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Russischer Tonabnehmer Pick Up Pardist LGR. Leningrad ?
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Grammophon-Mini
Do Jan 22 2026, 16:12 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
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HERSTELLER:
MODELL:Pardist LGR. ->LeninGRad ?
SERIENNUMMER:keine
JAHR:1930er?
Länge(Kabel):

Hab seit einigen Monaten diesen russischen Pick-up tonabnehmer. Leider hat er an ein russisches Koffergrammophon (dass ich mittlerweile weitergegeben habe) nicht drangepasst vom Anschluss her. ich weiß, das s ich einRöhren Radio aus den 30er brauche,aber da hab ich keins. ich habe schon auf Kleinanzeigen geguckt, also nach Rhönradios mit Tonabnehmer Anschluss, aber die meisten werden nur als defekt verkauft. Mit Radios kenne ich mich überhaupt nicht aus und das wäre auch etwas viel für mich wenn ich da jetzt an einem rumbasteln müsste. Außerdem sind diese Röhrenradios Verdammt teuer… Was könntet ihr mir denn für Modelle empfehlen, die eine gute Wiedergabe bringen und die vom Anschluss passen würden?

Vielleicht hat ja jemand Infos ?






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Grammo
Fr Jan 23 2026, 13:12
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Nov 23 2015, 21:53
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Den kann man an jeden Verstärker mit AUX- oder LineIn-Eingang anschließen. Können auch ganz moderne Geräte sein.

Interessanter ist die Frage, ob die im Pickup verbauten Dämpfungsgummis bereits ausgehärtet sind. Dann ist keine saubere Tonwiedergabe mehr möglich und er müsste restauriert werden.

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Grammophon-Mini
Fr Jan 23 2026, 13:17
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
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Danke für den Tipp Grammo!
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Mystic-X
Fr Jan 23 2026, 16:11
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Nov 23 2023, 15:29
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Beiträge: 20
Mit Leningrad liegst du wohl richtig. Hier findet sich zumindest eine Erwähnung dieser Firma.
Link - Hier klicken

Scheinbar gibt es das Teil auch aus dem Radiowerk Kiew: Link - Hier klicken

Sonst finde ich auch nichts aussagekräftiges.
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Grammophon-Mini
Fr Jan 23 2026, 17:01
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 103
Danke fürs recherchieren Mystic.Ich selbst habe schon versucht die beiden 4 mm Stecker in ein AUX in Anschluss hinein zu stecken, aber dafür waren die Anschlüsse zu groß. Dann muss ich mich jetzt doch nach einem Röhrenradio Ausschau halten. Auf dieser einen Webseite mit den Röhrenradios aus Russland habe ich aber gar keine Anschlusslöcher für den Tonabnehmer gesehen. Vielleicht hab ich’s auch nicht richtig gesehen, aber wenn die Firma Radios und Tonabnehmer hergestellt hat, wird sie ja auch wohl die die TA Anschlüsse haben.
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LoopingLoui
Fr Jan 23 2026, 19:05
"Moderator"

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 26 2021, 19:14
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Beiträge: 931
Besonders alte Radios und kleinere billige Geräte wie etwa die Volksempfänger hatten manchmal keinen TA-Anschluss, es gab aber Zubehör welches man nachrüsten konnte.
Der Anschluss sieht dann folgendermaßen aus (manchmal auch in Form eines Kreises, der einer Schalldose ähnelt).
Bei ausländischen Geräten habe ich keine Ahnung wie verbreitet das war.



Ein moderner Verstärker hat natürlich keinen Anschluss für Bananenstecker. Du kannst dir aber so ein Verbindungskabel für den Phonoeingang kaufen (sofern er denn diesen noch hat) und dann die Bananenstecker mit Krokodilklemmen aus dem Physik-Unterricht verbinden. Nicht ideal, aber sollte gehen.
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Grammo
Fr Jan 23 2026, 19:51
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Nov 23 2015, 21:53
Wohnort: Hannover
Beiträge: 70
Grammophon-Mini schrieb ...

Danke fürs recherchieren Mystic.Ich selbst habe schon versucht die beiden 4 mm Stecker in ein AUX in Anschluss hinein zu stecken, aber dafür waren die Anschlüsse zu groß. Dann muss ich mich jetzt doch nach einem Röhrenradio Ausschau halten. Auf dieser einen Webseite mit den Röhrenradios aus Russland habe ich aber gar keine Anschlusslöcher für den Tonabnehmer gesehen. Vielleicht hab ich’s auch nicht richtig gesehen, aber wenn die Firma Radios und Tonabnehmer hergestellt hat, wird sie ja auch wohl die die TA Anschlüsse haben.


Offensichtlich war mein Kommentar etwas mißverständlich, sorry. Ich meinte, daß das elektrische Signal, welches der Tonabnehmer ausgibt, problemlos zu einem modernen AUX- oder LineIn-Eingang passt, nicht die Stecker.
Einige Verstärker haben auch noch einen Phono-Eingang, dafür wäre der Pegel viel zu hoch (nur bei alten Röhrenradios passt der Phonoeingang).

Ein Radio aus den 30er Jahren braucht es dafür nicht, sondern einen passenden Adapter.

Um mal bei den Chinch Eingängen zu bleiben, würde es dann so aussehen, daß Du, da der PicKUp nur mono ist, entweder den roten oder den schwarzen Chinch nehmen müsstest.
Eine Ader kommt dann an den äußeren Metallring der Chinchbuchse, die andere an den inneren Kontakt der selben Chinchbuchse. An die andere Chinchbuche wird gar nix von diesem Kabel angeschlossen.

So könnte man zumindest erst einmal testen, ob überhaupt noch brauchbarer Ton rauskommt.

Um das dauerhaft zu realisieren, muß man etwas basteln bzw. selbst anfertigen. Auf der einen Seite werden Bananenbuchsen oder eine Flachsteckerbuchse (sehr schwer erhältlich) benötigt. Auf der anderen Seite habe ich einen 5poligen DIN-Stecker genommen und die beiden PINs für den linken und rechten Kanal mit etwas Lötzinn zusätzlich überbrückt. So hört man das Mono-Signal aus beiden Boxen und nicht nur aus einer. Ein weiterer Adapter von DIN auch Chinch ist wiederum ganz einfach erhältlich und der Anschluß ist hergestellt.

Die Stahlnadel muß übrigens nach jeder Plattenseite gewechselt werden, dann ist sie abgenutzt.

[ Bearbeitet Fr Jan 23 2026, 20:39 ]
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Rundfunkonkel
Sa Jan 24 2026, 11:45
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
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Beiträge: 1141
Zur Sache mit "passt nicht" vom TA zum Arm des Grammophon: das Teil ist absichtlich offen gehalten, damit der Nutzer es (vorsichtig, in Grenzen) an den Innendurchmesser des Arms anpassen konnte. Ansonsten hilft auch ein Stück Schrumpfschlauch oder Gummischlauch. Oder Stoff-Isolierband, wenn der Durchmesser zu klein ist. Aber, wie schon angemerkt, wäre eine Überholung des Pickup sicher nicht verkehrt vor der ersten Benutzung. Habe übrigens schlechte Erfahrungen gemacht mit so einem System aus dieser Ära, trotz Überholung... wegen Eigenresonanzen kann es passieren, dass eine gute Platte danach eine eher nicht mehr gute wird... trotz neuer Stahlnadel. Das bitte ich zu bedenken!

Welchen Widerstand kann man denn an den Anschlüssen messen? Wenn ich mich recht erinnere, waren das meist so um die 2000 Ohm (2 Kiloohm).
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Grammophon-Mini
Sa Jan 24 2026, 13:25
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
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Der Verkäufer, von dem ich den Tonabnehmer abgekauft habe, hat mir gesagt, dass der Widerstand 2,2 Kiloohm beträgt.
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Rundfunkonkel
Sa Jan 24 2026, 23:07
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
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Grammophon-Mini schrieb ...

Der Verkäufer, von dem ich den Tonabnehmer abgekauft habe, hat mir gesagt, dass der Widerstand 2,2 Kiloohm beträgt.


Es ging mir bei der Frage darum, ob die Spule im aktuellen Zustand noch in Ordnung ist. Wenn die Spule bzw. Zuleitungen unterbrochen wären, muss erst mal das behoben sein, bevor man einen Ton hören wird.

Zur Not tut es sogar eine Aktivbox fürs Smartphone oder Rechner. Oder Soundbar vom Fernseher. Oder ein Audioeingang am Rechner mit Audacity. Entsprechend gebastelte oder gekaufte Adapter vorausgesetzt.

Beim Röhrenradio möchte ich aber noch auf eine Gefahr hinweisen. Viele Vorkriegsradios haben nicht nur einen Anschluss für Tonabnehmer, sondern auch einen Anschluss für hochohmige Lautsprecher. Dort liegt aber dann oft um die 250 Volt an, da der Abgriff intern direkt an der Endröhre liegt (primär am Ausgangsübertrager). Bitte unbedingt drauf achten den richtigen Anschluss zu nehmen!
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Grammophon-Mini
Sa Feb 07 2026, 22:31
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
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Beiträge: 103
Welche Röhrenradios könntet ihr mir von der Qualität empfehlen?
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Mystic-X
So Feb 08 2026, 10:14
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Nov 23 2023, 15:29
Wohnort: Tal der Ahnungslosen
Beiträge: 20
Wenns was aus der Nachkriegszeit sein soll sind Geräte aus der DDR meist wertiger als aus der BRD. Heißt dickeres Holz und Blech, robustere Schalter etc.. Eigenart der DDR Geräte ist das sie klanglich fast alle etwas basslastiger sind.

Wenns Vorkrieg sein soll dann am besten ein Gerät der großen Hersteller Mende, Telefunken, Siemens oder Körting.
Ich vermute mal das dich der Radioempfang eher weniger interessiert daher ist es für dich egal ob du da ein eher einfaches Gerät oder etwas höherwertiges/technisch aufwändigeres kaufst.
Ich rate dennoch von Einkreis-Empfängern ab. Was für den kleineren Geldbeutel gebaut wurde ist halt meist auch durchweg einfacher ausgeführt. Das betrifft dann auch den Lautsprecher.

Für mich ist bei Deiner Suche allerdings noch etwas anderes deutlich wichtiger: Was gefällt dir denn so rein optisch?
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Rundfunkonkel
So Feb 08 2026, 16:52
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1141
Es ist schwierig, ein Röhrengerät (besonders Vorkrieg) zu empfehlen. Ich stimme zu, dass meistens Mehrkreiser (also Superhet) Empfänger einen besseren Klang erwarten lassen, aber das muss nicht so sein. Zum Beispiel hatte damals ein Einkreiser oder Zweikreiser den Vorteil, dass er den nahe gelegenen Ortssender breitbandiger empfangen konnte als ein stets auf 4,5 oder 5kHz festgelegter Superhet. Wenn Lautsprecher von einer Markenfirma in 20 cm eingebaut waren, war der Klang dann auch relativ ähnlich (mal von ab Werk "gesoundeten" Radios abgesehen). Zum Beispiel habe ich einen winzigen Einkreiser von etwa 1949 mit recht kleinem Lautsprecher, bei dem der Hersteller (ich glaube es war Lorenz) seine Arbeit recht gut gemacht hat - der Klang ist sehr angenehm für diese Größe. Ein weiterer Empfänger, den ich zwar ebenfalls nicht als Empfehlung nenne, aber wegen seiner verkauften Stückzahlen vor und auch nach dem Krieg, ist der Emud Rekord 89 - ich finde, er klingt für seinen kleinen Lautsprecher ganz passabel.

Man sollte den Klang auch ein wenig mit der Epoche verbinden. Radios von 1927 werden schlecher abschneiden als Geräte in anderer Bauform Anfang der 1930er, Mitte der 1930er oder Ender dieses Jahrzehnts. Ca. 1936-38 konnte man schon mit Zweiwegesystemen in Geräten der Spitzenklasse mit starken Endstufenröhren und großen 30 cm Lautsprechern einiges für die gehobene Käuferschicht bieten. Für den normalen Käufer waren die Radios mit 20 cm Lautsprecher üblich, da gab es viele. Sehr überrascht hatte mich mal ein Blaupunkt Gerät von 1938 (nach seiner Instandsetzung) im Bakelitgehäuse, welches einen richtig tiefen Bass mit seiner 20 cm Membrane ertönen ließ.

Aus meiner Sicht sind Ost- oder Westgeräte von nach der Trennung Deutschlands weder besser noch schlechter. Im Westen bestimmte der Preis das, was man bekam, im Ostteil zum Teil Materialmangel und folgend schwankende Güte (wenn man die frühen Radios nimmt), oder der aus heutiger Sicht unwichtige Aspekt, dass die Radios zum Teil etwas der Entwicklung hinterherhinkten (z. B. UKW Flankendemodulation statt Ratiodetektor). Für Plattenwiedergabe ist das unwichtig. Egal woher, sind das alles spannende, zeitlich parallel, aber getrennt laufende Entwicklungsstränge, die das Sammeln, die Reparatur und den Erhalt solcher Geräte kulturhistorisch wichtig machen.

Aber jedes Gerät gehört zuerst instandgesetzt. Röhren sind selten das Problem (man achte aber beim Kauf auf Geräte, wo es noch günstige Röhren als eventuellen Ersatz gibt). Die restlichen Bauteile (meistens sämtliche Kondensatoren) müssen erneuert werden, Widerstände geprüft, Abgleiche vorgenommen werden. Einfach ein Radio kaufen, anschließen und benutzen vernichtet meistens Röhren, maximal brennt die Bude ab.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass so eine Aufsteck-Schalldose nach meiner Meinung maximal etwa in die Mitte der 1930er Jahre reinpasst, wenn man ein zeittypisches Radio dazu aussuchen möchte. Und wenn diese Schalldose mal repariert ist und verzerrungsfrei spielt, sollte man auch die Geometrie (also die Stellung der Dose zur Platte) untersuchen, bevor man seine Platten damit vorzeitig "formatiert" (löscht, die Rille ausfräst). Dazu hatte damals Uli einen "Protractor" hier im Forum veröffentlicht, den ich sehr empfehle nachzubasteln. Die Voraussetzungen sind quasi dieselben wie bei Vinyl, nur eben etwas gröber.
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