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Foren > Phonographen > Walzen und frühe Tonaufnahmen
Ich habe die Stimme von Fürst Otto von Bismarck wiederentdeckt
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Starkton
Di Jan 31 2012, 01:06 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Soeben veröffentlichte die New York Times in ihrer Online-Ausgabe vom 30. Januar einen Artikel über die Entdeckung von Phonographenwalzen mit den Stimmen von Fürst Otto von Bismarck, Graf Helmuth von Moltke und einer ganzen Reihe deutscher, österreichischer und ungarischer Künstler, welche zwischen August 1889 und Januar 1890 in Paris, Berlin, Wien und Köln aufgenommen wurden. An diesem Projekt war ich ganz wesentlich beteiligt.

Ich habe Audiodateien von einem Dutzend dieser Walzen am 25. Mai 2011 aus den USA erhalten und im Laufe von einigen Monaten die Aufgenommenen identifiziert und die Aufnahmen transkribiert. Meine größte Entdeckung war sicherlich die Identifizierung von Otto von Bismarck auf einer Walze die seit über 100 Jahren verschollen war.

So aufregend der Augenblick der Erkenntnis, so frustrierend waren die Monate danach. Das Schwierigste war, diese Jahrhundert-Entdeckung so viele Monate für sich behalten zu müssen, bis sie endlich bekannt gegeben werden durfte. Jetzt ist es soweit und alle können Fürst Bismarcks und Graf Moltkes Stimme hören. Mit den beiden Aufnahmen von Moltke ist die weltweit einzige Stimme eines im 18. Jahrhundert Geborenen, die wir heute noch hören können, wiederentdeckt worden.

Meine Erkenntnisse habe ich in einem deutschsprachigen Artikel, ergänzt mit Audiodateien, zusammengefasst. Hier ist der Artikel: Link - Hier klicken

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, Bismarcks Aufnahme auf youtube zu stellen, bevor es andere tun. Es ist mein erster Versuch mit dieser Plattform, das Bismarck1889-Logo hat mein dreizehnjähriger Sohn erstellt (ich bin sehr stolz auf ihn): Link - Hier klicken

Hier der oben angesprochene Artikel in der New York Times: Link - Hier klicken

[ Bearbeitet So Jun 17 2018, 06:48 ]
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snookerbee
Di Jan 31 2012, 01:15
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

Herzlichen Glückwunsch zu dieser verblüffenden Entdeckung!

[ Bearbeitet So Mär 25 2012, 15:40 ]
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_-_-_
Di Jan 31 2012, 11:25
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 271
Wirklich toll! Vielen Dank!

[ Bearbeitet Mi Feb 01 2012, 16:54 ]
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Formiggini
Di Jan 31 2012, 13:21


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Es ist wirklich unglaublich was in den letzten Jahren an frühesten Aufnahmen wieder zugänglich gemacht wurde.
Nicht nur moderne Technik macht dies möglich, sondern vor allem auch der Enthusiasmus und Einsatz von Historikern weltweit. Ich kann dir zu dieser Entdeckung einfach nur Gratulieren!

Alleine die Fülle von historischen Aufnahmen in deinem Artikel
nehmen mich auf eine Zeitreise mit. Erst auch durch die akustischen Dokumente treten die Persönlichkeiten vergangener Tage aus der Geschichte hervor.

Ich bin so frei, und binde hier die Bismarck Aufnahme nochmal ein:

Link - Hier klicken

[ Bearbeitet So Jun 17 2018, 06:50 ]
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Webseite
snookerbee
Mi Feb 01 2012, 12:32
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

@Starkton:

Was wir hier spannend und toll finden, damit können andere gar nichts anfangen. Bei solch einem Unverständnis, mit dem die historisch-technischen Zusammenhänge im folgenden Artikel aus der aktuellen "Berliner Zeitung" ins allgemeine Bewustsein getragen werden, wundert mich auch nicht mehr die Absetzung von Rundfunksendungen wie "Schellackschätzchen".

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


[ Bearbeitet Mi Apr 01 2015, 15:12 ]
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Starkton
Mi Feb 01 2012, 18:29
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Ich habe heute wie gestern den ganzen Tag Interviews gegeben und stelle ohne große Überraschung fest, dass die Medien, die sich die Mühe machten mit mir Kontakt aufzunehmen, im Durchschnitt wesentlich fundiertere Beiträge brachten.

Besonders schön und ausführlich (Seite 1 bis 3) ist der reich bebilderte Beitrag im Berliner Tagesspiegel. Dafür lohnt sich auch die raue Kehle die ich jetzt abends immer habe. ;)

Das youtube Video läuft super. Danke an @Formiggini für den netten Kommentar der auch mit vielen "Daumen hoch" belohnt wurde.

[ Bearbeitet So Jan 21 2018, 14:51 ]
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krammofoon
Mi Feb 01 2012, 18:41
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1221
Servus :-)

ich bin froh, dass es Leute wie Dich gibt, Starkton, die das Wissen und die Leidenschaft haben, solche "Schätze" zu würdigen, bzw. sie gar hier mit uns zu teilen.
Es sei gesagt, dass selbst Gazetten wie die BILD das auf der Titelseite hatten!
Ich hab´ zwar bei YT (noch) nicht das Däumchen gehoben, aber mache das dann hier stellvertretend *hut ab* :-)

Gruss
Georg

[ Bearbeitet So Jan 21 2018, 14:59 ]
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Rundfunkonkel
Mi Feb 01 2012, 23:35
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1108
Hallo,

finde ich toll! Die Aufnahme wurde übrigens auch schon auf archive.org eingefügt.

Gruß

RFO
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Willi-H-411
Do Feb 02 2012, 19:44
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1377
Vor allem auch alle Achtung, wie du aus dem oftmals Unhörbaren doch noch die Worte hast heraushören können. Ich glaube, ich hätte da oft verzweifelt aufgegeben.

Solche "Urgesteine der Technik" lassen einen heutzutage erahnen, welche Faszination von dem Phonographen seinerzeit ausgegangen sein muß. Trotz grottenschlechter Tonqualität, man möge mir den Ausdruck verzeihen, haben die Menschen gebannt den Darbietungen dieser kleinen "Messingmühle" gelauscht; haben sogar schon zu Beginn der Phonographie von "absoluter Naturtreue" gesprochen. Daraus kann man wohl schließen, welchen hohen Stellenwert es hatte, die menschliche Stimme konservieren zu können, um sie der Nachwelt zu erhalten.
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Gast
Fr Feb 03 2012, 10:24
Gast
Trotzdem bin ich überrascht, wie unterschiedlich diese Entdeckung gesehen werden kann. Die Südwest-Presse von heute schreibt in ihrem Feuilleton: Bismarcks Stimme: "Kuriosum statt Sensation" und beginnt mit einem Zitat des Bismarck-Biographen Eberhard Kolb, der die Frage nach einer Sensation mit "halb so wild" beantwortet. Die SP schreibt, dass manche Historiker aufgeregt seien, und andere nehmen dies kaum zur Kenntnis. Vielleicht sucht ihr den Artikel mal in der heutigen Ausgabe. Der wissenschaftliche Gehalt der Aufnahme, so der Tenor des Artikels sei belanglos, ein Kuriosum und dazu noch kaum zu verstehen. Die "Amerikanischen Hanseln" werden da zitiert, die den Phonographen bei Bismarck ausprobierten ... liefern da wohl keinen historischen Gehalt..."(Zit.ende) Die Tatsache, dass diese Stimme heute noch zu hören ist, so eine Art vokaler Ötzi...wer das nicht empfinden kann, dem kann man das wohl auch nicht erklären. Gast


[ Bearbeitet Fr Feb 03 2012, 17:23 ]
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Starkton
Fr Feb 03 2012, 12:28
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Der Aktienmarkt spricht in diesem Fall von einer "technischen Reaktion". Es war mir vollkommen klar dass nach einer ersten Phase der Euphorie nun der "Rückschlag" in Form von kritischen oder sogar abwertenden Kommentaren kommen musste. Das belegt eigentlich nur, dass die Aufnahme als so bedeutend angesehen wird, dass jeder ernsthaft auf dem Bismarck-Gebiet Forschende in irgend einer Weise damit verbunden sein möchte.

Ich beobachte alles was in Zukunft mit meiner Entdeckung passiert mit großem Interesse. ;)

[ Bearbeitet Mi Sep 12 2012, 18:16 ]
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odeon62
Fr Feb 03 2012, 14:49
Gast
Ich habe die Aufnahme vor zwei Tagen im Rundfunk gehört und war sehr beeindruckt. Meinen herzlichen Glückwunsch!
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Willi-H-411
Sa Feb 04 2012, 20:24
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1377
Kritiker sind sowieso ein Völkchen für sich. Sie besitzen die Macht, ein Produkt, sei es nun ein Schauspiel, ein Buch, einen Koch und dessen Küche oder was auch immer, nach oben zu loben oder erbarmungslos zu zerreißen. Über ihnen steht niemand mehr. Es gibt leider keine Kritiker-Kritiker. So kommt es, daß sie irgendwann größenwahnsinnig werden und sich wie ein Halbgott vorkommen - wenn das nicht sogar schon von Anfang an bereits ihr Zustand war.

Gerade bei solchen Themen, wie dem hier besprochenen, kommt noch hinzu, daß auch Kritiker immer jünger werden und dann vielleicht keinen Bezug zu solchen alten "Kamellen" mehr haben. Und obwohl sie dann "von Tuten und Blasen" keine Ahnung haben, glauben sie dennoch, ihre "göttliche" Meinung kund tun zu müssen.

Da kann man auch mit Durchfall auf'm Klo sitzen. Da kommt mehr Gescheites bei raus. *grins
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Starkton
Mi Apr 01 2015, 13:48
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Heute jährt sich Bismarcks Geburtstag zum 200. Mal.

Es ist kein Aprilscherz, dass ausgerechnet jetzt mein Bismarck-Kanal auf youtube Link - Hier klicken gleich seinen 200.000 Besucher begrüßen wird.
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