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Schallplatten mit verlängerter Spieldauer durch veränderliche Graduierung
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
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berauscht
Di Mai 31 2016, 16:25 Druck Ansicht
"Urgestein" Autor/Moderator

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Variable Micrograde 78

Schallplatten mit verlängerter Spieldauer durch veränderliche Graduierung

Obwohl die technisch hochentwickelte Schallplatte unserer Tage in klanglicher Hinsicht höchsten musikalischen Ansprüchen gerecht wird, bleibt für alle Freunde guter Musik bei größeren Werken der Wunsch nach "ungeteilter" Wiedergabe offen, also nach Schallplatten mit längerer Spieldauer, welche die Unterbrechung der musikalischen Darbietung durch das Plattenwechseln unnötig machen. Die Deutsche Grammophongesellschaft hat mit ihrem neuen System der variablen Mikrograde 78 eine Lösung dieses Problems gefunden. Im allgemeinen haben die Schallrillen einer Schallplatte gleichbleibenden Abstand, der so bemessen ist, daß auch bei lauten Musikstellen, die die größten seitlichen Abweichungen hervorrufen, keine Überschneidungen zweier Rillen eintreten können. Die Platte ist bei dieser Art des Schneidens eigentlich nur an den Fortissimostellen wirklich ausgenützt. Um den Raum der Platte besser auszunützen, werden die Abstände zwischen den Schallrillen (Graduierung) nicht mehr gleich breit, sondern der jeweiligen Lautstärke entsprechend veränderlich (variabel) gemacht. Das Wesentliche ist dabei, daß der Abstand im ganzen kleiner (Mikro) wird und infolgedessen bedeutend mehr Rillen untergebracht werden können. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, bei normaler Umdrehungszahl von 78 in der Minute, die Spieldauer etwa auf das Doppelte zu verlängern. Der größte Teil aller Konzertstücke läßt sich ohne Plattenwenden ungeteilt abspielen. Durch die Anwendung eines verfeinerten Schneideverfahrens wird auch eine gesteigerte Klanggüte hinsichtlich der Tonfülle (Dynamik) und der Naturtreue (Frequenzumfang) er-reicht. Ebenso wird der Rauschpegel herabgesetzt. Die Platten können mit jedem normalen Laufwerk und jedem normalen Tonabnehmer abgespielt werden. Durch die verlängerte Spieldauer ergibt sich außerdem eine Verbilligung jedes einzelnen Musikwerkes.
März 1951
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gramofan
Di Mai 31 2016, 17:27
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
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Einträge: 943
Variable Micrograde 78
... und infolgedessen bedeutend mehr Rillen untergebracht werden können.


Bis auf drei oder vier Rätselplatten, wo das anders ist, haben doch meine Platten alle nur je eine Rille auf der Vor- und auf der Rückseite. Muss tatsächlich ein revolutionäres Verfahren gewesen sein *kicher

Spaß beiseite: immer wieder amüsant, dass selbst Fachleute (oder solche, die sich so geben) sich so falsch ausdrücken.

[ Bearbeitet Di Mai 31 2016, 17:29 ]
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berauscht
Di Mai 31 2016, 17:57
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1520
Gemeinhin gibt man ja die Zahl der Rillen je cm als Maßzahl an, was genaugenommen natürlich Unsinn ist. Tatsächlich müsste man wohl von der Zahl der Windungen einer Rille sprechen.
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berauscht
Mi Jun 01 2016, 18:13
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1520
Der Spiegel berichtete am 27. Juli 1950 über das Verfahren:
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[ Bearbeitet Mi Jun 01 2016, 18:14 ]
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