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Les vacances de monsieur hulot (Die Ferien des M. Hulot) 1953
Moderatoren:SchellackFreak, berauscht, GrammophonTeam, DGAG, Der_Designer, LoopingLoui
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Fehlmann1960
Fr Jan 17 2014, 20:04 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Dez 19 2013, 15:39
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Beiträge: 412
Die Ferien des Monsieur Hulot aus dem Jahr 1953 ist nach mehreren Kurzfilmen der zweite Spielfilm des französischen Regisseurs Jacques Tati. Das Werk hatte am 25. Februar 1953 in Frankreich Premiere.
Handlung:
In einem kleinen bretonischen Badeort verleben die unterschiedlichsten Menschen ihre Ferien, darunter Engländer und Deutsche. Während die übrigen Gäste ihren Vergnügungen wie Schwimmen, Tennis, Kartenspiel und Gemeinschaftsabenden nachgehen, verursacht ein Gast, Monsieur Hulot, unbeabsichtigt eine Turbulenz nach der anderen. Mit seiner Vorliebe für Jazz-Musik verstört er die Mitbewohner der Pension und weckt sie nachts mit seinem lauten alten Wagen. Er tritt ein Ruderboot durch und erweckt am Strand den Eindruck, es handle sich bei ihm um einen Hai.

Bei dem Versuch, ein Bild gerade zu rücken, hinterlässt er ein Zimmer mit einigen demolierten und beschädigten Gegenständen. Ohne praktische Vorkenntnisse im Tennisspiel besiegt er alle Gäste allein mit seinem ungewöhnlichen Aufschlag (dessen Technik er sich während der Qualitätsdemonstration beim Erwerb des Schlägers von der Verkäuferin abgeschaut hat), was die als Schiedsrichterin fungierende Engländerin hellauf begeistert. Er spielt mit einem deutschen Jungen begeistert Tischtennis und bringt bei seiner Suche nach dem verschlagenen Ball durch sein Verschieben von Kartenspielern während des Ausspielens zwei unabhängige Kartenrunden so in Streit, dass es zu Handgreiflichkeiten kommt. Er löst auf seiner Flucht vor ihn verfolgenden Hunden in einer Hütte unbeabsichtigt bereits in der Nacht vor dem Ende der Ferien das hierfür gedachte Feuerwerk aus. Während die anderen Gäste im Radio einer Rede lauschen, tanzt er lieber mit der jungen Martine, die, zusammen mit einer alten Engländerin, einem Schweizer und dem Sohn eines deutschen Ehepaares als einzige für ihn Sympathie empfindet. Als er mit Martine ausreiten möchte, schafft er es jedoch nicht, sein weißes Pferd zu besteigen und dieses sperrt danach beim Ausschlagen einen anderen Gast in dessen Auto ein, so dass Hulot lieber die Flucht ergreift.

Eingebunden sind seine Erlebnisse in eine Reihe von kleinen Szenen, die weniger eine Handlung als Momentaufnahmen liefern: Am Bahnhof, wo die Leute nach unverständlichen Durchsagen stets an den falschen Bahnsteigen auftauchen und die Züge stets an den anderen Gleisen einfahren; der Hund, der auf der Straße schläft und erst nach gutem Zureden Platz macht; Jugendliche, die Duke Ellington hören und englische Zigaretten rauchen; der junge Kommunist, der Martine stets politische Vorträge hält; Kinder, die ihr Brennglas an schlafenden Erwachsenden ausprobieren; die beiden Frauen, die zum Ausflug das gleiche Kleid anziehen und beim Treffen im Flur sofort eine Kehrtwendung zurück ins Zimmer machen; die Hotelangestellten, die alle Gäste misstrauisch beäugen, die ihre Ordnung stören.

Am Ende des Sommers verabschieden sich alle Gäste wortreich voneinander, schneiden jedoch den Kauz Hulot. Nur die alte Engländerin und der ebenso alte Schweizer verabschieden sich von ihm; sie bemerken, dass es trotz der vielen Männer um Martine der liebenswerte Chaot Hulot ist, der Martine am meisten gefallen hat. (Text Wikipedia)

Szenenbilder und Musik:
Bilder habe ich ab DVD kopiert. Die Bilder enthalten alle Grammophonszenen.
Weiter 2 Filmplakate: Original französisch und eine deutsche Version
Zum Schluss die Schellackplatte mit dem Filmsoundtrack. Welche auf dem 1. Szenenbild von Martine aufgelegt wird.




















[ Bearbeitet Fr Jan 17 2014, 20:07 ]
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jitterbug
Fr Jan 17 2014, 21:22
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Beiträge: 396
Dieser Film ist wirklich herrlich, ich liebe ihn sehr! Vielen Dank für die detaillierten Informationen und das Abbilden des Aimé-Barelli-Plattenlabels. Magst Du uns die Aufnahme mal hören lassen im Sender?

Übrigens ist Jacques Tati im Oktober 1942 bereits in der Berliner "Scala" aufgetreten mit seiner Pantomimen-Groteske "Tennisspiel", die er in dem Film dann auch verarbeitet hat. Photos des Auftritts sind im Donderer-Archiv (Photograph der "Scala" und anderer Theater/Künstler) vorhanden, ein entsprechendes Programm des "Scala"-Auftritts müsste aufzutreiben sein, ich werde bei Interesse nochmal nachforschen...
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snookerbee
Fr Jan 17 2014, 22:11
"Urgestein"

⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Apr 15 2011, 20:12
Beiträge: 1640
Klasse ist auch das tolle Progress-Filmplakat von Albrecht von Bodecker. Seine originellen Illustrationen in Büchern und Zeitschriften begleiten mich schon seit meiner Kindheit.
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Rundfunkonkel
Sa Jan 18 2014, 08:50
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1111
Der Film ist wirklich großartig. Ist eigentlich herauszufinden, welche Grammophonmodelle im Film zu sehen sind? Wenn ich mich recht erinnere, drehen sie ihm ja in der Szene, wo er laut Jazzmusik hört, das Licht aus. Und der Spieler bleibt stehen. Demnach ist ein Elektro-Antrieb (mit Verstärker) eingebaut.
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Fehlmann1960
Sa Jan 18 2014, 11:19
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Beiträge: 412
Im 3. Bild hört er laute Jazzmusik und der alte Herr hinter ihm stellt mit dem Stock den Strom ab und der Grammophon stellt langsam ab. Das ist genau richtig so.
Gruss Thomas
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