Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Odeon89, Fr Aug 12 2011, 21:13

Hallo zusammen,

nachdem ich nun schon eine ganze Zeit lang bewundernder Zuschauer bei Youtube war, möchte ich jetzt auch ganz gerne mal einige meiner Platten digitalisieren und hochladen.

Allerdings habe ich, um ehrlich zu sein, absolut keine Ahnung, wie ich den Ton von meinem Plattenspieler in den PC bekommen soll

Ich habe einen alten Dual 1210 Plattenspieler (mit normaler Standard-Nadel für Schellacks) und diesen an einen alten Denon-Verstärker aus den 90ern angeschlossen.

Könnt ihr mir hier vielleicht weiterhelfen? Was brauche ich alles, um meine Platten zu digitalisieren? Muss ich etwas Spezielles dabei beachten?

Viele Grüße
Kai

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
berauscht, Fr Aug 12 2011, 21:25

Hallo Kai!
Einen großen Teil hast Du schon geschaft. Jetzt benötigst Du eigentlich nur noch ein Kabel um den Verstärker mit dem Rechner zu verbinden. Auf dem Rechner solltest du ein Programm haben um dann die Musik aufzunehmen. Dann kan es schon losgehen.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Odeon89, Fr Aug 12 2011, 21:39

Danke, das klingt ja schon mal ermunternd *grins

Haben diese Kabel und die Software eine besondere Bezeichnung? Ich bin leider PC-technisch eher unbegabt *totlach

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
berauscht, Fr Aug 12 2011, 21:46

Die Sache mit dem Kabel ist oft einfacher gesagt als getan. Es gibt oftmals nichts passendes. Wie schaut denn Dein Verstärker aus? Hat er für die Lautsprecher Anschlüsse zum anklemmen der Kabel? Dann könntest Du Dir ein Kabel mit 3,5 mm Klinkenstecker in benötigter Länge besorgen (nimm erstmal das billigste). Das eine Ende steckst Du in die line in Buchse des Rechners, am anderen Ende schneidest Du den Stecker ab. Abisolierst die Kabel und klemmst sie einfach am Verstärker bei den Lautsprecherkabeln an. Das sollte fürs erste reichen um den Verstärker mit dem Rechner zu verbinden.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
_-_-_, Fr Aug 12 2011, 21:51

Denon Verstärker aus den Neunzigern sollte eigentlich schon Chinchausgänge haben: Dann brauchst Du sowas:
Link - Hier klicken

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Odeon89, Fr Aug 12 2011, 21:57

Danke für Eure Tipps! Ich schaue morgen mal nach den Ausgängen an meinem Verstärker und berichte dann davon.

Viele Grüße
Kai

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
krammofoon, Fr Aug 12 2011, 22:00

Servus :-)
eigentlich hatte Herold38 ja recht.... ich finde den Klang meiner Uploads irgendwie immer abstoßender...... alles Murks. Was die Digitalisierung am PC betrifft, bin ich hier genau so Noob, wie wenn ich mich mit der Kiste gar nicht auskennen würde.....
Ausgangslage: ich habe zwei Dreher, welche ich an einen Verstärker anschließen könnte, bzw. einer ist eigenverstärkt, und die 78 up/m können. Es sind dies 1) Perpetumm-Ebner PE36VH und ein DUAL 1007 A, welcher im Moment an einem Nordmende Fidelio 57 seinen Dienst verrichtet. Diesen würde ich eigentlich gerne dafür hernehmen. Software ggf. Audacity, auch wenn mir dieser Filterwust und Einstell-Overkill eigentlich ein Graus ist :-/
Aber ohne geht´s wohl nicht.
Problem beim DUAL ist nun, dass der einen 3-Pol-Stecker hat... und für den finde ich keinen Adapter auf 3,5 mm Klinke, so dass ich ihn am Laptop anschließen kann. Der Laptop hat übrigens nur Micro und Ohrwärmer... keinen Line-In.......
Der PE36 hat nur einen 5-poligen DIN-Anschluss für den eigenen Lautsprecher..., bzw. eine ebesolche Buchse mit der Beschriftung "Stereo". Sollte das dann meine Buchse sein, von welcher aus ich an den Verstärker gehen kann? Über das Verstärkermodell kann ich noch nichts sagen; den bekomme ich erst Sonntag oder Montag. Aber da ich keine Lust habe, meinen Laptop, bzw. irgendeinen "Eingang" zu grillen, wäre es ggf. hilfreich, dass mir dann jemand sagt, "tüddel das Kabel mal hier ran oder hier oder hier.....".
Wäre das mal eine Ausgangsbasis oder fehlt mir hier irgendwas? Gäbe es u. U. eine andere freie Software außer dieses vollkommen überfrachtete Audacity?

Danke für Rückantworten.

Gruss
Georg

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
berauscht, Fr Aug 12 2011, 22:22

Servus Georg!
Wenn Deine Verstärker Buchsen für DIN-Lautsprecherstecker haben, kannst Du auch hiervon das Signal abnehmen. Du nimmst ein Kabel mit 3,5 mm Klinke, schneidest einen Stecker ab, und montierst dort einen DIN-Lautsprecherstecker. So kannst du die Geräte ohne irgendwelche Adapter verbinden. Es ist sicher nicht der eleganteste Weg, aber sehr einfach, und es funktioniert.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
, Sa Aug 13 2011, 18:30

Hallo allerseits,

ich habe den Plattenspieler ohne(!) Entzerrer (RIAA) direkt an den Mic-eingang der Soundkarte angeschlossen. Das hat für mich den Vorteil, dass ich ein lineares Signal bekomme zur bearbeitung bekomme. Da ich meine Anlage sowieso am Rechner habe, und die Soundkarte die Funktionen entklicken und entrauschen in Echtzeit erledigt, hab ich beim normalen Plattenhören schon sehr viel weniger Störgeräusche. Doch darf man jetzt keine Wunder erwarten, aber ich finde, dass lohnt die Anschaffung einer solchen Soundkarte.

Gruß Frank

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Formiggini, Sa Aug 13 2011, 20:19

Beim digitalisieren von Schellackplatten gilt das erstmal gleiche wie beim überspielen von LPs.

Will man häufiger überspielen und auch restaurieren kann sich die Anschaffung einer besseren Soundkarte lohnen.
Zwar sind 24bit/48000Hz bei Schellacks etwas mit Kanonen auf Spatzen geschossen - jedoch gilt, je höher die Auflösung, umso besser kann später eine "Reinigungssoftware" arbeiten.

Eine gute Zusammenfassung der digitalisierung (von LPs) liefert diese Seite: Link - Hier klicken
Hier wird speziell auf die Anschlußmöglichkeiten eingegangen: Link - Hier klicken


Wohlgemerkt, bei den links geht es um LPs - wir können dann ja auf die Eigenheiten von Schellacks gesondert eingehen.

Eine Sache soll noch erwähnt werden; hat euer Verstärker einen qualitativ guten und regelbaren Kopfhörerausgang, so nutzt diesen um ihn an den Computer anzuschließen.
Mit dem Lautstärkeregler des Kopfhörerausgangs, lässt sich der Aufnahmepegel optimal aussteuren.

Wird die Regelung im Computer vollzogen (der Aufnahmepegel gesenkt), verringert dies auch die Bit-rate der Aufnahme, und damit die Qualität.
Dies ist nicht sofort hörbar, kann sich aber bei einer anschließenden restaurierung bemerkbar machen.

Die Bedienungsanleitung des (kostenlosen!) Restaurierungsprogramms "Rillenputz" ( DeClicker ) geht schon auf einige Besonderheiten der Schellacküberspielung ein, hier die pdf: Link - Hier klicken

Eine gute Überspielung beginnt aber schon mit der Wahl des richtigen Tonabnehmersystems und Nadeln, dazu dieser thread: Link - Hier klicken
Auch die Frage, ob man in mono oder stereo überspielt ist von belang: Link - Hier klicken

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
krammofoon, Mo Aug 15 2011, 19:36

Servus :-)

es ist das eingetreten was ich eigentlich befürchtet hatte..... heute habe ich meinen neuen/alten Vertärker erhalten - DUAL CV40. Etwas kleiner Schmierdienst, etwas Lötzinn an 2, 3 dubiosen Stellen und schon ging´s wieder recht laut her.
Auch der Anschluss an mein Notebook (5-pol-DIN auf 3,5 mm Klinke) verlief ohne Probleme - dachte ich zumindest :-/
Ich kann die Musik von meiner Festplatte über den Verstärker einwandfrei abspielen, aber die Aufnahme will einfach nicht klappen.
Konfiguration: CV40 mittels Klinke an Kopfhörerausgang des Notebooks. Keine meiner Audiosoftware(s) - dies sind Audacity, No. 23 Recorder und PolderbiltS - will aber hier irgendein Signal erkennen, geschweige denn etwas aufnehmen. Am Mikrofonstöbbel schon, aber das gibt grausliche Ergebnisse..... richtig schlechte Ergebnisse. Auch wenn ich das Mikro als Wiedergabegerät einstelle bringt das nur Rückkopplungen und schrilles Pfeifen. Es kann ja aber auch nicht sein, dass man über den Mikroeingang etwas aufnehmen soll; ist ja IMHO immer übersteuert.
Unterdessen bin ich mit meinem Latein am Ende, kann aber doch nicht alleine auf der Welt so blöd sein, ein Notebook mit einem Verstärker zu verzwirbeln. Ich denke, dass das zig Leute auf der Juhutube auch hin bekommen :-/
Hat jemand einen Plan wie ich hier weiter komme? Ich habe den Kopf voll und keinen effektiven Gedanken mehr dazu.

Gruss
Georg

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
berauscht, Mo Aug 15 2011, 20:38

Du musst der Software wahrscheinlich sagen von wo sie das Signal abgreifen soll. Irgendwo kann man da sicher einstellen von welchem Eingang das Signal kommt. Jedenfalls ist es bei mir so.
Wenn dann noch alles zu laut ist solltest Du mal die Lautstärkeregelung deines Rechners öffnen. Da kannst Du den Pegel einstellen.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
_-_-_, Di Aug 16 2011, 12:11

Also über den Kopfhörerausgang Deines Notebooks kannst Du nichts aufnehmen. Denn, wie der Name schon sagt, ist es ja ein Ausgang. ;)

Der Mikroeingang ist schon richtig. Für gute Ergebnisse ist allerdings eine externe Soundkarte die über USB angeschlossen wird sinnvoll. Aber über den Mikroeingang sollte es auch funktionieren. Das eingespeiste Signal darf halt nicht zu stark sein.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
berauscht, Di Aug 16 2011, 14:54

Vermutlich wird es drei Buchsen geben (oder auch mehr), grün, rosa und blau. Blau ist line in und rosa der Mikrofoneingang. Eine dieser beiden solltest Du nutzen.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
krammofoon, Di Aug 16 2011, 20:49

Servus :-)
also, um es kurz zu machen: Kopfhörerausgang ist natürlich tatsächlich Quatsch.... da geht gar nix.
Das mit dem DUAL CV40 habe ich ebenfalls in die Tonne getreten und nehme den jetzt als Stand-alone-Gerät für irgendwas irgendwann mal.
Ich habe mir heute einen Vorverstärker mit Entzerrrer zugelegt und muss sagen, dass das mit Aufnehmen am Mikrofoneingang zwar wunderbar klappt, außer dass das Signal vollkommen übersteuert ist (trotz Automastering-Software); selbst wenn ich den Eingangspegel des Mikros nur auf 0,5 % stelle. Grausam verzerrt, aber laut und deutlich. Ergo ist ja wohl das Eingangssignal viel zu hoch anliegend an dieser Buchse. Das mit dem Brummen schiebe ich mal auf ein fehlendes Massekabel zwischen Dreher und Vorverstärker. Das ist wohl das geringste Problem.
Ich denke, dass - wenn ich beim Notebook als Aufnahme- und Bearbeitungsquelle bleibe - ich um eine USB-Soundkarte wohl nicht herum komme. Was ich hier brauche ist eine richtige Line-In-Buchse und kein Mikrobuchsen-Murks-Lösung :-/

@ berauscht: leider haben die Notebookhersteller auch diese 5 Cent an Material udn Lot auf der Platine eingespart und die dritte Buchse/Line-In wegrationalisiert. Da habe ich nun ein sog. "High-End-Produkt" eines äußerst renommierten Herstellers mit Tonnen an RAM, Grafik, Festplattenplatz, Anschlüssen, CPU-Leistung usw. usw., aber diese doofe Buchse fehlt halt :-/ Was erwarte ich auch für einen vierstelligen Betrag für einen Rechner?!

Gruss
Georg

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
, Di Aug 16 2011, 21:14

Hallo Georg,

warum benutzt du denn nicht eine USB-Soundkarte?
USB wird doch dein "Wunder der Technik" haben? ;-)

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
krammofoon, Di Aug 16 2011, 21:22

Servus :-)
bitte nicht falsch verstehen.... ich wollte hier nicht "den Dicken machen" mit dem Wunder der Technik, aber berauscht hat´s irgendwie auf den Punkt gebracht: noch vor wenigen Jahren hatte ich einen Einfach-Laptop mit Pentium 75 und CD-ROM_laufwerk. Das war Luxus!!! Auch hatte der Rechner die hier so gewünschte Line-In-Buchse...... und was hat man heute? Gespart, gespart und nochmals gespart, um sich mal was richtig Gutes leisten zu können und im Nachhinein stellt man fest, dass hier zwar richtig geklotzt wurde, aber im Detail es doch gewaltig mangelt... wie gesagt..... für bestimmt höchstens 5 Cent Material :-/

USB-Sundkarte habe ich übrigens soeben im weltweit bekannten Auktionshaus bestellt ;-)

Gruss
Georg

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
berauscht, Di Aug 16 2011, 22:11

Ich hab vor einigen Jahren bei einen bekannten Diskounter einen Laptop gekauft. Der hat so viele Buchsen und Schlitze für irgendwas, die hab ich noch gar nicht alle benutzt.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
snookerbee, Di Aug 16 2011, 22:14


@krammofoon:

Ich habe auch einen Laptop mit nur einer Eingangsbuchse. Und zwar Mikrofon. Die Anpassung der Buchse an das Eingangssignal kann bei mir verändert werden. Ich klicke mit der rechten Maustaste auf das Mixersymbol und wähle "Aufnahmegeräte".



Dort kann ich unter "Eigenschaften von FrontMic" die Mikrofonvorverstärkung auf 0 dB stellen. Außerdem kann man noch den Aufnahmepegel zwischen 0 und 100 einstellen. Bei etwa Einstellung 20 habe ich einen vernünftigen Aufnahmepegel für meinen Vorverstärker. Vielleicht geht es ja auch so bei Dir?






Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
krammofoon, Di Aug 16 2011, 22:42

Servus :-)
@ snookerbee: ich habe GENAU die selben Bedingungen wie auf Deinen Screens hier. Frontmic bei mir auf 1 und Vorverstärkung aus. Und trotzdem Gejaule, wie wenn man dem Hund auf den Schwanz tritt ;-)
Nun ja... weniger Gejaule, denn vollkommen übersteuerte Aufnahmen. Aufnahmesoftwares waren übrigens 3 verschiedene, aber das Ergebnis immer das selbe. Also gehe ich davon aus, dass hier der Vorverstärker der Übeltäter ist. Das Ausgabesignal dürfte viel zu stark sein. Übrigens ist am Vorverstärkereingang der Plattendreher mittels 5-pol-DIN-Stecker eingesteckt und der Ausgang aus dem Vorverstärker erfolgt mittels Cinch auf 3,5 mm-Klinke an die Mikrofonbuchse des Notebooks. Keine Ahnung ob hier was im Argen liegt. High-End-Kabel habe ich natürlich auch nicht gerade verwendet; zumindest aber nicht mit 5 Adaptern weitergefrickelt, um am Schluss den einen Anschluss zu bekommen, den ich da benötige. Die Kabel stecken also immer direkt in den jeweiligen Anschlüssen.

@ berauscht: mach´ mir gerne Bilder von den Anschlüssen und ich kann Dir im Einzelfall erklären, wozu sie eigentlich da sind/sein sollten.

Gruss
Georg

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, Do Aug 18 2011, 14:06

Hallo,

wie wäre es mit einem Spannungsteiler vor dem Laptopeingang (z.B. mal mit einem kleinen 10 kOhm Poti probieren)?

Gruß

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
krammofoon, Do Aug 18 2011, 22:44

Servus :-)
also..... irgendwie will das alles nicht so wie ich es gerne hätte.... wen wundert´s :-)
heute habe ich meine USB-Soundkarte bekommen. Funktioniert perfekt. Habe den Vorverstärker angeschlossen, Software gestartet (Polderbits war es.... No. 23 Recorder hängt sich auf und Audacity findet das USB-Device erst gar nicht:-/ ). Oh Wunder... ein Audiosignal am Line-In, aber über Lautsprecher nix zu hören. Egal.... Record-Knopf gedrückt und los ging die Luzie. Aufnahme wunderbar. Dann die Audiodatei abgespielt (die gespeicherte hört man dann seltsamerweise; nur nicht während der Aufnahme) und voller Schrecken festgestellt, dass das Stück brummt wie ein Hornissenschwarm. Nun denn... Erdakabel gebastelt und an einer der Transportsicherungsschrauben des DUAL festgeklemmt, so wie am Vorverstärker. Ein zweites Kabelstück dann von diesem an ein Heizungsrohr. Fazit: brummt genau so doof wie vorher.
Evtl. ist der DIN-Stecker kaputt dachte ich mir; den hatte vor Jahren da mal jemand dran gefrickelt. Also ab damit und Cinch-Stecker angefummelt.
Fazit 2: jetzt geht gar nix mehr :-) Kein Audiosignal mehr festzustellen, sagt meine Audiosoftware.
Ergo: hat jemand den Weitblick, mir zu sagen, wie ich a) sauber entbrumme: muss ich hierzu den Dreher auf schrauben und ein Massekabel von einer blanken Metallstelle abnehmen? Denn eine separate Masseleitung gibt es hier nicht, bzw. solch ein Anschluss, und b) wie ich die Cinchstecker richtig anlöte. Aus dem Plattenspieler kommen 2 Kabel für den Tonabnehmer: einmal eine rote Litze mit einer winzigen roten Litze darin und einmal dto. in gelb. Ich gehe davon aus, dass rot auf rot soll und weiß auf gelb. Müssen die kleinen Litzen separat verlötet werden oder kann ich die mit den großen zusammen verdrahten?
Verzeiht mir, wenn ich das so kompliziert mache, aber ich bin in der Richtung wirklich total unbedarfter Laie und muss so "um die Ecke" fragen.
Bitte keine physikalischen und elektrotechnischen Lehrstunden, sondern einfach "mach das hier da dran und das hier hin". So muss man mit mir reden.
Als letzte Alternative wäre noch eines: hat jemand Erfahrung mit einem Plattenspieler mit eingebautem Verstärker direkt an den Computer angeschlossen? Falls nämlich o. g. Gefummel doch zu umständlich wird, hätte ich noch einen PE 36VH für dieses Vorhaben, aber habe auch irgendwie Angst, meine Soundkarte, bzw. mein Mainboard zu schrotten bzgl. der Vertärkerleistung des Drehers.

Gruss
Georg

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, Fr Aug 19 2011, 00:07

Hallo Georg,

solltest Du unweit von mir wohnen, können wir uns mal bezüglich des Rillenhorchgerätes bei mir zum instandsetzen einfinden. Eine persönliche Nachricht genügt.

Gruß

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
radiobastler, Mi Nov 02 2011, 00:30

Den PC (Laptop oder PC) mit der Anlage zu verbinden ist immer ein Problem. Das liegt an der Masseführung im PC. Dazu kommen noch die Störungen des Schaltnetzteils usw. Ich will da jetzt nicht zu sehr ins Deteil gehen. Bei dem Laptop kann es schon helfen, es mit Akku zu betreiben. Oder sich ein Netzkabel zu bauen ohne Schutzleiter. Das geht aber nur beim Laptop, da der PC ja ein Metallgehäuse hat und den Schutzleiter braucht. Der Schutzleiter beim Laptop ist nur für den Überspannungsschutz, ist trotzdem aber in der Regel mit der Masse verbunden. Auch eine Externe Soundkarten haben unter Umständen das gleiche Problem. Der USB-Port ist auch mit der Masse verbunden.
Ich arbeite hiermit.
Link - Hier klicken
Nachteil ist, das der Line-Eingang etwas empfindlich ist. Ich habe einen Spannungsteiler davor gesetzt. Mit diesem Teil habe ich keine Brummprobleme.
Es gibt aber auch hochwertigere Geräte.
Link - Hier klicken
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Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
, Mi Nov 02 2011, 10:19

moin

Ich lese neugierig mit hier. Vor Jahren habe ich mal wenige Schallplattenaufnahmen digitalisiert. Genau so wie das hier beschrieben wird. Dreher --> Vollverstärker Phono IN -- Rec out --> Laptop Line In & Audacity bzw Nero. Es klappte gut. Hatte keine Brummprobleme. Heute lege ich lieber die Platten direkt auf. Aber der Spieltrieb und die Neugierde ... irgendwann versuch ichs nochmal.
Als ich mal einen kurzen Film mit meiner digiKnipse vom Plattenspieler auf dem sich eine Scheibe drehte gemacht hatte, das Video auf Yooutube hochgeladen war, erkannte youtube die abgespielte Musik, zu sehen war die sich drehende Scheibe und der Kenwood KD 7010 und teilte mir mit: Sie begehen eine Urheberechtsverletzung. Dann löschte ich das Video wieder. Ich glaube, das war ein Track von Miles Davis "Birth Of The Cool" ? Ist schon länger her.


Gruß Ingo

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
snookerbee, Mi Nov 02 2011, 10:49


@krammofoon:


Hallo Georg (und andere Interessierte), vor einiger Zeit schrieb ich Dir mal was über Audioeinstellungen am Laptop hier. Nun mal ein kurzer Erfahrungsbericht, wie es bei mir weiterging.

Nun war mein alter Laptop abgeraucht und ich dachte natürlich, dass Aufnahmen mit dem neuen Laptop genauso gehen. DENKSTE! Der hatte zwar die gleichen Einstellmöglichkeiten, aber die Soundkarte war wohl anders empfindlich. Fazit: genau wie bei Dir wurde das Eingangssignal extrem verzerrt.

Dann stieß ich auf eine externe Lösung: Aufnahme auf Speicherkarte, diese in den Laptop und dann ab zur Bearbeitung. Bei Conrad gab es einen Digitalrecorder/Diktiergerät namens PDR-1 mit WAV-Aufnahme bis 16 bit/96 kHz und Pegeleinstellung. Runtergesetzt von früher 50 Euro auf 10 Euro, Speicherkarte 5 Euro. Da kann man nix falsch machen, dachte ich. DOCH! Das Gerät hat sporadische Aussetzter in der Aufnahme. Nach Wechsel auf eine bessere Speicherkarte ließen sich die Aussetzer reduzieren, doch es sind immer mal wieder welche vorhanden. Ein anderer Teilnehmer im Forum kann auch ein Lied davon singen. Schade eigentlich, denn die Aufnahmequalität ist insgesamt sehr gut, bis auf de Aussetzer eben. Die letzten drei Videos in meinem Kanal habe ich mit dem Gerät digitalisiert.

Eine Frage in die Runde: Gibt es hier Erfahrungen mit Digitalrecordern/Diktiergeräten, die ohne Probleme laufen? Mir ist aber schon klar, daß ich wohl zu billig gekauft habe. *achja

Grüße
Claus


Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Willi-H-411, Mi Nov 02 2011, 11:42

Hallo Claus!

Ich nehme die Platten zunächst entweder auf MD oder DAT auf. Anschließend überspiele ich über ein optisches Digitalkabel auf den PC. Allerdings hatte ich zweifach Glück: Die Soundkarte und auch den DAT-Recorder hatte ich praktisch umsonst bekommen, da von den Vorbesitzern nicht mehr benötigt.

Das klappt sehr gut. Vor allem brauche ich für das Aufnehmen nicht immer erst den PC einzuschalten. Aber auch das Hantieren mit "richtigen" Geräten finde ich von der Handhabung her besser. Leider findet man wohl heute keine (?) HiFi-Bausteine für die Stereo-Anlage, auf Neudeutsch wohl "Stand-Alone-Geräte, mit denen man digital aufnehmen kann und die eine normale Gerätegröße haben. Diese Winz-Geräte, die man heute so bekommen kann, sind nicht so mein Fall.

MD-Recorder bekommt man aber bestimmt bei eBay & Co. Wenn die dann einen Digital-Ausgang haben, egal ob koaxial oder optisch, kann man die ja an die Soundkarte des PCs anschließen.

VG Willi


Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, Mi Nov 02 2011, 13:26

Hallo zusammen,

bis vor kurzem habe ich für meine Digitalisierung als Speicher einen älteren Audio-CD-Recorder benutzt, das funktionierte eigentlich stets sehr gut. Mittlerweile teste ich (wie Snookerbee berichtete) einen Digitalrecorder für 10 Euro, der momentan anscheinend ordentlich funktioniert.

Gruß

Rundfunkonkel

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
snookerbee, Mi Nov 02 2011, 14:06


@Rundfunkonkel
: Schickst Du mir bitte mal eine PM mit den Daten der SD-Karte, die Du nutzt? Danke

@Willi-H-411: Ich habe leider keinen optischen Eingang an meinem Laptop, sonst wäre der von Dir vorgeschlagene Weg machbar. War MD nicht ein verlustbehaftetes Format, ähnlich wie MP3?

Grüße
Claus


Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Willi-H-411, Mi Nov 02 2011, 15:15

@ snookerbee

Was ich jetzt über die MD erzähle ist ohne Gewähr:

So wie ich weiß, wird bei der MD nicht in dem Sinne mit Datenreduzierung gearbeitet, wie es bei mp3 der Fall ist. Vielmehr wird der aufzunehmende Dynamikumfang eingeschränkt. Man ist wohl davon ausgegangen, daß das menschliche Ohr zwar einen recht großen Dynamikumfang wahrnehmen kann, aber "nicht auf einmal". Will damit sagen, daß man zwar das leise Ticken einer Wanduhr hören kann, solange es still ist. Schaltet man jedoch z.B. den Staubsauger ein, hört man das Ticken der Uhr nicht mehr.

Nehmen wir also mal an, das menschliche Ohr kann in solch einer Situation einen Dynamikumfang von 50 dB wahrnehmen. Diese 50 dB werden auf der MD aufgenommen. Die MD hat aber einen effektiven Dynamikumfang von ca. 90 dB. Man kann sich nun diese 50 dB als "Rahmen" vorstellen, der auf einer effektiven "Dynamikbreite" von 90 dB "verschoben" wird. Je nachdem, wie laut oder leise die gerade aufzunehmende Stelle in der Musik ist.

Das ist jetzt wahrscheinlich technisch nicht richtig erklärt, aber so in etwa funktioniert das wohl.

Es werden zwar Musikdaten weggelassen, aber die sind im nichthörbaren Anteil der Musik. Am ehesten kann man das vielleicht mit dem Prinzip von Dolby-B vorstellen, wo ja auch der Dynamikumfang bei der Aufnahme eingeschränkt und bei der Wiedergabe wieder erweitert wurde.

Was den fehlenden digitalen Eingang betrifft, gibt es da vielleicht externe Digital-Eingänge, die über USB an den PC angeschlossen werden?

VG Willi


Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
snookerbee, Mi Nov 02 2011, 15:45


Hallo Willi, danke nochmal für die Erläuterungen. Ich werde erst mal versuchen, aus den vorhandenen Gerätschaften das beste Ergebnis herauszuholen. Gruß Claus

Nachtrag zur Problematik der Aufnahme auf transportablen Digitalrecordern:

Nach ein wenig Recherche in Kundenrezensionen bei Online-Elektronikhändlern konnte ich feststellen, dass bei Geräten unter ca. 100 Euro oft diverse Qualitätsprobleme auftreten wie Rauschen, Aussetzer, Verzerrung im Line-Eingang, ungewollte Übersteuerung. Wahrscheinlich handelt es sich bei den angebotenen "Marken" um mehr oder weniger die gleiche Technologie, eben nur unterschiedlich verpackt.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
krammofoon, Mi Nov 02 2011, 20:51

Servus :-)
also.... wo fange ich an, so dass es nicht ausufert.....?
Meine Digitalisierungs-, bzw. Aufnahmeprobleme habe ich unterdessen recht gut gelöst bekommen; zumindest in meinem Sinne. Einen Hörästheten wird das nie im Leben zufrieden stellen, aber ich sage mir mal so: wenn ich rauschfrei haben will, dann kaufe ich mir CDs oder zu Tode digitalisierten und gereinigten Mumpf.
Warum sammele ich Schellack oder Tefi oder was weiß ich was? Ich will genau das Gefühl haben, welches ich für mich persönlich mit dieser Zeit verbinde, aus der der Tonträger stammt. Heißt: es kann rauschen, knacken, knistern wie es lustig ist. Behutsam digital gereinigt ist okay, aber zu viele Jäger sind auch hier des Hasen Tod. Mir ist es auf gut deutsch scheißegal ob da was hörgenusstechnisch im Argen liegt; ich muss nicht noch das letzte Quäntchen rauskitzeln, um Spaß an meinen Aufnahmen zu haben. Bin ich auch viel zu ungeduldig dafür. ich gebe zu, dass ich Konsument und kein
Fanatiker bin ;-)

Die Lösung all meiner Probleme brachte eine ordentliche 7.1-USB-Soundkarte von Terratec mit sich, welche einen separaten Line-In hat. Daran alte Dreher aus den 60ern mit Kristalltonabnehmersystemen. I. d. R. nehme ich gerne DUAL 1007 mit CDS 620 und DN45-Nadel für Schellackplatten. Aber auch ein Philips Irgendwas nenne ich seit neuestem mein Eigen und bin überrascht über den richtig guten Klang des Drehers am USB. Kristalltonabnehmer ersparen mir die Vorverstärkerei; schlicht und ergreifend. Ersatztonabnehmer und gute Nadeln im Ersatz sind klar. Die Dreher lagen im Schnitt um die 20, 25 Euro. Die USB-Soundkarte bei knappen 35 Euro. Die Verbindungskabel von jeweils DIN-5-pol auf 3,5-mm-Klinke bei je ca. 9 Euro (wurden extra für mich angefertigt, denn die müssen bei mir robust sein). Auf die selbe Art nehme ich TEFI-Bänder auf. Hier habe ich 3 Tefifone dazu mit SK451 Merula-Systemen und guten, neuen Nadeln. Wobei ich fast nur auf einem Gerät aufnehme, einem KC1 Ra/Ko. Als "Putzmittel" verwende ich ein Programm von BHV, welches sich Audio-Restaurator-Pro 6.0 nennt und mich gerade mal 20 Talerchen beim Blöd-Markt gekostet hat. Der Assistent darin ist richtig gut, welcher einen durch die Restaurierung führt.
Und als letztes - oh Graus - verwende ich noch so einen USB/SD-China-Billig-Dudler, welcher alles kann: Radio, Cassetten, Platten. Der macht alles nur nichts richtig, ist aber für "die schnelle Nummer" gut. Das war auch übrigens der Dreher, bei welchem Nils meinte, ob ich meine Platten mit Stecknadeln abspielen würde *ggg*. Nachkriegsschellack geht sogar damit ganz ordentlich, aber vor 1939 ist das Gerät wirklich eine Qual, aber mir reicht er für zwischendurch. Der Dreher hat übrigens - in Frankreich gekauft - 50 Euronen gekostet.

So arbeite ich und so werde ich im Moment auch weiter arbeiten. Professioneller will ich gar nicht groß werden. Ich denke mir halt immer so, dass wem das was und wie ich es tue nicht gefällt, er sich das ja nicht anzuhören braucht :-)

So, jetzt langt´s

Gruss
Georg

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
snookerbee, Mi Nov 02 2011, 21:30


Hallo Georg,

da hast Du ja eine ordentliche Lösung gefunden und so ca. 30 bis 50 Euro für eine USB-Lösung sind auch ok. Vielleicht kommt das für mich auch mal in die engere Wahl. Danke nochmal für die ausführliche Antwort.

Ich denke mir halt immer so, dass wem das was und wie ich es tue nicht gefällt, er sich das ja nicht anzuhören braucht :-)


So isses, genauso...

Viele Grüße
Claus



Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, Do Nov 03 2011, 00:16

Hallo Claus,

vielleicht wäre eine Lösung mit einem Übertrager in der Leitung zur Soundkarte noch eine Möglichkeit, die sowohl das Potentialproblem vermeidet, als auch mittels "Übersetzungsverhältnisses" des Übertragertrafos die Pegelgröße anzupassen gestattet. Kleine Übertrager gibts für Taschengeld z.B. bei Ibäh.

All der ganze rechnergestütze Echtzeitkram beinhaltet stets das Problem, dass Verzögerungen zu Aussetzern führen können. Das ist auch immer einer der Gründe, habe ich gelesen, warum man in lebenserhaltenden Systemen keine normalen PCs einsetzt.

Wer baut einen CD Brenner so um, dass der Laser analoge Signale in den Rohling brennt und wieder ausliest ;) ?

Gruß

Rundfunkonkel

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
radiobastler, So Nov 06 2011, 12:51

Ich finde, das Problem sind nicht die Nebengeräusche der Platte, sondern die Nebengeräusche, die durch die Digitalisierung erst entstehen. Die Filter in den Onboardsoundkarten sind meist schlecht, was sich durch Prasselgeräusche bemerkbar macht.
Man sollte also schon eine gute Soundkarte nehmen oder wie ich ein SD-Karten Rekorder oder ein anderes digitales Aufnahmegerät (DAT oder MD).

Ich bereinige die Aufnahme nicht, Knistern und Rauschen gehören für mich zum guten Ton einer Schellackplatte, nur die Entzerrung wird je nach Bedarf korrigiert.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
, So Nov 06 2011, 14:57

Hallo Stephan,

Du schreibst:

"Die Filter in den Onboardsoundkarten sind meist schlecht,
was sich durch Prasselgeräusche bemerkbar macht."

Was heisst das genau?

Gruß Frank

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
radiobastler, So Nov 06 2011, 21:22

Durch das digitalisieren wird die Sinuswelle abgestuft. Diese Stufen müssen geglättet werden, damit man wieder einen Sinus erhält, dies übernehmen Filter.
Außerdem muß das Signal während der Verarbeitung auch aufgearbeitet werden. Je höher der Aufwand dafür ist, desto besser ist das aufgenommene Signal. Die Signalverarbeitung wird über Software erledigt, die in der Hardware steckt. Bei billigen Soundkarten ist diese Software-, Hardwarekombination nicht so gut, dass das Signal sauber verarbeitet wird. Zwar erfüllt die Soundkarte die vorgegebenen Werte (44,1 kHz, 16 bit usw), aber die alleine bestimmen nicht die Qualität. Hinzu kommt, dass die Signalführung auf dem Board meist nicht ideal ist, was zusätzlich Störungen verursacht.
Nur kann man dabei auch nicht verallgemeinern, denn nicht jede Onboard-Soundkarte ist schlecht, es gibt natürlich auch Ausnahmen. Leider sieht man es dem Gerät beim Kauf nicht an.

Man kann das alles gut testen, in dem man leises Rauschen und Stille aufnimmt, wird dieses Rauschen oder die Stille ohne prasselnde Nebengeräusche wiedergegeben, so ist die Soundkarte geeignet um Brauchbare Aufnahmen zu erstellen.
Dieses Prasseln hört sich in etwa so an, wie leichter Regen und nervt bei leisen Musikstellen extrem.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, So Nov 06 2011, 22:33

Hallo Stephan,

danke für diese Erläuterung. Daher kommt sicher auch die Meldung, dass CDs bzs. Digitalisierung nur eine Abbildung der Töne sind, während eine Platte (bzw. Magnetaufnahme) "rein" seien. Dabei wird leider vergessen, dass die Korngröße des Aufnahmematerials die Auflösungsgröße darstellt, ab da auch nur noch unregelmäßig "stufig" aufgezeichnet wird. Welche Auflösung hat das dann aber?

Das mit dem Test der Onboard Soundlöung muss ich auch mal machen, habe vor kurzem das Mainboard nach Jahren ersetzt.

Gruß

Rundfunkonkel


Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
radiobastler, Do Nov 10 2011, 17:39

Gehen wir mal davon aus, dass man den maximalen Aufwand bei analogen und digitalen Systemen betreibt. Und gehen wir weiter davon aus, dass wir CD-Normen bei der Digitalisierung verwenden, dann ist das analoge System immer im Vorteil. Die Aufnahme kommt dem Schallereignis hier am nächsten. Die CD hat eine Samplingrate von 44,1 kHz. Man kann da mit theoretisch maximal die halbe Frequenz digitalisieren, also 22 kHz. Jeder gute Lautsprecher kann heute mehr. Nur ist das blanke Theorie, denn 22 kHz mit 44,1 kHz zerhackt, ergibt eigentlich ein Rechtecksignal. Dieses lässt sich zwar wieder in einen Sinus umrechnen, nur leider besteht die Musik nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Grundtönen. Der Klang eines Instrumentes wird von der Anzahl und Stärke der Obertöne bestimmt. So klingt zB eine Blockflöte mit weniger Obertönen und eine Geige mit mehr Obertönen. Das führt zu einem Frequenzmischmasch, der sich bei hohen Frequenzen nicht mehr sauber zurückrechnen lässt.

Der Vorteile der digitalen Systeme sind die teils extremen Störspannungsabstände und die einfache Bearbeitungsfähigkeit. Das geht mit einfachen Computerprogrammen mühelos.

Die Frage ist nur, ob man das alles hört.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
gramofan, Mi Nov 23 2011, 17:27

Mache das ganz simpel: Mein Verstärker (Onkyo) hat auf der Frontseite einen Kopfhörerausgang mit großer Cinch-Klinke. Dann braucht man nur ein Kabel von großer Cinch-Klinke auf kleine Cinch-Klinke (gibts bei ebay ab 1,50 €). Als Software benutze ich audacity. Das gibts kostenlos runterzuladen und bietet mehr als der Laie braucht.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
gramofan, Mi Nov 23 2011, 17:29

Hier noch der Link zum Programm:
Link - Hier klicken

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Willi-H-411, Do Dez 15 2011, 22:15

Kaum bin ich hier mal wieder online, schon muß ich rummeckern. *grins

Ich muß bei dem, was Stephan-Radiobastler geschrieben hat, mal ein Veto einlegen. Es ist zwar nicht falsch, aber es steht einfach nur "so im Raum rum".

Es stimmt zwar, daß bei einer Samplingfrequenz von 44 KHz die Frequenz von 22.000 Hz lediglich aus zwei Meßpunkten besteht. Aber was heißt das denn schon? Die höchsten Oberschwingungen, die in einem Orchester vorkommen, liegen bei ca. 12.000 Hz. Das würde einem Grundton von 3.000 Hz oder sogar nur 1.500 Hz entsprechen. Da bin ich jetzt überfragt. Aus diesem Grunde hatte man damals die Hi-Fi Norm auf den Bereich von 40 bis 12.500 Hz festgelegt. Wird dieser Frequenzbereich linear übertragen, kann man in der Tat von einer naturgetreuen Wiedergabe sprechen. Zumindest, was den Frequenzbereich betrifft.

Eine andere Tatsache ist die, daß unser Gehör von Geburt an "vergreist". Bei einem Neugeborenen liegt die obere Hörfrequenz bei etwa 20.000 Hz. Mit jedem Lebensjahrzehnt nimmt diese obere Hörfrequenz um etwa 2.000 Hz ab. Bei einem 40-Jährigen ist dann die obere Hörfrequenz von 12.000 Hz erreicht. Statistisch jedenfalls. Es gibt natürlich Unterschiede. Wer hier noch Unterschiede im Frequenzbereich um 15.000 bis 20.000 Hz hört, dürfte entweder ein biologisches Wunderkind sein, oder doch eher "psychosomatisch" hören.

Was nun die Empfindung einer naturgetreueren Wiedergabe bei einer Schallplatte angeht, so dürfte das wohl auch mehr in den Bereich "vertrautes Hören" fallen. Strenggenommen ist es ein Wunder, daß beim "Herauskratzen der Musik aus einer Schallplattenrille" eine solche Tonqualität zu erreichen ist. Hier einige Punkte, die schon zeigen, daß eine naturgetreue Wiedergabe mittels Schallplatte nicht möglich sein kann:

- Dadurch, daß der Schneidstichel eine andere Form hat, als die Abtastnadel, kann diese die Rille nicht so abtasten, wie sie vom Schneidstichel geschnitten wurde.

- Der Schneidstichel wird tangential über die Platte geführt, die Abtastnadel nicht. Wenigstens normalerweise. Dadurch kommt es unweigerlich zu Verzerrungen. Mögen sie auch noch so gering sein.

- Die Rillengeschwindigkeit nimmt permanent ab. Dadurch muß beim Schneiden der Abfall bei den hohen Frequenzen ausgeglichen werden. Was auch nicht ohne Verluste möglich ist, denn die Physik läßt sich nicht so einfach "betrügen".

- Beim Abtasten wird das Plattenmaterial "verbogen". Je höher die Frequenz ist, desto stärker diese Deformation. Dadurch wird die Abtastnadel nicht genau von den Auslenkungen der Plattenrille geführt, sondern verändert sie. Auch hier entstehen weitere Verzerrungen.

- Eine Schallplatte liefert immer niederfrequente Störpegel ("Rumpeln"). Unabhängig von der Qualität des Plattenspielers. Ein defektes Laufwerk mal ausgeschlossen. Denn das Rumpeln stammt zu einem sehr großen Teil von der Schallplatte selber.

- Bei der Beurteilung von Abtastsystemen fällt auf, daß es immer wieder heißt, das System "xy" eigne sich gut für klassische Musik, während sich das System "yz" mehr für Rockmusik eigne. Bei einem System, welches in der Tat "naturgetreu" abtasten würde, dürfte es eine solche Unterscheidung nicht geben.

Wenn man sich alleine diese paar Punkte anschaut, dürfte klar werden, daß es eine wirklich naturgetreue Wiedergabe bei der Schallplatte einfach nicht geben kann. Das ist physikalisch einfach nicht machbar.

Trotzdem höre ich auch sehr gerne Schallplatten. Einfach deswegen vielleicht, weil die Technik "sinnlicher" ist. Es ist wohl so, wie bei einem Grammophon: Als "naturgetreu" ist das, was aus dem Trichter herauskommt, sicherlich nicht zu bezeichnen. Aber, es hat was.

VG Willi


Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, Do Dez 15 2011, 23:40

Wieso muss die Abtastnadel dieselbe Form haben wie der Schneidstichel? Es geht lediglich darum, dass der abtastende Mechanismus die Auslenkungen der aufgezeichneten Schwingungen verfolgen kann, die Rillenform aber durch sein Hindurchgleiten nicht zu stark belastet.

Man möge mich berichtigen, aber von einer Anhebung der Höhen beim Schneiden einer Matrize habe ich noch nichts gehört. Solange die Korngröße des Datenträgers die feinen Auslenkungen bei den inneren Rillen noch genau genug darstellen kann ist dies auch nicht nötig. Es gab zwar Versuche mit sich erhöhender Geschwindigkeit bei kleiner werdendem Radius zum Ausgleich der sinkenden Abtastgeschwindigkeit, aber der Aufwand rechnete sich in Bezug des Gewinns nicht.

Die Frage ist: was nennt man originalgetreu? Dazu fast unten am Ende des Textes mehr.

Aber es klingt eindeutig besser als eine 128 kbit Mp3 Datei, die oft so gerne benutzt wird. Oder als ein Smartphone als Musicplayer auf offener Straße. Und wenn ich eine CD bzw. Maxi-Single hörtechnisch vergleiche, ziehe ich die Platte definitiv vor. Erst neulich habe ich lernen dürfen, dass die grundlegenden Eckdaten, die ein CD Player aufweist, nicht einmal gegen eine Schellackplatte ankommen können - alles wird schön rund gerechnet, entspricht aber nicht mehr dem Originalton. Genau wie in einem Raum das abgestrahlte Frequenzgemisch der Schallwandler durch umherstehende Gegestände verändert wird, sich trotzdem in den meisten Fällen aber angenehm anhört, scheint das mit der Platte auch zu sein. Ich würde gerne mal einen Musiktitel hören, der in einem schalltoten Raum digital aufgezeichnet wurde, und dann wiederum in einem schalltoten Raum von nahezu neutralen Lautsprechern
von CD wiedergegeben wird.Das ist das gleiche wie wenn Gastoter Essen kochen ;)!

Trotz meiner 4 x 10 Jahre (und Tinitus) höre ich noch bis 15 khz, und ärgere mich regelmässig über frequenzkastrierte Musik in und auf diversen Medien.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Willi-H-411, So Dez 18 2011, 16:22

Ich gehe mal deine Fragen durch:

"Schneidstichel - Abtastnadel"
Der Schneidstichel schneidet, auf Grund seiner Form, eine bestimmte Form der Rille. Um diese nun originalgetreu abtasten zu können, müßte die Abtastnadel dieselbe Form haben, wie der Schneidstichel. Hierdurch würde allerdings die Rille beschädigt, da die Form des Schneidstichels ja so gewählt ist, um eine Rille schneiden zu können. Also muß bei der Abtastnadel ein Kompromiß gemacht werden. Nadeln mit elliptischer Verrundung können der geschnittenen Rille am besten folgen, aber auch noch nicht original.

"Höhenanhebung"
Bei einer Schallplatte verhält es sich nicht anders, als bei einem Tonband: Je niedriger die Band- bzw. Rillengeschwindigkeit, bei gleichbleibendem Tonkopfspalt bzw. Abmaße der Rille, desto stärker die Höhenanhebung. Beim Tonbandgerät ist dieses Problem sowohl aufnahme- wie wiedergabeseitig gelöst.

Bei der Schallplatte wird der Höhenabfall durch Verringerung der Rillengeschwindigkeit aufnahmeseitig, also beim Schneiden, gelöst. Beträgt die Rillengeschwindigkeit zu Anfang einer 33-er LP noch etwa 52 cm/sec, so fällt sie gegen Ende auf ca. 29 cm/sec ab. Würde das beim Schneiden klanglich nicht kompensiert, hätte man einen hörbaren Abfall bei den Höhen. Soweit ich weiß, wurde das bei den Schellackplatten nicht gemacht, zumindest nicht bei denen, die vor 1945 entstanden sind. Hier ist durchaus dieser Effekt zu hören, daß der Anteil der Höhen in der Musik gegen Ende der Platte geringer ist, als zu Anfang.


Das alles habe ich aus dem Buch "Tonaufzeichnung analog - Mit Platte und Magnetband an die physikalischen Grenzen" von Berhard Krieg, Elektor Verlag. Es ist dort natürlich wesentlich ausführlicher beschrieben, als ich es hier wiedergeben kann.


"Smartphone & Co."
Das ist jetzt allerdings schon ziemlich ironisch. Obwohl ich mir schon sicher bin, daß eine mp3-Datei mit 320 kbs, die mit einem sehr guten Umwandlungsprogramm erstellt wurde, sicherlich besser klingt, als eine Aufnahme mit einem Cassettenrecorder unterhalb der 1000 DM-Grenze (ich habe jetzt hier einmal "unsere" alte Währung zitiert).

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, So Dez 18 2011, 16:46

Hmm, ich beziehe meine Überlegungen auf die Platten, um die es hier im Forum geht, die monaural (zumeist Seitenschrift) aufgezeichnet wurden. Bei Stereosignalen, die mehrdimensional als Information in den Rillen gespeichert sind, stimme ich Dir jedoch zu - bei einem Tonabnehmer, welcher nur eine seitliche Auslenkung abzutasten hat, dürfte die Nadelform - mal komplett abgesehen von Beschädigungen der Rillenflanken, oder eine andere Abtasthöhe in der abgenutzten Rille, um eine noch unbeschädigte Stelle zu erwischen - eher egal sein. Eine große Auflagefläche auf den Rillenflanken, so wie der originale Stichel sie hat, wäre sicherlich bei ausgefrästen, abgenutzten Platten eher von Vorteil, und der Anpressdruck pro Flächeneinheit wäre geringen - aber was soll sich an der Genauigkeit ändern, wenn nur 1/10 der Flankenfläche von einer Abtastnadel berührt würde?

Bitte nicht falsch verstehen, es geht mir hier um eine angeregte Diskussion, nicht darum recht zu haben oder nicht :). Den Unterschied zwischen der 320 kbps und der Wavedatei kann ich jedenfalls schon hören. Dass ein Cassettendeck nicht diese Aufzeichnungsbreite hatte dürfte klar sein, weswegen man beim Studiobetrieb auch länger bei Tonand mit 38 cm/s geblieben ist.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Willi-H-411, So Dez 18 2011, 16:52

Ich muß mir das Buch noch einmal gründlich vornehmen. Es ist ja so, wie es immer ist: Wenn man was Bestimmtes sucht, findet man es garantiert - nicht.

"Bitte nicht falsch verstehen, es geht mir hier um eine angeregte Diskussion, nicht darum recht zu haben oder nicht"

Das sehe ich genauso. Ich kann ja auch nur das "nachkauen", was ich mal gelesen habe. Ob das nun richtig oder falsch war, kann ich ja (leider) auch nicht sagen. Außerdem habe ich vielleicht auch einen "etwas" gewöhnungsbedurftigen Humor. Da stoße ich - ebenfalls leider - oftmals mit an. *musi

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, So Dez 18 2011, 17:11

Dann such mal :). Bei mir sieht das meist so aus, dass ich etwas bauen und basteln muss, um es selber überprüfen zu können. Z.B. dass es auf Mittelwelle einen Sender gibt, der fröhlich mit 10 khz Frequenzbreite vor sich hinsendet, was man aber mit unseren hiesigen herkömmlichen Radios gar nicht hören kann (AFN - The eagle).

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Malte, Fr Okt 25 2013, 17:40

Hallo,

lohnt sich Kauf und Einsatz einer Tonkarte oder reicht die "Onboard-Lösung" aus? Würde man klanglich einen Unterschied feststellen?

Malte

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Rundfunkonkel, Fr Okt 25 2013, 18:00

Insofern Deine zusätzliche Soundkarte besser ist als die Onboardlösung ja, ansonsten nein. Man könnte ja auch die hochwertige Onboardkarte gegen eine Billigzusatzkarte eintauschen. Wie immer: es hängt von den Umständen ab.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Malte, Di Mai 19 2015, 16:33

Hallo,

vor Jahren musste ich eine Platte mit 33rpm abspielen und habe dann die Aufnahme mit einem Programm am PC wieder in die richtige Geschwindigkeit gebracht.
Jetzt habe ich wieder so einen Fall, habe aber das Programm nicht mehr. War der Meinung, dass ich damals Audacity benutzt hatte. Habe vorhin die aktuelle Version installiert. Allerdings finde ich hier nur eine prozentuale Einstellung der Geschwindigkeit. In dem Programm das ich damals nutzte, waren die Geschwindigkeiten 33/45/78 voreingestellt und anwählbar.

Kennt jemand dieses Programm?

MfG

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
veritas, Di Mai 19 2015, 20:34

Ich glaube das Tool was der Editor von Diamond Cut: Link - Hier klicken
Du kannst das aber auch mit Audacity-Bordmitteln sehr einfach über das Zuweisen einer neuen Samplerate machen. Mit Audition und vielen anderen Editoren geht es ebenfalls so.

Die Rechnung ist sehr einfach:

Samplerate ÷ Abspielgeschwindigkeit * Sollgeschwindigkeit = Soll-Samplerate

Nehmen wir an, Du hast eine 78rpm-Platte mit 33rpm abgespielt und mit 44100 Hz aufgenommen:
44100 ÷ 33 * 78 = 104236 Hz (gerundet)

Diese Soll-Samplerate stellst Du für Deine Aufnahme ein...







und wandelst dann alles in die Samplerate zurück, die Du haben möchtest, ...




... z.B. wieder 44100 Hz:




Bedenke aber, daß eine digitale Geschwindigkeitskorrektur von solchen Ausmaßen auch klangliche Einbußen bringen kann. Denn der mögliche Frequenzgang des Tonabnehmers verschiebt sich dadurch erheblich. Im Beispiel werden vermutlich die Bässe sehr schwach bzw. abgeschnitten sein, weil der Tonabnehmer nicht auf die verlangsamten Tiefen Töne herunterkommt. Das identische Problem besteht auch bei anderer Software, die Geschwindigkeiten ändert.

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Formiggini, Di Mai 19 2015, 20:55

Mit dem kostenlosen Programm Equalizer aus dem Stall um ClickRepair Link - Hier klicken geht dies recht einfach (Nur WAV Dateien!). Du wählst, z. B. "mit RIAA bei 33 U. aufgenommen auf 78".




Im "Ausgang" kannst du bereits einige Kurven zur Frequenzanpassung wählen.




Diese lassen sich individuell anpassen. Bei einer in Stereo gemachten Überspielung kannst du beim "mixen" auf Mono auch noch zwischen dem rechten oder linken Kanal wählen.

Grüße

Re: Digitalisierung von Schellackplatten - Grundlegendes
Malte, Mi Mai 20 2015, 13:11

Das werde ich mal probieren. Dankööö