Leo Slezak
Grammophonteam, Di Jan 07 2014, 00:08

Leo Slezak während einer Walzen Aufnahme für die National Phonograph Company (Edison) im Herbst 1909 in London.




Mit entsprechendem Werbeaufwand vermarktete Edison dann die Aufnahmen des Tenors Leo Slezak auch in den USA.




Celeste Aida
B154: Edison Amberol
Leo Slezak - Sitzung oben
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Die Aufnahme bestätigt das Photo aus der Aufnahmesitzung - die Querflöte steht auch akustisch direkt neben dem Sänger.


Re: Leo Slezak
livschakoff, Di Jan 07 2014, 01:00

Leo Slezak war einer der wenigen Sänger seit Menschengedenken, die den Titel eines Heldentenors zu Recht trugen, also in puncto Stimme und in Bezug auf seine Ausstrahlung, auch, was Statur und Körpergröße angeht - jemand prägte für ihn einmal den Begriff "Heldentenor vorsintflutlicher Größe" - denn Tenöre dieser Art sind heute ausgestorben. Das Repertoire, das seinerzeit Modisches wie Meyerbeer, Goldmark und Halevy umfaßte, findet heute keine passenden Interpreten mehr, also wird es auch nicht mehr aufgeführt.
Gerade in seinen akustischen Aufnahmen vor 1914 ist Slezaks Stimme von einer geradezu berückenden Präsenz und Strahlkraft - den böhmischen Akzent nehme ich dabei gerne in Kauf. In seinen (späten) Filmaufnahmen geben die eher seichten Gesangseinlagen sowie die polternden und skurrilen Rollen nur einen schwachen Abglanz und damit ein eher unzutreffendes Bild seines vormaligen Könnens.