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Schallplatten-Geschäfte
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
Mo Apr 16 2018, 10:31
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1221
Servus :-)

Von einer EDISON BLUE AMBEROL.....

Das Portfolio von Walzen bis hin zu Staubsaugern ist schon beachtlich gewesen




Gruss
Georg
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krammofoon
Mo Apr 16 2018, 10:34
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1221
Servus :-)

Einmal EDISON BLUE AMBEROL und einmal EDISON GOLD MOULDED..... 2 verschiedene Varianten eines Geschäftes in Amsterdam.....





Gruss
Georg
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krammofoon
Mi Mai 02 2018, 11:09
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1221
Servus :-)

So klein, dass man das fast in seiner Neutralität und Nicht-Auffälligkeit übersehen könnte..... von einer Walzendose.....

Die Berliner Firma RICORDI existiert übrigens namentlich, aufgegangen im Musikverlag DMV, immer noch..... nur ob die noch Walzen verkaufen ?




Gruss
Georg
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krammofoon
Di Mai 08 2018, 20:06
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1221
Servus :-)

Unglaublich, wo überall Tonträger verkauft wurden.....




Dieses Bapperl stammt von einer Edison-Gold-Moulded-Walzendose.

Gruss
Georg
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Telraphon
Fr Jan 03 2020, 15:13
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 178
Da ja in diesem Thread auch schon die Frage nach unseren Deutschen Ostgebieten kam, möchte ich hier nun einmal mit der Vorstellung des ersten Musikhauses beginnen.

Wer wie meine Vorfahren in Ostpreussen bzw. Masuren auf dem Land wohnte, der hatte es oft schon nicht leicht, auch nur an ausgefallenere Literatur - geschweige denn an Platten zu kommen. Suchte man eine wirklich große Auswahl an Geräten und Platten fernab kleinerer Provinzgeschäfte, so hatte man eigentlich nur die Möglichkeit, eine Reise nach Elbing, Allenstein oder Königsberg zu unternehmen.
In Königsberg fanden sich als große Läden zum einen das ODEON-Musikhaus zum anderen das ELEKTRA mit seinen zwei- zwischenzeitlich sogar drei Filialen.
Das ELEKTRA-MUSIKHAUS, im Volksmund auch ELEKTRA-PALAST genannt, gehörte Otto Rippke nebst Familie, und war mit seiner modernen Hauptfiliale am Steindamm 158 das größte Musikhaus ganz Ostpreussens.




Die Ladenfläche erstreckte sich über dreieinhalb Etagen, und umfasste neben einem breiten Sortiment an Instrumenten auch Rundfunkgeräte und eine große Auswahl an Grammophonen und Platten verschiedenster Hersteller - nachgewiesen sind bislang Fabrikate von Telefunken, Electrola, Ultraphon und dem Lindström-Konzern.





Neben der Hauptfiliale existierten in Königsberg außerdem Geschäfte in Rossgarten und der vorderen Altstadt.




Mir ist es bislang leider noch nicht gelungen, Nachfahren der Familie Otto Rippke ausfindig zu machen...für jeden weiteren Hinweis dazu sowie auch zu den Filialen des Musikhauses wäre ich sehr Dankbar.

LG
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berauscht
Fr Jan 03 2020, 15:56
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1566
Telraphon schrieb ...

...für jeden weiteren Hinweis dazu sowie auch zu den Filialen des Musikhauses wäre ich sehr Dankbar.


1928 wurden Zweigniederlassungen in Dresden, Beuthen O.S. und Berlin eröffnet.

1931, 22. September: Das Vergleichsverfahren über das Vermögen Firma wird eröffnet. Adresse: Königsberg, Poststr. 1 [Ident mit Steindamm 158]
(Am selben Tage auch über das Odeon-Musik-Haus in Königsberg)

1934, 9. Januar: Das Konkursverfahren über das Vermögen der Firma Elektra-Musik-Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Königsberg, Pr., Steindamm 152, ist nach Abhaltung des Schlußtermins aufgehoben.

1935, 1937
Elektra-Radio-Musik-Vertrieb, Inh. O. Rippke
Königsberg, Steindamm 158 T. 36723

Das Haus Steindamm 158 gehörte der Stadtsparkasse.

1941
Elektra-Radio-Musik-Vertrieb, Inh. O. Rippke
Königsberg, Steindamm 158 T. 411 18
Königsberg, Vorstadt Langgasse 61 T. 431 17

[ Bearbeitet Fr Jan 03 2020, 19:35 ]
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Telraphon
Fr Jan 03 2020, 19:15
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 178
Vielen herzlichen Dank für diese sehr umfangreichen Informationen - das hilft mir schon sehr! Ist eventuell auch überliefert, wo- bzw. unter welchem Namen die Zweigstelle in Berlin zu finden war?
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berauscht
Fr Jan 03 2020, 20:25
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1566
Telraphon schrieb ...

Vielen herzlichen Dank für diese sehr umfangreichen Informationen - das hilft mir schon sehr! Ist eventuell auch überliefert, wo- bzw. unter welchem Namen die Zweigstelle in Berlin zu finden war?

Zweigniederlassungen der Elektra-Musik GmbH, Königsberg

Berlin: Elektra-Musik GmbH, Charlottenburg, Berliner Straße 139/140
Beuthen: Elektra-Musik GmbH, Bahnhofstraße 5
Dresden: Elektra-Musik GmbH, Seestraße 17

[ Bearbeitet Sa Jan 04 2020, 14:04 ]
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Telraphon
Fr Jan 03 2020, 21:30
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 178
Nochmals vielen, vielen Dank für diese hilfreichen Informationen!
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berauscht
Sa Jan 04 2020, 13:59
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1566
Fritz Ewert und Otto Rippke, die beiden Geschäftsführer der Elektra-Musik GmbH, waren bei zuvor Geschäftsführer der Ostdeutschen Musikwaren-Industrie GmbH, Königsberg und Prokuristen der "Demusin" Deutsche Musik-Industie GmbH, Königsberg.
Die beiden letzgenannten Firmen standen möglicherweise in Beziehung zum Odeon Musikhaus Königsberg. (Die Elektra-Musik und das Odeon Musikhaus gingen am gleichen Tag [22. September 1931] in die Insolvenz.)

[ Bearbeitet So Jan 05 2020, 11:13 ]
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Telraphon
Di Jan 07 2020, 02:12
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 178
Hier nun der Vollständigkeit halber zur Ergänzung der wirklich respektablen Recherche des Mitgliedes berauscht (tausend Dank!) auch ein Aufkleber des ODEON-Musikhauses - die These von der Verbindung zwischen beiden Häusern kommt einem jetzt beim betrachten der Aufkleber gleich noch passender vor, da beide Aufkleber aus der selben Fabrik zu kommen scheinen - die Farbgebung ist zwar unterschiedlich, die Form jedoch gleich. Bislang hatte ich die Ähnlichkeit und die gleichermaßen eher mittelmäßige Festigkeit der Verklebung nur darauf geschoben, dass beide Häuser womöglich die selbe Druckerei in Königsberg beschäftigt haben könnten:





Darüber hinaus hier noch drei Marken aus dem schönen Breslau - vor Kurzem fiel mir ein ganzes Album mit Platten (vornehmlich Tauber) aus jener Stadt in die Hände:

1.) Eine Wassertransfermarke ("Decal") aus dem Musikhaus Felix Kayser, welches neben Lindström auch ELECTROLA- und ULTRAPHON-Fabrikate vertrieb, und bis 1938 unter Anderem in der Goldenen Becherseite Nr.20 zu finden war - also in prominenter Lage in einem wunderschönen Altbau direkt gegenüber dem Rathaus.




2.) Musikhaus Höhne in der Graupenstraße Nr. 12 - Höhne zählte zu den ältesten Musikhäusern Breslaus, produzierte schon früh selbst Instrumente und machte sich speziell im Klavier- und Akkordeon/Harmonikabau sowie der Herstellung von wunderbaren Mandolinen einen Namen. Unter der Leitung von Artur Höhne existierte das Musikhaus bis zum Untergang des alten Breslaus.Es handelt sich hier ebenfalls um ein Wassertransferbild.





3.) Das Odeon-Musikhaus Breslau in der Schweidnitzer Straße No. 438. Leider ist dieser sehr ausgefallen geformte aber auch recht starke/erhabene Aufkleber durch das mehrfache herausnehmen der Platte aus ihrem Album recht stark beschädigt.






Vielleicht ermöglichen ja auch diese Aufkleber weitere Erkenntnisse. Schon jetzt noch einmal vielen vielen Dank für die große Hilfe bzgl. der Daten zur ELEKTRA-GmbH.

LG
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Telraphon
Di Jan 07 2020, 10:08
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 178
Kleiner Nachtrag den ich übersehen hatte:



Musikhaus „Gräbschen“, wobei der Ortsteil und auch die Gräbschenerstraße namensgebend war.

Ohne einen Aufkleber von diesem Geschäft zu besitzen gab es in Breslau auch noch die Musikalienhandlung Hainauer. Hauptsächlich bekannt ist dieser Name durch den Verlag Julius Hainauer, welcher größtenteils Salonmusik publizierte. 1933 wurde das Geschäft verkauft und ging wohl Ende der 30er Jahre in Konkurs. Aufgrund dessen das Hainauer Juden waren gingen sie nach London und eröffneten dort einen neuen Verlag.

Weiterhin gab es noch zahlreiche Kaufhäuser in Breslau, wie das Wertheim, die auch Schallplatten und Grammophone vertrieben
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