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Electrola 101 1927 Goldetikett
Moderatoren:SchellackFreak, berauscht, GrammophonTeam, Charleston1966, DGAG, Der_Designer, LoopingLoui
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Grammophon-Mini
Mo Jan 19 2026, 17:24 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 103
! Wenn man die Bilder anklickt, dann werden diese auch richtig angezeigt!
Hallo, ich bin neu im Forum wollte heute mein Electrola von vorstellen. Ich sammle seit circa einem Jahr und habe auch noch weitere Grammophone, die ich in den nächsten Tagen und Wochen vorstellen möchte.

HERSTELLER:Electrola G.m.bh
MODELL:101
SERIENNUMMER: auf dem Trichter: REG,Nos,715698,18143,5686,2165,112
JAHR:1927
DAMALIGER PREIS:200RM,später 150RM
GEHÄUSE:Kunstleder
PLATTENTELLER:25cm
TRICHTER:Innen,Metall
MOTOR:(HMV) 410 (made in England)
SCHALLDOSE:No 4

INTERESSANTE DETAILS: wahrscheinlich komplett gefertigt in England und nur deutsches Etikett , der Schlüssel für das Schloss ist dabei und dieser ist denke ich sehr selten . Das Schloss selbst ist leider defekt.

Der Gummi zwischen Schalldose und Tonarm war sehr fest. Den Motor habe ich auch schon neu geölt und gefettet.Deswegen hab ich die Schalldose nur mit viel Geduld und Mühe abbekommen,hab aber noch keine neuenGummis .Ich brauche Tipps für die Restauration des Motorboards. Welcher Lack wurde bei HNV verwendet? Wie kann ich Flecken auf dem Lederbezug entfernt? Also, da ist an der Seite ein großer weißer Fleck. außerdem geht die Farbe im Trichter. Wo kriege ich die Farbe zum restaurieren her?
Ich hoffe, dass es okay ist, dass ich die Bilder so als Dateien hinzugefügt habe. (Ich mache das gerade über das Handy).Da ich noch am Anfang meiner Sammlerei stehe und einrecht junger Sammler bin, freue ich mich. über Anregungen, Tipps etc.

Grüße Grammophon-Mini aus Baden-Württemberg













[ Bearbeitet Mo Jan 19 2026, 17:46 ]
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Grammophon-Mini
Mo Jan 19 2026, 17:25
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 103
Sorry, dass die Bilder jetzt schräg sind, das wusste ich nicht. ich guck das ich es das nächste Mal quer und nicht Hochkant fotografiere. Ich hoffe es geht trotzdem allen einen schönen Abend noch.
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LoopingLoui
Mo Jan 19 2026, 21:19
"Moderator"

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 26 2021, 19:14
Wohnort: Altkreis Bersenbrück
Beiträge: 931
Hallo Valentin und herzlich Willkommen im
Forum. Der 101 ist ein schönes
Startergerät und ja bereits in einem netten Zustand. Bei dem Motorbrett halte ich es nicht für nötig großflächig zu restaurieren, weil es noch sehr gut ist. Polier es einfach mal mit Poliboy für dunkles Holz und es solle wieder strahlen.
Der Bezug bei den Electrola 101 und 102 ist sehr widerstandsfähig weswegen du mit einer Bürste und Reiniger (mein Tipp: Frosch Fettreiniger Grapefruit) arbeiten kannst. Bei etwas weniger strapazierfähigem Kunstleder sollte man nur mit einem weichen Lappen arbeiten.
Bezüglich des Trichters könntest du entweder mit Sprühlack arbeiten (wenn du die Farbe findest) oder es am besten so lassen. Vielleicht die Fehlstellen mit edding etwas weniger sichtbar werden lassen.

Bezüglich Wartung der Schalldose und gegebenfalls des Motors hast du dich sicher schon eingelesen.
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Grammophon-Mini
Mo Jan 19 2026, 22:04
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 103
Danke für die Tipps
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Orthophonix
Mi Jan 21 2026, 13:07
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jun 04 2025, 13:02
Wohnort: Altstätten SG, Schweiz
Beiträge: 17
Hallo,
von mir ebenfalls herzlich Willkommen. Ein schönes Gerät hast Du da, eines der ersten Electrola. Wenn es restauriert ist, sollte es einen recht guten Klang haben. Etwas schwierig ist dort immer die Schalldose mit ihrer speziellen Membranlagerung in einem Gummiprofil, das in den allermeisten Fällen ausgehärtet ist. Zum Ersatz desselben gibt es unzählige Vorschläge, ich bin auch noch am experimentieren. Jedenfalls sollte sie bei diesem Gerät ganz aus Messing sein und sich somit zur Wartung gut zerlegen lassen.

Ich bin noch nicht ewig im Forum, habe aber doch inzwischen einige Grammophone von ihrer Schmutzschicht befreit. Bei Deinen Bildern vermisse ich eines mit dem beschriebenen weissen Fleck: wenn es das gleiche ist wie innen am Plattenfach könnte es alte Farbe sein. Sie sieht im Bild eher dick aus, wenn man sie vom Untergrund lösen kann, z.B. mit einem feinen Messer, wäre es sicher gut. Wenn das nicht beschädigungsfrei gehen sollte würde ich schauen, ob sie wasserlöslich ist und vielleicht mindestens teilweise abgewaschen werden kann (bei Wandfarbe manchmal möglich). Im Zweifelsfall würde ich sie aber eher übermalen als den Untergrund nachhaltig zu schädigen. Vielleicht findet man ja einmal die perfekte Methode dafür und ist froh, den Bezugsstoff nicht vorher beschädigt zu haben. Zum Einfärben kann man individuell schauen was am besten geht, Edding, Wasserbeize, Schuhcreme etc. Bei schwarzen Grammophonen ist das ein kleineres Problem, bei farbigen wird es schwieriger.

Ansonsten reinige ich meine Gehäuse normalerweise mit einem feuchten handelsüblichen Mikrofasertuch und einer milden, leicht rückfettenden Seife, die dann wieder feucht abgewischt wird. Eine Bürste nehme ich erst dann, wenn das alleine nicht reicht und der Bezugsstoff stabil genug scheint dafür. Bei schwarzen Gehäusen ist es leicht später mit Schuhcreme etc. zu kaschieren, wenn noch etwas hellere Staubreste in den Vertiefungen sitzen, auch hier würde ich vornehmlich darauf achten, den Bezug nicht zu verletzen.
Das Motorbord würde ich ebenso feucht reinigen und dann genauso behandeln wie von Melvin beschrieben, das gibt normalerweise schöne Ergebnisse.

Neu lackieren würde ich möglichst gar nichts, meistens sehen neu lackierte Teile neben den alten künstlich und unecht aus, zumal es schwer ist, die originalen Farben mit ihrer meist seidenglänzenden Optik zu imitieren. Meistens sehen gereinigte und entrostete Teile besser aus, es ist halt die "Patina" eines originalen, alten Geräts.

Es gibt übrigens hier im Forum eine schöne Seite mit vielen guten Anregungen zur Restauration eines Koffergrammophons von Klangwolke: Link - Hier klicken

Beste Grüsse
Alex
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Grammophon-Mini
Mi Jan 21 2026, 13:12
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 103
Hallo Alex,
Der weiße Fleck war auf der Oberseite des Koffers sehr blass. Diesen habe ich entfernt. Diese weißen Kreise im Innen Decal kamen von einer denke ich angeklebten Plattenhülle. Aber dieses Papier hab ich mittlerweile auch entfernt gekriegt.
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Grammophon-Mini
Mi Jan 21 2026, 13:18
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 103


,,Es gibt übrigens hier im Forum eine schöne Seite mit vielen guten Anregungen zur Restauration eines Koffergrammophons von Klangwolke: Link - Hier klicken

Ja die Restauration zum 106 habe ich auch gesehen. Allerdings möchte ich, wenn ich restauriere so gut wie es geht natürliche Mittel verwenden beziehungsweise Dinge, die auch schon in der Originalproduktion für 100 Jahren verwendet wurden.

Grüße Valentin
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Orthophonix
Mi Jan 21 2026, 23:28
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jun 04 2025, 13:02
Wohnort: Altstätten SG, Schweiz
Beiträge: 17
Ja die Restauration zum 106 habe ich auch gesehen. Allerdings möchte ich, wenn ich restauriere so gut wie es geht natürliche Mittel verwenden beziehungsweise Dinge, die auch schon in der Originalproduktion für 100 Jahren verwendet wurden.

Ja, das ist prinzipiell löblich. Ich habe gerade einmal geschaut, was daran "unnatürlich" bzw. in der Produktion nicht verwendet wurde. Dabei habe ich gesehen, dass mein Link bei mir gar nicht direkt auf den gemeinten Artikel geht. Kamst du direkt darauf?
Die verwendeten Techniken waren meines Wissens auch bereits bei der Produktion der Geräte bekannt. Damals ging es halt um die Herstellung der Geräte, und nicht um die Restauration, weshalb sie nicht so verwendet wurden. Aber ich finde die genannten Massnahmen recht angemessen und mit einer milden Restaurierung eines nicht besonders gut erhaltenen Geräts vereinbar.
Dein Gerät ist natürlich besser erhalten als das dort abgebildete, so dass z.B. die Farbauffrischung der Farbe mit der Beize nicht nötig sein wird. Aber wenn man das braucht, wäre doch das ein guter Hinweis. Angewendet habe ich es noch nicht, werde es aber vielleicht bei zur Restaurierung meines hundertjährigen, sehr frühen HMV 101 brauchen, welches mit der Zeit "vergraut" ist und vermutlich mit Schuhcreme allein nicht wieder überzeugend schwarz würde.
Oder was würdest Du von diesem Beitrag nicht übernehmen wollen?
Gruss Alex
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Grammophon-Mini
Do Jan 22 2026, 15:33
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 103
Angewendet habe ich es noch nicht, werde es aber vielleicht bei zur Restaurierung meines hundertjährigen, sehr frühen HMV 101 brauchen, welches mit der Zeit "vergraut" ist und vermutlich mit Schuhcreme allein nicht wieder überzeugend schwarz würde.
Oder was würdest Du von diesem Beitrag nicht übernehmen wolltest?


Naja, nur das mit dem ausschneiden des Kunstleder von kaputten Koffern und dann das ankleben an den reparaturbedürftig würde ich so zum Beispiel nicht machen. Ich habe zwar einen sehr verschrotten noname Koffer. Aber den würde ich für den 101nicht opfern. Bei meinem 101 sind eh nicht so große sichtbarer Fehlstellen vorhanden. Den Thead zum 106 Koffer habe ich schon mir öfter angeguckt, da ich schon immer mal ein Electrola Koffer haben wollte und der Thead ein gutes Beispiel für Restauration ist. Man muss sich immer mit ihm halt überlegen, wie die Verträglichkeit des Materials ist. Deswegen hatte ich Bedenken.Jetzt war eben die Gelegenheit günstig. Außerdem ist es ja auch ein etwas seltenes Modell da ist so in dieser Ausführung nur in 1927 gab.(einen 106, möchte ich mir auch mal zulegen, wenn diese seltene Pick-up Schalldose dabei ist????

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Bruno1902
So Feb 08 2026, 12:54
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Sep 02 2025, 12:28
Wohnort: Niederrhein
Beiträge: 10
Hallöchen @Grammophon Mini

der Lack auf dem Motorbord sollte eine alkohollösliche Schellackpolitur sein. Da würde ich persönlich nicht mit irgendeiner Möbelpolitur herangehen. Die kann möglicherweise durch vorhandene Mikrorisse in der Politur gehen, diese unterwandern und dann schlußendlich anheben. So zumindest meine Erfahrung über die Jahre. Ich würde mir von Zweihorn die Schellackreinigung holen. Ist zwar ein Liter, aber haben ist besser als brauchen. Damit reinigst Du die Oberfläche, im Idealfall kann man mit einem sauberen Tuch nachpolieren und ust fertig. Wenn es Dir dann immer noch nicht gefällt kannst Du über ein paar Schichten neuen schellack nachdenken. Dafür solltest Du aber vorher an etwas anderem üben.
Du kannst in meinem Beitrag mit dem Columbia 221 Koffer ein paar Bilder des Motorboards vor der Behandlung mit dem Reinigungsmittel., danach und nach ein paar Lagen neuen Schellacks sehen

[ Bearbeitet So Feb 08 2026, 12:57 ]
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Rundfunkonkel
So Feb 08 2026, 17:25
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1141
Zur Holzpflege (Neuaufbau ist wieder etwas anders) verwende ich meist 1/3 Leinöl(firniß), 1/3 Terpentinöl und 1/3 Essig. Ergibt in der Regel bei gereinigtem, aber ausgetrocknetem Holz wieder ein "saftiges" Aussehen. Ansonsten mal in alte Handwerksbücher der Zeit der entsprechenden Geräte schauen. Für Schellacküberzug vielleicht erst mal an Reststück-Holz üben, Ballenmattierung ebenso.
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