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Electromophon Modell U
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grammofar
Sa Okt 20 2012, 12:39 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
HERSTELLER: Alberrt Ebner & Co/ Electromophon AG
MODELL: U Typ 11 (
SERIENNUMMER: 11191
JAHR: ca. 1927
DAMALIGER PREIS: ?
GEHÄUSE: Eiche
PLATTENTELLER: 30 cm
TRICHTER: intern
MOTOR: Elektromotor Allstrom 90 - 250 Volt
SCHALLDOSE: Elektromophon

Ich möchte euch heute ein Gerät aus meiner Sammlung vorstellen:

Ein Electromophon Standgerät mit dem typischen Electromotor.
Das Gerät hat ein Eichengehäuse (Typ 11), es ist auch in Mahagoni (Typ 12) oder Ebenholz (Typ 13) erhältlich gewesen.
Im unteren Bereich befindet sich ein Plattenfach mit einer Art Kleiderstange...des Rätselslösung war ein Flohmarktfund...die passenden Lona Hängetaschen zur Plattenunterbringung.
Vllcht hat jemand genaue Angaben über den Entstehungszeitpunkt dieses Gerätes und den damaligen Preis.
Eine alte Werbung liegt mit vor, jedoch ohne die o.g. Angaben.

Viel Spaß beim betrachten.

LG
N.P.








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Limania
Sa Okt 20 2012, 13:02

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mai 21 2012, 15:14
Beiträge: 1105
Hallo,

ein wunderschönes Grammophon hast du da, die Plattenaufhängung ist ja praktisch :-)

LG Limania
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alang
Sa Okt 20 2012, 23:10
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Beiträge: 661
Mir gefaellt vor allem die abgerundete Front mit den Verziehrungen. Erstaunlich, dass Du tatsaechlich noch solche Plattentaschen gefunden hast - und dass Du die auch als solche erkannt hast. Grade auf Flohmaerkten ist das oft nicht so einfach...
Gruss
Andreas
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Starkton
So Okt 21 2012, 11:26
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Ein sehr schönes Gerät. Ich finde dass die sehr bedeutende Elektromophon A.G. aus Stuttgart-Vaihingen, deren Name vor allem für Grammophone mit Elektromotor steht, heute viel zu unbekannt ist.

Ich habe ein Buch das der Firmengründer Albert Ebner im Selbstverlag herausgebracht hat. Ich bin sehr stolz darauf dass es eine Widmungsinschrift an den "lieben Bruder Carl" Ebner enthält. Das Vorwort ist mit Oktober 1923 datiert. Darin taucht die "Type 12", "in Mahagoni und Hochglanz schwarz, sowie poliert Nussbaum" bereits auf. Ich gehe deshalb davon aus dass auch deine "Type 11" mindestens seit 1923 gebaut wurde. Preise sind leider nicht enthalten.

In dem Buch ist dafür die Lona-Tasche mit einer kurzen Beschreibung abgedruckt. Du hast wirklich großes Glück gehabt die genau passende Tasche zu finden!



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grammofar
So Okt 21 2012, 12:53
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Hallo Starkton,
recht herzlichen Dank für die Info. Zwischen Kauf des Standgerätes und der Lona-Taschen vergingen auch zwei Jahre...aber so ist das mit der Sammelei :)
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grammofar
Mo Okt 22 2012, 21:15
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
....gefunden!
Phonographische Zeitschrift, Februar 1921, ganzseitige Anzeige!

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Starkton
Mo Okt 22 2012, 21:23
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Schöner Fund! Da hieß die Firma noch Albert Ebner & Co. und war in Cannstatt angesiedelt. Muss also zwischen 1921 und 23 umbenannt, dabei in eine A.G. verwandelt und nach Vaihingen umgezogen sein.

Das Gehäusedesign ist schon nahe dran an Deinem Gerät - bloß der Grill ist anders.
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grammofar
Di Okt 23 2012, 13:26
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Hallo Starkton...ich werde hier mal alle meine Electromphon-Geräte vorstellen. Vllcht können wir das Puzzle vervolständigen.
Ich hab auch eine sehr schöne Abhandlung aus einer Phonograohischen Zeitschrift.
Bei Interesse kann man der Ebner -Geschichte etwas Leben einhauchen ;-)
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RF-Musiker
Mi Okt 24 2012, 11:02
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Beiträge: 352
Hat denn noch jemand diese Lona-Taschen oder kann man sich welche nachfertigen lassen?
Wäre ja recht interessant, Schallplatten wie Kleiderbügel aufzuhängen.

[ Bearbeitet Mi Okt 24 2012, 11:04 ]
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grammofar
Sa Nov 10 2012, 15:46
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Es hat sich noch etwas angefunden:

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Charleston1966
Mi Nov 14 2012, 09:24
Moderator

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Beiträge: 428
Hallo zusammen, ....und 1936 fusionierten die Firmen AECO (Alfred Ebner&Co) und die Firma Perpetuum (Steidinger/Schwarzwald) durch die Heirat von Hermine Steidinger und Alfred Ebner zur Firma Perpetuum-Ebner. Dies ist nachzulesen in der PE/Dual Chronik die im Dualmuseum erhältlich ist.

LG Karlheinz
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Charleston1966
So Mär 01 2026, 12:49
Moderator

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Beiträge: 428
Hallo Miteinander, ich möchte Euch heut meinen gestrigen Flohmarktfund vorstellen:

HERSTELLER: Albert Ebner & Co/ Electromophon AG
MODELL: 2 MT Typ U
Motor: Electro-Motor Universal 33
SERIENNUMMER: 13229
JAHR: ca. 1930
DAMALIGER PREIS: ca 370.- RM
GEHÄUSE: Eiche, dunkel gebeizt
PLATTENTELLER: 30 cm
TRICHTER: intern
MOTOR: Elektromotor Allstrom 90 - 250 Volt
SCHALLDOSE: RSR Firma Reinert, Schweiz
Elektrischer Arm: Electromophon

Das Gerät weist nicht den sonst typischen Holztonarm mit Holzschalldose auf, auch ist ein zusätzlicher Arm für elektrische Abtastung montiert worden ebenso ein Lautstärkeregler, ob die Umbauten eine Fachwerkstatt gemacht hat oder ein Bastler entzieht sich meiner Kenntnis, ebenso der Hersteller des Elektroarms. Vielleicht kennt jemand den Arm, der so wie er montiert ist, eigentlich zu kurz ist. Die Glühlampenabdeckung fehlt ebenfalls. Ein Schalter der die Glühbirne abschaltet sobald der Deckel geschlossen wird ist am Gehäuse montiert. Das typische Plattenfach mit der Stange für Lona Plattentaschen scheint mir bei dem Gerät zu fehlen da der Trichter einen großen Teil vom Fach einnimmt.
Vielleicht kann jemand Licht ins Dunkel bringen , ebenso hat vielleicht jemand Erfahrung in der Reparatur dieses Gerätes. Scheinbar gab es viele Untertypen und Gehäuseformen in die das Gerät eingebaut wurde.















Natürlich hab ich das Gerät nicht ans Netz angeschlossen und der Tonarm liegt nur fürs Foto auf der Platte.
LG Karlheinz

[ Bearbeitet Mi Mär 04 2026, 20:46 ]
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Rundfunkonkel
Di Mär 03 2026, 13:34
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1163
Hallo,

ein für damalige Zeiten sehr fortschrittliches Gerät. Allein, wo andere noch jahrzehntelang ratternde Direktantriebe einsetzten, findet man hier einen Riemenantrieb mit durchdachter Entkopplung des Antriebes. Der Tonarm für elektrische Abtastung mit Lautstärkeregler auf dem Grundbrett zusätzlich lässt erahnen, wieviel Geld der Besitzer damals in den aktuellen Stand der Technik investiert hat. Und was dieser zur Wiedergabe und Verstärkung daran angeschlossen hatte. Gut Betuchte konnten schließlich auch damals schon einen extra Verstärker statt eines Radios wählen. Und lautsprechertechnisch war für reichlich Reichsmark auch schon so einiges möglich.
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grammofar
Mi Mär 04 2026, 09:06
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Ein schönes Gerät...
....leider wurden hier die Beine abgesägt. Das Gerät gab es in verschiedenen Varianten, hier ist der schöne Saxophon-trichter aus Aluguss eingebaut. Dieser klingt mit der richtigen Schalldose sehr gut. Die hier gezeigte Schalldose ist von der schweizer Firma Reinert und gehört nicht zu diesem Gerät. Reinert hat zwar für andere Gerätehersteller zugelifert, Electromophon nutze aber eigene Schalldosen.
Der Preis von 2.000 Mark stimmt nicht, es müsste sich um das Modell "Typ 2 MT" handeln. "MT" steht hier für Metalltrichter und Stromlinien-Tonarm. Das Gerät war 1930 für 365 RM zu haben.
Die Typenbezeichnung auf der Plakette bezieht sich bei Electromophon IMMER auf den Motor - U für Universall - also Allstrommotor für alle Spannungsarten. Der Motor ist ein "Electro-Motor Universal 33".
Das Gehäuse ist übrigens Eiche, dunkel gebeizt, Der elektrische Tonarm stammt übrigens aus dem Hause Electromophon und wurde wohl zeitnah nachgerüstet.
Anbei einige Bilder von meinem Modell "Typ 2 H" = H für Holztrichter









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DGAG
Mi Mär 04 2026, 11:32

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Beiträge: 807
Als diese Geräte in den 1920er Jahren auf den Markt kamen, war die Stromversorgung und vor allem auch deren Zuverlässigkeit, samt Spannungsschwankungen, oft noch problematisch.
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Charleston1966
Mi Mär 04 2026, 20:48
Moderator

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Beiträge: 428
Vielen Dank für die Infos
LG Karlheinz
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Rundfunkonkel
Fr Mär 06 2026, 01:03
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1163
grammofar schrieb ...

Ein schönes Gerät...
....leider wurden hier die Beine abgesägt. Das Gerät gab es in verschiedenen Varianten, hier ist der schöne Saxophon-trichter aus Aluguss eingebaut. Dieser klingt mit der richtigen Schalldose sehr gut. Die hier gezeigte Schalldose ist von der schweizer Firma Reinert und gehört nicht zu diesem Gerät. Reinert hat zwar für andere Gerätehersteller zugelifert, Electromophon nutze aber eigene Schalldosen.
Der Preis von 2.000 Mark stimmt nicht, es müsste sich um das Modell "Typ 2 MT" handeln. "MT" steht hier für Metalltrichter und Stromlinien-Tonarm. Das Gerät war 1930 für 365 RM zu haben.
Die Typenbezeichnung auf der Plakette bezieht sich bei Electromophon IMMER auf den Motor - U für Universall - also Allstrommotor für alle Spannungsarten. Der Motor ist ein "Electro-Motor Universal 33".
Das Gehäuse ist übrigens Eiche, dunkel gebeizt, Der elektrische Tonarm stammt übrigens aus dem Hause Electromophon und wurde wohl zeitnah nachgerüstet.


Wirklich schöne Geräte. Würdest Du Dein neues Wissen vielleicht auch in Deinem Eingangsbeitrag, bzw. der Überschrift, einfügen, damit Suchende - und eine KI - diese Angaben dann auch gleich finden kann? Vielleicht mit Angabe der Änderung, damit der restliche Beitrag sinnvoll bleibt. Modell "U" und der Preis wurden von dort übernommen.

Mein Beutrag kann dann gelöscht werden, danke.

[ Bearbeitet Fr Mär 06 2026, 22:53 ]
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