner Gesang, aber für den Stil der Platte gerade richtig! Widmann selbst schreit öfters mit verschiedener Betonung „Ali Baba“ und das Ensemble gibt das Echo. Eine lustige Platte! Leider gegen Ende technisch nicht ganz einwandfrei, das der Tonmeister hier versehentlich am falschen Lautstärkeregler gedreht hat.

B-Seite:
„Auf der grünen Wiese“ ist ebenso originell wie die Vorderseite und steht auch musikalisch in nicht nach. Diese Platte wird besonders bei lustigen Gesellschaften, soweit es heute so etwas gibt, viel Anklang finden.
Melodie Nr. 6 /1947 S.22







Odeon O-31 762
A-Seite: A media Luz Mat. Nr. 13 565
B-Seite: La Plata mia Mat.Nr. 13 564


Orchester: Huppertz, Heinz
Gesang: ohne
Komponist: Donato, E. / Charmon, Eugen
Text: ohne
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 20. Mai1947

A-Seite:
Ein gefühlvoll, aber diszipliniert gespielter Tango mit schönen Solostellen. Er ruft nicht nur mit reißende Tanzstimmung hervor, sondern ist auch unterhaltsam. Erwähnenswert die Soli von Gitarre und Harmonika.

B-Seite:
Ein klar und ansprechender Tango, nur vielleicht etwas zu schnell. Heinz Huppertz versteht es, ihn in seinem Spiel eine durchaus eigene Note zu geben.
Vier Viertel Nr. 3/1948 S. 12




Odeon O-31 764
A-Seite: Es war einmal Liebe Mat.Nr. 13 587
B-Seite: Warum war es nur ein Märchen Mat. Nr. 13 588

Orchester: Widmann, Kurt
Gesang: ohne
Komponist: Jack, Alfred / Rabsch, Gerhard
Text: ???
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 20. Juni 1947

A-Seite:
Ein leicht verdaulicher Foxtrot in der für Widmann charakteristischen Spielart. Ein guter Tanzschlager, aber mehr sweet als hot.

B-Seite
Ein Slow Foxtrot mit unverkennbarem Widmann – Stil. Gut harmonische Zusammenarbeit aller Instrumente.
Vier Viertel Nr. 3 / 1947 S. 18




Odeon 31 765
A-Seite: South America, take it away Mat.Nr. 13 570
B-Seite: The coffee Song Mat.nr. 13 571

Orchester: Kurt Widmann
Gesang: Ruth Bruck
Komponist: Bob Hilland
Text: Dick Miles
Arrangeur: B-Seite: Werner Müller


Aufgenommen am 27. Mai 1947

A-Seite:
Aus dem dumpfen Rhythmus einer stark mit Takverschiebungen imponierenden Rumba brilliert die Klarinette. Sonst läuft alles Gefahr, in der zu dicht Instrumentation zu ersticken. Auch der englische Refraingesang von Ruth Bruck.
Vier Viertel Nr.1/1947 S. 13


B-Seite:
Das klare, durchsichtige Arrangement, das gleich in den ersten Takten die richtige Atmosphäre schafft, ist ganz auf Ruth Bruck zugeschnitten. Sie singt vom Ensemble auch gesanglich gut unterstützt, in einem derart guten Englisch, daß man fast geneigt ist, die moderne Auffassung ihres Vortrages als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. Hier wird auf einer deutschen Schallplatte endlich einmal ein Refraingesang geboten, wie man ihn eigentlich nur von „drüben“ her kennt. Vom Orchester hört man (bis ein gelungenes Klarinetten solo) in der Hauptsache nur spitze Blecheinwürfe, die allerdings sehr präzise kommen. Die Rückseite bringt den „Coffee Song“ von Bob Hilland und Dick Miles. Zwar kommt das Ensemble in dieser „Werner Müller Arrangement“ weit mehr zur Geltung, doch steht im Vordergrund auch hier wiederum Ruth Bruck. Bis auf den Schluß, der etwas konstruiert erscheint, eine gefällige Aufnahme.
Melodie Nr.3/1948 S. 16




Odeon 31 766
A-Seite: Lange Leitung Mat.Nr. 13 566
B-Seite: Teilstrecke Mat.Nr. 13 567

Orchester: Munsonius, Heinz
Gesang: ohne
Komponist: A-Seite: Munsonius, Heinz B-Seite: Peltzer, Fred
Text: ohne
Arrangeur:

Aufgenommen am 21. Mai 1947


Heinz Munsonius bringt eine eigene Komposition mit der Überschrift „Lange Leitung“. Zu dieser Aufnahme ist wenig zu sagen; ganz auf das Publikum eingestellt, wird dieser Foxtrot zwar sehr sauber, aber doch etwas fade heruntergespielt. Für den Kenner interessant eigentlich nur das Klarinetten solo. Die Rückseite, „Teilstrecke“ von Fred Pelzer, zweigt etwas mehr Technik und im ganzen gefälliger. Tonlich sehr gut das Tenor, und auch Munsonius ist hier der „Alte“. Alles in allem, eine Platte für den unkomplizierten Hörer.
Melodie Nr. 3/1948 S. 16




Odeon O-31 767
A-Seite: Liebe war es nie Mat.Nr. 13 562
B-Seite: Mein Liebling heißt Mädi Mat. Nr. 13 563

Orchester: Schwarz, Werner
Gesang: Schöne, Werner
Komponist: Masrush, Fred / Rose, Vincent
Text: ???
Arrangeur: unbekannt

Aufgenommen am 14. Mai 1947

A-Seite:
Die improvisierende Harmonikastimme geht in etwas grellfarbigen Instrumentation unter. Der nasale Refraingesang von Werner Schöne wirkt wenig belebend.

B-Seite:
Ein straff und klar gespielter Fox mit betontem Rhythmus. Die Harmonika sollte wohl dominierend sein, verschwindet aber völlig im Bläserchor.
Vier Viertel Nr. 3 / 1947 S. 18




Odeon 31 786
A-Seite: In der Nacht, wenn die Liebe erwacht Mat.Nr. 13 648
B-Seite: Liebchen, kleines Dingelchen Mat.Nr. 13 687


Orchester: Huppertz, Heinz
Gesang: Sommer, Wilfried
Komponist: Gilbert, Jean
Text: Gilbert, Jean
Arrangeur: unbekannt

Aufgenommen am 15. Dezember 1948

A-Seite:
Mit der Wiederaufführung von Jean Gilberts Operette „Die Kinokönigin“ im Berliner Metrophontheater begann auch die Wiederbesinnung auf dieser altvertrauten, schönen Melodien. Huppertz stellt sein Spiel aber nicht auf die große Wirkung eines Operettenfinales ab. Alles blüht in den dezenten Farben des Kammertones, schön aufeinander abgestimmt und musikalisch sauber. Refrainsänger Wilfried Sommer, der sich sehr gut einzufügen versteht.


B-Seite:
Eine der unverfänglichsten Melodien aus der Gilbert Operette „Die Kinokönigin“, von Huppertz sehr prägnant und dennoch gar nicht aufdringlich gespielt. Wilfried Sommer legt bezwingenden Charme in seinen Vortrag.
Vier Viertel Nr. 6 /1949 S. 17




Odeon 31 787
A-Seite: Der Theodor im Fussballtor Mat.Nr. 13 649
B-Seite: Der kleine Eskimo Mat.Nr. 13 650

Orchester: Pätzold, Günther
Gesang: Hartung, Erwin
Komponist: Bochmann, Werner
Text: Feltz, Kurt
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 15. Dezember 1948

A-Seite:
Dieser Schlager lebt von seinem Text. Also gehört diese Platte auch dem Sänger. Erwin Hartung versucht es sogar, sie wirklich musikalisch zu gestalten. Er achtet auf deutliche Aussprache, vergißt aber nie die melodische schwingende Linie. Das Orchester, etwas farblos im Arrangement, beschränkt sich bei seinen Einfällen auf Pfiffe und Zwischenrufe, die aber schon vom Komponisten in die Partitur eingezeichnet wurden. Der straff durch durchgehaltene Rhythmus dieser Aufnahme macht sie aber zu einer guten Tanzplatte.
Vier Viertel Nr. 9 / 1949 S. 17


B-Seite:
Eine ausgesprochene Gesangsplatte, auf der sich hinter der akzentuierten und bei aller fließenden Beweglichkeit rhythmisch straffen, klaren Stimme von Erwin Hartung das Orchester Günther Pätzolds zu einem bunten, doch völlig unaufdringlichen Hintergrund verdichtet. Auch der instrumentale Ausklang wird zu besonderen Effekt benutzt.
Vier Viertel Nr. 9 / 1949 S. 17




Odeon 31 789
A-Seite: Mariandel Mat.Nr. 13 653
B-Seite: Leb´ wohl, adieu auf Wiedersehn Mat.Nr. 13 654

Orchester: Heinz Munsonius
Gesang: Günther Blumenberg
Komponist: Hans Lang
Text: Kurt Neumann
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 07. Dezember 1948


Munsonisus hat den Mut, diese Wiener Melodie aus dem Willi Forst Film: „Der Hofrat Geier“ ganz ohne wienerische Färbung zu bringen. Der Refraingesang von Effekten, sauber im Zusammenspiel und vor allem wenn es sich auf das gesprochene Wort beschränkt. Und auch die Instrumentation verzichtet auf das naheliegende Vorbild einer Schrammelkapelle. Das Akkordeon von Heinz Munsonius gibt sich völlig glasklar und spritzig kühl in seinem Spiel, solange es tonangebend ist.
Vier Viertel Nr. 5/1949 S. 18




Odeon O-31 790
A-Seite: Chi-Baba, Chi-Baba Mat.Nr. 13 656
B-Seite: Kleiner Boy aus Portorico Mat. Nr. 13 655

Orchester: Widmann, Kurt
Gesang: Trio d´italia
Komponist: Jenson, Walter
Text: ???
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 08. März 1949

A-Seite:
Eigentlich nur eine Tanzplatte . Aber sie ist eine der besten, die bisher mit Widmann aufgenommen wurden. Ausgezeichnet gelöst das rhythmische Wechselspiel zwischen dem schneller genommenen Mittelteil und den breiten, getragenen Eckpfeilern, Nicht minder gut aber auch die vielen dynamischen Feinheiten, wobei das Arrangement ganz unauffällig zu starken instrumentalen Wirkung kommt.


B-Seite:
Widmann packt diese Rumba von Walter Jenson ausschließlich vom Rhythmus her an und formt sie hier zu einer wirklich brauchbaren Tanzplatte. Er arbeitet dabei im vollen Satz, der unter Verzicht auf alle solistischen Effekte immer klar und durchsichtig bleibt und auch noch genug von der Melodie dieser schönen Nummer übrigläßt. Dem anspruchsvollen Tänzer wird nur das angeschlagene Tempo etwas zu schnell sein.
Vier Viertel Nr. 12 /1949 S. 19




Odeon 31 791
A-Seite: Ciu Ciu Mat.Nr 13 657.
B-Seite: Managua, Nicaragua Mat.Nr. 13 658


Orchester: Kurt Widman
Gesang: Trio d´Italia
Komponist: N. Molinare
Text:
Arrangeur:

Aufgenommen am 17. Dezember 1948


Hier gibt sich diese Erfolgsnummer wirklich als Samba, äußert betont im Rhythmus, und auch der Gesang des Trios d´Ítalia mit seinem reizvollen fremdländischen Akzent darf sich unter Widmann´s straffen Händen nicht davon lösen. Also eine ausgesprochene Tanzplatte, bei der man aber nur instrumentale Gegenstimmen zu dem an sich farbigen Gesanges finden sollte.
Vier/Viertel Nr. 5/1949 S.18






Odeon O-31 818
A-Seite: Nach Regen scheint Sonne Mat.Nr. 13 659
B-Seite: Sensation am Broadway Mat. Nr. 13 600

Orchester: Buschhagen, Heinz
Gesang: Appelt, Adi
Komponist: Beul, Arthur / Warren, Harry
Text: Pinelli, Aldo von / Duhin, Al ( dt. Text: Beckmann, Hans-Fritz)
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 11. Januar 1949

A- Seite:
Die Nummer wurde erst in Deutschland zur Swing-Polka und Buschhagen unternimmt auch den ersthaften Versuch, den wahren Charakter einer Polka mit echtem Swing auf einen Grundton zu bringen. Sicher wäre ihm das gelungen ohne Adi Appelt, der den Refrain singt und der diesen Ton so gar nicht trifft.


B-Seite:
Es ist zwar ein Foxtrot und auch eine bekannte Tanzkapelle spielt ihn. Aber vielleicht sollte e gar keine Tanzkapelle werden. Sie ist es jedenfalls nicht, denn Adi Appelt macht Operettenklamauk daraus mit unverständlichen Text und Volksgemurmel. Wer Freunde an solcher musikalischen Ausgelassenheit hat, wird selbstverständlich gern darauf greifen.
Vier Viertel Nr. 14 / 1949 S. 17







Odeon 31 823
B-Seite: Eine Frau, wenn sie will kann alles Mat.Nr. 13 695


Orchester: Widmann, Kurt
Gesang: Golgo- Trio
Komponist: Nordhaus, Theo
Text: Schmidt-Genter, Willi
Arrangeur:

Aufgenommen 07. März 1949

B-Seite:
Wer diesen langsamen Foxtrot von Marika Rökk in „Fregola“ gehört hat, vermißt das Besondere bei dieser Aufnahme. Sicher liegt es nur daran, daß das von Widmann angegebene Tempo zu wenig Temperament verrät. Denn der Refraingesang des Kalt Golgowsky Terzett ist bunt und beweglich genug, und auch instrumental klingt alles straff und präzis, ohne daß zwar Widmanns persönlicher Stil zu erkennen wäre.
Vier Viertel Nr. 12 / 1949 S. 19
Fregola war ein Spielfilm der am 04.02.1949 in München uraufgeführt wurde.




Odeon O-31 825
A-Seite: Schiff ahoi! Mat.Nr. 13 711
B-Seite: Mit dem Kuß fängt es an Mat. Nr. 13 710


Orchester: Buschhagen, Heinz
Gesang: Hartung, Erwin
Komponist: Fischer, Ernst
Text: Feltz, Kurt
Arrangeur: unbekannt


Aufgenommen am 04. Mai 1948

A-Seite:
Ob der große Aufwand für diesen sich keineswegs zwischen sentimentaler Hawaii-Stimmung und forschen Tanzrhythmus entscheidenden Foxtrot von Ernst Fischer gerechtfertigt ist, soll der Verkauf dieser Platte beweisen. Buschhagen zieht sich jedenfalls geschickt aus der Affäre und auch Erwin Hartung verfällt keineswegs in wehmutsvoll Melancholie.

B-Seite:
Unbeschwert und unvermittelt springt Buschhagen sofort in ein belebtes Foxtrot-Tempo und er hält es auch straff durch, wenn Erwin Hartung mit sympathischer Stimme die recht schnell haftenbleibende Melodie dieses Schlagers von Walter Dobschinski übernimmt, Aber es ist nur eine Tanzplatte, die daraus entstand, im Spiel Buschhagens liegen auch instrumental soviel Feinheiten verborgen, die bei ehrlichen Jazzfreunden unbedingt Begeisterung zu erwecken wissen.
Vier Viertel Nr. 11 / 1949 S. 19




Odeon O-31 840
B-Seite: Cuanto le gusat Mat.Nr. 13 733

Orchester: Buschhagen, Heinz
Gesang: Falvay, Otto
Komponist: Ruiz, Gabriel
Text: Feltz, Kurt
Arrangeur: unbekannt

Aufgenommen am 27. Juni 1949

B-Seite:
Otto Falvays Refraingesang beherrscht die ganze Aufnahme. Er gibt ihm mehr, als der Schlager verlangt, wirkt aber immer sympathisch und niemals übertrieben. Buschhagen hat sein Orchester fest in der Hand, um es unauffällig und doch betont im Rhythmus im Hintergrund zu halten. Dem disziplinierten Spiel bleiben nur ein paar äußerst präzise Einwürfe und zwei saubere Trompetensoli.
Vier Viertel Nr. 18 / 1949 S. 21





Odeon O-31 842
A-Seite: Warum fuhr Columbus nach Amerika? Mat.Nr. 13 756

Orchester: Pätzold, Günter
Gesang: Golgowsky-Quartett
Komponist: Grothe, Franz
Text:
Arrangeur: Pätzold, Günter


Aufgenommen am 13. September 1949

A-Seite:
Pätzold entdeckt hier im eigenen Arrangement einen neuen, persönlichen Stil seines Orchesters. Es lockert den großen Klangkörper sehr schön auf, gibt ihm strahlende solistische Glanzlichter und wirkt auch dort niemals dick, wenn er im vollen Satz aller Register zieht. Dieser Swing-Foxtrot von Franz Grothe gibst er dazu einen erfreulichen leicht beschwingten Rhythmus , der den Tänzer stets locken wird. Aus diesem Grund ist es nur zu begrüßen, daß sich das Golgowsky-Quartett mit seinem Refraingesang von allen eigenen Effekten freimacht.
Vier Viertel Nr. 18 / 1949 S. 21




Odeon O-31 849
B-Seite: Warum hat das Zebra Streifen? Mat.Nr. 13 758

Orchester: Pätzold, Günter
Gesang: Golo-Quartett
Komponist: Jary, Michael
Text: Pilelli, Aldo von
Arrangeur: Pätzold, Günter


Aufgenommen am 13. September 1949

B-Seite:
Schön, dieser harte Kontrast zwischen dem von Pätzold selbst groß aufgezäumten Arrangement, das über den monotonen Samba-Rhythmus viele leuchtende Farben in den einzelnen Instrumenten aufleuchten läßt, und dem schlichten und vor allem sparsamen Gesang des Golgowsky-Quartetts. Eine gut gesteuerte Aufnahme, die nicht allein wegen des richtigen Tempos eine gute Tanzplatte ist.
Vier Viertel Nr. 18 / 1949 S. 21





Odeon 4650
A-Seite: Lied der Flüchtlinge Mat.Nr. 13 573
B-Seite: Good by Jonny! Mat. Nr. 13 572

Orchester: Eisbrenner, Werner
Gesang: Albers, Hans
Komponist:
Text:
Arrangeur:

Aufgenommen am 28. Mai 1947

A-Seite:
Hans Albers erscheint hier in einem mehr pathetischen, gelühlsvollen Sprechgesang, womit er aber durchaus den richtigen Ton trifft. Das Thema ist in seiner Aktualität besonders packend. Die Instrumentationsart erinnert an den Stimmenpatriotismus von Ernst Busch.


B-Seite:
Das ist Hans Albers wie wir ihn kennen und wie er immer wieder als Sänger gefällt.
Sein Gesang ist natürlich und überzeugend. Das Begleitorchester paßt sich gut an. Eine Platte die man sich gern anhört.

Kommentare

Odeon Plattenbesprechungen 1947 - 1949 snookerbee 12 Feb : 02:03 Darauf antworten
Kommentare: 8

Was für ein toller Einblick in die zeitgenössische Rezeption der Musik! Besonders erfreulich, wenn man manche der Platten selber hat und vergleichen kann.

Vielen Dank für die Zusammenstellung.
Claus



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