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Forums > Schellackplatten > Rund um die Platte
Merco Plastic Platten von Mercury auf einem Grammophon abspielbar?
Moderators: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, DGAG, Der_Designer
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Da_Anda
Sun Sep 12 2021, 10:50am Print View
Joined: Fri Jan 06 2017, 19:24pm
Location: Starnberger See
Posts: 128




Servus beinand,
ich habe mir vor kurzem diese Platte geleistet. Auch wenn ich Grammophone sammle, spiele ich meine Schellackplatten fast nur nur auf einem "normalen" Plattenspieler mit Schellacknadel ab (Dual Golden 1). Diese Platte möchte ich aber u.a. gerne bei einem Schellackplatten-Nachmittag in unserer Nachbarschaftshilfe auf einem Grammophon (Wahrscheinlich auf einem Telefunken Lido) abspielen. Daher meine Frage, ob man diese Platte, die aus Merco Plastic gefertigt ist und bei normalem Gebrauch nicht bricht (?), auf einem Grammophon mit Stahlnadel abspielen kann, ohne sie dabei zu zerstören.

Vielen Dank für Eure Antworten
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krammofoon
Sun Sep 12 2021, 12:47pm
Schellack-Gnadenhof
Joined: Mon Jun 27 2011, 20:47pm
Posts: 1244
Servus :-)

Nun, die Platte ist von 1951... da würde ich sagen, dass das definitiv schadet.
Mit Grammophon war da in USA sicherlich auch nicht mehr viel.

Evtl. ein oder zwei Mal mit einem durch Gegengewicht entlasteten Tonarm; von vielleicht 130 Gramm auf dann 60 oder 70.
Aber auch das ist schon grenzwertig, da hundertprozentig die Rillenbreite nicht ideal ist.

Ich meine, im Fundus ein oder zwei doppelte Mercury aus diesem Material zu haben.
Ich probiere das mit einer leisen Nadel und entlastetem Arm aus und berichte dann.

Gruss
Georg
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Telraphon
Sun Sep 12 2021, 20:04pm
Joined: Mon Apr 03 2017, 18:57pm
Posts: 266
Nicht die Entlastung des Armes ist hier wichtig, sondern vor Allem die verwendete Nadel.
Mit einer Winkelnadel (womit man auf dem Grammophon auch selbst geschnittene Schallfolien, Decelith-Platten sowie Filmophon- und Phoncord-Platten spielen konnte) steht einer Nutzung dieser Platten auf einem Lido oder einem anderen Gerät mit Gelenktonarm Nichts im Wege.
Mit normaler Nadel würde ich eine Nutzung nicht empfehlen.
Wenn ich Platten aus den 50ern, besonders teure Vorkriegsexemplare oder im allgemeinen flexible Platten zu Anschauungszwecken auf Grammophonen spiele, benutze ich dafür zwecks Schonung stets Telefunken-Winkelnadeln, die findet man noch ab und an im Netz. In den recht großen Dosen sind viel mehr Nadeln als in einer normalen Nadeldose, das reicht dann etliche Jahre.
Suche am Besten nach so einer Dose:



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krammofoon
Sun Sep 12 2021, 21:16pm
Schellack-Gnadenhof
Joined: Mon Jun 27 2011, 20:47pm
Posts: 1244
Servus :-)

Auch von diesen Nadeln habe ich noch ein gutes Dutzend ungebrauchte.

Den vergleichenden Versuch wird es allemal wert sein. Winkelnadel gegen entlastete leise Nadel.

Wobei es für mich allerdings schon einen Unterschied macht, ob der Tonarm im vergleichsweise weichen "Kunststoff" vs. reinem Schellackmaterial mit höherem Druck durch die Rille läuft.

Auch dürfte hier noch zu beachten sein, dass die Rillenbreite bei 78er Nachkriegsplatten, trotz N-Ausführung, schon um einiges feiner war.

Gruss
Georg
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Grammo-Klaus
Tue Sep 14 2021, 20:39pm
Joined: Mon Jan 27 2014, 11:46am
Location: Im sonnigen Westfalenland
Posts: 423
Hallo.
Solche "Kunststoff-78-Umdrehungen-Platten" kenne ich auch aus UK, von Mercury (blaues Etikett) und von PYE-Records. Ich glaube MGM hatte auch solche Kunststoff-Platten gefertigt.
Ich persönlich würde diese Platte nicht auf einem Stahlnadel-Grammophon abspielen, da ich mir auch nicht so sicher bin, wie das Kunsstoffmaterial darauf konkret reagiert und ob nicht die Rillen-Flanken doch Schaden nehmen können und auch aus einem zweiten Grund: Nachkriegsplatte auf mechanischem Grammophon, aber das ist selbstverständlich nur meine Meinung.
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