Columbia 175 un-portable
Bruno1902, Fr Feb 06 2026, 19:26

HERSTELLER: Columbia USA
MODELL: No. 175
SERIENNUMMER:
JAHR:
DAMALIGER PREIS:
GEHÄUSE:
PLATTENTELLER:
TRICHTER:
MOTOR: elektrisch, 110 V
SCHALLDOSE: Columbia No. 15 (?)

INTERESSANTE DETAILS: elektrischer Motor


Dieses Gerät bekam ich per Post aus Frankreich. Hoch und heilig wurde mir versprochen es ausreichend zu Polstern.

Leider hat der Verkäufer, wie erwartet, etwas anderes unter guter Polsterung verstanden als ich.
Der Motor und Tonarm ist abgerissen und lagen Lose im Koffer. Leider fehlt von dem Sprengring, der den Plattenteller hält, bis heute jede Spur.
Den Elektromotor hat ein netter Herr vom Radiomuseum in Dormagen überholt und gleich auch noch einen antiquarischen Trafo mitgeliefert. Für diesen suche ich bis jetzt noch vergeblich einen noch fähigen Tischler, der mir ein Hokzgehäuse drumherum baut. Wenn jemand Ideen hat, bitte gern!

Wie zu sehen ist, ist es in einem ziemlich abgerockten Zustand, den ich leider auch nicht mehr großartig verbessern kann, lediglich den Griff konnte ich aufhübschen, in dem ich ihn neu bezogen habe. Für mich war es dennoch interessant, da ich schon immer ein 113a haben wollte und der 175er zumindest optisch ähnlich ist. Den Elektromotor weiss ich von meinem Electrola schon zu schätzen, unterstützt er doch meine Faulheit. Endlich nicht mehr kurbeln ????

Als erstes fiel mir der Stempel auf dem Plattenteller auf. Da dachte ich noch, guck an, dem hat das Gerät also mal gehört. Als ich es dann aber zerlegte habe ich die Stempel an allen möglichen Stellen gefunden, sogar im Deckel an den Seiten, wo das Plattenfach angeschraubt ist. Es scheint, als hätte der Ingenör die elektrische Einrichtung geprüft.

Interessant bei dem Motor ist, das er keinen Schalter im eigentlichen Sinne hat. Der Motor muss quasi angeworfen werden in dem man ihn in Drehung versetzt und dann Kontakt gibt.

Eine Hörprobe gibt's hier

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Re: Columbia 175 un-portable
LoopingLoui, Do Feb 12 2026, 20:20

Kurioser amerikanischer Koffer - Glückwunsch! Diese Koffer sind ja ohnehin so schwer dass man sie nur zuhaus, daher
Nahe einer Stromquelle betreibt. :)
Der Stempel beweist wohl, dass der Koffer schon zeitgenössisch nach Europa kam.

Re: Columbia 175 un-portable
Bruno1902, Do Feb 12 2026, 20:48

Ja, denke ich auch. Und anhand dessen, daß kein Kurbelloch vorhanden ist war das wohl von Anfang an ein elektrisches. Was mich wundert ist, daß es keine Nadeldose hat. Aber auch das wird dem Heimgebrauch geschuldet sein.