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35 cm Schallplatten von Odeon
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grammofar
Do Dez 27 2012, 22:58 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Mir ist vor einiger Zeit zu Ohren gekommen das Odeon mit 35 cm Schallplatten experimentiert hat.
Ich habe ein Odeon Standgerät mit 35 cm Plattenteller.

Das Gerät ist noch ein Produkt der frühen Odeon-Geschichte. Ich denke so um 1910. Es hat ein sehr aufwendiges Mahagonigehäuse, ein sehr solides laufwerk und die Odeon IT Schalldose.

Nun die Frage: hat jemand 35 cm Platten im Bestand?





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Calle
Fr Dez 28 2012, 00:43
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Beiträge: 297
Hallo !
schönes und ausgefallenes Grammophon !
Bezüglich 35 CM Odeon Schellackplatten habe ich eine; es ist eine Platte von Brejean-Silver (also Oper).
Die Platte habe ich vor langer Zeit mal in Paris gefunden...
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Willi-H-411
Fr Dez 28 2012, 08:59
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1305
Das sieht ja aus, wie ein Barock- oder Rokoko-Schränkchen. Sehr schön.

Der Motor müßte ja wohl sehr kräftig sein, denn bei 35cm-Platten ist der Widerstand am äußeren Rand ja nochmal wesentlich größer, als bei den 30ern.

Bezüglich der Platten kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

VG Willi
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_-_-_
Fr Dez 28 2012, 09:57
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Mai 12 2011, 09:46
Beiträge: 255
^^^^ Trägheitsmoment nennt sich der Widerstand
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Starkton
Fr Dez 28 2012, 10:07
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Bitte mit neuer Überschrift zu den Standgeräten schieben.

Wow!!! Ich bin schwer beeindruckt. Ein absolutes Luxusteil ist das. Vor einigen Jahren haben ich selber vergeblich nach einem Gerät mit 35 cm Teller gesucht. Das Grammophon müsste dringend von einem guten Möbelrestaurator bearbeitet werden und abschließend eine Schellackpolitur bekommen. Bloß keinen Nitrolack draufsprühen wie das die Amis machen weil es schneller geht.

Ich habe zwei 35 cm Fonotipia Platten, aber beide möchte ich behalten. Eine französische (Duett mit Brejean-Silver und Scaramberg) und eine italienische Ausgabe (Barrientos). Gesangsaufnahmen sind sehr teuer.

Orchesteraufnahmen auf Odeon kann man aber günstiger bekommen, wenn sie denn auftauchen. Dieser englische Sammler/Händler legt eine auf, vielleicht verkauft er sie Dir: Link - Hier klicken
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Willi-H-411
Fr Dez 28 2012, 10:29
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1305
Mal eine Frage zu diesem EMGColonel: Bei diesem Video, bei dem von "Bella figlia dell' amore" und auch bei anderen Platten von ihm, sind immer wieder solche nach innen laufenden Schrammen zu sehen. Sind die "historisch" bedingt, oder geht er nicht sonderlich gut mit seinen Platten um?

Das "Bella figlia dell' amore" läuft definitiv zu langsam bei ihm. Bonci hat in der Regel in der richtigen Tonart gesungen.

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Starkton
Fr Dez 28 2012, 10:44
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Willi-H-411 schrieb ...

Mal eine Frage zu diesem EMGColonel: Bei diesem Video, bei dem von "Bella figlia dell' amore" und auch bei anderen Platten von ihm, sind immer wieder solche nach innen laufenden Schrammen zu sehen. Sind die "historisch" bedingt, oder geht er nicht sonderlich gut mit seinen Platten um?

Die konzentrischen Streifen auf seinen Platten kommen von der Behandlung mit Wachs. Ich glaube er nimmt Kerzenwachs. Es wurde früher auch eine Art Wachsbalsam zum Aufschmieren auf die Platten angeboten. Das Wachsen ist eine typisch englische Unart. In Verbindung mit den abgeriebenen Holzspänen der Bambusnadeln bildet sich eine zähe Ablagerung in der Rille.

Ich musste solche Platten mehrmals mit einer Stahlnadel abspielen bis der ganze Dreck raus war.
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grammofar
Fr Dez 28 2012, 14:06
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Hallo Starkton,

danke für die Info´s, ich restauriere die Geräte selber, aber nicht mit Schellack - jedenfalls nicht in diesem Fall.

Mir sind auch Trichtergeräte von Parlophon mit 35 cm Plattenteller bekannt. Sowas wird sich sicherlich noch finden lassen ;)
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Starkton
Fr Dez 28 2012, 14:41
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
grammofar schrieb ...

Hallo Starkton,

danke für die Info´s, ich restauriere die Geräte selber, aber nicht mit Schellack - jedenfalls nicht in diesem Fall.

Mir sind auch Trichtergeräte von Parlophon mit 35 cm Plattenteller bekannt. Sowas wird sich sicherlich noch finden lassen ;)

Solch ein Parlophon, das zwar überdimensional aber eher schmucklos war, habe ich auch schon gesehen. Leider wollte es der Händler für sich selbst behalten. Mist!

Das Innere Deines Odeon Grammophons ist erstaunlich hell und das Äußere zum Teil grün lasiert. Beides sehr untypisch für Mahagonifurnier. Wenn es meines wäre würde ich wirklich zu einem Spezialisten gehen der auch eine Holz- und Farbbestimmung vornehmen könnte. Nach einer fachgerechten Restaurierung wäre nicht nur der Originalcharakter bewahrt, es hätte auch deutlich an Wert gewonnen.

Du kannst es natürlich auch vorsichtig von Staub und Schmutz befreien und so lassen. Was planst Du denn zu machen?

PS: Es könnte sein dass die Mahagonioberfläche teilweise durch starke Sonneneinstrahlung ausgeblichen wurde.

[ Bearbeitet Fr Dez 28 2012, 14:47 ]
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grammofar
Fr Dez 28 2012, 15:48
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Ich denke ich werde das ganze mit Salmiakgeist abwaschen, die Schnitzereien ergänzen - denn diese sind recht fehlerhaft.

Dann alles auf einen Farbton bringen, mal sehen was hinter den Blenden wie etwa Kurbelloch zum vorschein kommt.
Es wurden auch teilweise Verleimungen vorgenommen die sehr unschön sind.
Abschliessend werde ich einen Lack aus Ballenmatine aufbauen. Mit einer guten Grundierung kann man hier den Glanz durch polieren gestalten.
Ich denke Seidenglanz dürfte dem alten Lack nahe kommen.

...aber das Gerät steht erst an 294. Stelle auf der Liste (grob geschätzt) :P
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Willi-H-411
Fr Dez 28 2012, 17:58
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1305
Die Frage sei mir gestattet: Wenn ich so lese, was du alles ergänzen und erneuern willst, so frage ich mich, ob das nun noch eine Restauration oder eine Reparatur/Instandsetzung ist?
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grammofar
Fr Dez 28 2012, 18:03
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Das ist, so denke ich, eine Frage die hier schon oft gestellt wurde.
98 % der Schnitzereien sind vorhanden, müssen nur neu angeleimt werden. Wenn es sich machen lässt, ergänze ich fehlendes. Fakt ist, das das ganze Gerät zerlegt werden muss, jemand hat versucht Teile neu zu verleimen und hat dabei mit Leim "rumgesaut".

Die Oberfläche ist stellenweise so verwittert das gehandelt werden muss.
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Starkton
Fr Dez 28 2012, 18:06
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
grammofar schrieb ...

...aber das Gerät steht erst an 294. Stelle auf der Liste (grob geschätzt) :P

Schade dass der Aufwand tatsächlich so groß ist, aber es ist ein superseltenes und museales Luxusmöbel. Nach 1909 wird es nicht sein, denn dann hat Odeon/Fonotipia keine 35 cm Platten mehr aufgenommen.

Nicht nur weil ich selbst Restaurator bin, würde ich nur einen Spezialisten ranlassen und vorher versuchen, historische Quellenangaben zu dem Gerät zu finden. Da wird sicher auch die ursprüngliche Oberflächenbehandlung beschrieben. Bis dahin, lass es lieber so wie es ist und stelle es nicht in die Sonne!

Je mehr Grammophone ich von Dir sehe umso dringender muss ich mal vorbei kommen. Das ist ja eine Wunderkammer!
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Willi-H-411
Fr Dez 28 2012, 18:08
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1305
Ich wollte dir mit der Frage nicht auf die Füße treten. Ich gehöre ja auch zu denen, die nicht soviel Wert auf "Original" legen. Deshalb würde ich ein solches Teil auch nicht pink mit grünen Tupfen anmalen.

Nein, ich hatte mich nur gewundert, daß du, der ja eher zu den Puristen gehört (das ist jetzt nicht böse gemeint), hier soviel erneuern willst. Persönlich finde ich das toll, wenn ein solches Prunkstück wieder in neuem Glanz erstrahlt. Und ich bin mir bei dir auch absolut sicher, daß du nicht "amerikanisch" vorgehen wirst.

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grammofar
Fr Dez 28 2012, 18:10
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
Jap, Starkton...

stehen lassen werd ich es wohl noch etwas länger. Ich sortiere grad mein Ersatzteillager und katalogisiere was da ist.
Ich beginne mit einer Aufarbeitung eh nur dann, wenn alles komplett ist und man sich seiner Sache sicher sein kann.

Sonst einfach gern mal auf einen Kaffee vorbei kommen.

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grammofar
Fr Dez 28 2012, 18:15
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Beiträge: 267
@ Willi:

ich hab mir auch nicht auf die Füsse getreten gefühlt :), man muss sehen was man vor sich hat...ein Radio von 1935 kann man sehr wohl mit einem Lack spritzen, unter Umständen auch aus einer einfachen Sprühdose...diese Sachen wurden am Fliesband hergestellt und da stand keiner und hat Radiogehäuse mit Schellack poliert.

Bei teuren Geräten wie etwa das oben gezeigte wird die Auflage nicht groß gewesen sein. Da waren dann Möbelfabriken am Werk und es wurd sich für das einzelne Stück zwangsläufig mehr Zeit gelassen.

Billige Trichtergeräte um 1915 sind ebenso einfach zusammen gezimmert und teilweise so mies ab Werk gefertigt das man fast nichts kaputt machen...

Man muss halt immer sehen was man vor sich hat ;)
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Starkton
Fr Dez 28 2012, 18:26
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
grammofar schrieb ...

Bei teuren Geräten wie etwa das oben gezeigte wird die Auflage nicht groß gewesen sein. Da waren dann Möbelfabriken am Werk und es wurd sich für das einzelne Stück zwangsläufig mehr Zeit gelassen.
...
Man muss halt immer sehen was man vor sich hat ;)

Vollkommen richtig!

Die auf Musikmöbel spezialisierten Fabriken konnten sich sehr gut auf Kundenwünsche einstellen. Von Massenware bis exklusiver Kleinserienfertigung durch Kunstschreiner war alles dabei.

Da dieses Grammophon auch noch für die 35 cm Sondergröße konzipiert wurde, gab es vielleicht mal 100 Stück davon, und die Wahrscheinlichkeit dass kein zweites die Zeit überdauert hat ist sehr groß. Ist der Tonarm eigentlich überlang, d.h. nur für diese Geräteklasse gemacht?

Wenn ich den Platz hätte würde ich @grammofar das Ding auf jeden Fall aus den Rippen leiern ;)
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Grammophon-Mini
Sa Feb 07 2026, 18:09
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 127
grammofar schrieb ...

Mir ist vor einiger Zeit zu Ohren gekommen das Odeon mit 35 cm Schallplatten experimentiert hat.
Ich habe ein Odeon Standgerät mit 35 cm Plattenteller.

Das Gerät ist noch ein Produkt der frühen Odeon-Geschichte. Ich denke so um 1910. Es hat ein sehr aufwendiges Mahagonigehäuse, ein sehr solides laufwerk und die Odeon IT Schalldose.

Nun die Frage: hat jemand 35 cm Platten im Bestand?








Wie bist du an das Gerät gekommen?Außer hier im Forum habe ich es noch nie gesehen.
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Grammophon-Mini
Sa Feb 07 2026, 18:14
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 127
grammofar schrieb ...

Hallo Starkton,

danke für die Info´s, ich restauriere die Geräte selber, aber nicht mit Schellack - jedenfalls nicht in diesem Fall.

Mir sind auch Trichtergeräte von Parlophon mit 35 cm Plattenteller bekannt. Sowas wird sich sicherlich noch finden lassen ;)


Warum hatte man bei Parlophon Geräte mit so großen Plattenteller, Parlophon führt doch selbst gar keine 35 cm Platten?(Und bei der Übernahme von Odeon durch Lindström hatte man glaub ich gar keine 35 cm Platten im Programm oder?
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