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Fortissimo
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bavariola
Sun Oct 05 2014, 01:14am Print View
Joined: Sat Jan 12 2013, 00:38am
Posts: 146
Liebe Kollegen,

juengst habe ich vom Flohmarkt wieder eine Platte mitgebracht, deren Etikett in unserem Forum noch nicht vorgestellt wurde: Fortissimo:



Umseitig: Original Neubayrischer, Ob.-Öst. Bauernkapelle, Matr.-Nr. 2597.

Die Aufnahmen stammen sicher aus der Vorkriegszeit; die aeusseren Merkmale sprechen dafuer: Die Platte hat keine Einleitungsrillen, und im Spiegel findet sich zwischen der Ausschaltrille (die eine recht hohe Steigung hat) der querliegende Buchstabe T, wie er auf etlichen Matrizen vorkommt, die in irgend einer Art mit Clausophon bzw. dem Kuechenmeister-Konzern zu tun haben. Ob aber die Platte auch in der Vorkriegszeit gepresst wurde, sei dahingestellt.

Weiss jemand in unseren Reihen, was es mit dieser Marke auf sich hat? Im Internet mit Suchwoert-Kombinationen wie Fortissimo/Schallplatte und dergleichen zu suchen, ist muessig. Man kommt - wen wundert's? - rasch zu Beitraegen ueber das Rhein'sche Fuellschrift-Verfahren und vieles andere, aber der Begriff Fortissimo ist zu weitlaeufig, um all dem nachgehen zu koennen (wenn man nicht sehr viel Zeit oder ein ganz besonders geschicktes Haendchen hat). Einigermassen sicher sein duerfte Oesterreich als Herkunftsland.

Gekauft habe ich die Platte freilich weniger des Etikettes wegen, sondern der Musik wegen. In dieser Hinsicht ist sie allerdings enttaeuschend: Der Hupferte ist kein Hupferter, sondern ein langsamer Walzer, und der Original Neubayrische ist dermassen langsam gespielt, dass er als Uebungsplatte fuer Leute taugt, die noch nie in ihrem Leben Walzer getanzt haben. Aber vielleicht muss das so sein. Aufheben werde ich die Platte trotzdem. In technischer Hinsicht ist die Platte sehr ordentlich: Gutes, homogenes Material; sehr geringer Geraeuschpegel; ordentlicher Frequenzumfang; sauberes Klangbild.

Zur Beachtung: Ich habe bisher darauf verzichtet, meine Bilddateien mit einem Wasserzeichen zu schuetzen, denn dadurch werden sie in aesthetischer Hinsicht unansehnlich bis unbrauchbar, und ich wuerde auch weiterhin gerne so verfahren. Umso mehr bitte ich die werten Leser/Nutzer, sollten sie beabsichtigen, meine Bilddateien weiterzuverwenden (gleichgueltig ob gewerblich oder nicht), zuvor mit mir Ruecksprache zu nehmen (PN), zumal ich, sollte ich erstmalig meine Arbeiten an anderer Stelle (Dissertation, Chronik, Fachbuch oder was auch immer) wiederfinden, augenblicklich die unschoene Wasserzeichen-Methode verwenden oder - was wahrscheinlicher ist - meine Arbeit konsequent ganz einstellen wuerde, und das ginge dann zu Lasten aller. Ich bitte um Verstaendnis und Beachtung. Herzlichen Dank!

Beste Gruesse an alle!
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WalterSchwanzer
Sat Jun 23 2018, 22:52pm
Joined: Mon Dec 08 2014, 12:34pm
Location: Rohrendorf
Posts: 467
ich habe diese Platte, mit der Rückseite "Mühlviertler Länder" Matrize 2598 -
beide Titel haben einen direkten Bezug nach Oberösterreich.
Die Kapelle soll auch auf PALLAS zu finden sein.



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Konezni
Sun Jun 24 2018, 22:41pm
Joined: Thu Aug 20 2015, 18:23pm
Location: Berlin
Posts: 203
Das sind Clausophon-Matrizen von 1931.
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WalterSchwanzer
Mon Jun 25 2018, 09:37am
Joined: Mon Dec 08 2014, 12:34pm
Location: Rohrendorf
Posts: 467
Danke Raoul
Jetzt stellt sich nur die Frage ob auch der Name des Orchesters und der Titel richtig sind, oder für den österr. Markt umbenannt wurden, wie das sehr oft BEKA praktiziert hat.
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Grammophoniker
Fri Feb 19 2021, 08:44am
Joined: Wed Mar 14 2012, 18:42pm
Posts: 64
Auf Paloma wurde dieselbe Matrize 2597 Original Neubayrischer verwendet wie auf der Fortissimo-Platte 23107 von bavariola. Hier allerdings als "Erste Welser Bauernkapelle D'Pollheimer". Auf der Rückseite spielt selbige Kapelle den "Oberösterreichischen Ländler - Matrize 2595.

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