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Foren > Phonographen > Geräte, Werbung und Schriftmaterial
Lindström Phonograph
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Nostalgiekus
Mo Feb 04 2019, 11:00 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Jan 02 2019, 19:08
Wohnort: Bregenz
Einträge: 17
HERSTELLER: Lindström
MODELL: Viktoria
SERIENNUMMER:
JAHR: ca. 1902-1903
DAMALIGER PREIS:
GEHÄUSE: rechteckig, Runddeckel
PLATTENFORMAT: Standard 2 Minuten Walze
TRICHTER: Alutrichter
MOTOR: 4-Federwerk
SCHALLDOSE: EWC

INTERESSANTE DETAILS:
Kurbel hinten, Kettenantrieb der Feedscrew, sehr einfach aber präzise gefertigtes Gerät


Heute möchte ich mal ein Gerät aus meiner Sammlung präsentieren, das doch einige interessante Besonderheiten bietet.
Hergestellt von Lindström warb dieser Phonograph mit einfachster, präziser Technik, und das ist nicht gelogen. Das Werk besteht eigentlich nur aus zwei Bauteilen, einem Federpaket bestehend aus 4 schmalen, dünnen Federn wie man sie aus Weckern kennt und einem massiven grossen Regulator, mit 4 Gewichten. Direkt an diesem läuft der Riemen zum Mandrell, keine Zahnräder, Übersetzungen oder sonstiges! Dadurch läuft das Gerät quasi lautlos, auch die Kette macht kaum Geräusche. Kraftreserven sind da natürlich nicht drin, eine Walze wird grade so geschafft.
Nachdem ich alles gereinigt, von Dreck und verharztem Fett befreit, die gebrochenen Federn und Mitnehmer repariert habe und alles wieder frisch geschmiert ist, läuft er recht gut für so ein einfaches Gerät. Wenn jemand noch mehr Informationen zu diesem Gerät hat, würde ich mich sehr freuen.








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DGAG
Mo Feb 04 2019, 19:20
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 195
Hier ist die erste bekannte Werbeanzeige des als Neuheit vorgestellten Victoria-Phonographen von Lindström aus der Phonographischen Zeitschrift vom 9. September 1903 (4. Jahrgang, No. 36, Titelseite).



Ich bin erstaunt über den tollen Zustand der Vernickelung. Du hast bestimmt auch den Deckel unter dem die Mechanik über 100 Jahre lang geschützt blieb. Die originale Schalldose ist in der Anzeige abgebildet und sieht ziemlich charakteristisch aus. Vielleicht findest Du sie irgendwann dazu.

Könntest Du bitte auch den Antrieb fotografieren? Vielen Dank.
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Nostalgiekus
Mo Feb 04 2019, 20:33
Dabei seit: Mi Jan 02 2019, 19:08
Wohnort: Bregenz
Einträge: 17
@DGAG Danke für die Anzeige, diese ist mir bekannt ( allerdings wirklich nur diese Anzeige, eine andere historische Quelle konnte ich noch nicht finden), Ja der Deckel ist ebenfalls in sehr gutem Zustand vorhanden. Das ganze Gerät ist in einem erstaunlich gutem Zustand, nichts deutet auf allzu viele Spielstunden hin. Bei mir hat es einem Ehrenplatz :)
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Nostalgiekus
Mo Feb 04 2019, 20:35
Dabei seit: Mi Jan 02 2019, 19:08
Wohnort: Bregenz
Einträge: 17
Hier noch die überschaubare Mechanik

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DGAG
Mo Feb 04 2019, 20:44
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 195
Ja, die Anzeige ist auch im Internet zu finden, allerdings in geringerer Auflösung ohne Quellenangabe und mit der nicht ganz zutreffenden Datierung 1902/03 für diesen Phonographen. 1903/04 passt besser.

Es gibt ein Gebrauchsmuster der Fa. Carl Lindström, angemeldet am 30. Januar 1904, das zu diesem Gerät passen könnte, mit dem Titel: "Regulator bei Phonographen, dessen Achsenantrieb durch Zahnräder und Kette bewirkt wird." Weitere Angaben habe ich dazu nicht.

Neben dem "Victoria" gab es bei Lindström noch das (größere?!) Modell "Royal" mit Kettentrieb.

PS: Vielen Dank für das Foto vom Antrieb. Sehr ungewöhnliches Federhaus!

[ Bearbeitet Mo Feb 04 2019, 20:45 ]
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Nostalgiekus
Mo Feb 04 2019, 21:05
Dabei seit: Mi Jan 02 2019, 19:08
Wohnort: Bregenz
Einträge: 17
@DGAG Danke für die Infos, das ist schon sehr interessant. Mir war die Kettenlösung eher nur von Adler bekannt, bevor ich dieses Gerät bekam. Das Werk selbst hat mich von Anfang an Fasziniert, gerade die Einfachheit und die Federn und wie mit doch einfachen Mitteln aber hoher Präzision viel erreicht wird.
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