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Edelton Grammophon
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Schuelermuetze
Mo Jun 01 2015, 13:44
Gast
Richtig, da habe ich mich unglücklich ausgedrückt!

Gut, dank ebay haben wir (im Moment) ein großes Angebot / Überangebot, welche s aber sicher nicht ewig so bleiben wird. Dies aber nur interessehalber, da ich diese Geräte liebe und nichtd amit handeln will.
Warst Du mit Deinem Edelton denn zufrieden?
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gramofan
Mo Jun 01 2015, 15:59
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Beiträge: 1211
Na ja, als Einstieg war das Gerät nett. Auch hier war eine andere Schalldose drauf (was mir bei Kauf nicht klar war). Nach einer Weile hatte ich dann genug höherwertige Geräte und brauchte Platz, so dass mir die Entscheidung dieses Gerät an einen Händler abzugeben, der ganz auf die Schnelle für einen anderen Kunden ein Grammophon brauchte, nicht schwer fiel.
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Rundfunkonkel
Mo Jun 01 2015, 17:29
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1170
Mal meinen Senf dazu: ich würde mir da keine Messlatte anlegen. Wenn mir eine Gerät gefällt, egal ob es etwas wert ist oder nicht, dann gefällt es mir eben. Der "Marktpreis" interessiert in dem Falle als Liebhaber dieses Gerätes nicht, denn der "Markt" befindet sich nicht in meinem Wohnzimmer. Heißt als Botschaft in Kurzform: wenn es Deiner Beschenkten und Dir gefällt ist doch alles in Ordnung.
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Formiggini
Mo Jun 01 2015, 18:18

⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 28 2010, 19:20
Beiträge: 1578
Um mal von dem Punkt "Wertigkeit" (die sich bei jedem anders darstellen kann...) weg zu kommen, ein paar technische Aspekte machen dieses und ähnliche Grammophone des (damals) unteren Preissegment nicht zum besten Kandidaten um häufig damit Schellackplatten zu hören:

1. Akustisch: Wie schon geschrieben wurde, die gesamte Trichterführung ist recht klein - ebenso dann auch die Qualität der Wiedergabe (Nicht mit Lautstärke verwechseln!). Diese dünnen Holztrichter neigen ausgesprochen zu Eigenresonanzen. Dies kann bei lauten Passagen öfter zu einem "scheppern" in der Wiedergabe führen.

2. Schalldose: Diese Art der Bauweise stammt noch aus der Zeit akustisch aufgenommener Platten. Sie sind recht schwergängig, haben einen recht großen Widerstand gegen die Rillen und beanspruchen die Schallplatte stärker als "neuere" Schalldosen. Besonders bei "modernen", elektrisch aufgenommenen Platten (ab den zwanziger Jahren) sind sie mit Lautstärke und den größeren Auslenkungen bei Bassstellen sowie den feineren Höhenausschlägen überfordert. Nicht nur verzerrt die Wiedergabe, auch die Rillen werden stärker "ausgefräst".

3. Tonarm: Auch hier wurde beim Bau kräftig gespart um den niedrigen Preis halten zu können. Der Tonarm ist nicht wirklich fixiert und an ein leichtgängiges Gelenk gekoppelt (wie es bei vielen Tonarmen aus Metall der Fall ist). Er liegt quasi nur als eine Art "halbes Kugelgelenk" locker in seiner Halterung. Dies erhöht zum einen den Druck auf die Rillen, schlimmer jedoch ist dass das ganze recht wackelig konstruiert ist. Vor allem bei den schon angesprochenen "neueren", elektrischen Platten kommt das ganze in Resonanz, diese übertragen sich wieder auf die Rillen zurück - schlagen sie verstärkt aus.

Diese Grammophone für den "kleinen Mann" der damaligen Zeit verschließen Schellackplatten deutlich stärker als besser konstruierte Geräte. Darauf akustisch aufgenommene und bereits abgespielte Platten abzuspielen - kein Problem. Neuere, lautere und gut erhaltene Schellackplatten leiden einfach unter solch einem Gerät...

Grüße
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Schuelermuetze
Di Jun 02 2015, 13:48
Gast
Das heißt, alle Platten ab ca. 1930 lieber nicht mit diesem gerät abspielen?
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Rundfunkonkel
Di Jun 02 2015, 21:43
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1170
Meiner Meinung nach gehört eigentlich keine Platte mehr aufs Grammophon. Mein Beitrag weiter oben bezog sich auf das Sammeln und Mögen solcher Geräte.
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Starkton
Di Jun 02 2015, 23:04
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Das Nur-Sammeln und -Mögen von Abspielgeräten finde ich dagegen todlangweilig. Endlose Reihen von stummen Kästen anzugucken ist öde. Alte Platten auf einen modernen Plattenspieler zu legen ist praktisch, aber da ziehe ich doch gleich die CD vor. Muss dann nicht so oft aufstehen.

Dagegen Schellackplatten von gut gepflegten und justierten Grammophonen aus der Zeit der Entstehung der Tonaufnahmen (+/- 5 bis 10 Jahre) anzuhören ist wie alten Wein trinken. Man muss das zelebrieren. Es sind die besonderen Momente im Leben. Wohl wissend, dass jedes Abspielen eine Belastung darstellt.

Die Enkel haben trotzdem noch was davon. Nach 10 bis 20 Jahren in meinem Besitz und stets pfleglichem Abspielen habe ich letztens einige in Auktionen gegeben. Irgendwelche Klagen wegen schlechter Zustände sind mir nicht bekannt geworden.
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Formiggini
Di Jun 02 2015, 23:07

⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 28 2010, 19:20
Beiträge: 1578
Wobei du Grammophone einsetzt die in einer anderen, auch technischen Liga spielen...

Fakt ist, diese "einfachen" Geräte beanspruchen Schellackplatten mehr als notwendig. Die technischen Gründe habe ich bereits weiter oben aufgeführt.

Grüße
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Rundfunkonkel
Mi Jun 03 2015, 01:18
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1170
Alte Platten auf einen modernen Plattenspieler zu legen ist praktisch, aber da ziehe ich doch gleich die CD vor


Aber ich hoffe dass diese Anmerkung noch ausreichend zum Thema passt: Eine CD ist nicht in der Lage die Details einer vernünftig erhaltenen Schallackplatte wiederzugeben. Bis zur Frequenzobergrenze einer Schalldose ist meinen eigenen früheren Versuchen nach sogar ein Grammophon besser. Falls es doch nicht dazu passte.
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Starkton
Mi Jun 03 2015, 08:02
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1879
Da hast Du wohl recht und die finde die Möglichkeiten moderner Plattenspieler im Hinblick auf die Digitalisierung hervorragend, allerdings ging es mir mehr um den emotionalen Aspekt. Ich will meine Platten eben genau so hören wie vor dem 1. Weltkrieg, also zum Zeitpunkt ihrer Entstehung - und das bei aller Authentizität so schonend wie möglich.

Der Einwurf von @Formiggini ist vollkommen berechtigt. Danke für die Ergänzung. Eine Plattenfräse wie das Edelton würde ich ebenfalls nie verwenden. Elektrisch aufgenommene Schellacks ab Mitte der 20er Jahre sind ohnehin nichts fürs Grammophon. Natürlich sind auch frühe Platten aus anderen Materialien als Schellackmasse (Zelluloid, Hartgummi, Wachs, Pappe) tabu.
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Schuelermuetze
Mi Jun 03 2015, 14:21
Gast
Also ich spiele miene ganzen 78er auf dem Grammophon! Swing auf dem HMV-Koffergerät, "Oldtimejazz" auf dem Standgerät und Märsche, Operetten und Walzer auf einem sehr hochwertigen Trichtergerät. Ich habe in vielen Jahren noch keine negativen Entwicklungen bzw. Verschleißspuren bei meinen Platten bemerken können.
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GrammophonTeam
Mi Jun 03 2015, 15:39
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⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
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Beiträge: 1828
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Schuelermuetze
Mi Jun 03 2015, 16:27
Gast
Es geht schon noch um das Gerät. Ich habe es ja auch als Gebrauchsgegenstand gekauft.
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GrammophonTeam
Mi Jun 03 2015, 17:46
Seitenbetreiber

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: Köln
Beiträge: 1828




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