Platten mit Pappkern
grammofar, Sa Nov 24 2012, 14:32

Immer wieder kommen mir Schellacks mit Pappkern unter.
Oftmals war hier der Versuch eine unzerbrechliche Schallplatte zu produzieren der Grund einer solchen Katastrophe.

Neben Columbia und späten Pathé ist mir jetzt auch eine Clangor untergekommen. Da Schellack sicherlich eine andere Ausdehnungszahl hat als Pappe, sind die Dinger meist gerissen.
Aufgrund des Pappkerns jedoch nicht durchgehend, sondern jede Plattenseite zeigt eigene Bruchspuren.

Sicherlich wird auch die Reduzierung der Kosten ein Grund für solche Experimente gewesen sein.

Meist stell ich das bei Columbia "New Process" Platten fest - also die nach dem neuen elektrischen Verfahren aufgenommen Platten aus Mitte der 1920er Jahre.

Die Clangor Platte hat die Bestellnummer D 9122, Karl Jöken mit den Titeln "Die Uhr" und "Tom der Reimer" auf 30 cm.

Wer hat nähere Angaben zu diesen Papp-Schellackplatten?







Re: Platten mit Pappkern
Willi-H-411, Sa Nov 24 2012, 15:34

Ich habe nur eine Platte von Orfé, die offenbar einen Pappkern hat. Sie ist jedenfalls sehr leicht. Von der Qualität her, kann ich nicht meckern.





Link - Hier klicken

VG Willi


Re: Platten mit Pappkern
Grammophonteam, Do Sep 03 2015, 21:38


> Laminierte Schellackplatten <




Re: Platten mit Pappkern
Musikmeister, Sa Sep 05 2015, 21:31

grammofar schrieb ...

Immer wieder kommen mir Schellacks mit Pappkern unter.

Die Clangor Platte hat die Bestellnummer D 9122, Karl Jöken mit den Titeln "Die Uhr" und "Tom der Reimer" auf 30 cm.



Mein Exemplar dieser Platte, auch mit Pappkern, hat die Zeit besser überstanden und ist noch voll einsatzbereit.


Re: Platten mit Pappkern
SchwarzesGold, Di Sep 08 2015, 14:05

In meiner Sammlung fanden sich die folgenden Beispiele zum Thema "Platten mit Pappkern"

1. Schallplatten-Volksverband / Clangor:
In der Frühzeit hauptsächlich Verwendung von Fremdmatritzen. Hier eine englische Aufnahme der Band von Lew(is) Stone von 1929.

2. Novaphon:
Österreichisches Fabrikat. Eigenaufnahmen und Verwendung von Fremdmatritzen.
Hier eine deutsche Aufnahme für Tri-Ergon mit Karl Jöken.
(Auf dem zweiten Foto sieht man eine abgesplitterte Stelle, die den Pappkern freigibt!)