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Foren > Grammophone > Trichtergeräte
Phono-Triton & Shell-O-Phone
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammophonteam
Fr Aug 21 2015, 18:51 Druck Ansicht
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2084
Mal wieder etwas aus dem Kapitel: Was es nicht alles gab...
Zur Frühjahresmesse 1910 stellte Hermann Maassen (Odeon, Wien) einen ganz neuen Trichter vor. Nicht aus Metall, Holz oder Glas - aus einem Tritonshorn, dem Gehäuse einer Riesen Meeresschnecke!



Tritonshorn


Querschnitt


Basierend darauf wurde auch ein Grammophon auf den Markt gebracht. Hat dieses jemand schon mal in Natura gesehen?



Der Sprechmaschinenhändler Wien, Juli 1910


Auch in der PZ ließ man sich schon fast überschwenglich über die akustischen Qualitäten dieses neuen Trichters aus.


PZ, 11. Jhg., No.10, S.271


In den USA griff man um 1919/20 diese Idee wieder auf.


Popular Science, Juni 1920


Eine kleine Firma in Chicago baute dann auch Shell-O-Phone Geräte. Bei diesen folgte an das Gehäuse der Schnecke noch ein (eingebauter) Trichter aus Holz. Robert L. Poe, Inhaber der Shellophone Talking Machine Co. in Chicago ließ darauf auch zwei Patente eintragen.




Shellophone Patent 1.pdf



[ Bearbeitet Sa Aug 22 2015, 11:44 ]
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Peter Pan
Do Aug 27 2015, 13:47
Dabei seit: Fr Dez 31 2010, 11:18
Einträge: 71
Wenn ich mich nicht irre, ist anfang diesen Jahres oder letztes Jahr so ein Grammophon beim schwedischen oder dänischen ebay-auktionshaus versteigert wurden. Preis lag über 1000,- Euro, dächte wohl eher der startpreis waren um die 1500,- Euro und versteigert hat es ein Museum. (.... wie gesagt, alles ohne Gewehr, da ich mich nicht mehr hundertprozentig dran erinnern kann.)

Zustand des Gerätes war sehr gut bis tadellos, anhand der Bilder.

Hatte eigentlich gedacht, dass es sich dabei um einen Tischlerauftrag gehandelt hat, aber wie dieser Beitrag bestätigt lag ich wohl falsch.
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Formiggini
Mo Nov 23 2015, 13:22
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759

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Snal
Mi Dez 09 2015, 14:22
Gast
Halo
Ich bin ganz neu hier - ist das erstes mal Ich etwas schreibe!

Ich kaufte einer von dieser - oder vielleichst dass einstige? - grammophonen und habe ein kleinen video gemacht fur ihnen so dass man es gut aufschätzen kann man findet es hier:

.


Die grammofon die in perfekt zustand var (aber nicht restauriert . I glaube es viel besser lauten kann ob man den schalldose restauriert) sonst war alles perfekt. Ich habe es verkauft dieses jahr - um ein Expert zu kaufen können...

Ja dass war mein beitrag zu dieses thread!

Gruss Snal




[ Bearbeitet Do Dez 10 2015, 13:48 ]
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Starkton
Do Dez 10 2015, 11:53
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Tolles Video. Schön, dass wir jetzt die Gelegenheit haben dieses rare Stück in Funktion zu sehen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es als Attraktion in kleinen Gaststätten aufgestellt war.
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Limania
Fr Dez 11 2015, 18:39
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1149
Was es nicht alles so gab!
Vielen Dank für diesen überaus interessanten Beitrag und das tolle Video!

LG Limania
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Schellackfloh
Sa Dez 12 2015, 11:16
Dabei seit: So Okt 18 2015, 15:41
Wohnort: Hungen
Einträge: 78
Wunderschönes Gerät und erstaunlicher Klang,echt klasse.
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columbia201
Fr Jan 01 2016, 12:02
Dabei seit: Di Feb 24 2015, 15:09
Wohnort: Kassel
Einträge: 12
Schönes Grammophon, aber noch ne äußerst dumme Frage, wie heißt das Lied das im Video gespielt wird. Lg Jan
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Formiggini
Fr Jan 08 2016, 23:49
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Auch wenn das ganze auf Hermann Maassen (Odeon, Österreich) patentiert wurde, lässt diese Anzeige vom Juli 1911 den starken Verdacht aufkommen, dass die eigentlichen Grammophone von "Phönix" in Dresden hergestellt wurden.



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Gast
Di Feb 09 2016, 15:23
Gast
Über den Geschmack mancher Erfinder kann man ja immer streiten, doch offenbar lebte die Idee der Triton-Trichter noch etwas länger. Neulich um halb eins (!!!) stellte jemand in der Bucht diesen Lautsprecher zu einem ....sagen wir mal interessanten...Preis ein, und ich hatte das Glück die Muschel sofort zu entdecken.

Der Aufbau ist Interessant, dreht man unten an der Verchromten kappe, so verändern sich der Klang und die Lautstärke.
Für das Bild steht die Muschel (siehe erstes Bild) mit dem Latusprecherfuß noch auf einem defekten Schalldosenring, damit sie aufgrund des Kabels welches direkt unten Herausgeführt wird nicht umkippt. Ich nehme an, dass diese Muschel im Original entweder liegend spielte oder in einem einfachen Holzfuß stand, mit einer Rinne für das Kabel. In jedem Falle Klingt sie liegend und stehend sehr gut und wesentlich besser als so mancher Trichterlautsprecher aus Blech.
Auch hatte Ich die Muschel schon mittels selbstgebautem Adapter auf einem Trichtergerät, auch hier war der Klang erstaunlich laut und vor allem klar - besser als ein Hexenhut in jedem Fall.


Gereinigt ist die Muschel noch nicht - ich war mir nicht sicher, womit ich das am besten versuche...




























Zu diesen Lautsprechern findet sich abgesehen von einem Photo aus den USA auf den ersten Blick nichts im Netz, auch die Marke sagt mir nichts. Für jede Info oder Anmerkung wäre ich dankbar.

Grüße,
Ludwig

[ Bearbeitet Fr Jan 12 2018, 16:59 ]
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Formiggini
Sa Feb 20 2016, 11:58
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Ich tippe hier auf Kleinstserie, wenn nicht sogar Eigenproduktion für den Heimgebrauch. Vor allem in den USA kamen Anfang der 20er Jahre Muscheln als Trichter noch einmal in Mode. Es gab in Heimwerkerzeitschriften auch Bastelanleitungen für solche Lautsprecher. Der Hersteller der eigentlichen Sprechdose (Elektrik) dürfte mit diesem Trichterlautsprecher aus Neptuns Reich nichts zu tun gehabt haben.

Grüße

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