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Was ist das für ein Gerät?
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LDX
So Sep 18 2016, 11:49 Druck Ansicht
Gast
Moin zusammen,

wir haben das unten abgebildete Gerät geerbt. Es scheint zu funktionieren und auch in einigermassen gutem Zustand zu sein.
Da wir zwar gern Musik hören, aber weder den spezifischen Grammophon-Klang noch das dafür verfügbare Musikmaterial bevorzugen, würden wir das Gerät gern an jemanden weiter geben, der so etwas mehr mag. Knapp 60 Platten und etliche hundert Nadeln sind auch dabei.
Damit weder wir noch der zukünftige Besitzer übervorteilt werden, wäre ich für eine Einschätzung des Gerätes dankbar.

Beste Grüße
Detlev























[ Bearbeitet So Sep 18 2016, 11:49 ]
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GrammophonTeam
So Sep 18 2016, 12:03
Seitenbetreiber

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: Köln
Beiträge: 1811
Hallo,

Was ist das für ein Gerät?


Leider ein reines Phantasie-Grammophon... Motor, Tonarm, Schalldose usw. sind von verschiedenen (Koffer) Geräten und von verschiedenen Firmen. Dazu hat jemand ein sehr phantasievolles Gehäuse gezimmert. Möglicherweise entstand das ganze in den 1980er Jahren in England - jedoch als reiner "Gag". Es gibt zu diesem Konstrukt auch kein historisches Vorbild.

Gruß
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berauscht
So Sep 18 2016, 12:06
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1834
Das Gerät macht auf den ersten Blick einen dekorativen Eindruck. Auf den zweiten ist es für Sammler schon uninteressant, da es kein Original ist, sondern eine Bastelarbeit. Der Tonarm, Plattenteller und Motor stammen aus einem Koffergrammophon.
Mit gutem Gewissen kann man es wohl nur als Dekorationsobjekt verkaufen. Als solches macht es aber etwas her.

[ Bearbeitet So Sep 18 2016, 12:07 ]
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gramofan
So Sep 18 2016, 12:11
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Beiträge: 1109
Engagierte Bastelarbeit aus nicht zusammengehörenden Teilen: Tonarm, Teller und Schalldose von Koffergrammophon Ende der 20er Jahre. Laufwerk vermutlich von einem Tisch- oder Standgrammophon Anfang der 20er Jahre. Im Verhältnis viel zu kleiner Trichter vielleicht von einem Phonographen. Das Sytem eines re-entrant Horns (also Tonarm auf Gehäuse aufgesetzt, im Gehäuse weitergeführte Schalleitung und Wiederaustritt am Gehäuse zu einem Trichter) ist mir momentan auch nur von einem späten HMV-Gerät bekannt (das wahrscheinlich als Vorbild herhalten musste). Das Holzgehäuse stammt vielleicht von einem Tischgrammophon, dem der Deckel entfernt wurde. Ein Blick auf die linke Gehäuseseite, die wahrscheinlich mal die Vorderseite war, könnte da Aufklärung schaffen (sind da vielleicht ein paar "unerklärliche" Türchen, oder ist ein neues Brett eingesetzt?). Das älteste sichtbare Teil ist m.E. die Geschwindigkeitsregulierung. Die könnte möglicherweise tatsächlich aus der Zeit stammen, aus der das Gerät für den Uneingeweihten zu stammen vorgibt, nämlich aus der Zeit vor dem I. WK.
Zusammengefasst: Sammlerwert gegen Null. Interessant vielleicht als Ersatzteilquelle. Die Parlophone 301 Schalldose ist z.B. wegen des für einige Teile verwendeten Spritzgusses selten in gutem Zustand zu bekommen und die hier sieht ja noch intakt aus. Allerdings hat der Bastler die schwarze Lackierung des Abdeckblechs entfernt (Reste davon sieht man ja noch rund um das L-Logo) Genauso hat er am Tonarm die Vernickelung entfernt, wahrscheinlich, weil er glaubte, das passe dann so besser zusammen.

[ Bearbeitet So Sep 18 2016, 12:29 ]
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Limania
So Sep 18 2016, 12:21

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mai 21 2012, 15:14
Beiträge: 1109
Einen Sammlerwert hat das Teil sicher nicht, aber es ist trotzdem einzigartig, da es ein Bastlerstück ist, ein Unikat also. Als Deko hat es durchaus seinen Reiz und sieht auf alle Fälle besser aus, als die neuzeitlichen Crapophone aus Indien oder China.

LG Limania
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krammofoon
So Sep 18 2016, 12:27
Schellack-Gnadenhof
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Jun 27 2011, 20:47
Beiträge: 1210
Servus :-)

Aus dem Land meiner Vorfahren stammt das aufgebrachte Wort im Decal..... SKJOLD.....

Es bedeutet SCHILD, ABSCHIRMUNG oder PANZER.

Alleine daran lässt sich schon zu 99% vermuten, dass es sich hier um ein Phantasieprodukt handeln muss.
Ein Geräteproduzent dieses klangvollen Namens ist mir zumindest nicht bekannt.

Gruss
Georg
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LDX
Mo Sep 19 2016, 08:31
Gast
Wow, das sind ja jede Menge fundierte und schnelle Antworten. Das hatte ich so nicht erwartet. Vielen Dank!
Hmm, mal sehen, was wir mit dem Gerät machen. Falls jemand Interesse hat und die Teile verwenden kann, bitte ich um eine Rückmeldung. Gern auch als mail an
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Viele Grüße
Detlev

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[ Bearbeitet Mo Sep 19 2016, 11:06 ]
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RF-Musiker
Do Sep 29 2016, 21:23
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Beiträge: 353
Oh, der Admin hat auch eine Wortkorrektur, die das Wort "Mail-Adresse" noch nicht kennt und seltsam korrigiert. Bin ich nicht allein...
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Limania
Do Sep 29 2016, 21:36

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mai 21 2012, 15:14
Beiträge: 1109
RF-Musiker schrieb ...

Oh, der Admin hat auch eine Wortkorrektur, die das Wort "Mail-Adresse" noch nicht kennt und seltsam korrigiert. Bin ich nicht allein...



Nein, der Admin hat sich einfach nur verschrieben, sowas soll vorkommen ab und zu...., aber wer ohne Fehler ist... usw...!

LG Limania
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RF-Musiker
Do Sep 29 2016, 21:48
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Beiträge: 353
Du, wenn ich es nicht schon mal gehabt hätte, dass ich "Mail-Adresse" schreibe und die Korrektur daraus "Maul-Adresse" macht, ohne mich zu fragen...
Die Wortkorrektur macht die schönsten Fehler, gerade bei Eigennamen...
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GrammophonTeam
Do Sep 29 2016, 22:24
Seitenbetreiber

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: Köln
Beiträge: 1811
Anfang...

Der Grund aus Mail ein Maul zu fabrizieren, ist tatsächlich naheliegend. Auch ohne Auto-Korrektur...


Ende..


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RF-Musiker
Do Sep 29 2016, 22:37
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Beiträge: 353
Aber meine Wortkorrektur fand "Maul-Adresse" richtig...
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