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HMV Tischgrammophon mit Münzeinwurf
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Martin
Sa Sep 01 2012, 11:59 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Jul 26 2012, 08:38
Beiträge: 32
Hallo liebe Grammophongemeinde ich möchte mich auch mal wieder zurück melden., und Euch mein neues Grammophon vorstellen. Es handelt sich um ein HMV Model 104 mit Münzeinwurf, es funktioniert tadellos.Meine Frage wäre, wurden diese Münzgrammophone standartmässig so gebaut oder wurden Sie speziell umgebaut? MFG Martin

















[ Bearbeitet Sa Sep 01 2012, 12:34 ]
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joha
Sa Sep 01 2012, 12:34
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Beiträge: 985
Hallo Martin,
die Münzgeräte waren vorgesehen für Gewerbetreibende,sie wurden für den Münzbetrieb ausgerüstet und konnten so bestellt werden.Das Modell 104 war ein sehr oft gebautes Grammo und wenn es im öffentlichem Raum benutzt wurde (Gastronomie,Vereine,usw.)konnte es in der Münzausführung aufgestellt werden.Wie später die sogenannten Musiktruhen (Musikbox)die mit 45er Singels und Geldeinwurf in Gaststätten standen und vom Automatenaufsteller aufgefüllt und abgerechnet wurden.Du hast da ein schönes Exemplar.
Gruss joha
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Starkton
Sa Sep 01 2012, 21:04
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Toll dass die Münzmechanik offenbar noch funktioniert. Die wurde nämlich meistens ausgebaut. Kannst du mal beschreiben wie sie funktioniert und eventuell abbilden.

Bis etwa 1910 hat die Deutsche Grammophon spezielle Geräte mit Münzeinwurf im Katalog gehabt, aber ich habe keine Ahnung ob HMV das Model 104 selbst umgebaut hat. Hast du einen Katalog wo solche Modifikationen abgebildet oder genannt sind, @joha, oder woher stammt deine Information?
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Calle
Sa Sep 01 2012, 22:52
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Beiträge: 297
Wenn ich es so sehe, sieht es eher nachträglich umgebaut worden; Geld kann man wohl einwerfen, aber nirgendwo sehe ich eine (automatische) An- und Ausschaltfunktion.
Oder... übersehe ich etwas ?
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Martin
So Sep 02 2012, 07:06
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Jul 26 2012, 08:38
Beiträge: 32
Hallo Liebe Freunde ich versuche mal die Funktion zu erklären.Mann zieht das Grammophon ganz normal auf, steckt dann 20 Cent in den Münzeinwurf, bewegt den Tonarm ganz nach Rechts dann wird Automatisch die Bremssperre gelöst und das 20 Cent Stück fällt in die Kassette.Die Platte wird abgespielt wenn man nun den Arm wieder nach Rechts bewegt rastet sofort die Bremssperre wieder ein, und nichts lässt sich bewegen, bis man wieder Geld eingeworfen hat. Ich habe noch 2 Bilder eingestellt von der Mechanik.Liebe Grüsse Martin
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Martin
So Sep 02 2012, 07:10
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Jul 26 2012, 08:38
Beiträge: 32
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[ Bearbeitet So Sep 02 2012, 08:47 ]
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Herold38
So Sep 02 2012, 08:59
Gast
Wird denn das Geldstück irgendwie geprüft oder läuft das Gerät auch mit Spielgeld, Knöpfen und Unterlegscheiben?
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joha
So Sep 02 2012, 13:45
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Beiträge: 985
ha,ha Geldprüfer....die Münztechnik war so bemessen das entweder 10 Reichspfennig oder Pennys eingeworfen werden konnten,einen Münzprüfer gab es nicht aber ein Wachsames Auge des Betreibers schon,in größeren Automaten wurde das Geldstück mechanisch gewogen,es gab auch Lochmünzen die vorher beim Betreiber erworben werden mussten und dann eingeworfen wurden.
Münzer oder Münzgeräte gab es schon vor der Zeit des Grammophons ich erinnere da nur an die großen Blechplattenautomaten (Orchestrion)sowie Geräte die auf Rummelplätzen schon 1900 Mode waren.Als Kind hab ich immer gern davor gestanden und dem Spiel der Mechanik zugeschaut in der Stammkneipe meines Großvaters stand so ein Monstrum mit Blechplatten und einer Riesenkurbel an der Seite die der Wirt knarrend aufzog und den Groschen einwarf und sich alles Anfing zu bewegen die 60cm Platte sich drehte und einen Riesenkrach eines Marsches schmetterte,solche Teile liegen heute bei bis zu 20000€ wenn sie voll funktionstüchtig sind ,dagegen wirkt das Grammo zierlich und sehr klein.
Gruss joha

[ Bearbeitet So Sep 02 2012, 13:58 ]
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Starkton
So Sep 02 2012, 17:07
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Vielen Dank, Martin für die Schilderung und die Fotos. Die Münzmechanik ist ganz schön komplex und sieht nicht nach Einzelfertigung aus. Die Frage ist immer noch offen ob HMV das selber gemacht hat. Sind irgendwelche Patentdaten auf den Blechteilen des Münzmechanismus angebracht? Damit würde man erheblich weiter kommen.

Hier ist der Sicherheitsstandard der Deutschen Grammophon A.G. von 1907: Es gab zunächst eine mechanische Sperre, der Einwurfschlitz war so schmal dass keine Knöpfe durchpassten. Damals waren die 10 Pfennig Münzen aus nicht-magnetischem Material. Eine eingeworfene Eisenscheibe wurde deshalb mit einem Magneten als einfachem Münzprüfer abgelenkt. Zudem musste die Münze auch vom Durchmesser her passen, was der Einwurfmechanismus sehr genau prüfte.

Ich habe hier ein Bild des Einwurfmechanismus des Gibson-Automat No. 1 den ich in nächster Zeit mal ausführlich vorstellen werde. Der (auf dem Bild unsichtbare) Einwurf ist oben, das rote ist der Magnet. Passiert die Münze den Magneten ohne Ablenkung fällt sie durch einen langen Schacht auf ein geschlitztes Blech. Ist sie zu klein fällt sie einfach durch. Sitzt die Münze in Position kann man durch Druck auf einen Knopf an der Gehäusefront den Mechanismus einschalten. Gleichzeitig schiebt sich das geschlitzte Blech etwas nach vorne, der Schlitz wird breiter und die Münze fällt durch.

Das hakenförmige Blech unter dem geschlitzten Blech ist einstellbar und begrenzt die Schlitzbreite. Damit ist es möglich das Münzgrammophon auf verschiedene Währungen einzustellen. Ist die Münze zu breit fällt sie nicht durch und blockiert den Mechanismus.

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Martin
So Sep 02 2012, 20:48
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Jul 26 2012, 08:38
Beiträge: 32
Hallo Ihr Lieben, erstmal recht vielen Dank an allen die sich an der Umfrage beteiligt haben, ganz besonders an Starkton der sich immer sehr viel Mühe gibt bei den Erklärungen und Hinweisen.Auf den Mechanikteilen sind keinerlei Hinweise oder Nummern. Aber es ist alles sehr sauber verarbeitet. Übrigens Starkton von den Pantophone weiss ich immer noch nicht,den Typ.Ich hatte ja die Phonogallerie in Frankreich zwei mal angeschrieben und Sie antworteten immer Phantophone ich glaube die haben mich nicht ganz verstanden. Liebe Grüsse an Euch alle Martin
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