Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Grammophone > Tischgeräte
Pathéphone - Typ unbekannt
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
Mi Dez 09 2015, 21:34 Druck Ansicht
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1175
Servus :-)

Hier habe ich noch ein paar Bilder meines unlängst erworbenen Pathéphone.......

Leider weiß ich es immer noch nicht genau zu datieren und trotz tätiger Hilfe aus Frankreich und des Vorbesitzers kann ich nur eine ungefähre Produktionszeit erarbeiten, nämlich geschätzt um 1922 herum.

Auf alle Fälle ist das Gerät ein wahres Trumm mit locker über 20 Kilo Gewicht; obwohl da außer dem Pathé-No.1-Motor nix drinsteckt. Alles durch und durch massive Eiche.

Alleine in der Aufstellbreite benötige ich 70 cm Platz mit eingesteckter Kurbel!

Am besten sieht man die Größenverhältnisse auf dem einen Bild, wo ich zwei meiner Bruchplatten mal zum Vergleich beieinander gelegt habe..... eine 11,4" und eben eine 14". Ist schon heftig; vor allem, wenn sich diese "Riesenfrisbees" gemächlich in Bewegung setzen und in Schwung kommen.

Das Pathéphon erhielt ich für einen vorzüglichen Preis, da es ein paar optische Defizite hat. So ist z. B. der Deckel zweimal quer durchgerissen, was aber dem Massivholz und wohl jahrelanger falscher Lagerung zu schulden ist.

Dafür war die Technik brillant in Schuss. Super Schalldose mit noch richtig schön weichen Dichtungen und einer prima Membran und Top-Saphir. Trotzdem habe ich sie komplett überholt.

Der Motor läuft wie eine Eins..... ohne Rumpeln oder Knallen. Einfach nur sauber und gut. Auch diesen habe ich trotzdem nochmal komplett revisioniert.

Der schöne Holztrichter ist ebenso perfekt in Schuss. Von daher habe ich in Kombination mit der schieren Größe des Trichters, der super Schalldose und den an sich schon recht - dank fehlender Schleifmittel - rauscharmen Pathé-Platten, eine Klangfülle, die einem u. U. die Haare fönt .

Allerdings war ich mehr als entsetzt als ich die vollkommen popelige Tonarmführung mittels zweier Metallzapfen auf Metallring, in welchen der ganze Tonarm einfach eingesteckt wird, zum ersten Mal gesehen habe.
Was soll ich sagen...... sie funktioniert..... irgendwie, aber sie tut es. Wohl bei einem Auflagegewicht von 184 Gramm am Saphir *stop , aber das macht den Pathé-Platten mangels Schleifmittel in der Masse und da Tiefenschrift, überhaupt nichts aus.

Gruss
Georg









Nach oben
Starkton
Do Dez 10 2015, 00:48
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Leider kann ich zum Gerätetyp nichts sagen. Ist nach meiner Zeit ... Freut mich, dass er so gut funktioniert. Du solltest Dir unbedingt besser erhaltene Platten anschaffen um das Potential dieses Plattenphonographen auszureizen. (Er gehört, wegen der Tiefenschrift, tatsächlich in die Rubrik Phonograph.)

Auf den abgebildeten Patheplatten kann man im inneren Bereich sehen, dass jemand versucht hat sie mit der Stahlnadel abzuspielen. Ich erinnere mich an einen Anbieter bei ebay vor einiger Zeit, dessen Platten alle so aussahen. Ich wundere mich, dass im hellgrauen Bereich außer Rauschen noch was rauskommt.
Nach oben
alang
Do Dez 10 2015, 05:00
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 574
Gratuliere zu dem schoenen Pathephone. Ich hab zwar keine Literatur um meine Aussage zu unterstuetzen, aber von der Bauart her wuerde ich eher zwischen 1915 und 1920 tippen. Es sieht aus, als ob dieses Geraet die fruehere Pathe Concert Schalldose mit geradem Anschluss hat, 1920er Pathephones hatten dagegen einen gewinkelten Anschluss mit neuerer Schalldose, um auch die neuen lateralen Pathe Actuelle Platten abspielen zu koennen. Wie gesagt, leider nur Indizien, aber ich wuerde eher so um 1915-20 suchen.

Viele Gruesse
Andreas
Nach oben
krammofoon
Do Dez 10 2015, 08:16
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1175
Servus :-)

Vielen Dank schon mal für euere kompetenten Antworten, Stephan und Andreas!

Zu den Platten sei zu sagen, dass diese beiden schon von vorneherein defekte Bruchplatten waren.
Der Großteil meiner Sammlung sieht da, Gott sei Dank, doch etwas anders aus.
Das weiße kann auch von einem Saphir mit Ausbrüchen oder einer falsch stehenden Schalldose kommen. Wenn nämlich der Saphir/die Dose zu flach steht und somit die Messingzange über die Platte schleift. Hab ich - mea culpa - auch schon fertig gebracht.....

Dann werde ich mal weiterforschen, ob ich irgendwann noch Näheres zu meinem Plattenphonographen (gefällt mir übrigens sehr gut, dieser Begriff...), beitragen kann.

Gruss
Georg
Nach oben
Hedensö
Do Dez 10 2015, 09:59

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Ein sehr schönes und massives Gerät. Glückwunsch dazu!

Ich finde das immer schön, wenn man Qualität vorfindet! Das ist auch die Grundlage für eine dankbarere Restaurierung (sofern notwendig!).
Nach oben
Limania
Do Dez 10 2015, 17:36
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1157
Den Glückwünschen kann man sich nur anschließen!
Ein sehr schönes Gerät, was du da ergattern konntest.

LG Limania
Nach oben
VOX
Do Dez 10 2015, 18:44
Dabei seit: Mo Aug 11 2014, 11:48
Einträge: 53
Servus Georg,

Tolles Pathephone hast du da ergattert!
Glückwunsch!!!!!!!


[ Bearbeitet Do Dez 10 2015, 18:45 ]
Nach oben
krammofoon
Di Dez 15 2015, 21:39
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1175
Servus :-)

Kleines Update zum Gerät:

wenn mein Verkäufer richtig liegt, könnte das Pathéphone Anfang der 1920er Jahre von einer Schreinerei BRANDSTEDER in Amsterdam hergestellt worden sein.
Diese Schreinerei hatte damals wohl Lohnarbeiten, im Sinne von Gehäusen, für Pathé ausgeführt.

Dazu würde passen, dass er das Gerät auch in Amsterdam erworben hatte, von wo es auch nie eine Reise antrat.

Was nicht zum Herstellort Holland passt, ist das französische Decal im Deckel. In Holland hergestellte und verkaufte Geräte trugen i. d. R. das Decal "Pathé platen spelen zonder naald"........

Mag allerdings sein, dass der Schreiner einen Schwung französischer Decals bekam und die verarbeitet hatte....... weiß man halt nicht mehr.

Wie gesagt..... alles Spekulation, aber durchaus schlüssig.

Gruss
Georg

Was
Nach oben
 

Forum:     Nach oben