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Umschnitt Be 13207-0 Ich freue mich wenn wieder Sonntag ist
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Austroton
So Aug 19 2018, 20:03 Druck Ansicht
Dabei seit: Di Sep 23 2014, 12:43
Wohnort: Berlin
Einträge: 80
Nach langem Suchen (ehrlich gesagt, nach bald 40 Jahren) ist mir endlich die Od O-26555 Willy Fritsch / Wilhelm Greiss: "Ich freue mich, wenn wieder Sonntag ist" in die Hände gefallen. Immerhin als Kriegsausgabe mit dunkelblauem Etikett.

Zu Hause schwante mir bei näherem Betrachten der Umschnitt-Matrize Be 13207-0 schon Schlimmes. So kam es denn auch: die Aufnahme ist ganz dünn und hört sich an, wie wenn sie von einer Plattenspieler-Anlage nachträglich aufgenommen worden ist.

Bei der Rückseite Be 13206 "Hand in Hand geh'n wir zwei" handelt es sich hingegen um die Originalmatrize mit vollem Klang, wie gewohnt.

Wieso hat man das gemacht? Bei der Kriegspressung kann doch nicht bereits die Orginalmatrize nicht mehr zur Verfügung gestanden haben?

Hat jemand die gleiche Erfahrung mit dieser Aufnahme gemacht, hat jemand die Originalmatrize?

Das erinnert mich an die Gloria-Matrize Bi 2911-0 auf Gl GO 41095, "Zwischen grünen Bergen" (vollmundig als Swing-Fox angekündigt). Bei dieser dünnen Aufnahme hört man sogar das Rauschen der Stahlnadel.
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Telraphon
So Aug 19 2018, 20:40
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 102
Ich habe diese Platte, und sie liegt auch als Doublette in Originalausgabe daheim in meiner Tauschkiste - dass sie so selten ist, war mir nicht bewusst, ich habe der Platte bislang auch nie eine besondere Bedeutung beigemessen...Ich hatte sie aber mindestens schon drei oder vier Mal auf Flohmärkten in den Händen. Wenn Du etwas Geduld mitbringst, kann ich nächsten Monat gern mal beide Exemplare "untersuchen".
LG
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Konezni
So Aug 19 2018, 21:34
Dabei seit: Do Aug 20 2015, 18:23
Wohnort: Berlin
Einträge: 107
Um 1938/9 herum hat man verstärkt Umschnitte angefertigt, um älteren Aufnahmen eine Einlaufrille zu verpassen, die inzwischen Standart geworden war. Im Fall der Fritsch-Platte war vielleicht auf dem originalen Wax zuviel Vorlauf oder der Auslauf nicht optimal gelungen. Ich finde auf die Schnelle mein Exemplar nicht, um dies beurteilen zu können. Die DGG hat bereits in den 30er Jahren häufig Matrizen kurz nach deren Aufnahme umgeschnitten. Bei Ausgaben von Erna Sack (6701 GR 8 wurde zu 6754 1/2 GR 8, bzw. 6702 1/2 GR 8 zu 6755 1/2 GR 8), Mimi Thoma, Carmen Lahrmann oder Theo Lingen kommt diese Praxis vor, welche erst ab 1939 durch ein angefügtes "D" (für Duplizierung) kenntlich gemacht wurde.
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snookerbee
So Aug 19 2018, 21:53
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1690
Herr Zwarg hat Link - Hier klicken deutlich nur die Matrize mit Suffix -0 für die Veröffentlichung auf O-26555 b angegeben.

[ Bearbeitet So Aug 19 2018, 21:58 ]
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Polyfar41
Mo Aug 20 2018, 08:49
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 11:27
Wohnort: Frankfurt am Main
Einträge: 10
Ich habe im Aufbahmebuch nachgesehen:
Am 7. Januar 1943 wurde Be13207 mit 2 Takes geschnitten, Take 2 trägt den Zusatz "Res" (Reserve).
Es steht ein Vermerk im Aufnahmebuch, der leider auf der gescannten Seite überhaupt nicht lesbar ist. Vielleicht hätte der mehr Aufschluß geben können.
Am 19.Januar 1943 entstand dann die Kopie Be13207-0, die am 30. Januar zur Pressung freigegeben wurde, und nur diese gibt es auf der Platte.
Viele Grüße
Klaus
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Austroton
Mo Aug 20 2018, 12:43
Dabei seit: Di Sep 23 2014, 12:43
Wohnort: Berlin
Einträge: 80
Danke für Eure Hinweise, auch für die auf Zwarg und das Aufnahmebuch. Beides ist bei mir verfügbar, ich habe einfach nicht daran gedacht. Bleibt die Feststellung: wie kann man nur eine technisch so schlechte Matrize in den Handel bringen?
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RF-Musiker
Di Sep 18 2018, 11:36
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
Vielleicht, weil man dachte, dass die meisten eh nur einen billigen Koffer haben und die Besitzer eines elektrischen Plattenspielers sich teurere Platten kaufen?
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