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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Deutschsprachige Labels und Firmengeschichte
Gramophone Record mit Nipper
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammophonteam
Mo Sep 24 2018, 17:48 Druck Ansicht
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2067
Hallo,

folgende Mail bekamen wir heute mit der Bitte um Hilfe:

Hallo ... Ich hoffe,sie können mir helfen. Ich habe einen Schwung Schellackplatten geschenkt bekommen und eine davon kann ich nirgends im Netz ausfindig machen.
Es gibt sie nur entweder mit nipper aber dann heißt sie "CONCERT RECORD GRAMOPHONE" oder ohne Nipper und dann heißt sie GRAMOPHONE RECORD.
Aber auf meiner ist Nipper und Gramophone record.
Habe seit zwei Tagen das Netz durchforstet und konnte diese Variante nicht finden.
Hab ich nicht vernünftig geguckt oder doch ein seltenes Stück in der Konstellation?
Herzliche Grüsse
Bettina


Um diese Platte (25cm) geht es...









Diese Platte ist sehr interessant, denn bisher kannten wir folgende Label:

"Gramophone Record" ohne Nipper





"Schallplatte Grammophon" mit Nipper





"Concert Record Gramophone" mit Nipper





"Gramophone Monarch Record" mit Nipper






Wir würden uns sehr freuen, wenn jemand zu dieser Labelvariante nähere Informationen hätte.

LG Limania


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DGAG
Mo Sep 24 2018, 19:25
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 159
Grammophonteam schrieb ...

Um diese Platte (25cm) geht es...




Beide Plattenseiten sind im Juli 1913 in Prag vom Toningenieur Franz Hampe im Auftrag der The Gramophone Company Limited, London, aufgenommen worden.

Die Pressung stammt jedoch erst aus der Zeit nach dem Krieg, als die Pressmatrize ihren Besitzer gewechselt hatte. Die Deutsche Grammophon-A.G. wurde nämlich nach Kriegsausbruch als Tochter der The Gramophone Co. und damit "Feindvermögen", samt in Hannover lagernder Pressmatrizen, im Jahr 1917 an die Polyphon-Werke AG verkauft. Nach dem Krieg verlor die DGAG jedoch die Rechte an der Marke „Die Stimme seines Herrn“ in allen ausländischen Staaten, wo ihre ehemalige Muttergesellschaft dieses Bildzeichen eingetragen hatte.

Fast alle Exportpressungen der DGAG kamen daher zwar mit dem Labelnamen "Gramophone Record", jedoch ohne Nipper auf den Markt. Nur in der Tschechoslowakei war die Marke „Die Stimme seines Herrn“ zu dieser Zeit nicht, oder nicht mehr, für die The Gramophone Co. geschützt. Exporte der DGAG in dieses Land durften daher Nipper auf dem Label tragen. Die fragliche Pressung war also für die damaligen Tschechoslowakei bestimmt, siehe das "T" vor der Katalognummer. Die Vermarktung erfolgte, wie der Aufdruck "Musica G.D." belegt, zwischen 1920 und 1924 über die Firma "Musica George Dutreih, Paris". Bei uns tauchen solche Pressungen selten auf, im heutigen Tschechien ist das sicher anders.

In Deutschland stand es der DGAG übrigens frei das Bildzeichen zu benutzen. Bei uns hieß das Label "Schallplatte "Grammophon"" und trug selbstverständlich Nipper als Bildzeichen.
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Limania
Di Sep 25 2018, 10:00
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1086
Super
Vielen lieben Dank für die interessante Erklärung.
Ein weiteres kleines Puzzleteil in der Geschichte der DGAG.




LG Limania

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Nipper
Do Sep 27 2018, 17:49
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 09:06
Einträge: 30


eine von mir noch,da ja bald wieder Weihnachten ist...
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