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Foren > Grammophone > Schalldosen
VICTOR EXHIBITION SOUND BOX - Reparatur
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
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Grammophonteam
Mi Apr 15 2015, 22:04 Druck Ansicht
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
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Einträge: 2090
Aus dem Kapitel "fast vergessenes Grammophon - Wissen", ein interessantes Detail aus der Anleitung der Victor Company zur Reparatur von Schalldosen:



Zum einsetzen einer neuen Membran, bzw. neuen Gummidichtungen schlägt die Victor selber (!) folgende Vorgehensweise vor:

1. Untere Gummidichtung (Schlauch) genau passend in die Dose einlegen.
2. Die obere Seite der Dichtung nun mit einer Schellacklösung einpinseln. Dies soll als Kleber fungieren.
3. Die Membran nun auf diese Dichtung legen. Sie soll an keiner Stelle das Gehäuse berühren.
4. Warten bis der Schellack ausgehärtet ist und die Glimmermembran auf der unteren Dichtung festklebt.
4. Erst dann die obere Dichtung einsetzen und das Gehäuse verschrauben.


Mit der Schellacklösung als Kleber sollten wohl zwei Dinge gewährleistet werden:

  • Luftdicht

  • Die Membran bleibt in ihrer Position fixiert

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veritas
Mo Sep 26 2016, 09:31
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 469
Interessante Methode, aber das Festkleben der Dichtung an der Membran halte ich für keine gute Idee. Wenn der Gummi sich verzieht, bei Verbundkonstruktionen ist das durchaus bekannt, dann wird auch die Membran unter Spannung gesetzt, was eigentlich nicht passieren soll.

Schellack als Gummikleber dürfte nach einiger Zeit ebenfalls problematisch sein, denn er wird schnell porös und blättert ab bzw. krümelt. Das Problem sehe ich regelmäßig bei Edison-Aufnahmeschalldosen, wo der Saphirträger mit Schellack auf die Glimmermembran geklebt wurde. In den meisten Fällen in dieser dann abgefallen und verloren gegangen.

Evtl. wäre Holzleim ein besseres Mittel, da dieser immer noch ein gewisse Flexibilität behält. Eine Weitere Methode, den unteren Dichtungsring einzulegen ist das Einsetzen von einem dünnen Draht in den Schlauch.

Mit entsprechender Vorsicht setzte ich die Schalldose meist aber erst mit der hinteren Dichtung zusammen und schiebe dann mit einem Holzspatel oder Zahnstocher die vordere Dichtung zwischen den vorderen Ring und die Membran. So benötige ich keinen Kleber oder andere in der Schalldose verbleibenden Hilfsmittel.

Eine gänzlich andere Version hatte ich mal in einer Exhibition-Schalldose gesehen, deren Dichtung in Gänze aus Fugensilikon bestand. Luftdicht war der Einbau garantiert, die defekte Membran zu wechseln gestaltete sich allerdings als eine langwierige Arbeit, da das Silikon herausgekratzt werden mußte.
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