Rauschfilter für Schellackplatten
Janek55, Do Jun 18 2015, 20:41
bin auf der Suche nach einer Schaltung wo ich verschiedene Einstelungen wie Rauschen, Hochpass, Tiefpass einstellen kann. ich brauche keinen Phono RIAA Vorverstärker, den habe ich schon nur zusatzschaltung mit der ich das verändern kann.
Kann mir jemand dabei helfen?
Gruß
Re:
Rauschfilter für Schellackplatten
Rundfunkonkel, Do Jun 18 2015, 21:36
Vielleicht hilft Dir das etwas weiter?
Link - Hier klickenDas Thema ist aber deutlich komplexer als in diesem Thread dargestellt, mit einem RIAA Vorverstärker kommst Du zudem nicht sehr weit, wenn Du es vernünftig machen möchtest.
Re:
Rauschfilter für Schellackplatten
Willi-H-411, Fr Jun 19 2015, 08:06
In dieser Funkschau aus dem Jahre 1939 ist auf Seite 29 eine kleine Schaltung zur Bassanhebung:
Link - Hier klickenWenn du für R2 einen regelbaren Widerstand nimmst, kannst du die Bassanhebung stufenlos einstellen
Du benötigst dann noch einen Vorverstärker, wie z.B. diesen:
Link - Hier klickenSollte die Verstärkung nicht ausreichen, kannst du diesen versuchen:
Link - Hier klickenAn den Ausgang des Vorverstärkers kommt dann noch eine Höhenabsenkung. Bei mir hat sich dabei R = 2,5 KOhm und C = 0,044 µF bewährt.
Danach geht's dann ab in den eigenlichen Verstärker bzw. Soundkarte.
VG Willi
Re:
Rauschfilter für Schellackplatten
Janek55, Fr Jun 19 2015, 15:27
Danke für Eure Infos, was hallt Ihr vom Parametrischen Equilaizer? kann man damit was verändern?
Gruß
Re:
Rauschfilter für Schellackplatten
Rundfunkonkel, Fr Jun 19 2015, 16:31
Da Du nach einer Meinung fragst: ich halte davon nichts. Verändern kannst Du damit einiges, aber ob .Du damit etwas
korrekt veränderst bleibt ein Würfelspiel, es klingt nie so wie die Aufnahmetechniker das damals mit all ihrem Wissen in der Rille gebannt haben.
Ist es doch wirklich nicht so schwer die Platten richtig zu entzerren. Die Feinheiten dabei machen Mühe, nicht aber das erstmal bloße Umkehren der firmenspezifischen Schneidverzerrung.
Re:
Rauschfilter für Schellackplatten
Formiggini, Fr Jun 19 2015, 16:50
Hallo zusammen,
es ging ja eher um Rauschfilter und die Anpassung an die eigene Hörgewohnheit. Oder hatte ich dich da falsch verstanden Janek?
Ich hatte bei Kollegen schon öfter diesen Aufbau gesehen:
Plattenspieler - Vorverstärker ohne RIAA - Equalizer - Verstärker

Dies hörte sich, nach meiner Meinung, ganz gut an. Auch ließen sich so Frequenzverläufe oder Abnutzung der Platte recht gut den Gegebenheiten und eigenen Hörgewohnheiten anpassen. Wichtig dabei eben: Vorverstärker ohne RIAA Entzerrung. Schaltet man in den Signalweg noch eine RIAA Entzerrung hinzu, ist es wie RFO sagt: Das ganze Signal wird so oft
verbogen, dass dabei kaum noch etwas ordentliches herauskommt. Ideal ein Equalizer mit möglichst vielen Bändern. Ein 5-Band EQ (pro Kanal) ist zu wenig. Damit verbiegt man nur, passt aber nichts an. Besser ein 10-Band oder 15-Band EQ. Es sollte aber einer mit ordentlicher Qualität sein. Sonst fängt man sich nur Verzerrungen und zusätzliches Rauschen ein.
Grüße
PS: Bei akustischen Aufnahmen kann man sich ja nur nach dem eigenen Höreindruck richten. Ebenso bei frühen elektrischen Aufnahmen bis c. 1930. Von "Normungen" oder Firmenkurven kann da noch keine Rede sein, nur grobe Richtwerte die der individuellen Platte/Aufnahmesitzung anzupassen sind. Gutes Beispiel die VOX, hier könnte man meinen, die verwendeten bei jeder Sitzung eine andere Einstellung an ihren Verstärkern...

Re:
Rauschfilter für Schellackplatten
Janek55, Sa Jun 20 2015, 10:02
Hallo,
danke für Eure Antworten, werde mir überlegen was cih genau mache
Gruß
janek