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Umgestaltung der ,,Schallplatte Grammophon“ ab wann?
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Grammophon-Mini
Di Feb 03 2026, 14:51 Druck Ansicht
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Die DG nahm im Laufe der Zeit natürlich verschiedene Änderungen an ihren Etiketten vor. Die größte Änderung wird wohl die komplette Umstrukturierung 1926 /27 gewesen sein. Allerdings wurde schon schätzungsweise Anfang der Zwanzigerjahre etwas verändert. Vor den 20ern waren nämlich Katalog- und Bestellnummer schräg, links und rechts vom Etikett angebracht. Ab Anfang der Zwanzigerjahre wurden diese in ein Rechteck gefasst. Zum besseren Verständnis zwei Bilder, mich würde interessieren, in welchem Jahr genau diese Umstrukturierung stattfand, dass da das mir zur besseren Dosierung der Platten helfen würde.



[ Bearbeitet Di Feb 03 2026, 14:53 ]
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Grammophon-Mini
Di Feb 03 2026, 14:52
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Hier das zweite Bild, das neueres Label Design.(Um 1923/24 ist die Platte)

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Recordplayer78
Mo Feb 09 2026, 20:46
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Die zweite Platte mit der Matrizen-Nr. 1204 av ist schon die letzte und sehr "moderne" Version des alten Etiketts. Es ist von kurz vor der Einführung der elektrischen Aufnahmen. Auch das "Made in Germany" ist eigentlich erst typisch bei elektrischen Aufnahmen. av war eine spätakustische Serie, die bis zur Nummer 1325 av ging (die höchste, die ich gefunden habe). Ich schätze, dass deine Platte vom Herbst 1925 ist. Die Operette "Uschi" von Gilbert wurde erst am 11.X.1925 uraufgeführt!

Das alte Hundeetikett wurde auch noch für die ersten elektrischen Aufnahmen benutzt (EInführung bei Grammophon erste Hälfte 1926, oder doch später?). Ab ca. Anfang 1927 gab es dann ein neues "modernes" Etikett. Falls jemand noch weitere Informationen hat zu Aufnahmedaten von spätakustischen Serien (bei 30 cm z.B. as, av, az) oder von frühen elektrischen Grammophon-Platten (30 cm Matrizen bm oder bi), wäre ich daran sehr interessiert. Dieser Übergang von akustisch zu elektrisch ist bei einige Plattenfirmen m.E. schwer dokumentierbar, bzw. wir wissen zu wenig darüber...

PS. Ich wäre auch sehr an Informationen über die zweite Seite (Titel, Matrize, Nummern) von 19324 interessiert!

[ Bearbeitet Di Feb 10 2026, 10:02 ]
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Recordplayer78
Mo Feb 09 2026, 20:58
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Okt 25 2018, 16:13
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Hier ist ein Beispiel für eine frühe elektrische Aufnahme auf dem alten Etikett. Es ist allerdings eine 25 cm-Platte, die Matrizen-Nr. ist 33 bo (Rückseite Im Prater blühn wieder die Bäume 32 1/2 bo). Aufnahme ca. 2. Hälfte 1926 ?

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Konezni
Mo Feb 09 2026, 21:32
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Beiträge: 268
Recordplayer78 schrieb ...

Die zweite Platte mit der Matrizen-Nr. 1204 av ist schon die letzte und sehr "moderne" Version des alten Etiketts. Es ist von kurz vor der Einführung der elektrischen Aufnahmen. Auch das "Made in Germany" ist eigentlich erst typisch bei elektrischen Aufnahmen. av war eine spätakustische Serie, die bis zur Nummer 1325 av ging (die höchste, die ich gefunden habe). Ich schätze, das deine Platte vom Herbst 1925 ist. Die Operette "Uschi" von Gilbert wurde erst am 11.X.1925 uraufgeführt!

Das alte Hundeetikett wurde auch noch für die ersten elektrischen Aufnahmen benutzt (EInführung bei Grammophon erste Hälfte 1926, oder doch später?). Ab ca. Anfang 1927 gab es dann ein neues "modernes" Etikett. Falls jemand noch weitere Informationen hat zu Aufnahmedaten von spätakustischen Serien (bei 30 cm z.B. as, av, az) oder von frühen elektrischen Grammophon-Platten (30 cm Matrizen bm oder bi), wäre ich daran sehr interessiert. Dieser Übergang von akustisch zu elektrisch ist bei einige Plattenfirmen m.E. schwer dokumentierbar, bzw. wir wissen zu wenig darüber...

PS. Ich wäre auch sehr an Informationen über die zweite Seite (Titel, Matrize, Nummern) von 19324 interessiert!


Rückseite: 1205 av USCHI Liebe und Glück B 60526. Die Operette wurde am 24.01.1925 uraufgeführt, zur Datierung muss man jedoch wohl eher das Datum der Berliner Erstaufführung (01.06.1925) heranziehen.
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Konezni
Mo Feb 09 2026, 21:39
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 20 2015, 18:23
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Beiträge: 268
Recordplayer78 schrieb ...

Hier ist ein Beispiel für eine frühe elektrische Aufnahme auf dem alten Etikett. Es ist allerdings eine 25 cm-Platte, die Matrizen-Nr. ist 33 bo (Rückseite Im Prater blühn wieder die Bäume 32 1/2 bo). Aufnahme ca. 2. Hälfte 1926 ?




Das ist doch eine 30-cm-Platte - Datum kommt hin; ich würde sie sehr spät 1926 ansiedeln...
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Recordplayer78
Di Feb 10 2026, 10:06
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Ja, sorry, 2 Fehler: Die 95009 ist (natürlich) eine 30 cm -Platte, und das Datum für die Uraufführung von "Uschi" hat mir die KI genannt (ohne dass ich es weiter nachgeprüft hätte), bei der ich aber bei solchen Fragen schon öfters Fehler und Verwirrung erlebt habe.

[ Bearbeitet Di Feb 10 2026, 10:06 ]
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Musikmeister
Do Feb 12 2026, 18:25
Autor
⇒ Mitglied seit ⇐: So Aug 21 2011, 21:23
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Grammophon-Mini schrieb ...

mich würde interessieren, in welchem Jahr genau diese Umstrukturierung stattfand, dass da das mir zur besseren Dosierung der Platten helfen würde.


Bei den 30 cm Grammophon-Grünetikett-Platten erfolgte diese Umstellung ca. im Februar/März 1922 nach Erreichen der Bestellnummer 15999 und dann Wechsel auf 19xxx.



Davor und danach gab es schon 2 Farbvarianten (hell- und dunkelgrün).
Hier eine doppelte Platte in den beiden Varianten.



Ab dieser Zeit der Labelumstellung wurde auch der Schriftzug "Schallplatte "Grammophon"" in der oberen Hälfte des Etiketts auf die Grösse der Grammophon-Exportetiketten (ohne Nipper, Polydor gab es ja noch nicht) verbreitert, die vorher nicht so breit waren.




[ Bearbeitet Do Feb 12 2026, 18:26 ]
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Grammophon-Mini
Mi Feb 18 2026, 13:36
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 123
Danke für die Aufklärung. Aber warum wechselte man von Dunkelgrün zu hellgrün und dann wieder zu Dunkelgrün. Vielleicht hat es auch einfach nur mit dem Presswerk zu tun, oder es liegt an der Inflazionszeit und die DG hat Farbe gespart?


[ Bearbeitet Do Feb 19 2026, 03:54 ]
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