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Künstlerunterschriften im Wachs
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Rundfunkonkel
Mo Aug 26 2013, 17:40 Print View
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Nachdem nun die meines Wissens zweite Unterschrift im Wachs der Aufnahme auf einem Foto gezeigt wurde, möchte ich vorschlagen hier jeweils ein Bild einer solchen Unterschrift-Platte einzufügen, und zu sammeln. Bekannt sind mir bisher nur:

Marek Weber





und

Hans Heinz Bollmann

(aus gleichnamigem Thread von Allotrias Beitrag übernommen)




Wer kann weiteres beitragen?


[ Edited Mo Aug 26 2013, 17:41 ]
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Grammophonteam
Mo Aug 26 2013, 18:09
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Alex Hyde auf VOX


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snookerbee
Mo Aug 26 2013, 20:47
"Urgestein"

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Zwei Autogramme auf einer einseitigen Pressung

Frau Heckmann-Bettendorf


Richard Tauber

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Aristodemo
Mo Aug 26 2013, 21:05
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@Snookerbee....Frau Emmy Heckmann-Bettenorf, später Emmy Bettendorf.

Grüße
Michael

[ Edited Mo Aug 26 2013, 21:41 ]
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Gast
Mo Aug 26 2013, 21:37
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Unterschrift: Alessandro Bonci



Unterschrift: Maria Gay



Unterschrift: Giovanni Zenatello



Unterschrift: Richard Tauber
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jitterbug
Di Aug 27 2013, 10:16
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LISL KARLSTADT und KARL VALENTIN (Homocord Matrizen)

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Rundfunkonkel
Di Dez 03 2013, 18:07
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Costa Milona
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livschakoff
Di Dez 03 2013, 18:47
Joined: Do Feb 21 2013, 13:55
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Die obige Platte mit Costa Milona interessiert mich sehr, d. h. eher der "Inhalt" als das Autogramm. Wäre eine gelegentliche Überspielung machbar, wenn ich herzlich darum bitte?
LG Volker
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Musikmeister
So Mai 04 2014, 16:18
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Gitta Alpar auf Homocord, 1929
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Grammo-Klaus
So Mai 04 2014, 17:51
Joined: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Posts: 418
Hallo, das Thema finde ich auch sehr interessant. In meiner Sammlung habe ich auch Richard Tauber, Marek Weber und Bernard Ette-Platten mit Signaturen.
Wie war das damals eigentlich mit dieser Besonderheit. Wurden diese Künstler damals von den Schallplattenfirmen dann extra in die Plattenfabrik eingeladen um dann ihre Autogramme in die Matrizen zu schreiben.?? War das mit einem Festakt verbunden oder eher ohne Publikum gedacht.
Wer weiß zu der Entstehung dieser Matritzenautogramme denn noch mehr zu berichten. Darüber gegrübelt hatte ich schon desöfteren. Am Anfang meiner Sammelleidenschaft hatte ich noch gedacht, wow die Künstler haben in die Schellackplatte ihr Autogramm gekritzelt. Nur wie??? Ja so war das damals am Anfang. *grins
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Gast
So Mai 04 2014, 17:59
Guest
Das wurde unmittelbar nach der Aufnahme mit einem Stichel in die wahrscheinlich noch warme Wachs-Aufnahme geritzt/geschrieben.

Fertig.

Damit war die Unterschrift auf allen folgenden Pressungen.

Also völlig unspektakulär...

Gruß, Nils
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Formiggini
So Mai 04 2014, 21:46

Joined: Di Dez 28 2010, 19:20
Posts: 1600
Bei dieser Aufnahme von RFO sieht man deutlich: Die Auslaufrille geht durch die Unterschrift. D.h. (zumindest in diesem Falle) - zunächst wurde die noch "blanke" Wachsplatte unterschrieben, dann erst die Aufnahme gemacht.




Eine weitere:


Dies macht von den damaligen Abläufen auch Sinn. Oft waren Aufnahmeraum (dort wo das Orchester spielt) und Technikraum (dort wo das Schneidegerät steht) räumlich voneinander getrennt. Nach jeder Einspielung/Take hätte der Künstler in den Technikraum eilen müssen um zu unterschreiben. Dann wieder zurück für den nächsten Take usw.

Interessant wäre es wenn sich auch auf unveröffentlichten Probeaufnahmen eine Unterschrift findet.
Vermarktet wurden diese "signierten" Aufnahmen sinngemäß als: Vom Künstler als gut befunden und freigegeben - quasi "man" steht mit seinem Namen dafür.
Sollte sich aber auch auf unveröffentlichten Aufnahmen eine Unterschrift finden, bestätigt dies die Theorie der Unterzeichnung vor der eigentlichen Aufnahme.
Des weiteren: Wachsmatrizen ließen sich ja nicht "Probe hören" - es musste auf den ersten Abzug aus der Galvanik gewartet werden.
Wie soll der Künstler eine Aufnahme für "gut" befinden (mit seiner Unterschrift) die er/sie nach der Aufnahme gar nicht hören konnte...?

Andererseits sieht man an anderen Bildern aber auch. Die Unterschrift kann erst nach der eigentlichen Aufnahme erfolgt sein. Insgesamt jedoch immer ganz zeitnah zur eigentlichen Aufnahme.

Betrachtet man sich die Unterschriften, so sind alle sehr "flüssig" geschrieben. Die Unterschrift kann also nur in eine warme/weiche Matrize erfolgt sein. Eine kalte, feste Wachsplatte hätte wohl größeren Widerstand gebildet und damit ein anders Schriftbild erzeugt.

Insgesamt wohl reines "Marketing" der Plattenfirmen

Grüße



[ Edited So Mai 04 2014, 21:58 ]
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Gast
Mo Mai 05 2014, 03:13
Guest
Bist Du Dir sicher, daß die Auslaufrille schon beim Aufnahme-Schneidgang gesetzt wurde ?

Ich nicht. Für mich sieht sie gerade bei älteren Schallplatten oft nachträglich angefügt aus.

Gruß, Nils
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Fehlmann1960
Mo Mai 05 2014, 09:57
Joined: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Posts: 387
Zu den Unterschriften auf Platten:
Auf einer Werbung von 1905 zu lesen:

"Die Künstler haben der Fonotipia-Gesellschaft das ausschliessliche Verlagsrecht ihrer Stimmwiedergabe übertragen und jede einzelne Platten durch das Autogramm des Künstlers von diesem selbst als musikalisch und künstlerisch einwandfrei anerkannt."

Jedoch war die Unterschrift auf dem Label aufgedruckt und nicht auf das Wachs geritzt.

Bild 2 mit Platte Fonotipia; Jan Kubelik; Souvenir, italienische Pressung, Aufnahme 1905, 27cm (10 2/3")




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Starkton
Mo Mai 05 2014, 12:12
Joined: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Posts: 1897
Formiggini schrieb ...

Des weiteren: Wachsmatrizen ließen sich ja nicht "Probe hören" - es musste auf den ersten Abzug aus der Galvanik gewartet werden.
Wie soll der Künstler eine Aufnahme für "gut" befinden (mit seiner Unterschrift) die er/sie nach der Aufnahme gar nicht hören konnte...?

Das stimmt so nicht. Jede Wachsplatte wurde vor dem Galvanisieren abgehört. Es gab spezielle Schalldosen und Nadeln dafür. Das Galvanisieren einer unbrauchbaren Aufnahme wäre viel zu teuer gekommen.

[ Edited Di Mai 06 2014, 14:08 ]
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Starkton
Mo Mai 05 2014, 12:21
Joined: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Posts: 1897
Fehlmann1960 schrieb ...

"Die Künstler haben der Fonotipia-Gesellschaft das ausschliessliche Verlagsrecht ihrer Stimmwiedergabe übertragen und jede einzelne Platten durch das Autogramm des Künstlers von diesem selbst als musikalisch und künstlerisch einwandfrei anerkannt."

Jedoch war die Unterschrift auf dem Label aufgedruckt und nicht auf das Wachs geritzt.

Die Fonotipia Erstpressungen tragen sehr wohl das Künstlerautogramm im Wachs. Bei den meisten wurde die Unterschrift zusätzlich auf jedes einzelne Label gestempelt. Bei einigen französischen Fonotipias haben die Künstler die Labels mit Tinte handsigniert. Hier ist die Werbeanzeige sogar wörtlich zu nehmen!

[ Edited Mo Mai 05 2014, 12:23 ]
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Arto
Mo Mai 05 2014, 16:16
Joined: Di Jan 07 2014, 01:33
Wohnort: z.Z. Dänemark
Posts: 187
Auf das hervorragende Bild (Marek Weber) von RFO vom 26. August 2013 sieht man deutlich, dass die nachträglich zugefügte Auslaufrille bei "0" vom "2-2960" anfängt, und dazu ein Bisserl nach Zentrum verschoben.

Übrigens bin ich mit Starkton gar nicht einig -- Aufnahmewachse, die mit dem Wachswiedergeber abgespielt wurden, wurden nicht matriziert. Die Wiedergabe diente zu Balanzierzwecke, und danach wurde die "richtige" Aufnahme optimistisch gemacht. So verstehe ich wenigstens die Bemerkungen bei den Kassationen, denn einige der Begründungen würden es auch gleich nach der Aufnahme gegeben haben.
Die Unterschrifte in der Wachs bestätigten sowieso, dass der Künstler anwesend war, gelungen oder nicht.

Um die Oberfläche zu schonen, hat man ein Brett ein wenig über der Oberfläche erhoben zu Handstütze gelegt.

[ Edited Mo Mai 05 2014, 20:34 ]
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Fehlmann1960
Mo Mai 05 2014, 16:38
Joined: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Posts: 387
Hier noch eine weitere Unterschrift von Marek Weber



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Starkton
Di Mai 06 2014, 12:04
Joined: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Posts: 1897
Arto schrieb ...

Übrigens bin ich mit Starkton gar nicht einig -- Aufnahmewachse, die mit dem Wachswiedergeber abgespielt wurden, wurden nicht matriziert. Die Wiedergabe diente zu Balanzierzwecke, und danach wurde die "richtige" Aufnahme optimistisch gemacht.

Verstehe ich richtig, dass zuerst eine Testaufnahme auf Wachs geschnitten und abgespielt wurde um festzustellen ob z.B. die Position des Sängers vor dem Aufnahmetrichter optimal war, und danach erst die eigentliche Aufnahme geschnitten wurde, welche dann vor dem Matrizieren nicht mehr geprüft wurde.

Ein Archivleiter sagte mir mal, dass Wachsplatten in den 30er Jahren abgespielt wurden um mit dem Tonsignal Acetate zu schneiden. Hast Du sowas auch gehört?
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