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Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten > Technik
Übergang Schellackplatte zu Vinylplatte - Unzerbrechliche Platten
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammophonteam
Sa Aug 16 2014, 17:06 Druck Ansicht
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Bereits sehr früh in der Geschichte der Tonaufzeichnung und der Schallplatte wurde versucht unzerbrechliche Schallplatten herzustellen. Auch wurde immer wieder (auch aus der Not geboren) nach einem "Ersatzstoff" für Schellack gesucht. So wurde z.B. einige Zeit bei der Lindström in den zwanziger Jahren der Stoff Trolind verwendet.

Bei einigen Firmen ist noch genau zu klären welcher Stoff zum Einsatz kam. So sind z.B. Platten der Firma Harmona (Longplastic) ein typisches "Übergangsprodukt". Auch wenn diese vermutlich nicht mehr aus reinem Schellack bestehen, können sie trotzdem brechen. Auch das Gewicht einer Platte lässt nur bedingt Rückschluss auf das Material. Hierzu aus dem Artikel Tilophan



Die Platten der Firma bestanden aus einem frühen Synthetikstoff (genaues Rezept im Artikel), trotzdem waren sie schwerer als übliche Schellackplatten. Auch konnten sie brechen.

Vinyl (auch als Plattenmaterial) wurde bereits in den zwanziger Jahren erfunden. Reine Vinylplatten waren jedoch zu empfindlich für den schweren Tonabnehmer und die Stahlnadel. Frühe "Rezepte" für Schellackplatten geben u.a. Congo Gum (ein Harz) oder auch Vinsol (ein früher, thermoplastischer Kunststoff in c. 5% - 8%) als weiteren Bindestoff an. Ab den dreißiger Jahren wurde (vor allem in den USA) dies auch durch Vinyl ersetzt. Solche Platten wurden dann von verschiedenen Firmen oft als "unbreakable" unzerbrechlich beworben. Oft waren solche "unzerbrechlichen" Platten also eine Mischung aus Schellack- und Vinylplatten.

Dazu aus zwei Patenten: Die "Chemische Forschungsgesellschaft m.b.H. München" ließ sich bereits in den zwanziger Jahren Vinyl als Plattenmaterial patentieren. Parallel wurden die verschiedenen Patente auch in den USA angemeldet. Daraus zwei "Mixturen":

  • Vinyl (Azetat) bei 160C - 170C kochen, bis zu 300% des Eigengewichtes Kaolin (Porzellanerde) als Füllstoff zugeben.

  • 1250 Teile Vinyl, 100 Teile Nitrocellulose, 100 Teile Alkohol, 200 Teile Schellack sowie weitere Bestandteile wie Gesteinsmehl, Asbest(!), Ruß usw.


Alleine schon wegen dem Asbest sollte man also davon absehen "Materialproben" von unbekanntem Plattenmaterial z.B. durch abfeilen zu nehmen!









[ Bearbeitet Mi Feb 18 2015, 22:00 ]
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RF-Musiker
Mo Feb 23 2015, 13:17
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
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In den USA gab es ab ca. 1946 Kinderschallplatten mit Normalrille in Vinyl - unzerbrechlich.
Diese Jahreszahl mache ich fest an "Genie, The Magic Record" Decca CU-102
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Grammophonteam
Do Feb 26 2015, 23:07
Seitenbetreiber

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Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
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Neben der Chemischen Forschungsgesellschaft in München gab es noch weitere Firmen in Deutschland die Patente auf Schallplatten mit Vinyl - Anteil einreichten.

Eine der ersten (wenn nicht die erste) war die Dynamit (Nobel) AG in Troisdorf im Jahr 1929.







Auch die Telefunkenplatte GmbH in Berlin meldete 1937 ein Patent auf Schallplatten mit Vinyl anstatt Schellack als Bindestoff der Plattenmasse an.




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berauscht
Mi Mär 04 2015, 11:59
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1458
RF-Musiker schrieb ...

In den USA gab es ab ca. 1946 Kinderschallplatten mit Normalrille in Vinyl - unzerbrechlich.
Diese Jahreszahl mache ich fest an "Genie, The Magic Record" Decca CU-102


Für Kinderschallplatten waren die Qualitätsansprüche viel geringer als für "Normale" Schallplatten. Als Pressmaterial für Kinderschallplatten wurde zu der Zeit auch Polystyrol eingesetzt.
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