Zum experimentieren: einfachster Dynamikexpander mit Tücken
Rundfunkonkel, Fr Jan 16 2026, 23:04

Hallo,

seit einigen Jahren fasziniert mich eine ziemlich einfach aussehende, kleine Schaltung. Wenn man diese aufgebaut hat, muss sie an den Ausgang eines Verstärkers (man gab bei den angegebenen Werten etwa 4 Watt an) anschließen, und einen Lautsprecher an den Ausgang der Brückenschaltung.





Was passiert aber genau? Die Glühlämpchen haben, so lange diese noch nicht glühen, einen höheren Widerstand ihres Glühfadens, als wenn dieser glüht. Das heißt leise Passagen der Musik werden noch leiser, und laute in etwa so laut wie ohne die Schaltung. Mir gefällt besonders daran, dass Knistern in der Regel leiser wird bei unseren Schellackplatten, und der Dynamikumfang zudem gesteigert wird. Jetzt kommen die Aber: 1. es funktioniert meist nur mit klassischer Musik. Bei Tanzmusik klingt das seltsam, ungewohnt. Und 2. funktioniert das ganze nur in einem begrenzten Lautstärkebereich.

Als Glühlämpchen eignen sich solche, die man früher in Taschenlampen schraubte (Gewinde wie beim alten Fahrradlicht). 3,5 V 0,2 A bei 4 W Verstärkerleistung, und 5 V 0,2 A bei etwa 8 W. Der Lautsprecher hat hierbei eine Impendanz von 5 Ohm. Wer Stereo benötigt, muss das ganzr zwei mal bauen.

Wenn man mit den Werten etwas experimentiert, wird man schnell feststellen, dass es auch Werte gibt, die zu viel oder zu wenig darstellen. Bei Zimmerlautstärke bringen die o. g. Werte in meinem Fall jedenfalls interessante Hörerlebnisse.

Die Schaltung fand ich an mehreren Stellen, das erste mal in einrm Buch von etwa Ende der 1930er Jahre.