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Foren > Phonographen > Walzen und frühe Tonaufnahmen
Tonband-Aufnahmen ausländischer Soldaten aus dem Ersten Weltkriegs
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
snookerbee
Mo Dez 22 2014, 16:29 Druck Ansicht
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1737

Abgesehen davon, dass der Titel historisch falsch ist - diese Worte stehen über dem folgenden Online-Artikel - möchte ich auf eine sehr interessante heutige Zeitungsveröffentlichung in Berlin und eine damit verbundene Ausstellung hinweisen:

Link - Hier klicken

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gramofan
Mo Dez 22 2014, 16:55
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 920
Die Ausstellung läuft schon eine Weile.
Einen Katalog oder eine Begleit-CD gibts leider nicht.

[ Bearbeitet So Jan 21 2018, 14:33 ]
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Webseite
Starkton
Mo Dez 22 2014, 18:05
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Vielen Dank für den Hinweis auf den Artikel. Man verzweifelt, wenn im Interview alles haargenau erklärt wird und dann eine Dumpfbacke doch wieder einen Käse wie "Tonbandaufnahme" mitgeschrieben hat. Arrgh ...!

Ich war bereits zweimal dort und habe zudem Vorträge gehört. Eine kleine Ausstellung, aber sehr informativ und lohnend. Ich kann sie sehr empfehlen.
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gramofan
Fr Jan 16 2015, 18:42
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 920
Heute hab' ich es endlich geschafft, die Ausstellung aufzusuchen, daher ein kurzer Bericht:
Sie nutzt von einem riesigen Gebäude lediglich eineinhalb recht überschaubar große Räume. Thema ist aus dem obigen Artikel bekannt. An Originalexponaten sind einige Kupfermatritzen zu sehen, die bereits frühzeitig von den in den Lagern aufgenommenen Wachswalzen angefertigt wurden, um später neue Kopien ziehen zu können. Eine weise Entscheidung, sieht man sich die Photos vom Zustand mancher Originalwazen an. Den für die Herstellung der Aufnahmen benutzten Phonographen hat man wohl nicht mehr zur Verfügung, hat sich aber bemüht im Eingangsbereich ein dem auf dem Photo dahinter gezeigten Modell sehr Ähnliches zu präsentieren (Gast Werke Cöln). Daneben gibt es noch ein paar Besipiele für die Papierdokumentation, die zu den Aufnahmen angefertigt wurden. Dann kommt man bereits zu Faksimiles: Photos aus den Lagern und von deren Insassen sowie rezente Neuausformungen von Walzen aus den erhaltenen Matritzen (wer auch immer auf die Idee kam, das Wachs ist pinkfaben!).
An einigen Hör- bzw.- Sehstationen können kleinere Filmchen zu der Vorgeschichte, Bedeutung des Berliner Phonogrammarchivs sowie zur Digitalisierung der Bestände angesehen, bzw. Hörproben (nach den hier im Forum geltenden Maßstäben lausig nachbearbeitet) genossen werden. Einen Ausstellungskatalog erhofft man vergebens (Als Ersatz kann man bis zu einem gewissen Grad heranziehen: Susanne Ziegler: Die Wachszylinder des Berliner Phonogramm Archivs, Berlin 2006). Alles in Allem ist die Ausstellung eher mau, der Erkennntnisgewinn sehr beschränkt (aber darüber kann man sicher streiten).
Von den 8 € Eintritt kann man sich übrigens Einen sparen, wenn man sich das Ticket von der Internetseite des Museeums selbst ausdruckt (muss man aber mindestens einen Tag vor dem Besuch tun!) Zweckmäßigerweise bringt man viel Zeit mit, denn für das Geld kann man auch die sehenswerten Beständes des Ethnologischen Museums und des Museums für asiatische Kunst besichtigen. Dadurch rechnet sich dann der Eintritt doch noch.
Wer nur mal interessehalber in einige Digitalisate von Walzen hereinhören will, der kommt hier bequemer und billiger weg, denn die Staatlichen Museen Berlin haben Einiges online verfügbar gemacht:
Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Fr Jan 16 2015, 18:58 ]
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Starkton
Sa Jan 17 2015, 09:32
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Danke für die ausführliche Schilderung. Ich habe bei meinen Besuchen mehr mitgenommen, aber die Wahrnehmung sind halt unterschiedlich. Besonders interessant fand ich das Faksimile eines großen Lagerbuches, aus dem das Leben der Gefangenen und ihrer Bewacher in vielen Fotos und Texten hervorging. Klar wären die Gefangenen lieber frei und bei ihren Familien gewesen, aber es war nicht das pure Grauen wie 25 Jahre später.

Die Tonaufnahmen geschahen übrigens freiwillig und waren eine willkommene Abwechslung im Lageralltag. Die Sänger und Instrumentalisten waren stolz teilnehmen zu können, empfahlen andere gute Musiker, versuchten aber auch sich gegenseitig zu übertreffen.

gramofan schrieb ...

rezente Neuausformungen von Walzen aus den erhaltenen Matritzen (wer auch immer auf die Idee kam, das Wachs ist pinkfaben!).

Die Farbe ergibt sich aus dem Gießwachs. Es ist Modellierwachs aus dem Goldschmiedebereich. Die Ausformungen aus den Matrizen dienen lediglich zum Abspielen. Danach werden sie wieder eingeschmolzen. Die Farbe spielt deshalb keine Rolle.

So nach und nach sollen CDs mit Überspielungen der Walzen raus kommen. Ich meine die georgischen wurden schon veröffentlicht (allerdings in Georgien!). Oft handelt es sich ja um die ersten Tonaufnahmen in der jeweiligen Sprache.

gramofan schrieb ...

Hörproben (nach den hier im Forum geltenden Maßstäben lausig nachbearbeitet)

Diese Bemerkung fand ich unnötig. Wie lauten denn unsere Maßstäbe für ethnologische Aufnahmen und wer hat sie aufgestellt?
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gramofan
Sa Jan 17 2015, 11:02
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 920
Starkton schrieb ...

Diese Bemerkung fand ich unnötig. Wie lauten denn unsere Maßstäbe für ethnologische Aufnahmen und wer hat sie aufgestellt?


Natürlich haben wir hier keine fixierten Grundsätze für die Nachbearbeitung (egal welcher) Tonbeispiele. Wenn ich aber mal allein den hohen Rauschpegel der meisten dieser Tonbeispiele, der das Hören über weite Strecken sehr anstrengend macht, mit dem i.d.R. wirklich hohen Standard in den Sendern vergleiche, besteht da schon ein meilenweiter Unterschied. Natürlich ist mir auch klar, dass es Unterschiede zwischen kommerziellen Aufnahmen gibt und solchen Unikaten. Wenn man sich aber schon die Mühe macht, mit einigem Aufwand neue Kopien zu ziehen und ein relativ aufwändiges Abspielgerät einzusetzen, hätte man m.E. den Schritt zu einer dezenten Entrauschung auch tun können, wenigstens für die Beispiele, die man der Öffentlichkeit in der Ausstellung zu Gehör bringt. Bei den archivierten Soundfiles mag man sich ja anders entscheiden, um (für die Ewigkeit) wirklich keinerlei Informationsverlust zu riskieren.
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Starkton
Sa Jan 17 2015, 11:27
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
gramofan schrieb ...

hätte man m.E. den Schritt zu einer dezenten Entrauschung auch tun können, wenigstens für die Beispiele, die man der Öffentlichkeit in der Ausstellung zu Gehör bringt. Bei den archivierten Soundfiles mag man sich ja anders entscheiden, um (für die Ewigkeit) wirklich keinerlei Informationsverlust zu riskieren.

Diese differenzierte Formulierung finde ich viel besser.

Bei den von Norman vorzüglich nachbearbeiteten Soundfiles der Bismarck- und der Brahmswalze habe ich schon viele Kommentare erhalten man solle das lästige Rauschen endlich zurücknehmen. Würde man den Rauschpegel jedoch nur wenig reduzieren klingt das Ergebnis total verfälscht. O.K., unerfahrene Hörer würden das wahrscheinlich trotzdem besser finden ...
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