Orchestrophon Katalog und Notenstücke (ca. 1907)
zzippo, So Okt 20 2024, 13:04
Diesen schönen Flohmarktfund von Heute möchte ich euch nicht vorenthalten.
Interessant das es Orchestrophon Apparate auch mit Schalldosen, Trichtern und Tonarmen der D.G.A.G. gab.
Weiß jemand, in welchem Verhältnis die Orchestrophon zu Adler, Reklamophon und Pantophone stand? Schalldosen und Geräte sind oft baugleich. Auch Texte wurden 1:1 übernommen. Siehe z.B Reklamohon
Schalldose Modell L keine Nadelschrauibe mehr notwendig und Katalogseite 30 hier. Oder haben die alle nur bei Lindström eingekauft?












































Re:
Orchestrophon Katalog und Notenstücke (ca. 1907)
Hedensö, Mo Okt 21 2024, 07:12
Danke für´s teilen.
Wirklich schöne Geräte, wie ich finde. Gerade die "Krösus"-Geräte erinnern mich stark an spanische Designs der Gramophone Company.
Re:
Orchestrophon Katalog und Notenstücke (ca. 1907)
DGAG, Di Okt 22 2024, 17:55
Der Katalog ist wunderbar. Vor vielen Jahren war mal einer auf eBay, den ich leider nicht bekommen habe. Deshalb vielen Dank fürs Zeigen.
Die Firma
Orchestrophon Sprech & Musik – Werke Max Gottfurcht, Berlin, war nur relativ kurz im Geschäft, von 1904 bis 1907. Orchestrophon konzentrierte sich auf Grammophone mit recht aufwendigen Gehäusen, teilweise angelehnt am Wiener Jugendstil, hatte 1905 aber auch ein paar Phonographen im Angebot. Die Firma war ab 1905 Grossist für alle möglichen deutschen Schallplattenfirmen (Zonophon-, Odeon-, Anker-, Beka-, Dacapo-, Favorite-Platten).
Max Gottfurcht befand sich seit August 1901 im D.G.A.G./Zonophon-Dunstkreis, als er Mitgesellschafter der Grammophon-Handlung H. Weiß & Co. wurde (ab Anfang 1904 "Zonophon" H. Weiß & Co.). Die Typen Luxus-Chatulle und Luxus-Krösus, ausgestattet mit wohlbekannten Grammophonteilen, hätte mich vorher ziemlich ins Grübeln gebracht, warum man diese Geräte in keinem D.G.A.G.-Katalog findet.
Auch der geschäftliche Kontakt mit Lindström zur Lieferung einer Vielzahl von Bauteilen bestand offenbar schon früh und dauerte bis zur Eröffnung des Konkursverfahrens gegen den hoch verschuldeten Max Gottfurcht im Februar 1908. Die von Orchestrophon gemieteten Räume bei der Leipzig Ostervormesse im März 1908 wurden dann auch direkt von der Lindström G. m. b. H. übernommen.
Max Gottfurcht arbeitete, wohl aus Verbundenheit, noch vorübergehend bei der D.G.A.G., bevor er am 29. November 1909, nach fast einjährigem Halsleiden, verstarb.
Re:
Orchestrophon Katalog und Notenstücke (ca. 1907)
Konezni, Di Okt 22 2024, 23:15
Wenn ich's recht übersehe, wurden die angebotenen Platten spätestens im September 1905 aufgenommen, sodass der Katalog durchaus bereits in diesem Jahr erschienen sein kann...
Re:
Orchestrophon Katalog und Notenstücke (ca. 1907)
PONOPHON, Fr Okt 25 2024, 16:42
Ein ganz toller Fund, der uns neue Erkenntnisse bringt!
Ich gratuliere dazu!
Die Luxus-Chatulle III mit „Grammophon – Ausstattung“ gab es auch in der herkömmlichen Orchestrophon Ausführung, wie dieses Bild Aus der Zeitschrift „Berliner Leben“ in der Ausgabe vom 8.August 1905 zeigt. Und das Bild bestätigt auch die Datierung.

Quelle:
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Orchestrophon Katalog und Notenstücke (ca. 1907)
zzippo, Sa Okt 26 2024, 14:00
Ich habe jetzt erst gemerkt, dass die letzte Seite fehlte.
Nichts gegen ein Melba, aber das gezeigte Krösus Gerät passt meiner Meinung nach noch besser zu dem DGAG Piedestal No.II de Luxe.

Re:
Orchestrophon Katalog und Notenstücke (ca. 1907)
DGAG, So Okt 27 2024, 05:44
Ich bin für die Datierung des Katalogs ins Jahr 1906 und zwar nicht nur nur weil es handgeschrieben auf dem Umschlag steht, sondern weil die Phonographen fehlen.
zzippo schrieb ...
Nichts gegen ein Melba, aber das gezeigte Krösus Gerät passt meiner Meinung nach noch besser zu dem DGAG Piedestal No.II de Luxe.
Vom Design her finde ich das Krösus auch sehr passend, allerdings ist das Gehäuse viel zu massig für das schlanke Piedestal. Es passt gerade noch so drauf. Da stimmen die Proportionen nicht mehr. Exakt das war auch der Grund, warum dieses Piedestal aus dem Katalog verschwand, als die Gramophone Co. nämlich ähnlich dicke Klöpse ins Programm aufnahm. Für mich bleibt die klassische Kombination unschlagbar.