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Foren > Grammophone > Tischgeräte
Kleingerät aus Blech (Induphon 138?)
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
gramofan
Fr Jun 15 2018, 20:16 Druck Ansicht
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 898
Wo ist es bei Hitze am angenehmsten? Natürlich im Keller. Also hab ich mich endlich eines Patienten angenommen, der schon lange auf ein neues Teil wartete. Dieses sicher damals recht billige Gerät aus Blech mit Boden und Schallführung aus lackierter Pappe hat einen immerhin für ein solches Gerät unerwartet soliden Motor. Aber an einer Stelle hat man da gespart. Die Regulatorbremsscheibe war aus Spritzguss hergestellt und davon war ca. ein Drittel weggebrochen (der Pfeil auf dem Bild 6 ganz rechts zeigt auf den Riss – ich habe die Scheibe mit Sekundenkleber geklebt, um die Maße besser aufnehmen zu können), so dass das Gerät nicht mehr lief. Kurz nachdem ich das Gerät bekommen hatte, hab ich mal auf die Schnelle mit Minitrennscheibe ein provisorisches Ersatzteil „geschnitten“ (auf dem Bild 6 ganz links), das schon einigermaße gut lief. Jetzt habe ich endlich ein Ordentliches auf der Drehbank angefertigt (Bild 6 Mitte) und der Motor läuft wie am ersten Tag.
Dieses Gerät trägt keinerlei Hersteller- oder Typenbezeichnung, es wird aber hin und wieder mit der Aufschrift „Induphon“ auf einem gelben bzw. grünen Banner mit schwarzem Rand und der Zahl „138“ auf einem darunter sitzenden Oval angeboten, ansonsten aber äußerlich gleich. Es könnte demnach sein, dass mein Exemplar vom Hersteller für den Vertrieb als Eigenmarke durch Händler oder als no name-Gerät gedacht war oder das Abziehbild im Laufe der Zeit verloren gegangen ist
Der Klang ist für ein solches Billiggerät überraschend gut.
Ansonsten weiß ich ziemlich wenig über das Gerät, aber vielleicht kann im Forum der Eine oder Andere noch etwas auffüllen.

HERSTELLER: "Industria" Blechwarenfabrik G.m.b.H., Berlin (danke an DGAG)
MODELL: (Induphon 138?)
SERIENNUMMER: ohne
JAHR: um 1930
DAMALIGER PREIS: ?
GEHÄUSE: Blech lackiert
PLATTENTELLER: 22 cm
TRICHTER: intern, Pappe
MOTOR: $ (Gebrüder Steidinger, St. Georgen, Schwarzwald)
SCHALLDOSE: no name
INTERESSANTE DETAILS: Boden an sich nicht zum Öffnen vorgesehen (feststehende Blechlaschen als Verschluss.














[ Bearbeitet Sa Jun 16 2018, 06:20 ]
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DGAG
Fr Jun 15 2018, 22:38
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 169
Ich sehr keinen Grund warum das kein Induphon 138 sein sollte. Der Aufkleber wurde halt im Laufe der Zeit brüchig und ist weggeputzt worden.

Hersteller war die "Industria" Blechwarenfabrik G.m.b.H. aus Berlin. Diese Fabrik hat schon kurz nach 1900 Schalltrichter in großen Mengen für die schnell wachsende Sprechmaschinenindustrie hergestellt. "Industria" heißt übersetzt "Fleiß". Das Grammophon dürfte seit Mitte der 20er Jahre produziert worden sein.
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PONOPHON
Sa Jun 16 2018, 07:05
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 113
Ich besitze ein identisches Gerät, es hatte auch niemals einen Aufkleber. Der würde sich auch nicht spurlos entfernen lassen. Sie wurden auch ohne Aufkleber produziert um unter verschiedenen Namen verkauft zu werden. Gerade „Industria“ war ja ein großer Zulieferer.

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DGAG
Sa Jun 16 2018, 08:27
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 169
Kann schon sein, dass dieses Modell auch namenlos produziert wurde. Auf dem folgenden Bildausschnitt eines "Induphon 138" ist jedoch zu erkennen, dass der Aufkleber weitgehend abgefallen ist, bzw. abgerieben wurde. Beides ist also möglich.


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alang
Fr Jun 29 2018, 15:11
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 554
Dieses Geraet sieht dem in USA recht verbreitetem Stewart sehr ähnlich. Vielleicht gab’s ja da einen Zusammenhang. Hauptproblem beim Stewart ist der meist gebrochene Tonarm aus Zinkguss.
Andreas
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gramofan
Fr Jun 29 2018, 18:14
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 898
Zumindest bei meinem Exemplar ist der Tonarm definitiv aus Stanzblech und bei den weiteren abgebildeten Exemplaren scheint ads auch so zu sein. Aus Spritzguss war hier nur die Andruckscheibe für den Regulator (die ich mittlerweile durch eine Kopie aus Messing ersetzt habe).
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