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Foren > Grammophone > Reparatur
Oberflächenpflege
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Hedensö
Di Feb 04 2014, 09:43 Druck Ansicht

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Hallo zusammen,

ich hatte den Beitrag bzgl. Ballistol gelesen und auch den Hinweis mit dem Alkohol darin zur Kenntnis genommen.

Meine Frage in einem ähnlichen Bezug: mit welchen Mittelchen pflegt und reinigt Ihr eure Korpen, Tischgeräte, Standgeräte etc. - also alles an Holzoberflächen?

Ich hatte mal reines Möbelöl empfohlen bekommen. Ich hatte dann aber festgestellt, dass es entweder auch Alkohol oder Reinigungsbenzin enthält, welches die Oberfläche angreift. Also bin ich davon wieder abgekommen...

Wie sind eure Erfahrungen?
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veritas
Di Feb 04 2014, 10:13
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 548
Tja, das kommt eigentlich immer auf die Oberfläche selbst an, also ob diese nur lasiert oder auch in der Regel lackiert ist. Alkohol ist natürlich auch bei schellackiertem Holz in der Regel fatal, wobei der später verwendete Celluloselack wesentlich robuster ist.

Relativ gute Erfahrung habe ich mit geringen Mengen von "Pledge" gemacht, hierzulande unter der Marke "Pronto" als Möbelöl mit Orangenduft erhältlich. Bei verdreckten oder lange nicht gepflegten Holzoberflächen habe ich mir vor x Jahren eine Sprühdose "Wood Cleaner" von der APSCO ( Link - Hier klicken ) gekauft. Das Zeug ist sehr ergiebig und eine gute Vorbehandlung.

In unseren Gefilden gibt es da noch das allseits verkaufte "Antik-Wachs" auf Bienenwachsbasis, das grundsätzlich gut funktioniert aber wegen seiner festen Form recht mühsam gleichmäßig aufzutragen. Ich verwende es nicht.

Mein absoluter Favorit ist seit einigen Jahren flüssiges Möbelwachs für lackierte Möbel. Man trägt es in geringen Mengen auf und poliert sofort die Öberfläche nach. Dann läßt man es etwa 30 Minuten trocknen - fertig. Mit diesem Mittel habe ich bisweilen grundsätzlich sehr gute Erfahrungen gesammelt. Nach der Trocknung erhält man einen seidigen, nicht schmierigen Glanz und die Haptik ist sehr schön. Diese Politur gibt es auch für unlackierte Holzoberflächen, daher sollte man genau schauen, was man kauft.



Man kann sich aber auch selbst eine geeignete Politur mischen. Starkton dürfte hierzu sicherlich ein paar gute Tipps haben.
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Webseite
Klangwolke
Di Feb 04 2014, 10:48
Dabei seit: Sa Jan 04 2014, 13:54
Einträge: 238
Der Restauratoren-Tip:
Balistol - am besten Bezugsquelle googeln!
Trägt keinen Film auf und ist für nahezu alle Oberflächenbehandlungen geeignet!
Also ich verwende es seit Jahren in meiner Werkstatt...
Gruß Wolfgang
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Hedensö
Di Feb 04 2014, 11:14

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Danke veritas - werde ich mal ausprobieren.

Klangwolke schrieb ...

Der Restauratoren-Tip:
Balistol - am besten Bezugsquelle googeln!
Trägt keinen Film auf und ist für nahezu alle Oberflächenbehandlungen geeignet!
Also ich verwende es seit Jahren in meiner Werkstatt...
Gruß Wolfgang


@ klangwolke: eben wegen des Alkohols habe ich da Bedenken. Ich gehe davon aus, das bestimmte Oberflächen angelöst werden.
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joha
Di Feb 04 2014, 12:14
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Ich nehme zur Oberflächenpflege ein Mikrophasertuch und etwas Renuwell Möbelregenerator ein Schweizer Qualitätsprodukt ohne Zusätze Wachs und Lösungsmittel.
Für die normale Pflege beim abstauben. Mach das schon einige Jahre ohne Nebenwirkungen auf alter Eiche oder Nuss Holz.
Früher gab es ein noch besseres Mittel von EGGÜ -Dresden leider wurde die Firma zerschlagen,es war die Konkurenz die Marke mit dem Frosch, die ihren Konkurenten nach über 80 Jahren endlich beseitigen konnte, nun traurig aber das Produkt war die beste Möbelpflege die Deutschland hatte ohne Lösungsmittel und Terpentin aus reinen Naturstoffen Bienenwachs und Naturölen. Die Grenzöffnung hatte auch ihre Schattenseiten man war scharf auf die Patente der Firma EGGÜ das war auch alles was blieb vom Konkurenten.
Gruss Joha
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brunosaite
Di Feb 04 2014, 14:56
Gast

Ich bin nebenbei auch noch Sportschütze und für mich gibt es für alle Fälle nur Ballistol. Seit nahezu 100 Jahren ist es auch das beste Pflegemittel für Gewehrschäfte und die Stahlteile von Waffen und die sind vom Material her auch nicht viel anders als Grammophongehäuse und die Mechanik. Auch Bezüge von Koffergeräten werden wunderbar. Ich pflege mein "TELEFUNKEN- LIDO" regelmäßig damit. Seht mal auf der Internetseite von Ballistol nach ... ihr werdet staunen. Man kann es bei Sodbrennen sogar als Medizin nehmen! Jäger und Schützen wissen das zu schätzen! Der gewöhnungsbedürftige Geruch ist bald verflogen. Es ist für mich auch das beste Schmiermittel für die Fliehkraftregler-Einheit und die Plattentellerspindel!
Es gibt übrigens verschiedene Sorten von Ballistol für alle möglichen Zwecke.
siehe : Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Di Feb 04 2014, 15:32 ]
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Klangwolke
Di Feb 04 2014, 15:25
Dabei seit: Sa Jan 04 2014, 13:54
Einträge: 238
ACHTUNG!! - Freudscher Verschreiber:
Ich meinte BAOLIN!!!!! (nicht Balistol)
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brunosaite
Di Feb 04 2014, 15:26
Gast
Ich meine nach wie vor "Ballistol"!!!

[ Bearbeitet Di Feb 04 2014, 15:35 ]
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Gast
Di Feb 04 2014, 15:57
Gast
Nun egal was hier wer meint muß ich mal ne Lanze für Ballistol brechen, wobei ich es zur Pflege von Holzoberflächen nicht empfehlen würde.
Der Alkoholanteil da drin ist so gering dass es für unsere Anwendungen keine Rolle spielt und auch nichts beschädigt.
Zum Anlösen von irgendwelchen Lacken und Polituren wäre es vollkommen ungeeignet und ist sicher sehr weit von der Arbeitsweise eines Nagellackentferners entfernt.
Dafür hat es auf Metallen eine tolle Wirkung, da es reinigt und pflegt - einen Schutzfilm bildet.

Ich halte es genauso wie veritas, für Holzoberflächen mit leicht beschädigtem Lack ich habe ein Hartwachsöl das aufgetragen wird, abtrocknet und auspoliert werden kann. damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Ist eine lackierte Oberfläche zu stark beschädigt muß man eh neu lackieren.

Und lieber joha, wenn EGGÜ so wahnsinnig gut gewesen wäre, hätte niemand Interesse daran gehabt das Produkt zu zerschlagen, sondern man hätte es in irgendeiner modernen Form weiterleben lassen.

Gruß, Gerhard
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Hedensö
Di Feb 04 2014, 16:11

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Also, ich habe mal Baolin und Ballistol bestellt und werde es mal testen.

Bei Baolin steht ja sogar, dass es graue und weiße Stellen unter der Oberfläche aufhübscht, Wasser- und Alkoholflecke beseitigt. Mal sehen, ob es hält, was er verspricht...

Bekomme diese Woche wohl noch ein Tischgerät, wo Baolin sich dann unter Beweis stellen kann.
So in etwa wäre meine Erwartungshaltung *grins ...dann würde ich dieses Baolin auch trinken.



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Klangwolke
Di Feb 04 2014, 17:46
Dabei seit: Sa Jan 04 2014, 13:54
Einträge: 238
So, bin nochmals in die Werkstatt hoch gelaufen, hab einen alten Deckel eines HMV hergenommen und einen Teil der Oberfläche mit BAOLIN eingelassen. Nach etwa 10 Minuten habe ich das nicht eingezogene Öl mit einem weichen Tuch abgerieben, damit der Glanz des übeschussigen Mittels nicht das Ergebnis verfälscht.





....ich denke, ich muß nicht erwähnen, welches die behandelte Seite ist...
Also ich kann aus meiner eigenen Erfahrung (und der einiger Restauratorenkollegen in Österreich) dieses Mittel wirklich empfehlen. Denn im Gegensatz zu einigen Produkten aus dem Supermarkt enthält es weder Silikon (welches ein späteres Politieren oder Lackieren fast unmöglich macht - außer man schleift bis auf Grund) noch irgendwelche Film-bildenden Waxe oder dergleichen,
Stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung
Wolfgang
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Gast
Di Feb 04 2014, 18:22
Gast
ich denke wir verwechseln hier Hase mit Nase... es geht um zwei verschiedene Sachen. Will man ein toll glänzendes Holzgrammophon haben dann kommt man um ein echtes Lackieren mit einem guten Lack nicht herum. Ein Holzgerät aber zu polieren ist ein ganz anderer Prozeß!
Polieren mit einer Politur hält immer nur eine bestimmte Zeit. Da kann man nehmen was man will!!! Das Foto von deinem Grammophondeckel, lieber Wolfgang, sieht heute sehr gut aus (auf der rechten Seite) aber in einer Woche oder max. zwei Wochen ist es mit dem "gut aussehen" wieder vorbei ... und dann heist es wieder POLIEREN! Und dann sind die käuflichen Poliermittel gar nicht so verschieden. Ich habe ein altes Vertiko. Ich war bisher zu faul es zu lackieren - also muß ich jeden Samstag wieder polieren denn dann sieht es am Freitag wieder aus wie am Freitag
zuvor.
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Klangwolke
Di Feb 04 2014, 22:03
Dabei seit: Sa Jan 04 2014, 13:54
Einträge: 238
1.) brunosaite hat völlig recht. Ein entgültig optimales Ergebnis erreicht man nur durch Abtragen des alten Oberflächenfinishs (Lack, Schellackpolitur, Wax, usw.) und ein, nach gründlicher Vorbereitung (wassern, ggf. beizen, feinschleifen, ölen, grundieren....) Auftragen einer neuen (originalen) Versiegelung.
Das Mittelchen, das ich empfohlen habe (Baolin) dient lediglich der Aufarbeitung bestehender Oberflächen und in diesm Punkt, lieber Jürgen, muß ich dir energisch wiedersprechen. Denn dieses "Öl" hat absolut nichts mit polieren zu tun. Es ist dermaßen hoch-viscos, daß es auch durch mikroskopisch kleine Öffnungen der Oberflächenbeschichtung durchdringt und tatsächlich nur das Holz darunter anfeuert (belebt) und "pflegt". Es bildet keine Schicht auf der Oberfläche die immer wieder aufpoliert werden muß. Der Erfolg mit dieser Behandlung hält bei weitem länger (meißt Monate bis Jahre). Allerdings ist es möglich, daß (bei Erstanwendung) der Auftrag ein paar mal wiederholt werden muß, bis das Holz wieder gesättigt ist.
Detailfragen zum Thema stellt mir bitte per PN, da ich so genauer auf Fragen eingehen kann. Weiterbringende Erkenntnisse werden selbstverständlich wieder öffentlich gepostet!
LG Wolfgang
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Starkton
Di Feb 04 2014, 22:27
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Eine sehr geschätzte Möbelrestauratorin hat mir eine Wachs/Harzmischung aus Bienenwachs und Dammar, gelöst in Siedegrenzbenzin 100/140 mit Balsamterpentinöl als Verdünner für die Pflege der polierten Holzoberflächen meiner Grammophone hergestellt. Für das regelmäßige Staubwischen verwende ich antistatische Tücher. Mehr "Pflegeprodukte" benötige ich nicht.
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gramofan
Di Feb 04 2014, 22:40
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 1021
Ich würde - trotz auf den ersten Blick mit wenig Aufwand zu erzielender verblüffender Optik - niemals eine lackierte Holzoberfläche mit einer Möbelpolitur, einem Öl oder Ähnlichem behandeln. All diese dringen schon durch kleinste Risse in einer Lackierung in das darunter liegende Holz ein und bilden je nach dem, wieviel man angewendet hat, regelrechte Seen unter dem Lack, die dann auf Dauer als dunklere Flecken sichtbar sind. Außerem lassen sich Öl bzw. alle auf Öl-Basis hergestllten Holz"pflege"mittel nie wieder vollständig aus dem Holz entfernen, eine restauratorische Katastrophe. Die einzig vertretebare Methode eine ruinierte Lackierung zu restaurieren, ist, entweder den Lack komplett zu erneuern oder einzelne Kratzer vorsichtig "nachzustreichen".
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Neuling-Jimmy
Mo Aug 17 2020, 15:50
Dabei seit: Sa Aug 15 2020, 19:09
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 14
Ich habe - sicher auf diesen Seiten irgenwo - mal den Tip gelesen, man sollte/könnte 'Möbel-Restauro' für lackierte Holzoberflächen verwenden. Hat jemand damit Erfahrung? Ich stehe nämlich auch vor dem Problem, den z.T ausgebleichten Korpus zu verschönern...
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