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Forums > Schellackplatten > Rund um die Platte
Künstlerunterschriften im Wachs
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Fehlmann1960
Mon May 05 2014, 16:38pm
Joined: Thu Dec 19 2013, 15:39pm
Location: CH- 4492 Tecknau
Posts: 387
Hier noch eine weitere Unterschrift von Marek Weber



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Starkton
Tue May 06 2014, 12:04pm
Joined: Wed Oct 05 2011, 21:47pm
Location: Berlin
Posts: 1927
Arto wrote ...

Übrigens bin ich mit Starkton gar nicht einig -- Aufnahmewachse, die mit dem Wachswiedergeber abgespielt wurden, wurden nicht matriziert. Die Wiedergabe diente zu Balanzierzwecke, und danach wurde die "richtige" Aufnahme optimistisch gemacht.

Verstehe ich richtig, dass zuerst eine Testaufnahme auf Wachs geschnitten und abgespielt wurde um festzustellen ob z.B. die Position des Sängers vor dem Aufnahmetrichter optimal war, und danach erst die eigentliche Aufnahme geschnitten wurde, welche dann vor dem Matrizieren nicht mehr geprüft wurde.

Ein Archivleiter sagte mir mal, dass Wachsplatten in den 30er Jahren abgespielt wurden um mit dem Tonsignal Acetate zu schneiden. Hast Du sowas auch gehört?
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RF-Musiker
Tue May 06 2014, 14:47pm
Joined: Thu Sep 15 2011, 11:21am
Location: Berlin
Posts: 362
Ich dachte ja, man nahm parallel 2 Platten auf, eine gab man zum Test wieder, wenn diese in Ordnung war, wurde Platte 2 vervielfältigt.
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Arto
Tue May 06 2014, 17:30pm
Joined: Tue Jan 07 2014, 01:33am
Location: z.Z. Dänemark
Posts: 189
An Starkton: Für akustische Aufnahmen war es meines Wissens so. Elektrische Wachstonabnehmer waren dermassen leicht, dass sie viel weniger Schaden machten. Übrigens war es in Rundfunkanstalten so, dass die Wachsplatten (in der Zeit vor der allgemeinen Verbreitung von Lackplatten) lauwarm (38 Grad) geschnitten wurden, und dann im Kühlschrank (8 Grad) bevor Abspielung gelagert wurden. Mehrere Wiedergaben waren möglich. Wenn man häufige Wiederholung erwartete wurde matriziert. Umschnitt auf "Acetat" kenne ich nicht, aber das könnte sein. Da habe ich das Wort Lackplatte (oder wenn es sein muss, Lackfolie) lieber als Acetat, denn nur für Heimschneidegeräte wurde wegen des Feuergefahrs Acetat verwendet, sonst war es professionell immer Nitrat (Zellulose- in beiden Fällen). Schlechter und billiger war Gelatine.

An RF-Musiker: parallelle Aufnahmen gab es nur elektrisch (und in der Frühzeit bevor es Matrizierung gab) bei Walzen.
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Fehlmann1960
Wed May 07 2014, 09:10am
Joined: Thu Dec 19 2013, 15:39pm
Location: CH- 4492 Tecknau
Posts: 387
Starkton wrote ...

Fehlmann1960 wrote ...

"Die Künstler haben der Fonotipia-Gesellschaft das ausschliessliche Verlagsrecht ihrer Stimmwiedergabe übertragen und jede einzelne Platten durch das Autogramm des Künstlers von diesem selbst als musikalisch und künstlerisch einwandfrei anerkannt."

Jedoch war die Unterschrift auf dem Label aufgedruckt und nicht auf das Wachs geritzt.

Die Fonotipia Erstpressungen tragen sehr wohl das Künstlerautogramm im Wachs. Bei den meisten wurde die Unterschrift zusätzlich auf jedes einzelne Label gestempelt. Bei einigen französischen Fonotipias haben die Künstler die Labels mit Tinte handsigniert. Hier ist die Werbeanzeige sogar wörtlich zu nehmen!


Muss Dir Recht geben. Habe die Platte herausgesucht und festgestellt, auf einer Seite ist die Unterschrift auch im Wachs.
Hier der Beweis:


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Grammophonteam
Wed May 07 2014, 14:52pm
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"Wärmeofen" bei der Telefunken, c. Ende 1932




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Grammophonteam
Wed May 07 2014, 16:55pm
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Electrola, c. 1930
Nach einer eventuell fehlerhaften Aufnahme wird... die Musik von der Schallplatte durch Kabel zurückgeleitet.
Die Künstler sind dann in der Lage, fehlerhafte Stellen beim nächsten Mal zu verbessern.

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[ Edited Wed May 07 2014, 16:57pm ]
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bavariola
Sun May 30 2021, 18:01pm
Joined: Sat Jan 12 2013, 00:38am
Posts: 150
Hallo werte Kolleginnen und Kollegen,

ich füge hiermit der Sammlung von Unterschriften im Wachs eine Ablichtung hinzu:



"Gstanzerl" auf homocord Electro, Matr.-Nr. H-20937, Bestellnummer 4-2936. Auf der anderen Seite ("Und unser Fähnelein ist weiß und blau", Matr.-Nr. H-20941) befindet sich keine Signatur.

Beste Grüße an alle!
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