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Frühzeit der Schallaufzeichnung - Eure ältesten Aufnahmen
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Autor Eintrag
Starkton
So Okt 09 2011, 18:51
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1881
@snookerbee: Kein Problem ;)

Ich gebe meine Informationen gerne weiter, deshalb bin ich ja Mitglied geworden.
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Rundfunkonkel
So Okt 09 2011, 22:13
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1111
Hallo Starkton,

das sind ja faszinierende Dinge, die Du uns da vorgestellt hast. Auch von mir vielen Dank! Und mit der Software muss ich mich mal beschäftigen, ich hab da plötzlich so seltsame Gedanken :).

Meine vermutlich älteste Platte ist diese hier:



Gruß

Rundfunkonkel

[ Bearbeitet Mo Okt 10 2011, 16:39 ]
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Willi-H-411
Do Okt 13 2011, 08:46
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1291
Starkton schrieb ...

Nein, die Zinkschallplatte selbst war die Druckplatte.

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier und habe gleich eine Frage zu der obigen Aussage:

Meinst du damit, daß von dieser Zinkschallplatte direkt die Schellacks gepreßt wurden? Falls ja, dann stimmt das nicht. Denn diese Zinkschallplatte war ja ein "Positiv". Um die Schellacks pressen zu können, mußte zunächst ein "Negativ", also ein "Stempel" angefertigt werden, bei dem die Rillen dann qasi "Berge" waren. Von diesem ersten "Stempel" wurden jedoch zunächst einmal weitere "Positive" hergestellt und von denen weitere "Stempel", mit denen dann endlich die Schellacks gepreßt wurden.

In diesen Youtub-Videos wird der gesamte Herstellungsprozess sehr schön wiedergegeben:





Meine zwei ältesten Schellacks sind glaube ich so von um 1910. Auf der einen spielt eine Bauernkapelle auf, auf der anderen sind zwei Duette aus Gounods "Faust". Bilder folgen noch.

VG Willi

[ Bearbeitet Do Mai 03 2012, 11:31 ]
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Starkton
Do Okt 13 2011, 11:24
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1881
Hallo Willi,

willkommen im Forum - ich bin ja auch noch neu hier.

Zu Deiner Anmerkung: In diesem Fall wurde die abspielbare Originalaufnahme, das heißt die geätzte Zinkschallplatte, als Druckplatte verwendet um damit direkt auf Papier zu drucken. Es entstand ein so genannter "Negativdruck" einer Schallplatte den ich Euch zur besseren Lesbarkeit in gespiegelter Form gezeigt habe. Dieser Negativdruck diente als Illustration eines Beitrages über das Grammophon in der Berliner Wochenzeitschrift Prometheus von Januar 1890.

Das Verfahren, von dem Zinkoriginal einen Pressstempel galvanisch zu erzeugen, erdachte und perfektionierte erst Mitte 1890 der Erfinder Louis Rosenthal aus Frankfurt am Main im Auftrag von Emile Berliner.

PS: Die Stimme von Louis Rosenthal ist, neben der von Emile Berliner, auf einem zweiten "Schalldruck" auf Papier, den Patrick Feaster ebenfalls hörbar gemacht hat. Entstanden ist dieser Schalldruck sogar noch früher, am 11. November 1889. Darauf ist unter anderem, auszugsweise vorgetragen von Emile Berliner, das erste Gedicht (Schillers Glocke) sowie das erste Lied (Reiters Morgenlied von Wilhelm Hauff) in deutscher Sprache das heute noch hörbar ist: Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Sa Mär 22 2014, 17:01 ]
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Willi-H-411
Do Okt 13 2011, 12:43
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1291
Hallo Starkton!

Ah, jetzt ist bei mir der Groschen gefallen. Das dauert bei mir, seit der Einführung des Euro, etwas länger, weil es ja nicht mehr soviele Groschen gibt. *grins

Ich hatte auch mal gelesen, daß man die ersten Schallaufzeichnungen, die auf rußgeschwärztes Papier gemacht worden sind, mittels Computerprogramm hörbar gemacht hat. Ich muß die Links mal raussuchen.

VG Willi


[ Bearbeitet Do Mai 03 2012, 11:33 ]
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Willi-H-411
Do Okt 13 2011, 16:05
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1291
Ich habe die Links gefunden.

Researchers Play Tune Recorded Before Edison: Link - Hier klicken

First Sounds: Link - Hier klicken

VG Willi
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Willi-H-411
Fr Okt 14 2011, 21:28
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Beiträge: 1291
So, jetzt hätte ich auch die Bilder zu meinen ältesten Schellacks:









Man sagte mir damals, sie wären von etwa 1910. Aber genaues weiß ich leider nicht.

VG Willi


[ Bearbeitet Do Mai 03 2012, 11:34 ]
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Limania
Sa Mai 26 2012, 20:00

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mai 21 2012, 15:14
Beiträge: 1109
Was für wundervolle Platten! Vor allem die mit dem schreibenden Engel.
So was tolles hab ich leider nicht. Meine Älteste ist diese hier




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Starkton
So Mai 27 2012, 09:37
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1881
Hans Blädel nahm diese Platte im Jahr 1908 sehr wahrscheinlich in München auf. Das ist jedenfalls auf den Originalpressungen so vermerkt, die mit grünem Zonophonlabel und der Katalognummer X-22847 auf den Markt kamen. Dein Exemplar wurde einige Jahre später gepresst.
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Gast
So Okt 14 2012, 12:39
Gast
Hallo Stephan,
vielleicht steh ich ja auf der Leitung: Ihr habt eine Platte, welche nur auf einem Stück Papier abgebildet ist, hörbar gemacht???? Wie geht denn sowas? Nur allein durch die "lesbare" Abbildung der Rille? Das muß ich mal genauer wissen.

Mein Dank für die Möglichkeit, sich dieses Dokument anhören zu können. Ich habe mal versucht, die Geschwindigkeit beim Alphabet konstandt zu halten. So läßt sich das allerdings nicht speichern, aber interessant trotzdem.

Zu meiner ältesten Platte verweise ich auf diesen Link.
Da bin ich ja an Deiner dicht dran

Link - Hier klicken


Gruß
MARKUS

[ Bearbeitet So Okt 14 2012, 12:41 ]
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GrammophonTeam
So Okt 14 2012, 12:46
Seitenbetreiber

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: Köln
Beiträge: 1805
Eine nähere Erläuterung wie das funktioniert gibt es in diesem Link - Hier klicken Eintrag.

Viele Grüße
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Bertel
So Okt 21 2012, 20:47
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Okt 16 2012, 20:14
Wohnort: Landkreis Lichtenfels (96215)
Beiträge: 28
Ich vermute mal, daß das meine älteste Platte ist:

Zonophone Record - International Zonophone Company
X-24015: Sehnsucht nach den Bergen (German Duet) - X 24015 V x1680
X-24018: Buab vom Emmental (German Duet) - X 24018 VIII
Gebrüder Stäubli, Zürich

Ich kenne weder das Alter der Platte noch habe ich jemals etwas anderes von diesen Interpreten gesehen.



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Starkton
So Okt 21 2012, 21:47
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1881
Die Aufnahmen sind wirklich alt. Sie wurden unter der Nummer X-1680 bzw. X-1684 im August oder September 1902 von der International Zonophone Company in Zürich aufgenommen. Die Brüder Carl und Emil Stäubli sind bedeutende Interpreten von Schweizer Mundart.

Deine Platten sind Nachpressungen der Originale, und um 1906 herum hergestellt worden. Da war die International Zonophone schon länger Teil des Grammophon-Konzerns.

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Géczy77
So Okt 21 2012, 22:05
⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 02 2012, 21:57
Wohnort: Paderborn
Beiträge: 102
Ich hab da auch mal eine meine ältesten Platten fotografiert.
Vielleicht ist es ja meine Älteste.
Jedenfalls die Einzige, die noch ohne Etikett ist:





Leider ist sie kaum noch abspielbar.
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Starkton
So Okt 21 2012, 22:21
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1881
Diese Aufnahme der Victor Herbert's Band ist 1902 in New York aufgenommen worden. Das "C" vor der Katalognummer zeigt dass es sich hier um eine 23 cm (= 9 Zoll) Concert-Platte handelt.
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Géczy77
So Okt 21 2012, 22:25
⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 02 2012, 21:57
Wohnort: Paderborn
Beiträge: 102
Japp, ich habs zwar nicht wirklich nachgemessen, aber man sieht es ihr an. ^^
Vielleicht komme ich demnächst mal dazu, sie zu überspielen.
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Géczy77
So Okt 21 2012, 22:31
⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 02 2012, 21:57
Wohnort: Paderborn
Beiträge: 102
Ich habe gerade gesehen, daß diese Platte noch ein paar Monate älter ist (Aufnahme 12.12.1901) und noch kleiner als die Zonophone, nämlich 7 Zoll:





Ein sehr merkwürdiger Titel jedenfalls... ^^
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stompy_de_luxe
So Okt 21 2012, 23:39
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 11 2012, 18:15
Wohnort: Wien
Beiträge: 122
Hier einige der vermutlich ältesten Berliner-Scheiben meiner Sammlung:

Sousa's Band: Happy Days In Dixie (Aufnahmezeitpunkt Oktober 1897):




Metropolitan Orchestra: At A Georgia Campmeeting (Aufnahmezeitpunkt 17. Nov. 1897):




Banjo Duett Cullen & Collins: Georgia Camp meeting (Aufnahmezeitpunkt August 1898):




[ Bearbeitet Mo Okt 22 2012, 00:48 ]
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1965Ralf88
Di Okt 30 2012, 12:24
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Sep 26 2011, 22:18
Wohnort: Uetersen
Beiträge: 15
Ich bin mir zwar nicht sicher ,ob es meine älteste ist ,aber alt ist diese Platte.Es ist eine Monarch mit der Nr.043151.0.!Rückseitig mit sitzendem Engel,reproduced in Hannover Laut Etikett singt Frieda Hempel,,Grossh.Meckl.Kammersängerin,,die Arie der Rosine.Kleine Frage am Rande:ist diese Dame eine bekannte künstlerin aus der Zeit?



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