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Foren > Phonographen > Technik
Ersatzteile für Edison Gem
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
el_rubi
Do Aug 16 2012, 20:28 Druck Ansicht
Gast
Hallo,

ich habe vor kurzem einen Phonographen Modell GEM serial-No. G82340 erstanden. Leider ist die die Rolle, wo der Riemen die Walze antreibt, irreparabel geschädigt. (ist ein ziemlich poröses material - an der Walze angeklebt?). des weiteren bräuchte ich noch den Schlüssel, mit dem der Antrieb aufgezogen wird um Walzen abspielen zu können.

Weis von euch evtl. jemand, wo diese Teile (günstig) zu bekommen sind? wie ist es mit Ersatzteile aus den USA (bezügl. Zoll) hat von euch hier jemand erfahrung?

Vielen Dank schon mal im voraus.

Und Grüße aus der Opf.





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alang
Do Aug 16 2012, 21:24
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 571
Von wegen Zoll kann ich leider nicht helfen, aber Teile solltest Du in USA viel leichter bekommen als in Europa. Der Markt war hier viel groesser und viel mehr Maschinen und Teile haben ueberlebt. Internet Suche nach "phonograph parts" sollte jede Menge Ergebnisse bringen. Ich persoenlich hatte guten Erfolg mit George Vollema (victroladoctor), aber auch Wyatt und APSCO sind gute Quellen.
Viel Glueck bei der Suche
Andreas
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veritas
Do Aug 16 2012, 23:29
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Hier die wichtigste Info: Link - Hier klicken

Grundsätzlich solltest Du dir einfach eine Rechnung ausstellen lassen, die -außen- am Paket angebracht ist. Wenn der Warenwert mit nicht mehr als 45 Euro angegeben ist, wird die Sache in Regel durchgelassen ohne weitere Kosten. Andernfalls werden mindestens 19% Umsatsteuer nochmal abgezockt. Für Antiquitäten (USA = 50+ Jahre, DE = 100+ Jahre) wird kein Zoll erhoben. Das heißt aber nicht, daß keine 19% USt anfallen, die bleiben!

Auch noch eine schöne gerechte Sache in unserem Zollrecht: Der Zoll ist der Meinung, daß er einen eigenen Wechselkurs für Fremdwährungen ermittelt - und der wird nur einmal monatlich aktualisiert: Link - Hier klicken

Ich habe soviel Probleme mit Postsendungen aus den Staaten gehabt, daß ich mir mittlerweile die Sachen meist selbst heimhohle.

Schon mehrmals haben die "Freunde" unseres Zolls Sendungen von mir aufgerissen, aufgeschlitzt und teils sogar Inhalt gestohlen (nicht entfernt o.ä.). Ganz zu schweigen von Beschädigungen durch Messerschlitze beim Öffnen und gänzlich unzureichendes Wiederverpacken. Es ist wirklich zu heulen, wie in einem Land, das sich Rechtsstaat nennt das Recht auf Eigentum derart mit den Füßen getreten wird.

Ich lasse mir nur noch im Ausnahmefall mal unkaputtbare Dinge schicken, sonst nicht mehr.
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Webseite
_-_-_
Fr Aug 17 2012, 00:07
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Die Grenze ist 22 Euro inkl. Versand.

Das Ganze wird aber etwas willkürlich gehandhabt.

Aufschlitzen musste ich immer selbst ;)

[ Bearbeitet Fr Aug 17 2012, 00:08 ]
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Calle
Fr Aug 17 2012, 11:22
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Bezüglich Zoll... Da habe ich doch eigentlich bisher immer gute Erfahrungen gemacht: die Pakete waren stets ordentlich und vorsichtig geöffnet und niemals war eine Platte beschädigt.
Wohl lasse ich oftmals keine Rechnung mit ins Paket packen: da dürfen die halt entscheiden ob Sie das Paket weiterschicken oder halt trotzdem eine Rechnung haben möchten; hatte daher schon manchmal "Glück" das man das Paket einfach durchließ :-)

Zudem: ich finde es teilweise eigentlich blöde daß man deutsche Schellackplatten aus z.B. Amerika, Australien, usw. verzollen muß obwohl die Platten oftmals von Auswanderer mitgenommen worden sind !
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veritas
Fr Aug 17 2012, 14:23
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Das ist auch so eine "gerechte" Regelung unseres deutschen Zollrechts: Sobald sich eine Ware länger als drei Monate außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums befindet ist sie wie ein gewöhnlicher Import zu verzollen.

Und das hier (Grammophon-Nadeln) ist der Standard, wie meine Sendungen bisweilen behandelt wurden, alles lose wieder in den Umschlag gestopft, die Orignialversiegelung bei der Hälfte der Päckchen aufgeschlitzt und nur bei einem mit diesem gräßlichen Klebeband unzureichend verklebt. Das nenne ich Sachbeschädigung, einige Nadeln fehlten dann auch noch, wurden also vom Zoll oder der Deutschen Post gestohlen:



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el_rubi
Sa Aug 18 2012, 09:04
Gast
Danke euch erst mal für euere tipps und erfahrungen mit unseren gewissenhaft-gnadenlosen zöllnern.

Der hinweis, das der Verkäufer in den usa keine rechnung beilegen soll, hört sich recht interessant an, gerade bei irgend welchen alten gebrauchten ersatzteilen oder schallplatten kann doch ziemlich schwierig (auch von zollbeamten) eingeschâtzt werden wie hoch der tatsâchliche wert ist, und ob es von einem händler oder einem verwandten oder wem auch immer kommt.
Die seite von victroladoctor schaut recht viellversprechend aus, hab mal eine mail hingeschickt, mal sehn wie die preise usw so sind.

Schönes WE euch allen.
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veritas
Sa Aug 18 2012, 21:21
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Es ist mittlerweile keine gute Idee mehr eine Rechnung wegzulassen. Die meisten Zollämter haben mittlerweile mit Computern aufgerüstet und schauen dann einfach mal bei ibäh vorbei um dann einen Wert zu 'schätzen'. Da wir die oft überhöhten eBay-Preise kennen führt das in der Regel zu abstrusen Grundlagen. Besonders nahe den Ballungsgebieten sind die Ämter mitunter richtig garstig.

Selbst bei reinen, nicht bezahlten Privatsendungen habe ich letztes Jahr den direkten Rat bekommen, dass es ebenfalls einfacher sei sich eine Rechnung oder irgendeinen Beleg an die Außenseite der Sendung befestigen zu lassen. Zwischen den Zeilen soll das heißen: Dann haben die Beamten etwas zum Abheften und der Empfänger (hoffentlich) seine Ruhe.

Auch ein schönes WE!
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_-_-_
So Aug 19 2012, 10:04
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Aber man muss doch sowieso immer eine Rechnungskopie mit zum Zoll bringen, wenn man mal wieder ein Paket bei den fleißigen Beamten abholen darf.
Oder wird das in jedem Bundesland anders gehandhabt? Kann ich mir nicht vorstellen.
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veritas
So Aug 19 2012, 10:26
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Nun, wenn man die gastfreundliche Atmosphäre eines Zollamtes kennernlernen möchte, dann kann man das tun. Ansonsten sehe ich aber das Ziel darin, daß mir die Sendung an die Haustür gebracht wird. Das läßt sich, zumindest oft, damit erreichen, daß eine Rechnung bzw. Beleg außen angebracht ist.

Ich jedenfalls sehe nicht ein, warum ich 32km zum nächsten Amt fahren soll. Ich sage das denen dann telefonisch ganz klar: Wenn ich es abhole, dann ist das eine kostenpflichtige Auftragserteilung, die ich mit 60 Euro netto in Rechnung stelle. Der Zusteller hat dafür zu sorgen, daß 1. die Sendung an meiner Haustür zugestellt wird und 2. keine Beschädigungen erfolgen.

Weitere Details sind in der Tat reine Willkür und werden nicht nach Bundesland, sondern je nacht Amt anders gehandhabt. Da kann man Glück oder Pech haben.
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_-_-_
So Aug 19 2012, 10:46
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Da stimme ich Dir zu. Lieferung an die Haustür ist schon komfortabler , vor allem da mittlerweile auch in vielen Großstädten das Zollamt irgendwo in der Pampa im Gewerbegebiet liegt.

Weitere Ausführungen, wieso man das Paket trotzdem lieber mit der mitgebrachten und nicht mit der mitgeschickten Rechnung abholt, würden an dieser Stelle jetzt auch zu weit führen.
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gramofan
Mo Aug 20 2012, 20:38
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 916
Zumindest beim Zollamt Ludwigsfelde in Brandenburg wird gandenlos eine Rechnung oder ersatzweise ein Zahlungsnachweis verlangt. Selbst wenn man dann einen paypal-Ausdruck mitbringt, wird über Internet nachgeprüft, ob der so stimmt. Anscheinend hat die Zollverwaltung da eine Supervisor-Zugriff o.ä., denn sie kommt an die Beträge auch ohne das persönliche ebay/paypal-Passwort.
Besonders ärgerlich: Liegt der Warenwert über 22 € werden auch noch die Portokosten dazugerechnet und auf die gesamte Summe 19 % Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Zoll im eigentlichen Sinn fällt seit einer Heraufsetzung der Freigrenze auf 150 € vor ca. 2 Jahren (bei mir) meistens nicht mehr an.
Ersteht man beim selben Händler mehrere Artikel kann es Übrigens sinnvoll sein, nachzukalkulieren, ob man billiger davon kommt, wenn man mehrere Sendungen jeweils unter einem Wert von 22 € schicken lässt.
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el_rubi
Di Aug 21 2012, 08:05
Gast
Hallo,

weis jemand, wodurch man die einzelnen Edison-GEM-Modelle unterscheinden kann, soweit ich weis soll es durch die Serien-Nr. möglich sein. Gibt es noch andere Unterscheidungsmerkmale?
Soweit ich herausgefunden habe, ist eine genaue Zuordnung zum Baujahr/Monat von Edison-Phonographen heute leider nicht möglich.

Ich bin da noch ein Neuling in der Welt der Phonographen und Grammophone :-))

Ich bräuchte die Info bezügl. der Beschaffung einer Ersatz-Walzenaufnahme und des "Aufziehschlüssels" (siehe oben).

Dank´ euch schon mal recht herzlich.
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Starkton
Di Aug 21 2012, 10:40
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Bei manchen Edison Phonographen ist die genaue zeitliche Zuordnung möglich. Beim "Gem" (noch) nicht.

Stelle doch mal ein paar Bilder ein, die das ganze Gerät zeigen, dann kann ich dir sagen welches Modell das ist.
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el_rubi
Di Aug 21 2012, 17:34
Gast
Hallo,

Hie sind ein paar fotos vom GEM.

Danke schon mal.





Hier klicken für Großansicht:

p1080984.jpg
p1080989.jpg
p1080987.jpg


[ Bearbeitet Di Aug 21 2012, 17:41 ]
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Starkton
Mi Aug 22 2012, 06:33
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Hallo,
du hast ein GEM Model A, und zwar die späte Ausführung. Sie kam Mitte 1900 auf den Markt und wurde Ende 1905 vom Model B abgelöst. Da ein Model C-Reproducer montiert ist - an den zwei kleinen Bohrungen am Zusatzgewicht als frühe Ausführung erkennbar, der Mitte 1902 erstmals am GEM auftaucht, würde ich dein Gerät 1902-1903 datieren.

Hier gibt es ein Repro des Aufziehschlüssels, ein Original ist nicht so einfach zu finden: Link - Hier klicken

PS: Durch den grünlich eingefärbten Ton der Gehäusegrundplatte aus Eiche, eingeführt Ende 1902, kam man dein GEM noch ein bisschen genauer datieren. Du brauchst zur Komplettierung noch einen, ebenfalls grünlich eingefärbten, Gehäusedeckel. Dieser muss ein "EDISON - GEM - PHONOGRAPH" Banner als Decal tragen.

[ Bearbeitet Mi Aug 22 2012, 07:34 ]
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el_rubi
Do Aug 23 2012, 12:40
Gast
Hallo Starkton,
Danke für deine Hilfe, ist ja erstaunlich, welche details die Unterschiede der einzelnen Modelle ausmachen und wie man sie noch zeitlich einordnen kann!
Gibt es evtl. im Internet eine Seite mit Merkmalen/Tabellen, die Edison Phonographen (ich hab noch 2 "Standard" erworben) zeitlich einigermaßen schnell zuordnen lassen? Z. B. über die Serien-Nr.? Würd mich schon interessieren :-)
Der Gehäusedeckel wird sicher nicht so einfach aufzutreiben sein. Ich hatte kürzlich in Cesky Krumlov (Tschechien) in einem Antiquitäten/Krims-Krams-Laden einen GEM mit Aufziehschlüssel, Abdeckhaube und "neuem" Trichter gesehen, aber der Antrieb lief nicht mehr richtig, und der Preis war jenseits von Gut und Böse: 1000€, nicht mehr verhandelbar.

Mal sehn, es eilt ja nicht, vielleicht gibts ja bei Ebay mal ein schnäppchen :-))
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Starkton
Do Aug 23 2012, 15:53
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Ich wüsste nicht dass es so eine Tabelle zur schnellen Bestimmung im Internet gibt.

Stelle doch deine Standards mit "aussagekräftigen Bildern" (Motor, Aufbauten, Gehäuse, Schalldose) in einem eigenen Thread hier rein. Ich schreibe dann dazu was ich weiß. Phonographen wurden bisher nur wenig besprochen und mit den Edison-Modellen anzufangen kann nicht falsch sein.
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el_rubi
Sa Sep 22 2012, 14:52
Gast
Hallo Starkton,
eine Ersatzwalzenaufnahme und Aufziehschlüssel habe ich jetzt besorgt (bei Victroladoctor.com in USA).
leider gibts noch ein oder weitere Probleme mit meinem GEM: in welche Richtung wird die Feder mit dem Schlüssel aufgezogen, wenn ich das Gerät stirnseitig vor mir habe, im oder gegen den Uhrzeigersinn? Wenn ich gegen den Uhrzeigersinn drehe, geht die Spindel lehr durch und man hört ein seltsames klacken pro Umdrehung. Im Uhrzeigersinn merkt man wie der Widerstand zwar stärker wird, jedoch hält die Spannung nicht bei loslassen des schlüssels, dieser dreht sich dann sofort wieder zurück. Nach dem abschrauben der Grundplatte viel mir auf, daß zwar ein Zahnrad mit so art Widerhaken vorhanden ist, jedoch keine Nase die einrastet, um die Spannung beim aufziehen der Feder zu halten. Ich häng ein Foto mit bei. Vielleicht könntest Du bitte mal einen Blick darauf werfen. Fehlt hier noch ein Teil?

Vielen Dank schon mal.

Das mit den Fotos mache ich in nächster Zeit. Ist eine gute Idee.


Danke schon mal.



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