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Reparatur Koffergrammophon Durana
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c_c64gs
Mo Mär 16 2026, 20:13 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: So Mär 15 2026, 07:09
Beiträge: 2
Liebe Grammophon-Gemeinde,
Seit ca 2 Woche bin ich endlich ein stolzer Besitzer eines Grammophons.
Konnte für einen sehr guten Preis ein Koffergrammophon der Marke "Durana" ergattern und der optische Zustand ist wirklich sehr gut für das Alter und für einen schmalen Taler gabs sogar eine Kiste Platten dazu.

Die Freude war riesengroß, aber schnell habe ich gemerkt, dass die Technik rumzickt.
Leider werden die Platten nicht komplett abgespielt.
Habe einige Testläufe mit und ohne Platte unternommen und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Ohne Platte spielt das Grammophon nur ca 2,20min bei 78Umdrehungen.

Mit Platte ist schon bei ca 1,30min schluss.
Damit die Geschwindigkeit aber stimmt und nicht nach paar Sekunden Schluss ist, muss ich den Drehzahlenregler auf ca 85 bis 90 Umdrehungen stellen. Immerhin wird die Platte aber gleichmäßig abgespielt.

Der Klang ist im Allgemeinen wirklich gut und die Kurbel kann ich ca 22x drehen bis die Feder voll gespannt ist. Man merkt auch, dass sich die Feder mit jeder Umdrehung spannt und nix wackelt oder zu lasch dreht.
Nadelwechsel und Reinigung der Platten habe ich auch schon vorgenommen, aber ohne Ergebnis.

Jetzt hab ich mich eine Weile belesen und meistens liegt es an der altersbedingten Verschmutzung der Mechanik durch Altöl & Dreck oder im schlimmsten Fall, dass die Feder defekt ist.

Was mir vom Hören der Mechanik auffällt ist, dass es diverse leichte Schleifgeräusche gibt. Auch der Plattenteller scheint ganz leicht zu "Eiern".

Da ich keine Hemmungen habe Technik aufzuschrauben und zu reinigen, habe ich das vorgestern auch bei dem Grammophon getan.
Nachfolgend könnt ihr mich gerne "ausmecken", wenn ich Mist gemacht habe ????

Ich habe den Motor ausgebaut, alle Zahnräder mit Bremsenreiniger gesäubert und anschließend mit einem Kettengriechfett geschmiert. Nur die Feder habe ich ausgelassen, da ich nach einigen Videohinweisen davor Respekt habe.

Leider war alles ohne Erfolg (aber immerhin läuft das Grammophon immer noch mit besagten Macken ????)

Mein nächster Anlauf wäre folgender:

Die Mechanik mit Terpentin reinigen und die Mechanik mit Langzeitfett von Liqui Moly schmieren (hab ich in einer Thread hier im Forum als Empfehlung gelesen).

Die Frage ist jetzt: macht das Ganze Sinn oder ist es doch die Feder selber ?

Ich habe hier gelesen, dass der Plattenteller ohne Platte ca 7min drehen sollte und mit Platte diese durchgespielt werden sollte.

Gibt es sonst noch Empfehlungen, außer noch die Feder selber zu fetten ?

Bin über Tipps wirklich dankbar, dann würde ich diese Woche weiter an meinem schönen Grammophon tüfteln :)

[ Bearbeitet Mo Mär 16 2026, 20:14 ]
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Grammophon-Mini
Mo Mär 16 2026, 20:38
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 118
. Vielleicht liegt es auch gar nicht an derMechanik, sondern an der Nadel oder an der Platte. Die Nadel muss wirklich nach jeder Plattenseite gewechselt werden und bei manchen abgespielten Platten bleibt auch eine frische Nadel einfach in der Rille stecken. Auch neuere Polydor aus den fünfziger Jahren sind für so ein Grammophon natürlich nicht mehr geeignet. Ich denke, dass es an Platte und Nadel liegt. Man kriegt bekommt schon 100 Nadeln für sieben Euro auf eBay in verschiedenen Lautstärken. Kannst du vielleicht mal Bilder vom Grammophon schicken? So kann die Fehlerquelle denke ich besser identifiziert werden
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Grammophon-Mini
Mo Mär 16 2026, 20:39
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 118
Einen Faktor könnte auch der Winkel der Schalldose zur Platte sein. Bei solch Billiggeräten war das meistens für den Hersteller egal.
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c_c64gs
Mo Mär 16 2026, 20:52
⇒ Mitglied seit ⇐: So Mär 15 2026, 07:09
Beiträge: 2
Dass habe ich schon in Betracht gezogen und korrigiert, aber wie beschrieben:

Ohne Platte dreht sich der Teller nur ca 2,20min. (Natürlich ohne Tonarm)

Auch die Tellerbremse schließt und öffnet sich korrekt.

Hier im Forum habe ich gelesen, dass er sich ca 7min drehen sollte.
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berauscht
Mo Mär 16 2026, 22:09
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 2082
Es könnte das Fett im Federgehäuse verharzt sein, oder die Feder ist einfach ausgeleiert.
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