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Foren > Grammophone > Standgeräte
Electrola Wechselautomat W 2
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
grammofar
Fr Aug 03 2012, 16:45 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
HERSTELLER:
MODELL: Electrola W2
SERIENNUMMER: 214
JAHR: 1928
DAMALIGER PREIS: 3500,- Mark
GEHÄUSE: Nussbaum
PLATTENTELLER: 20 cm Durchmesser
TRICHTER: Exponentieller Re-Entrant
MOTOR: Electroantrieb
SCHALLDOSE: Electrola Nr. 5a / 5b

INTERESSANTE DETAILS:
Erster Plattenwechsler für den Heimbetrieb, Antrieb über E-Motor, Wechselautomatik wechselt bis zu 20 Platten nacheinander und erkennt auch die Plattengröße. Plattendurchmesser von 25 und 30 cm können gespielt werden.

Optional gab es auch eine Fernbedienung für 110,- Mark extra.

Das Gerät wurde nur spielfähig gemacht, eine Komplettrestaurierung kommt noch.

Anbei ein paar Bilder...viel Spaß beim betrachten :)







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Webseite
Limania
Fr Aug 03 2012, 16:53
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1114
Hallo,

wunderschönes Grammophon, das konnte man ja auch im Video bestaunen

Also ist nun doch geplant, das Loch vorn in der Tür zu reparieren?

LG Limania

[ Bearbeitet So Jan 14 2018, 17:13 ]
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Rundfunkonkel
Fr Aug 03 2012, 17:03
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1078
Besonders gefallen hat mir die Wegwerf-Automatik im Video :). Dass dabei die Platten nicht zerbrechen ist schon bemerkenswert.
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Starkton
Fr Aug 03 2012, 17:07
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Wirklich ein sehr beeindruckendes Teil!! Ich nehme an die Seriennummer "214" bezieht sich auf weltweit verkaufte Gerätezahlen, und nicht nur deutsche W2's, oder?

Ich würde vorschlagen das Loch so zu restaurieren dass der Schaden bei genauerem Betrachten erkennbar bleibt, z.B. durch die Verwendung von etwas hellerem Material bei den Holzstreben und der Bespannung. Ich würde eine möglichst genaue Schilderung des Soldatentrittes in das Gerät legen damit es nicht verloren gehen kann.

Ich habe mal ein Gemälde bei einem anderen Plattensammler gesehen in dessen Oberfläche nach der Restaurierung der Einstich eines Bajonetts erkennbar blieb. Auch von diesem Bild war die Geschichte noch überliefert.
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Willi-H-411
Fr Aug 03 2012, 22:45
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1364
Ein tolles Teil. Diese "Wegwerf-Automatik", wie es RFO so treffend benannt hat, ist ja wirklich bemerkenswert. Wie oft mag es da Bruch gegeben haben?

Die Frage, die sich mir dabei immer stellt, ist, wie das mit dem Nadelwechsel war? Bei 20 Platten kann doch auch eine Dauernadel nicht mithalten?

VG Willi
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Calle
Sa Aug 04 2012, 00:28
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Hallo Nico !

zuerst noch herzlichst willkommen !

Zu Deinem Electrola W2 folgendes: es war indertat der Größte Schrank die damals im Katalog erhalten war; von der (damaligen) Technik einzigartig und erstklassig, vom Klang her sind allerdings die 202 und 203 Modelle besser.
Laut das neue "His Master's Voice"-Buch von Brian Oakley und Christopher Proudfoot sind insgesamt 821 Stück in Nussbaum und (nur) 21 Stück in Mahagony verkauft worden; insgesamt also 842 Stück (was erstaunlich viel ist gegensatz zu insgesamt 463 Stück 202 und 203).
Es gab 4 verschiedene Ausführungen:
- No. 1 Automatic: mit Wiederholungsmöglichkeit und Leuchte und Türen;
- No. 1A Automatic: mit Wiederholungsmöglichkeit und Leuchte, jedoch ohne Türen;
- No. 1B Automatic (No. 2 Mechanik): keine Wiederholungsmöglichkeit, keine Türen und Leuchte;
- No. 1C Automatik (No. 2 Mechanik): keine Wiederholungsmöglichkeit, aber mit Türen und Leuchte.

Das Automatik Modell 2 war vor allem für den Export; baugleich wie Modell 1, aber ohne Wiederholungsmöglichkeit, Fernbedienung (also in Deinem Fall No. 1B Automatic).'

Die "W" deutet auf "Walnut" bzw. Nussbaum.

Ich finde Dein Grammophon wunderbar; obwohl ich es schon mehrfach gesehen habe, habe ich es allerdings noch nie als Electrola-Gerät gesehen... Sicherlich sind damals mehr davon in Deutschland verkauft worden, aber -wie schon oft erwähnt- ist leider sehr viel zerstört worden im Krieg (und da die meisten Leute die sich so ein Grammophon leisten konnten halt in (Groß)Städte wohnten..;).
Es ist einfach erstaunlich daß Du so etwas gefunden hast im Internet ! Erzähl bitte doch etwas mehr darüber...
Auch wenn das Grammophon beschädigt ist, finde ich die Geschichte vom russischen Soldaten usw. einzigartig und absolut glaubhaft (zumal das Grammophon auch sehr, sehr schwer ist !)
Auch würde das Grammophon restaurieren wie Starkton empfielt; so bleibt die Geschicht sichtbar.
Das Holz zu reparieren wird bestimmt kein Problem sein; das Tuch wird allerdings schwieriger sein.
Was hast Du alles machen müssen um es spielfähig zu bekommen ?

♫ Gruß
Calle
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snookerbee
Sa Aug 04 2012, 11:26
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1711

Bei 20 Platten kann doch auch eine Dauernadel nicht mithalten?


@Willi:

Das Thema hatten wir schon mal, leider auch ohne das Problem des Nadelwechsels geklärt zu haben:

Link - Hier klicken




[ Bearbeitet Sa Aug 04 2012, 11:38 ]
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Rundfunkonkel
Sa Aug 04 2012, 11:35
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1078
Also ich finde, man sollte das Gerät ordentlich instandsetzen, vorher aber Fotos zur Dokumentation machen, die dann im Museum hinter dem Gerät aufgehängt werden könnten. Nur weil jemand im Krieg ein Bein verloren hat, wird dieser nicht den Rest seines Lebens ohne Prothese sein wollen, damit er "seine" Geschichte erzählen kann. IM Übrigen: wer sagt, dass die Geschichte stimmt :)?
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_-_-_
Sa Aug 04 2012, 11:54
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 267
Rundfunkonkel schrieb ...

IM Übrigen: wer sagt, dass die Geschichte stimmt :)?

Na wahrscheinlich die Vorbesitzer. Es stammt ja aus erster Hand.

Starkton schrieb ...

Ich würde vorschlagen das Loch so zu restaurieren dass der Schaden bei genauerem Betrachten erkennbar bleibt, z.B. durch die Verwendung von etwas hellerem Material bei den Holzstreben und der Bespannung. Ich würde eine möglichst genaue Schilderung des Soldatentrittes in das Gerät legen damit es nicht verloren gehen kann.

Finde ich eine ganz gute Idee.

[ Bearbeitet Sa Aug 04 2012, 11:57 ]
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Willi-H-411
So Aug 05 2012, 10:35
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1364
snookerbee, ich glaube, ich habe schon Alzheimer. Ich hatte seinerzeit sogar selber was dazu gefragt: Dieselbe Frage, wie hier.


RFO, es muß nicht immer alles perfekt repariert werden. Vor allem nicht bei Museumsstücken. Die sollen ja gerade ihre Geschichte erzählen.

Das ist ja auch immer wieder dieselbe Streitfrage zwischen einem Reparateur und einem Restaurateur.

VG Willi
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Starkton
So Aug 05 2012, 14:39
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Willi-H-411 schrieb ...

Das ist ja auch immer wieder dieselbe Streitfrage zwischen einem Reparateur und einem Restaurateur.

Restaurator bitte, aber sonst hast du vollkommen recht.
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alang
Mi Aug 08 2012, 04:18
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 564
Ein Super-Geraet, herzlichen Glueckwunsch. Fuer solche Plattenwechsler waren die Mehrfachnadeln mit Wolframdraht unverzichtbar. Bei Victor in USA hiessen sie Tungstone, bei HMV Tungstyle glaube ich, bin mir nicht sicher wie sie in Deutschland hiessen?
Gruss
Andreas
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Gast
Mi Aug 08 2012, 04:50
Gast
Deutschland "Electrola Tungstifte"
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Formiggini
Sa Aug 25 2012, 19:12
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Hier das Electrola Gerät in Aktion
.

sowie die darunter arbeitende Mechanik
.

In diesem Video sieht man die Funktionsweise des fast Baugleichen HMV Automatic Gramophone

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Webseite
grammofar
So Aug 26 2012, 14:11
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
Da hat jemand mein Video bei Youtube gefunden...also die ersten beiden. Die Mahagoniversion gehört mir leider (noch) nicht :)
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Webseite
RF-Musiker
Mo Aug 27 2012, 22:19
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
Ist dabei schon mal eine Platte zerbrochen?
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Starkton
Do Nov 22 2012, 17:42
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Vor einer Woche, am 14.11.12, wurde bei Bonhams ein HMV W1 mit No. 5A Schalldose verkauft. Der Zustand scheint recht gut gewesen zu sein. Das Höchstgebot war meiner Meinung nach wirklich niedrig: £850 (inkl. Aufgeld: £1,062).

Die Preise sind in England echt im Keller. Leider machen die Transportkosten den Kauf für uns Deutsche dann doch wieder teuer. Ausserdem muss man für so ein Gerät auch den Platz haben: Link - Hier klicken

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


[ Bearbeitet So Jan 14 2018, 17:23 ]
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Calle
Fr Nov 23 2012, 00:44
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Ist aber schade daß Du dies jetzt erst meldest nachdem die Auktion gelaufen ist... *Hmm)

Für so einen Preis hätte ich mir hier schon Platz geschafft...
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Starkton
Fr Nov 23 2012, 10:37
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Calle schrieb ...

Ist aber schade daß Du dies jetzt erst meldest nachdem die Auktion gelaufen ist... *Hmm)

Hallo Calle, wenn ich schon vor einer Woche von der Auktion gewusst hätte, wäre das Trademark Grammophon von c. 1898 mit einem Verkaufspreis von £700 (£875 inkl. Aufgeld) meiner Aufmerksamkeit nicht entgangen: Link - Hier klicken

Für den Preis bekommt man in den USA noch nicht mal ein Repro ...

PS: Das gleiche Grammophon war im Jahr 2009 mit £2,200 (£2,760 inkl. Aufgeld) noch dreimal so teuer: Link - Hier klicken

Dieses Beispiel zeigt wie sehr der Sammlermarkt für Sprechmaschinen in England in den letzten Jahren zusammen gebrochen ist. Viele Sammler sind gestorben und es kommen kaum neue nach.

[ Bearbeitet Fr Nov 23 2012, 10:53 ]
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