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Foren > Grammophone > Tischgeräte
Rätsel - Polyphon oder Odeon
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Dr.Pepper
Di Okt 22 2019, 10:18 Druck Ansicht
Dabei seit: Di Sep 24 2019, 19:27
Wohnort: Berlin
Einträge: 71
Ich habe einen eBay Kauf getätigt in der Annahme, das es sich um ein Polyphon Tischgerät samt passendem Unterschrank handelt.
Bei genauerer Betrachtung habe ich festgestellt, dass lediglich das Decal im Deckel auf Polyphon hindeutet. Das scheint mir allerdings original und nicht nachträglich angebracht.
Alle Anbauteile zeigen aber entweder den Odeon Schriftzug oder das Lindström "L". Den Geschwindigkeitsregler kenne ich von Parlophon.
Lindström und Polyphon haben meines Wissens nach keine Verbindung.

Den Motor habe ich mir gestern noch nicht angeschaut. Aber das Kurbelloch ist verändert worden. Das originale Schraubloch rechts wurde mit einer kleinen runden Plakette vom Musik Haus Odeon Leipzig abgedeckt. Ich vermute, dass diese kleine Plakette vorher im Deckel angebracht war, wo jetzt ein kleines mysteriöses Loch ist.

Hat jemand von Euch eine Idee, was da passiert ist??







































[ Bearbeitet Di Okt 22 2019, 10:25 ]
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berauscht
Di Okt 22 2019, 10:52
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1529
Dr.Pepper schrieb ...

Hat jemand von Euch eine Idee, was da passiert ist??


Da haben wohl zwei "geheiratet".
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Dr.Pepper
Di Okt 22 2019, 14:25
Dabei seit: Di Sep 24 2019, 19:27
Wohnort: Berlin
Einträge: 71
berauscht schrieb ...

Dr.Pepper schrieb ...

Hat jemand von Euch eine Idee, was da passiert ist??


Da haben wohl zwei "geheiratet".


Ja ;-) Aber wer ist Mann und wer ist Frau?
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Remirus
Di Okt 22 2019, 14:30
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 30
Ich schmeiße mal eine These auf den Markt: Vielleicht hat ja das Leipziger Odeon-Musikhaus den Polyphon-Apparat in einem schlechten Zustand in Zahlung genommen und dann in Eigenleistung, etwa als Aufgabe der Lehrlinge, wieder aufbauen lassen. Das könnte ich mir gut in den 1930er Jahren vorstellen. Damals dürfte das Ersatzteillager für akustische Apparate noch voll gewesen sein.
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Webseite
Dr.Pepper
Di Okt 22 2019, 18:42
Dabei seit: Di Sep 24 2019, 19:27
Wohnort: Berlin
Einträge: 71
Ja, das ist eine Theorie an die ich noch gar nicht gedacht habe.
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Dr.Pepper
Mi Okt 23 2019, 09:41
Dabei seit: Di Sep 24 2019, 19:27
Wohnort: Berlin
Einträge: 71
So, heute Mal den Motor angeschaut. Es ist ein Lindström 132 Doppel-Feder Motor, der anscheinend schon einmal überholt wurde. Zumindest sieht er danach aus und das Fett ist recht frisch. Er funktioniert auch prima. Die Kurbelwelle, wo die Handkurbel aufgesteckt wird, wurde verlängert. Dazu wurde offenbar ein Stück von einer Gewindewelle angeschweißt, das dann mit einem Splint versehen wurde, weil die Handkurbel zu kurz ist.
Am Trichter wurde ein graues Rohr eingesetzt. Alles wurde mit Heißkleber zusammen geklebt. Der große Rest des Trichters scheint original zu sein.

Die Frage ist nun: Ist das Gerät ein Odeon im Polyphon Gehäuse oder doch ein Polyphon mit Odeon Komponenten?












[ Bearbeitet Mi Okt 23 2019, 09:47 ]
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Marcus67
Mi Okt 23 2019, 21:53
Dabei seit: Do Sep 12 2019, 15:33
Einträge: 8
Hallo,
meiner Meinung nach ist das ein Polyphon Gehäuse, welches mit einem fremden Motor versehen worden ist.
Die Kurbelaufnahme ist defintiv auch "Polyphon", nur mußte diese versetzt werden, damit es zum Lindström Motor passt.
Das übriggebliebene Schraubenloch hat man dann mit der Plakette überdeckt.
Das kann durchaus vor vielen Jahrzehnten passiert sein.

Die Sache mit dem Heißkleber stammt aber vermutlich aus neuerer Zeit ;-)

Marcus

[ Bearbeitet Mi Okt 23 2019, 21:55 ]
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Telraphon
Mi Okt 23 2019, 22:11
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 143
Am wahrscheinlichsten ist doch, dass hier jemand aus einem "toten" Gehäuse ein neues Gerät gebastelt hat - und zwar in Zeiten von Plastikrohr und Heißkleber, also gemessen am Alter des Gerätes in "jüngerer" Zeit.
Nicht selten wurden ja nach dem Ende der Grammophon-Zeit die alten Motoren ausgebaut, und die Schränke als Stauraum zweckentfremdet. In diesem Falle aber gehe ich von einer anderen Vorgehensweise aus...Die Löcher im Deckel deuten auf eine Kabeldurchführung hin, welche vermutlich für einen elektrischen Pick-Up gedacht waren, welcher auf den normalen Grammophon-Tonarm gesteckt wurde, wodurch seine Kabel nicht durch den Arm selbst liefen, sondern anderweitig aus dem Gerät geführt wurden....Normalerweise brachte man diese Kabelhülsen aber knapp über dem Motorbrett hinter dem Tonarm an, nicht im Deckel. Vielleicht war es so ja aber einfacher für den Bastler.
Gleichzeitig liegt bei diesem Vorgehen aber nahe, dass auch der Federmotor durch einen praktischeren Elektromotor (wie man sie in den 30ern einzeln zum nachrüsten ja von etlichen Anbietern relativ günstig kaufen konnte) ersetzt wurde.

In jüngerer Zeit hat sich dann jemand des Gerätes angenommen, und vermutlich mit Teilen aus seinem Ersatzteilfundus mehr oder minder "dilettantisch" ein neues akustisches Gerät mit Federantrieb gebastelt.

Gegen eine Arbeit eines Musikhauses spricht: a) Das Decal eines Konkurrenten, welches nicht verdeckt wurde, b) die unsaubere Arbeit an der Kurbeldurchführung und im Allgemeinen, c) die eher schlechte als rechte Schweißarbeit, die so nie in den Verkauf gegangen wäre. Wenn überhaupt, hätte man wie z.b, bei einigen Electrola UP´s mit Hülsen gearbeitet.

Alles in allem haben wir hier ein sehr schönes, aber leider auch sehr verbasteltes Gerät.

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


LG



Ergänzend:
Bei den Löchern im Deckel kann es sich - neben einer Pick-up-Kabeldurchführung auch um den Kabelschacht einer im Deckel angebrachten Lampe handeln.

[ Bearbeitet Mi Okt 23 2019, 22:13 ]
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DGAG
Mi Okt 23 2019, 22:30
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 324
Der Motor wurde erst vor kurzem ausgetauscht, was eine Versetzung des Kurbellochs erforderlich machte. Unter der ursprünglichen Kurbellochabdeckung blieb das Mahagonifurnier lichtgeschützt und blich deshalb nicht aus, wie man auf der folgenden Abbildung gut erkennen kann. Wäre der Umbau schon Jahrzehnte her würde auch das jetzt offen liegende Furnier ausgeblichen sein.


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Marcus67
Mi Okt 23 2019, 22:42
Dabei seit: Do Sep 12 2019, 15:33
Einträge: 8
Hallo Stephan,
bzgl. des Ausbleichens von Furnier kann ich Dir sagen, daß ein entstandener Unterschied immer bestehen bleibt, auch wenn es schon lange her ist, denn auch das "Umfeld" bleicht ja weiterhin aus ... d.h. eine Angleichung wird es so nicht geben.

Marcus
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Dr.Pepper
Do Okt 24 2019, 08:15
Dabei seit: Di Sep 24 2019, 19:27
Wohnort: Berlin
Einträge: 71
An den elektronischen Umbau und eine evtl.verbaute Lampe im Deckel habe ich noch gar nicht gedacht. Das kann möglich gewesen sein.

Ich finde das Teil nach wie vor sehr schön und es klingt auch gut, nur schade dass es nicht mehr im Originalzustand ist. Daher habe ich mich auch entschlossen, es wieder zu verkaufen (Danke für den Hinweis auf meine Verkaufsanzeige. Habe ich geändert.) Ich möchte doch eher nah am Original bleiben, zu Beginn meiner Sammelleidenschaft.
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