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Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten > Technik
Seltsamer Frequenzgangunterschied mitten in der Aufnahme
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Willi-H-411
Mo Dez 19 2011, 11:42
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
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Was die berechnete und die tatsächliche Maximalfrequenz betrifft:

Ich nehme mal an, daß es sich bei der Schallplatte auch nicht viel anders verhält, als beim Tonband. Man kann den oberen Freqeunzbereich hier ja auch mit "technischen Kniffen" weiter nach oben verlagern. Indem beim Tonband, vor allem bei der Wiedergabe, die Höhen angehoben werden. Je langsamer die Bandgeschwindigkeit, desto stärker die Höhenanhebung. Allerdings "erkauft" man sich das mit einem ebenfalls erhöhten Klirrfaktor.

Bei den elektrisch aufgenommenen Schellackplatten wird man die obere Frequenzgrenze wohl ebenfalls durch eine Höhenanhebung nach oben hin "verschoben" haben. Hier dann allerdings durch eine Höhenanhebung beim Schneidevorgang. Denn es ist ja nun nicht so, daß bei der berechneten oberen Frequenz plötzlich Schluß und Ende ist. Vielmehr werden die höheren Töne immer leiser wiedergegeben, bis dann irgenwann "nichts mehr kommt". Legt man hier mal die halbe Schwingung der Freqeunz bzw. die halbe Wellenlänge an, so wäre, nach meiner Berechnung, bei maximal 13.334 Hz aber endgültig das Ende des Machbaren erreicht. Von daher ist es durchaus möglich, die obere brauchbare Frequenzgrenze auf etwa 10 KHz zu bringen.

Was den Tonabnehmer TO 1000 betrifft, so habe ich aus dem von mir hier schon benannten Buch die Info, daß der Frequenzbereich bei 10.000 Hz endet.
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Rundfunkonkel
Mo Dez 19 2011, 14:56
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1085
Na, beim TO1002 Weiterbau, dem TAMS 0249, zeigt die Software aber eindeutig einen linearen Frequenzgang bis 15 khz an. bei Gelegenheit kann ich gerne einen Screenshot davon machen. Man darf nicht alles glauben was in Büchern steht :).
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Willi-H-411
Sa Dez 24 2011, 19:38
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1368
Rundfunkonkel schrieb ...

Na, beim TO1002 Weiterbau, dem TAMS 0249, zeigt die Software aber eindeutig einen linearen Frequenzgang bis 15 khz an. bei Gelegenheit kann ich gerne einen Screenshot davon machen. Man darf nicht alles glauben was in Büchern steht :).



Über den TO 1002 habe ich noch nichts finden können (habe aber auch noch nicht die Zeit gehabt, richtig zu suchen), dafür habe ich beim radiomuseum.org was über den TO 1000 gefunden:
Link - Hier klicken
Da steht auch nur was von einem Freqeunzbereich bis 10.000 Hz.

Hört sich aber schon alles sehr gut an, was da geschrieben steht. Was ich nur nicht so ganz verstehe ist: Es steht da, daß die Nadel eine Verrundung von 50/1000 mm hatte. Das bedeutet doch, 50 µm, oder? Es heißt aber doch, daß Platten aus der Zeit um 1936, als der Tonabnehmer entwickelt wurde, Nadeln mit einem Verrundung von 75 µm benötigen. Bei 50 µm müßte die Nadel doch "auf Grund schleifen". Habe ich da was falsch verstanden?


[ Bearbeitet So Dez 31 2017, 09:19 ]
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Rundfunkonkel
Sa Dez 24 2011, 23:01
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
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Einträge: 1085
Hallo Willi,

anhand des dort gezeigten Frequenzverlaufes kann man aber schon erahnen, dass da nicht Schluss war - der Verlauf zeigt am Ende keine extreme Krümmung nach unten, nur benötigte man zu der Zeit nicht mehr an Tonumfang.

Mit der Nadel kann ich leider nicht weiterhelfen, wüsste aber auch gerne weiteres über diesen Tonabnehmer. Aber wenn man 50 µm verwendet hat hatte das sicher einen Grund (den ich gerne erfahren würde). In meinem Tams0249 steckt nun eine neue mit 65 µm, trotzdem zeigt der Tonabnehmer genau das Problem, den man in dem gezeigten Datenblatt auch besagt: abgenutzte Platten spielt er sehr schlecht. Selbt "In the mood" merkt man die Abnutzung auf ihm deutlich an; bei recht gut erhaltenen Scheiben ist sein Rauschbild/Klang für meine Ohren aber äusserst gut. Ich sehe ihn eher als ein Relikt für Sonntage, und nicht für Alltagsplatten.

Nachtrag: sinnvollerweise wäre (nach meiner Meinung) die Diskussion über den TO100x bzw. TAMS0249 in einem eigenen Thread zu verfrachten, da Miller und Mood wenig mit dem Bauteil zu tun haben. Man sortiert seine Briefmarken ja auch kaum in die Obstkisten im Keller ein, nur weil man gerade mal dort ist...

[ Bearbeitet So Dez 31 2017, 09:20 ]
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Willi-H-411
So Dez 25 2011, 11:05
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
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Hast du "In The Mood" auch schon mal mit einer dickeren Nadel abgespielt? Also 75 oder sogar 100 µm? Hier ist ein sehr gutes Beispiel zwischen einer 65 µm-Nadel und einer mit 90 µm, wie hörbar dieser Unterschied ist: Link - Hier klicken

Von daher läßt sich schon erahnen, daß 50 µm in jedem Fall zu dünn sein müßten. Es sei denn, man hätte die Nadeln an der Spitze "abgeplättet", so daß die Spitze nicht an den Rillengrund kommt. Aber das halte ich eigentlich für unwahrscheinlich.

Was die Messung des Frequenzbereichs des TO 1000 betrifft, so wäre es interessant, zu wissen, wie man das damals angestellt hat. Es gibt ja mehrere Möglichkeiten:

- Man macht eine Test-Schallplatte mit verschiedenen Frequenzen. Das erscheint mir aber unwahrscheinlich. Denn da hätte man ja schon im Vorfeld eine mögliche Fehlerquelle, denn je höher die Frequenz, desto mehr kommt ja auch das Speichermedium "Schallplatte" an seine Grenzen.

- Man stellt eine Test-Schallplatte mit einer Frequenz von z.B. 5.000 Hz her und ändert bei der Wiedergabe die Geschwindigkeit. So hätte man, was vor allem für die höheren Frequenzen wichtig ist, stets eine gleichbleibende Qualitätsgüte seitens des Speichermediums.



[ Bearbeitet So Dez 31 2017, 09:22 ]
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