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unbekannter Trichter
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Grammomax
Di Jul 07 2026, 21:47 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jul 04 2026, 21:54
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Beiträge: 5
Hallo,
kennt jemand diesen großen Messingtrichter oder hat Abbildungen in der Fachliteratur ? Er hat einen Durchmesser von 85 cm.



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DGAG
Fr Jul 10 2026, 23:27

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
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Beiträge: 814
Das dürfte der Trombophon-Trichter von Carl Below sein. Hier eine Anzeige von 1907:



Bald stellte auch die Konkurrenz ähnliche Modelle her. Ausgelöst durch das Auxetophon der Deutschen Grammophon-A.G. waren Riesen- oder Starktontrichter ungefähr zwei Jahre lang in Deutschland in Mode und verschwanden danach wieder in der Versenkung.
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DGAG
Fr Jul 10 2026, 23:31

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Beiträge: 814
Was ist das eigentlich für ein außergewöhnliches Grammophon? Was steht denn auf dem Blechschildchen auf der vorderen Profilleiste der Bodenplatte?
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PONOPHON
Sa Jul 11 2026, 07:58
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Beiträge: 282
Hier ist noch eine andere Version vom Trombophon - Automat. Mit Angabe der Gesamtlänge des Trichters von 305 cm und 30 cm Plattenteller.


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Grammomax
Sa Jul 11 2026, 21:05
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jul 04 2026, 21:54
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Beiträge: 5
Hallo,
vielen Dank für die Info über meinen Trichter. Auf meinem Gerät steht auf dem Messingschild H.Weiss Hannover Georgstrasse 21.
Gruß und herzlichen Dank für die Info

Frank
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DGAG
So Jul 12 2026, 14:38

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
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Beiträge: 814
Danke für das Ablesen des Messingschildes. Die Berliner Hauptniederlassung der Firma H. Weiss & Co., Grammophon-Handlung, ist am 5. August 1901 eingetragen worden. Zweigstellen entstanden nach und nach in Chemnitz, Dresden, Hamburg und, ab März 1905, auch in Hannover.

Was mich sehr interessieren würde: Wie lautet denn die Geschichte des super stabilen, aufwendig hergestellten Grammophons, auf dessen Bodenplatte das Schildchen montiert ist. Was ist davon authentisch, was sind originale Bauteile (evtl. aus anderen Geräten?), was ist Nachbau und was ist freie Schöpfung?

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Grammomax
Mi Jul 15 2026, 00:13
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jul 04 2026, 21:54
Wohnort: Stockelsdorf OT Horsdorf
Beiträge: 5
Hallo,
das Gerät habe ich gebaut. Es ging mir darum, einen qualitativ hochwertigen und schönen großen Motor zeigen zu können und gleichzeitig einen optimal gelagerten langen Tonarm für Bambusnadelbetrieb zu haben. Daher habe ich ein Nadellager verwendet. Die obere und untere Platine sind aus massivem Eisen, so dass das Gerät sehr standfest ist und den großen Trichter verträgt. Mir geht es generell bei meinen Geräten um optimalste Tonwiedergabe, daher verwende ich meistens meinen Expert Senior mit Ortophonic Schalldose und Kontergewicht aber der große Trombophontrichter in Verbindung mit dem langen Tonarm und einer klassischen Homocord Messingschalldose hat mich ebenfalls begeistert, so dass ich gern beide Geräte für meine 30 er Jahre Tanzmusik verwende.
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DGAG
Sa Jul 18 2026, 10:13

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Beiträge: 814
Meinen Glückwunsch, da hast Du eine auch optisch sehr gelungene Lösung gefunden. Dass damit der Riesentrichter eine stabile Basis erhält ist ein großer Vorteil. Ich finde gerade den geschwungenen Übergang zum Trichterhalter sehr elegant gelöst. Diese stabile "Brücke" hat ja wirklich ein hohes Gewicht zu tragen. Sicher gab es auch schon vor über 100 Jahren entsprechende Demonstrationsmodelle im "Showroom" größerer Grammophongeschäfte.

Es kann sich um eine optische Verzerrung handeln, aber es sieht so aus, als würde die Nadel vor dem Dorn aufsetzen. Da Du ebenfalls ein Gegengewicht verwendest. Mit welchem Auflagegewicht tastest Du Deine Schallplatten ab? Bei mir sind es, für akustisch aufgenommene Schellackplatten, bei der Verwendung von Stahlnadeln 50 Gramm, manchmal 80 Gramm und nur selten auch noch mehr.
Du solltest vielleicht zur Plattenschonung noch den Spurfehlwinkel optimieren. Das dürfte beim von Dir gewählten Tonarm kein Problem sein. Wir hatten zu diesem lohnenden Thema einen Thread: Link - Hier klicken
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Grammomax
So Jul 19 2026, 16:44
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jul 04 2026, 21:54
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Beiträge: 5
Hallo,
danke für die Rückmeldung, den TrackError habe ich optimal gewählt, als ich die untere Platte mit der Aufnahme für die Halterung gebaut habe, die Auflage begrenze ich wie bei Dir auf 50 Gramm, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, auch bei meiner Orthophonik Schalldose auf dem Expert Senior Gerät. Dies gilt auch für meine selbst gefertigten Bambusnadeln.

Grüße aus dem Norden
Frank
PS habe eben ein schönes Jugendstilgerät aus einer Hausauflösung in Hamburg geholt, stelle die Fotos noch ein.
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Grammomax
So Jul 19 2026, 17:09
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jul 04 2026, 21:54
Wohnort: Stockelsdorf OT Horsdorf
Beiträge: 5
Hallo Forum,
diese Gerät habe ich eben für ganz kleines Geld aus Hamburg abgeholt, kennt jemand den Hersteller und weiß, wie man die Schalldose abkriegt ? So einen Anschluß habe ich noch nie gesehen ?
Wäre dankbar für Infos.
Gruß
Frank











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DGAG
Mo Jul 20 2026, 12:24

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Beiträge: 814
Schöner Fund. Das ist das "AMAG-Novophon" von 1907. Hersteller ist die Allgemeine Maschinen- und Apparatebau-Gesellschaft m.b.H., Berlin. Die Eintragung im Gehäuseinneren "31/7 07" mit dem kleinen Namensstempel könnte das Datum der Endabnahme und der zuständige Prüfer sein. Dieses Grammophon verdient einen eigenen Thread. Magst Du einen eröffnen? Wir hatten bereits einige Infos dazu gesammelt, die ich ohne Probleme verschieben könnte: Link - Hier klicken

Die Schalldose ist original und die gelochte Scheibe hinter der Glimmermembran galt damals als besonderes und neues Merkmal. Willst Du sie abbauen um die Gummiteile auszutauschen? Leider hatte ich so etwas noch nicht um sagen zu können, ob die Schalldose verschraubt oder aufgesteckt ist.
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